Reithelm: Test, Vergleich und Kaufratgeber

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Mädchen mit Reithelm und Pony

Suchst Du gerade nach einem neuen Reithelm? Möchtest Du wissen, welcher Reithelm am besten zu Dir passt, aber die Auswahl in der Vielzahl an Modellen fällt Dir schwer?

In diesem Reithelm Ratgeber versorgen wir Dich ausführlich mit nützlichen Informationen rund um das Thema Reithelm-Kauf. In unserem Reithelm Test stellen wir Dir einige gute Modelle vor, um Dir bei der Auswahl zu helfen.

Außerdem bekommst Du Antwort auf Fragen wie: Was zeichnet einen guten Reithelm aus? Für welche Disziplin brauche ich welches Modell? Worauf sollte ich beim Kauf achten? Und schließlich beantworten wir Dir noch einige FAQs rund um das Thema Reithelm, zum Beispiel ob und was Brillenträger bei ihrem Helm beachten sollten.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Reithelm ist mit der wichtigste Ausrüstungsgegenstand zum Reiten, da er Deinen Kopf vor unter Umständen lebensbedrohlichen Verletzungen schützen kann
  • Pferde sind Fluchttiere und können sich immer mal erschrecken oder stolpern, weshalb auch fortgeschrittene Reiter immer einen Helm tragen sollten
  • Das wichtigste Kaufkriterium bei einem neuen Reithelm ist die Passform
  • In der heutigen Zeit gibt es Reithelme mit jeder Menge Komfort wie Belüftung und weiches Innenpolster, sowie in den verschiedensten Formen, Größen und Optiken, sodass jeder einen passenden Helm finden kann

Die besten Reithelme: Favoriten der Redaktion

Im folgenden zeigen wir Euch eine Auswahl an Modellen, die wir empfehlen können.

Uvex Exxential II: Der Preis-Leistungs-Sieger

  • mit 400gr ein sehr leichter Reithelm
  • erhältlich in 5 matten Farben und 2 Glamour-Varianten mit Kristallsteinen
  • Am Hinterkopf verlängerte Außenschale für maximale Sicherheit
  • Ponytail-Cut für den Pferdeschwanz
  • Uvex 3D-IAS-System macht den Helm für nahezu jeden Kopf anpassbar
  • verfügbar in 52cm-61cm Kopfumfang
  • sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis

Mit dem Uvex Exxential II wird jeder fündig, der einen modernen, hochwertigen, und dennoch preiswerten Helm, der alle Sicherheitskriterien erfüllt, sucht.

Zu den verfügbaren Farben gehören auch Brauntöne, die den Helm optisch unter anderem auch für Westernreiter interessant machen.

Jeder Reiter mit langen Haaren kommt mit dem Exxential ebenfalls ganz auf seine Kosten, da der Helm einen Ausschnitt für den Pferdeschwanz bietet, aber trotzdem im Nacken tief geschnitten ist, sodass bei der Sicherheit keine Abstriche gemacht werden müssen.

Der Exxential überzeugt auch mit weiteren Annehmlichkeiten, zum Beispiel dem leichten Gewicht, dem waschbaren Innenfutter und guter Belüftung.

Wer einen modernen, schlichten Reithelm mit gutem Tragekomfort und ausgezeichnetem Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, ist mit dem Exxential II gut beraten.

Uvex Suxxeed Glamour: Der beste Helm für Dressurreiter

  • durch 3D-IAS-System wird optimale Passform für nahezu jeden Kopf gewährleistet
  • optisch sehr ansprechend mit Alcantara-Überzug und Swarovski-Kristallen
  • schlagfeste Außenschale und stoßabsorbierende Innenschale garantieren höchste Sicherheit
  • gut konzipiertes Lüftungssystem verhindert Hitzestau
  • Kinnband lässt sich stufenlos verstellen und Verschluss einhändig öffnen
  • Innenfutter bei 30 Grad maschinenwaschbar

Wer einen schicken Reithelm mit ein bisschen Glitzer sucht, der sollte sich den Uvex Suxxeed Glamour auf jeden Fall näher anschauen. Besonders bei Dressurreitern und auf dem Turnier erfreut sich dieses Modell großer Beliebtheit.

Für all diejenigen, denen die Form und die Grundoptik des Succeed gefällt, hat Uvex auch noch andere Modellversionen im Angebot, sowohl schlichter als auch noch aufwendiger. Zudem kann man sich diesen Helm auch selbst konfigurieren.

Abgesehen von Optik bietet der Helm mit guter Belüftung und stufenloser Verstell-Möglichkeit an Kopfumfang und -höhe auch einiges an Tragekomfort.

Mit einer UVP von 449,95€ ist dieser Helm eher im teureren Bereich angesiedelt, und auch der Alcantara-Bezug ist pflegeaufwendiger als glatter Kunststoff. Oft findet man das Modell allerdings im Angebot, je nach Ausführung zwischen 280€ und 380€. Wer den Helm häufig nutzt und/oder kein Problem mit dem Anschaffungspreis hat, kann mit dem Suxxeed trotzdem wenig falsch machen. Ein bequemes, sicheres und trotzdem schickes Modell!

Casco Mistrall 2: Der Reithelm mit dem breitesten Größenspektrum

  • verbessertes Nachfolgemodell des beliebten Casco Mistrall 1
  • Erhältlich von Größe 50 bis Größe 63
  • Größenverstellbar mit Disc-Fit-Rädchen, womit der Helm ein Stück mitwachsen kann
  • herausnehmbares und waschbares sowie austauschbares Innenleben
  • leicht zu reinigende Außenschale
  • Casco MyStyle: Die Farbstreifen können ausgetauscht und so an jedes Outfit angepasst werden

Für einen recht angemessenen Preis von 120€ erhält man beim Casco Mistrall 2 einen Helm, der keine Wünsche offen lässt. Durch sein leichtes Gewicht und die gute Belüftung bietet er einen hohen Tragekomfort. Für die Wintermonate kann zusätzlich ein Winterset erworben werden, sodass man nicht an den Ohren frieren muss.

Den Helm gibt es in den Farben schwarz, dunkelblau und braun. Die Außenschale ist sehr gut zu reinigen und pflegeleicht, dass Innenfutter ist herausnehmbar und waschbar.

Das Casco MyStyle-System bietet die Möglichkeit, den Helm individuell zu gestalten. Die Disco-Fit-Vario-Verstellung des Helms ermöglicht es, ihn sowohl in Umfang als auch Höhe auf den Kopf einzustellen.

Casco Kinderreithelm Choice: Der beste Reithelm für Kinder

  • schöner Kinderreithelm mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Einheitsgröße: Verstellbar von Kopfumfang 52cm bis 56cm
  • Casco MyStyle: Farbband lässt sich austauschen
  • Erhältlich in schwarz, braun und blau
  • 4-Punkt-Befestigung des Kinnriemens sorgt für optimale Sicherheit

Der Casco Choice Kinder-Reithelm steht seinen »erwachsenen Kollegen« in nichts nach. Für optimalen Tragekomfort bietet er ein gutes Lüftungssystem. Er ist in mehreren Farben erhältlich und kann mit dem Casco-MyStyle-System mit Dekostreifen in anderen Farben oder auch mit Swarovski-Steinen individualisiert werden.

An den Seiten ist ein dezentes Muster aus Pferdeköpfen, welches allerdings sehr unauffällig ist, sodass der Helm auch unisex getragen werden kann.

Eltern müssen sich hier auch keine Sorgen um die Größe machen: Den Helm gibt es nur in einer Größe und ist in dieser von 52cm bis 56cm verstellbar, der Helm kann also gut mitwachsen. Das Casco DiscFit-System bietet dabei nicht nur eine vertikale, sondern auch eine horizontale Verstell-Möglichkeit, sodass der Helm optimal auf dem Kopf sitzt und gut schützen kann.

HKM Graz: Das optimale und schicke Einsteigermodell

  • preisgünstiger Helm in schicker Optik
  • dezente aber gut funktionale Belüftung
  • Helm kann per Drehrad  am Hinterkopf stufenlos verstellt werden
  • Innenfutter ist herausnehmbar und waschbar
  • entspricht der VG1 Norm mit 3-Punkt-Befestigung des Kinnriemens

Das Reithelm-Modell Graz von HKM kommt in auffälliger Optik daher. Der Bezug ist aus Wildlederimitat und einem breiten Glitzerstreifen. Der Helm hat gut eingearbeitete unauffällige Belüftungslöcher vorne und hinten.

Der Reithelm ist von Kopfumfang 51cm bis 61cm verfügbar, die einzelnen Größen decken gleich zwischen drei und vier Zentimeter Spielraum ab. Hierbei ist der Helm entsprechend stufenlos verstellbar, um ihn optimal an den eigenen Kopfumgang anpassen zu können.

Insgesamt findet man mit diesem Helm ein optisch ansprechendes Modell mit gutem Tragekomfort, zu einem recht günstigen Preis. Abstriche muss man lediglich in der Höhenverstellbarkeit machen, die manch andere Modelle bieten. Ob man dieses Feature benötigt, ist abhängig von der individuellen Kopfform.

HKM New Flock: Der beste günstigste Reithelm

  • schlichter klassischer Reithelm
  • mithilfe des Drehrads stufenlos verstellbar
  • für Kopfumfang 52cm bis 61cm in Abstufungen
  • gutes und günstiges Einsteigermodell
  • wird in einem Stoffbeutel zur Aufbewahrung geliefert

Der Reithelm New Flock von HKM ist ein ideales Einsteigermodell. Er ist preisgünstig und erfüllt die VG1-Sicherheitsnorm. Jeder, der noch am Anfang steht und einmal die Woche eine Reitstunde nimmt oder sogar nur Reiturlaub macht, ist mit diesem Helm gut bedient.

Auf optische Add-ons wurde für den günstigen Preis verzichtet. Der Helm hat trotzdem eine funktionierende Belüftung und ist innen gepolstert, wobei die Polsterung durchaus mehr sein dürfte. Ihren Zweck erfüllt sie dennoch, solange man den Helm nicht acht Stunden fünf Tage die Woche tragen möchte.

Der Helm ist auch gut für Kinder geeignet. Zum einen ist er bereits ab Größe 52 erhältlich, zum anderen ist er per Drehrad verstellbar und kann so flexibel dem aktuellen Kopfumfang angepasst werden.

Lediglich Brillenträger könnten bei diesem Modell Probleme bekommen, da er über den Ohren sehr gerade und tief geschnitten ist.

Covalliero Nerron: Der beste verstellbare Helm

  • Günstiger und hochwertiger Reithelm mit ausgezeichnetem Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Erhältlich in Größe 51-59, dabei größenverstellbar
  • moderne Optik mit leicht zu reinigender Außenschale
  • herausnehmbares und waschbares Innenfutter
  • Entspricht der VG1-Norm mit Vier-Punkt-Befestigung des Kinnriemens

Das Reithelm-Modell Covalliero Nero von Nerron hat eine moderne Optik mit gutem Belüftungssystem. Durch die glatte Außenschale ist er leicht zu reinigen und sauber zu halten. Das Innenfutter kann herausgenommen und gewaschen werden.

Der Helm entspricht zwar »nur« der VG1-Norm, hat dafür aber eine Vier-Punkt-Befestigung des Kinnriemens, welche die Sicherheit erhöht. Zudem ist der Schirm abnehmbar.

Den Reithelm gibt es in zwei Varianten, zum einen in Größe 51-54 und Größe 55-59. Der Helm ist per Disc-System stufenlos an den eigenen Kopfumfang einstellbar. Zudem lässt sich der Kopfring auch in der Höhe verstellen. Aufgrund der verfügbaren Größen und Einstellungen eignet sich der Helm auch gut als Kinder-Reithelm, vor allem wenn man eine schlichte Optik sucht.

Für den tendenziell doch eher geringen Preis von 40€ bietet das Modell Nerron ein exzellentes Preis-Leistungsverhältnis!

Charles Owen YR8: Der beste Reithelm in klassischer Optik

  • Reithelm in klassischer Optik, erhältlich in blau, schwarz und braun
  • Überzug aus Wildleder-Imitat
  • Erhältlich in Einzelgrößen, das heißt der Helm ist nicht verstellbar
  • unauffällige Belüftungslöcher vorne und hinten erhöhen den Tragekomfort
  • gut für ovale Kopfformen geeignet

Dieses Reithelm-Modell von Charles Owen ist für all diejenigen gut geeignet, die mit einem verstellbaren Reithelm nicht gut klarkommen. Diesen Helm gibt es nur in Einheitsgrößen, die dem Kopfumfang entsprechen.

Er überzeugt mit seinem sehr klassischen Design bei trotzdem guten Tragekomfort und ist im unteren mittleren Preissegment angesiedelt.

Der Helm ist zwar von der Herstellerfirma ursprünglich für Jugendliche gedacht, aber auch für Erwachsene gut tragbar. Charles Owen produziert bereits seit 1911 Reithelme und blickt so auf eine langjährige Erfahrung zurück. Bei diesem Helm kann man sich sicher sein, ein Qualitätsprodukt in den Händen zu halten das allen Sicherheitskriterien entspricht.

Uvex Kinderreithelm Onyxx Dekor: Der leichteste Kinderreithelm

  • hochwertiger Kinder-Reithelm von Uvex
  • Erhältlich in vielen verschiedenen Designs und Farben sowie in einer glossy Variante
  • Einheitsgröße, die von Kopfumfang 49cm bis 54cm verstellbar ist
  • Uvex IAS 3D-Größenverstellsystem für vertikale Anpass-Möglichkeit
  • gutes Belüftungssystem und leichtes Gewicht

Das Modell Onyxx von Uvex ist ein Reithelm für Kinder, der seinen großen »Geschwistern« in Sachen Qualität und Tragekomfort in nichts nachsteht. Er ist lediglich in kleineren Größen erhältlich, sowie entsprechend günstiger.

Auch die Optik wurde kindgerecht gestaltet. Zur Auswahl stehen diverse Farben und Aufdrucke wie Einhörner, aber auch eine einfachere, schwarze Lackvariante ist verfügbar.

Durch das IAS 3D Größenverstell-System ist der Helm sowohl horizontal, als auch vertikal optimal auf die Kopfform anpassbar. Sehr elternfreundlich ist bei diesem Helm, dass der Helm durch die weite Einstellungs-Bandbreite lange mitwachsen kann, und so ein häufiges Austauschen des Kinder-Reithelms wegen falscher Größe vermieden werden kann.

BoT EQ3 Lynx: Der beste anpassbare Reithelm inklusive MIPS-System

  • Mit Justierrädchen auf den Kopfumfang anpassbar
  • Erhältlich von Größe 50cm bis 61cm
  • Leicht zu reinigende, schmutzabweisende Außenschale
  • MIPS-System reduziert die Rotationskräfte auf das Gehirn
  • herausnehmbares und waschbares Innenfutter
  • gut gepolsterter Kinnriemen und Lüftungsschlitze sorgen für optimalen Tragekomfort

Der Reithelm EQ3 Lynx von Back on Track kommt in einer modernen, schlichten Optik. Das Modell ist in schwarz, blau und braun erhältlich. Die Außenschale ist schmutzabweisend und leicht zu reinigen. Auch das Innenfutter ist herausnehmbar und waschbar, sodass man immer einen sauberen Helm hat.

Die großen, aber optisch ansprechend integrierten, Lüftungsschlitze vorne und hinten sorgen für einen kühlen Kopf. Der angenehm gepolsterte Kinnriemen optimiert den Tragekomfort.

Auch in punkto Sicherheit erfüllt der Helm alle Kriterien. Der Schirm ist flexibel. Neben Erfüllung der VG1-Sicherheitsnorm verbaut Back on Track das MIPS-System, welches im Falle eine Sturzes die Rotationskräfte abfedert und so vor Hirnverletzungen schützt.

Wer bereit ist, die UVP von 209€ (auf Amazon aber häufig günstiger erhältlich) für einenb Reithelm zu bezahlen, ist mit dem Modell von Back on Track sowohl bezüglich des Tragekomforts als auch der Sicherheit gut beraten.

Kask Reithelm: Das Profi-Modell

  • Verfügbar von Kopfumfang 50cm bis 63cm
  • Modell ist eine Einheitsgröße, das heißt nicht verstellbar
  • vernietete 4-Punkt-Befestigung für höchste Sicherheitsansprüche
  • Helm verfügt über das patentierte selbstanpassende Größen-Verstellsystem von Kask
  • atmungsaktive Innenpolsterung aus Merinowolle
  • Wegen des hohen Preises als Profi-Modell anzusehen

Die Reithelme von Kask sind hochpreisig, bieten dafür aber auch einige Features in Sachen Tragekomfort und Optik. Dieses Modell ist vor allem Leuten zu empfehlen, die viel und lang bzw. häufig auf dem Pferd sitzen, und für die ein hoher Tragekomfort noch entscheidender ist.

Die Außenschale des Modells ist trotz der Stoffoptik waschbar. Darüber hinaus ist der Bezug kratzfest und wasserdicht. Der Kinnriemen ist aus besonders weichem Ökoleder, um Hautirritationen vorzubeugen.

Vor allem das Innenfutter unterscheidet sich von vielen anderen Helmmodellen, da es aus 100% Merinowolle besteht und durch seine hohe Atmungsaktivität die Temperaturregulation optimal unterstützt. Dazu kommt das großzügige Belüftungsgitter, um Hitzestaus auch im Sommer zu vermeiden.

Wer viel auf dem Pferd sitzt und bereit ist, für all den Tragekomfort den doch hohen Preis dieses Helms zu bezahlen, findet hier sicher einen bequemen und treuen täglichen Begleiter.

Ratgeber

Im diesem Ratgeberteil erklären wir Dir, wieso ein Reithelm so wichtig ist und worauf Du beim Kauf achten solltest.

Warum ein Reithelm so wichtig ist – selbst für Fortgeschrittene

Reithelm-Befürworter sagen gerne: “Wer Hirn hat, schützt es”. Das gilt unabhängig vom Leistungsniveau für jeden Reiter. Pferde sind Fluchttiere und können sich deshalb immer mal vor etwas erschrecken. Für einen Sturz reicht es zudem aus, wenn das Pferd einfach nur stolpert.

Studien zufolge senkt ein Reithelm das Risiko für schwere bis tödliche Schädelverletzungen um bis zu 96%! Experten empfehlen Kindern dabei sogar beim Umgang mit dem Pferd einen Reithelm zu tragen, da diese aufgrund ihrer Körpergröße anfälliger für Tritte gegen den Kopf sind.

Abgesehen vom Sicherheitsaspekt ist man mit dem Tragen eines Helms auch aus Versicherungssicht auf der sicheren Seite. Manche Krankenversicherungen kommen nicht mehr für entstandene Schäden auf, wenn kein Helm getragen wurde, oder der falsche, wie beispielsweise ein Fahrradhelm.

Warum ist ein Fahrradhelm als Reithelm ungeeignet? Reithelme sind speziell auf die Anforderungen bei Stürzen vom Pferd entwickelt und getestet, und erfüllen Kriterien, die ein Fahrradhelm nicht erfüllen muss. Dazu gehören zum Beispiel ein besserer Schutz im Seiten- und Nackenbereich des Kopfes.

Reitlehrer sind im Übrigen dazu verpflichtet, ihre Schüler einen Helm tragen zu lassen. Kommen sie dieser Pflicht nicht nach, können sie im Falle eines Sturzes dafür belangt werden und sich im schlimmsten Fall des Tatbestandes der fahrlässigen Tötung schuldig machen.

Ein Helm schützt zwar nicht vor Stürzen, und kann auch nicht jede Schramme verhindern, aber er kann Dich vor schwerwiegenden Kopfverletzungen bewahren, die ohne Helm unter Umständen tödlich enden hätten können. Vor allem Kinder bedürfen besonderem Schutz, weshalb erwachsene Reiter nicht nur ihrer eigenen Sicherheit zuliebe, sondern auch aufgrund ihrer Vorbildfunktion gegenüber Jüngeren einen Helm tragen sollten.

Reithelm und Reitsattel
Ein Reithelm ist genauso wie der Reitsattel auch eines der wichtigsten Ausrüstungsgegenstände im Reitsport.

Wie finde ich die richtige Reithelm-Größe?

Um die passende Größe für Deinen neuen Reithelm zu bestimmen, misst Du als erstes Deinen Kopfumfang an der breitesten Stelle. Das ist ca. ein bis zwei Fingerbreit oberhalb der Augenbrauen. Am besten lässt Du Dir dabei von jemandem helfen.

Welche Größe Du nun bei Deinem Reithelm brauchst, ist ein wenig Hersteller- und Modellabhängig.

Helmmodelle – nicht anpassbar

Diese Art von Reithelmen sind nicht Größen-verstellbar, sondern haben eine sogenannte Einzelgröße. Die Hersteller geben die Größe in der Zahl an, die auch Dein Kopfumfang misst. Hast Du einen Kopfumfang mit 55cm, dann benötigst Du bei diesen Helmen Größe 55. Stehst Du zwischen zwei Größen, dann solltest Du die größere von beiden wählen, um Druckkopfschmerzen zu vermeiden.

Helmmodelle – anpassbar

Diese Art von Reithelmen haben keine Einzelgröße, sondern sind Größen-verstellbar. Das funktioniert zum Beispiel mithilfe eines Rädchens, welches das Kopfband stufenlos verstellen lässt, oder mithilfe eines flexiblen Innenlebens, welches sich der Kopfform anpasst.

Manche Hersteller bieten auch Helmmodelle an, die nicht nur am Kopfumfang Größen-verstellbar sind, sondern auch in der Höhe, um sich noch optimaler an Deinen Kopf anzupassen und somit den Tragekomfort zu erhöhen.

Bei diesen Helmen wird die Größe entweder in Nummern, die wieder dem Kopfumfang entsprechen, angegeben: zum Beispiel Größe 52-55. Oder es werden Buchstaben verwendet, zum Beispiel Größe S oder S-M. In diesem Fall stellt der Hersteller eine Größentabelle zur Verfügung, aus welcher Du die richtige Buchstabenentsprechung für Deinen Kopfumfang entnehmen kannst. 
Wenn Du bei einem Größen-verstellbaren Helm zwischen zwei Größen schwankst, dann empfehlen wir Dir hier ebenfalls, eine Nummer größer zu wählen.

  • Wie muss ein Reithelm sitzen?

Ein Reithelm sollte wie eine zweite Haut auf Deinem Kopf sitzen, dabei aber nicht so eng anliegen, dass er Dir Kopfschmerzen verursacht. Außerdem solltest Du auch Deine Kopfform beachten. Dein Reithelm sollte beispielsweise nicht an den Seiten abstehen. Das kann passieren, wenn Dein Kopf eher eine ovale Form hat, Du aber ein Modell trägst, das für eine runde Kopfform entworfen wurde.

Auch wichtig ist der Abstand zu den Ohren. Dein Ohr sollte mittig im Dreieck der Verschluss-Riemen sitzen. Dein Helm sollte zudem ein bis zwei Fingerbreit über den Augenbrauen und knapp über dem Ohr verlaufen, allerdings ohne auf diesen aufzuliegen.

Wenn Dich Dein Helm weder an den Ohren noch sonst wo am Kopf drückt und auch nicht an den Kopfseiten absteht (das merkst Du, indem Du versuchst, Deine Hand zwischen Helm und Kopf zu schieben), dann beuge Dich einmal nach vorne und schüttle Deinen Kopf etwas. Danach richtest Du Dich wieder auf und ahmst die Kopfbewegungen im Trab während des Aussitzens nach. Sitzt Dein Helm bei beiden Übungen fest auf Deinem Kopf, und zwar ohne, dass der Kinnriemen geschlossen war, dann sitzt Dein Helm so wie er sollte. Trage Deinen Helm nun für ca. 30 Minuten. Bekommst Du in dieser Zeit keine Druck-Kopfschmerzen, dann hast Du den passenden und richtig sitzenden Helm für Dich gefunden!

Praxistipp: Auch wenn generell dazu geraten wird, eine Nummer größer zu wählen, wenn Du zwischen zwei Größen stehst, so kann es durchaus sein, dass Dir trotzdem die kleinere Nummer besser passt. Vor allem bei Helmmodellen mit Einzelgröße und nicht verstellbarer Helmtiefe. Probiere in dem Fall also am besten beide Größenvarianten ausreichend lange an!

In folgendem Video wird Dir nochmal gut von einer Fachverkäuferin erklärt, worauf Du beim Bestimmen der richtigen Größe, der Auswahl und der Helmeinstellung achten musst. Bitte lass Dich von der Länge und der stellenweise Webcam-Qualität nicht abhalten, der Inhalt macht das wieder wett 🙂

Vergleich der verschiedenen Reithelm-Arten

  • Klassischer Reithelm

Klassische Reithelme werden auch als Reitkappe bezeichnet. Sie waren die Vorläufer-Modelle heutiger Reithelme. Sie zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie noch keinen Kinnriemen hatten, und deshalb in punkto Sicherheit nicht optimal waren. Natürlich sollte Dein Reithelm auch ohne Kinnriemen fest sitzen, aber im Falle eines Sturzes trägt dieser doch sehr dazu bei, dass Dein Helm an Ort und Stelle bleibt und seine Funktion erfüllt.

Es gibt heutzutage allerdings noch Reithelme, die der Optik eines klassischen Reithelms nachempfunden sind. Darüber hinaus entsprechen diese Helme aber aktuellen Sicherheitsnormen, haben einen Kinnriemen und sind insgesamt deutlich komfortabler geworden.

  • Moderner Reithelm

Zu einem modernen Reithelm kann man prinzipiell alles zählen, was man heutzutage in seriösen Geschäften kaufen kann. Diese Reithelme entsprechen den aktuellen Sicherheitsnormen. Optisch sind sie in den verschiedensten Varianten erhältlich. Von klassischem bis futuristischen Design erhält man alles, was das Reiterherz begehrt. Dazu kommen eine Vielzahl verschiedener Polsterungen und Belüftungs-Lösungen, sowie Materialien.

  • Reithelm für den Western-Reitsport

Um mit einigen Halbweisheiten des Internets aufzuräumen: Es gibt nicht DEN Western-Reithelm. Beim Westernreiten und vor allem auch auf dem Turnier wird nach wie vor häufig mit Cowboy-Hut geritten.

Um die Optik des Cowboy-Hutes nicht zu zerstören, aber trotzdem geschützt zu sein, gibt es sogenannte Helmschalen, die unter dem Hut getragen werden. Aber Vorsicht: Diese Schalen sind KEIN Reithelm, sie entsprechen keiner Reithelm-Norm und schützen auch nicht so umfassend! Allerdings bieten sie trotzdem mehr Schutz als nur ein Hut.

Bist Du Westernreiter und insbesondere Anfänger oder vielleicht auch Dein Kind, dann empfehlen wir Dir, zu einem »normalen« Reithelm zu greifen. Der ist vielleicht nicht so schick und authentisch wie ein Hut, aber dafür ist Dein Kopf optimal geschützt. In der Vielzahl an Auswahl solltest Du auch einen Helm finden, der sich optisch gut in das »Western-Konzept« einfügt.

  • Military Reithelm

Ein Military-Reithelm wird überwiegend beim Vielseitigkeitsreiten oder im Pferderennsport genutzt. Diese Art Helm entspricht genauso den vorgeschriebenen Sicherheitsnormen, die Schlussfolgerung »diese Helme sind am sichersten« ist dabei nicht richtig. Sie sind lediglich gezielt auf die Anforderungen und möglichen Stürze in diesen Reitsportarten ausgelegt. Zum Beispiel findet man bei diesen Helmen überwiegend eine Vierpunkt-Befestigung für den Kinnriemen. »Optischer Schnickschnack« ist an diesen Helmen nicht zu finden, um potenzielles Hängenbleiben daran zu vermeiden. Häufig sind Military-Reithelme auch im Nacken noch etwas tiefer geschnitten als ein »normaler« Reithelm.

Das Hauptunterschieds-Merkmal ist jedoch, dass der Military-Reithelm keinen Schirm hat. Dieser kann ein zusätzliches Verletzungsrisiko darstellen (Anmerkung: Ein »normaler« Reithelm hat zwar einen Schirm, dieser sollte allerdings flexibel sein, um Verletzungen aufgrund eines starren Schirms zu vermeiden). Der Military-Reithelm bekommt dafür meistens einen Helmüberzug, an dem sich ein Schirm ähnlich dem einer Basecap befindet. Vorteil dieser Überzüge ist, abgesehen von der erhöhten Sicherheit dank des komplett flexiblen Schirms, auch, dass der Überzug in der Farbe des Stalls oder Teams gewählt werden kann und so eine schnelle Identifikation beim Rennen oder Turnier für die Zuschauer möglich ist.

Welches sind die wichtigsten Kaufkriterien bei Reithelmen?

Folgende Tabelle zeigt Dir in Kürze die wichtigsten Kaufkriterien für Deinen neuen Reithelm. Im weiteren Text werden Dir die Punkte genauer erklärt.

KaufkriteriumWorauf muss ich dabei achten?
SicherheitEN1384:2017 Norm oder VG1-Norm
AlterKaum genutzt bis ungetragen: Austausch nach spätestens acht Jahren ab Produktionsdatum
regelmäßig bis häufig getragen: Austausch nach 3-5 Jahren ab Produktionsdatum
UnfallfreiheitAus Sicherheitsgründen sollte der Helm nach einem Sturz ausgetauscht werden!
PassformDie Passform ist mit das wichtigste Kaufkriterium, denn nur ein passender Helm kann Dich gut schützen!
SchirmSollte flexibel sein, Größe abhängig vom eigenen Geschmack.
Polsterung/InnenfutterTrägt vor allem zum persönlichen Komfort bei, kann es herausgenommen werden trägt dies aber vor allem zu einem hygienischen Helm bei.
KinnschutzSollte Dein neuer Helm aus Sicherheitsgründen nicht haben.
Verschiedene AnforderungenWir unterscheiden nach Geländereiter, Dressur- und Springreiter, Westernreiter und Kinder
LüftungssystemUm Hitzestaus vor allem im Sommer zu vermeiden sollte auf ausreichende Belüftung des Helms geachtet werden, hängt aber natürlich auch von den eigenen Umständen ab.
OptikFrei nach Deinem Geschmack und Budget, solange Dir der Helm richtig passt.
GewichtJe leichter desto besser, nicht schwerer als 500-600 Gramm.
Preis-Leistungs-VerhältnisDa ein Reithelm ein Austauschprodukt ist, macht es durchaus Sinn, auch ein wenig auf den Preis zu achten, auch abhängig davon, wie häufig man den Helm nutzt, da ab einem gewissen Punkt mehr für Optik gezahlt wird als für Sicherheit und Tragekomfort.
NackenausschnittDarauf sollten vor allem alle Reiter mit Turnierambition besonders in der Dressur achten.
  • Sicherheit

    • Sicherheitsnormen:

      Die bestehende Sicherheitsnorm EN1384 von 1996 wurde 2014 durch die Übergangsnorm VG1 abgelöst. Du dürftest eigentlich keinen Helm mehr mit der ganz alten Norm von 1996 finden, aber falls doch, dann solltest Du diesen nicht kaufen, geschweige denn aktiv nutzen!

      Die Übergangs-Norm VG1 brachte einige Neuerungen zur Verbesserung der Sicherheit. Im August 2017 trat schließlich die überarbeitete Norm EN1384:2017 in Kraft. Wir empfehlen  Dir, dass Dein neuer Helm dieser Norm entspricht.

      Im Handel findest Du trotzdem noch Helme mit der VG1-Norm. Achte hier unbedingt auf das Produktionsdatum des Reithelms.

      Solltest Du einen Helm finden, der Dir perfekt passt, aber noch VG1 hat, dann mach Dir darüber kein Kopf. Mit einem gut sitzenden Helm nach VG1 bist Du sehr wahrscheinlich besser geschützt als mit einem schlecht sitzenden Helm der neuen EN1384:2017 Norm. Hast Du aber die Wahl, dann solltest Du die aktuelle Norm vorziehen.

    • Alter:

      Achte beim Alter des Helms auf das Produktionsdatum, nicht das Kaufdatum! Das Produktionsdatum findest Du auf der Innenschale Deines Reithelms, gegebenenfalls musst Du dafür das Polster etwas zur Seite schieben oder entfernen. Vor allem bei einem Sale Schnäppchen kann es sein, dass der Helm bereits älter ist, und Du ihn so nicht mehr so lange tragen kannst. Unter Umständen ist das vermeintliche Schnäppchen dann teurer, als ein Helm zum regulären Preis.

      Ein Helm, der zumindest der Norm VG1 entspricht und kaum bis nicht getragen war, sollte nach SPÄTESTENS acht Jahren entsorgt werden! Auch wenn der Helm neu und ungetragen ist! Ist der Reithelm zu alt, dann kann er Dich aufgrund der Materialermüdung nicht mehr so schützen, wie er sollte.

      Ist der Helm regelmäßig in Gebrauch, dann solltest Du ihn je nach Trage-Häufigkeit nach drei bis fünf Jahren austauschen, sofern der Helm sturzfrei ist.

    • Unfallfreiheit:

      Bist Du mit Deinem Helm gestürzt oder hat Dich ein Pferd gegen den Helm getreten, dann sollte dieser ausgetauscht werden.

      Uns ist klar, dass ein Reithelm je nachdem nicht ganz günstig ist. Wenn er Deinen Kopf aber einmal erfolgreich geschützt hat, dann tausche ihn Deiner Sicherheit zuliebe trotzdem aus, das sollte Dir Dein Kopf wert sein!

      Dein Helm absorbiert die Kräfte beim Aufprall, im Material entstehen dadurch Risse. Vielleicht sind diese mit bloßem Auge nicht zu erkennen, der Helm kann dann aber trotzdem nicht mehr vollständig seine Aufgabe erfüllen.

      Wir sprechen hier übrigens von Stürzen, bei denen Dein Kopf bzw. Helm tatsächlich Kontakt mit Boden, Bande, Pferdehuf oder anderem Gegenstand hatte. Bist Du lediglich sanft auf den Boden geglitten, ohne dass Helm oder Kopf etwas abbekommen haben oder Bodenkontakt hatten, dann sollte Dein Reithelm im Regelfall noch gut sein ;-)
Bist Du Dir trotzdem unsicher, dann schicke Deinen Helm zur Kontrolle ein. Einige Hersteller bieten diesen Service an.

  • Passform:

Wie ein Helm optimal sitzt haben wir Dir bereits bei »Wie finde ich die richtige Reithelmgröße?« erklärt.

Beachte bei der Passform Deine Kopfform. Es gibt Reithelme, die eher auf ovale Köpfe, und solche, die eher auf runde Köpfe passen. Auch Deine Kopfhöhe spielt neben dem Umfang eine Rolle. Ist der Helm nicht tief genug, dann schützt er Dich nicht mehr optimal, ist er für Deinen Kopf aber in der Höhe zu groß, dann wird er Dir unangenehm auf den Ohren drücken.

Um zu ermitteln, ob die Passform für Deinen Kopf ideal ist, trage den Helm ausreichend lange! Bist Du Dir nach einer halben Stunde immer noch unsicher, dann lass ihn noch ein bisschen auf. Du sitzt in der Regel länger als 20 Minuten auf dem Pferd.

Praxistipp: Verstellbare Helme sind praktisch, es kann aber durchaus sein, dass Dir ein Helm in Einzelgröße besser passt, vor allem dann, wenn du bei einem verstellbaren Helm eigentlich zwischen zwei Einstellungen liegst. Probiere also gerne auch mal einen Helm an, der nicht per Kopfband verstellbar ist.
  • Schirm:

Reithelm-Schirme gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Solange diese nicht absolut starr, sondern flexibel sind, um Verletzungen durch einen starren Schirm zu vermeiden, kannst Du hier ganz nach Deinem Geschmack gehen. Ist der Schirm nicht flexibel, dann sollte er zumindest so konstruiert sein, dass er bei starker Belastung weg knickt oder abbricht.

Der Schirm dient dem Sonnen- und Regenschutz, sowie im Falle eines Sturzes auch dem Schutz des Gesichts. Es gibt ihn in verschiedenen Längen, je nach Präferenz, sowie in alternativ transparent für ein weiteres Gesichtsfeld.

Je nach gewähltem Modell bieten manche Firmen austauschbare Schirme oder einen Helm-Konfigurator, sodass Du diesen Teil des Helms auf Deine persönlichen Bedürfnisse abstimmen kannst. (Bist Du Reitanfänger dann ist das für Dich vermutlich unerheblich, hast du aber irgendwann Deine Disziplin gefunden, dann kann das schon ganz nützlich und komfortabel sein).

  • Polsterung/Innenfutter:

Die Polsterung bzw. das Innenfutter trägt vor allem zu Deinem Tragekomfort bei. Sehr praktisch sind Polster, die man herausnehmen und waschen kann, da man dadurch immer einen sauberen und hygienischen Helm hat. Im Idealfall kannst Du die Polster nachkaufen und so nach einer bestimmten Zeit ersetzen, sollten die Originalen nicht mehr schön sein.

Tipp: Es gibt Innenpolster, zum Beispiel bei Samshield, die nicht mit Klett, sondern mit Druckknöpfen befestigt werden. Diese bieten den Vorteil, dass sich kein Dreck im Klett festhängen kann.

Das Innenfutter kann aber noch weitere Aufgaben erfüllen. Manche Helme haben ein elastisches Innenfutter, welches der optimalen Größenanpassung dient. Andere Hersteller stellen die Helmschale in zwei bis drei Grundgrößen her und regulieren die genaue Größe mit dem Innenfutter. Das ist bei Kindern hilfreich, da der Helm so »mitwachsen« kann, und das oftmals länger und mehr als bei einem mit Rädchen verstellbaren Modell.

Einige Hersteller bieten inzwischen wechselbare Innenfutter an. Damit hast Du für den Winter ein wärmeres und für den Sommer ein kühleres, um Schwitzen zu reduzieren.

  • Kinnschutz:

Vor einiger Zeit brachte man an Reithelmen zusätzlich einen Kinnschutz an, bis man feststellte, dass diese das Verletzungsrisiko erhöhen. Deshalb entspricht ein solcher Kinnschutz auch nicht mehr der aktuellen Norm. Dein Reithelm sollte also keinen Kinnschutz haben.

Aktuelle Reithelme haben deshalb nur noch einen Kinnriemen, der Deinen Helm bei einem Sturz an Ort und Stelle hält. Daher sollte dieser auch nicht zu locker eingestellt sein.

Ideal ist es, wenn der Kinnriemen an der Helmschale vernietet und nicht geklebt ist, da bei geklebten Riemen das Risiko besteht, dass die Verklebung sich löst.

  • Verschiedene Anforderungen

    • Geländereiter

Bei Geländereiter sollte man zwischen Vielseitigkeitsreiter mit Turnierambitionen und entsprechendem Training und Freizeitreiter, der überwiegend gemütliche Geländerunden dreht, unterscheiden.

Gehörst Du zu der ersten Gruppe, dann macht ein Military-Reithelm für Dich durchaus Sinn. Je nach Trage-Häufigkeit und Dauer lohnt es sich auch, entsprechend in den Tragekomfort zu investieren.

Bist Du ein Freizeitreiter, dann ist das Hauptkriterium für Deinen Helm, dass er Dir gut passt und Dich gut schützt. Die Optik ist ganz Dir überlassen.

  • Dressurreiter und Springreiter

Bist Du in einer der beiden Disziplinen unterwegs, dann benötigst Du kurz gesagt vorrangig einen Helm, der Dir passt und auch den aktuellen Sicherheitsnormen entspricht.

Hast Du Turnierambitionen, dann sieht ein optisch klassischer Reithelm im Viereck natürlich schicker aus, das ist aber letztlich Deiner persönlichen Präferenz überlassen.

Beim Springreiten fügt sich ein eher sportlicher Helm besser ins Gesamtbild ein, aber auch hier kommt es ganz auf Deinen Geschmack an.

Vor allem beim Springen empfehlen wir Dir zudem, auf eine gute Belüftung des Helms zu achten. Durch das Tempo, die Bewegung und den Schwung über dem Sprung kommst sehr wahrscheinlich schnell ins Schwitzen.

  • Westernreiter

Der Cowboy-Hut dominiert zwar das Gesamtbild, wir raten wir Dir aber trotzdem, auch als Westernreiter einen Helm zu tragen, und zwar tatsächlich einen richtigen und keine Helmschale. In der Vielzahl der Auswahl findest Du bestimmt etwas, was optisch zum Western-Reitsport passt. Wichtig: Auch hier sollte der Helm vorrangig gut passen!

  • Kinder

Bei Kindern mag es verlockend sein, den Reithelm von Bekannten zu übernehmen. Doch Kindern sollte der Helm genauso gut passen wie jedem anderen Reiter auch! Hier gelten die gleichen Hinweise zur Passform.

Hilfreich ist es bei einem Kinder-Reithelm, wenn dieser ein bisschen mitwachsen kann, also z.B. per Rädchen oder wechselbarem Inlay verstellbar ist. Hier empfehlen wir Dir, auf einen Reithelm zu achten, der gleich mehrere Zentimeter mitwächst, und nicht nur zwei bis drei, wie es bei einigen Modellen, vor allem für Erwachsene, der Fall ist.

  • Lüftungssystem:

Die Wahl des Lüftungssystems Deines neuen Reithelms ist sehr davon abhängig, wie schnell und stark Du schwitzt, und tatsächlich auch davon, wie viele beziehungsweise dicke Haare Du auf dem Kopf hast. Du wirst aber grundsätzlich früher oder später ins Schwitzen kommen, und dann ist es deutlich angenehmer, wenn sich die Hitze nicht unter dem Helm staut. Das Lüftungssystem ist kein sicherheitsrelevanter Aspekt, dient aber Deinem Tragekomfort.

Die Hersteller achten inzwischen sehr darauf, ihre Helme mit einer möglichst guten Belüftung auszustatten. Je nach Optik des Helms ist dies unterschiedlich gut umsetzbar.

Zum Lüftungssystem kann ich Dir aus eigener Erfahrung so viel raten: Wirklich testen und prüfen kannst Du es erst, wenn Du den Helm auf dem Pferd trägst. Wenn Du den Helm zuhause aber eine halbe Stunde trägst und es Dir furchtbar warm wird, dann solltest Du vielleicht besser nach einem Modell mit mehr Belüftung suchen.

  • Optik:

Die Optik ist komplett Dir und Deinem Geldbeutel überlassen. Von Krokoleder bis matter Kunststoff oder Diamantenverzierung als Sonderanfertigung gibt es alles. Suche Dir einen Helm, der Dir gefällt, stelle die Optik aber bitte nicht über die Passform. Der Helm soll Dich schließlich vorrangig schützen und nicht hauptsächlich ein schickes Modeaccessoire darstellen.

  • Gewicht

Das Gewicht Deines Reithelms sollte nicht unterschätzt werden, vor allem, wenn Du planst, diesen längere Zeit am Stück zu tragen. Ein Reithelm wiegt durchschnittlich 500 Gramm, natürlich auch abhängig von der Größe. Ein Kinder-Reithelm kann auch lediglich ein Gewicht von 350 Gramm auf die Waage bringen.

Dein Reithelm sollte nicht viel mehr als 500-600 Gramm wiegen, um Nacken und Schultern nicht unnötig zu belasten. Natürlich ist das auch ein wenig abhängig von Deiner Körperstatur.

  • Preis-Leistungs-Verhältnis (da Austauschprodukt):

Teuer bedeutet nicht immer besser. Du wirst in einem vernünftigen Preisrahmen einen passenden und schönen Reithelm finden können. Da Kopfformen unterschiedlich sind, haben definitiv auch hochpreisige Modelle ihre Berechtigung, genauso das ein oder andere Komfort-Add-on, welches damit einhergeht. Spare hier also bitte nicht am falschen Ende. Aber ab einem gewissen Punkt zahlst du hauptsächlich für die Optik und hast in Bezug auf Sicherheit und Tragekomfort keinen wirklichen Mehrwert mehr.

Pass bei Sales auf. Vielleicht bekommst Du hier Deinen Wunsch-Helm günstiger, aber es kann sein, dass das Herstellungsdatum schon relativ alt ist, und Dir Dein Helm deshalb nicht mehr allzu lange nützt.

  • Nackenausschnitt:

Dieses Kaufkriterium ist nur relevant, wenn Du lange Haare hast und Turniere reiten möchtest. Einige Helme gehen recht tief in den Nacken, sodass Du Dir keinen Dutt mehr machen kannst. Um dieses Problem zu umgehen, bieten einige Hersteller einen entsprechenden Nackenausschnitt an.

Tipp: Es gibt auch Helme, die einen Ausschnitt haben, um dort Deinen Pferdeschwanz durchziehen zu können und keinen tiefen Pferdeschwanz tragen zu müssen. Damit erledigt sich auch die unattraktive Helmfrisur nach dem Reiten.

Welche Marken stellen qualitative Reithelme her?

Uvex und Casco sind zwei deutsche Hersteller, die auch in Deutschland bzw. Europa produzieren und viele Jahre Erfahrung im Bereich für Sicherheits-Equipment und (Reit-)Helme mitbringen. Hier wird man im mittleren bis höheren Preissegment fündig. Die zwei wohl bekanntesten Reitsporthäuser Loesdau und Krämer stellen mit ihren Eigenmarken preisgünstige und doch hochwertige Alternativen dar.

Kerbl bietet vor allem Zubehör rund um Agrar und Tierhaltung und hat auch Reithelme im Sortiment. Die Reithelme sind eher einfach und zweckmäßig gehalten, dafür aber preiswert. Auch die Marke Pfiff spricht eher Kunden im günstigeren Preissegment an.

BR und HKM haben Reithelme mit etwas aufwendigeren Designs im Sortiment, die sich in einem günstigen bis mittleren Preisrahmen bewegen, ebenso die Eigenmarke Horze des gleichnamigen Online-Händlers.

Die italienische Firma Kep, die auch dort produziert, ist als eher hochpreisig einzustufen. Dafür bietet sie viele Features, wie unterschiedliche Helm-Inlays für unterschiedliche Kopfformen, einen Helm-Konfigurator und optisch unzählige Möglichkeiten und Materialien.

Samshield kommt aus Frankreich und ist ebenfalls eine der teureren Marken. Dafür bieten sie einen Helm-Konfigurator und optisch sehr viel Auswahl. Dem Produkt ist insgesamt eine hochwertige Verarbeitung anzusehen.

Auch der Hersteller Kask kommt aus Italien und produziert neben Reithelmen unter anderem Fahrrad- und Motorradhelme. Die Reithelme werden in Italien gefertigt. Kask liegt preislich ähnlich wie Kep und Samshield und bietet relativ identische Features. Hier entscheidet vor allem die Passform, die sich bei den drei Marken stellenweise je nach Kopfform durchaus unterscheidet.

Back on Track hat sich vor allem durch ihre Funktionstextilien aus keramischen Spezialgewerbe für Pferd, Hund und Mensch einen Namen gemacht. Inzwischen stellt die Firma auch Reithelme her, die mit ihrer speziellen, sogenannten MIPS-Technologie, besonders sicher sein sollen. Die Reithelme von Back on Track gehören ebenso zu den tendenziell höherpreisigen Modellen.

Charles Owen ist eine britische Firma und fertigt in England. Die Firma gibt es bereits seit 1911, sodass sie auf langjährige Erfahrung zurückblicken kann. Die Helme zeichnen sich durch ihre vorwiegend klassische Optik aus. Darüber hinaus wird man hier auch fündig, wenn man einen Helm für die Vielseitigkeit, Pferderennsport oder Polo-Reiten sucht. Auch Charles Owen nutzt das MIPS-System und wirbt zudem damit, dass ihre Helme sowohl auf runde, als auch ovale Kopfformen passen. Charles Owen Helme sind ebenfalls im höheren Preissegment anzusiedeln.

Wie viel kostet ein Reithelm?

Der Preis für einen Reithelm startet bei circa 25€ und hat nach oben hin kaum eine Grenze.

Einsteiger-Modelle sind dabei meist für 25€ bis 50€ zu haben. Für rund 50€ bis 150€ findest Du viele Modelle mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Zwischen 150€ und 450€ bis 500€ liegen bereits höherpreisige Modelle, die Dir mehr Trage-Komfort und unter Umständen auch mehr Auswahl in Bezug auf die Optik bieten. Bei Reithelmen, die bei 500€ und mehr liegen, zahlst Du oft nur noch für ausgefallene Optik und nicht mehr unbedingt für verbesserten Tragekomfort oder Sicherheit.

Wo kann man Reithelme kaufen?

Reithelme bekommst Du beim Reitsporthändler vor Ort, bei großen Anbietern wie Krämer oder Loesdau, stellenweise direkt beim Hersteller oder auch auf Messen. Natürlich kannst Du Reithelme auch online shoppen. Von groß bis klein gibt es hier die verschiedensten Händler und Seiten. Auch eBay oder der Klassiker Amazon ist eine gute Anlaufstelle.

  • Sollte man einen Reithelm gebraucht kaufen?

Wir raten Dir davon ab, einen gebrauchten Reithelm zu kaufen. Auch wenn es noch so verlockend sein mag, wenn Du dein Traum-Modell aus zweiter Hand günstiger erwerben kannst, Du weißt nicht was der Helm schon hinter sich hat. Im schlimmsten Fall ist dieser, ohne dass man es von außen sehen kann, innen bereits beschädigt. So ein Helm kann Dich dann nicht mehr optimal schützen.

Das folgende Video fasst den Ratgeberteil nochmal kurz zusammen und erklärt Dir anschaulich, worauf Du beim Reithelmkauf achten solltest.

Reithelm Test-Übersicht: Welche Reithelme sind die Besten?

In folgender Tabelle siehst Du, welche Testeinrichtungen bereits einen Test zu Reithelmen durchgeführt und veröffentlicht haben.

TestmagazinReithelm Test vorhanden?Veröffentlichungs-JahrKostenloser ZugangMehr erfahren
Stiftung WarentestJa2005JaHier klicken
Öko TestNein
Konsument.atNein
Ktipp.chNein

Wie Du anhand der Tabelle sehen kannst, hat bislang nur Stiftung Warentest einen Test zu Reithelmen durchgeführt, und dieser ist bereits von 2005. Damals griff noch die alte Norm, das heißt die getesteten Modelle sind aktuell gar nicht mehr zulässig und erhältlich.

Weder Öko Test, noch Konsument.at noch Ktipp.ch haben bisher einen Reithelm Test durchgeführt und veröffentlicht.

Sobald sich hier etwas Neues ergibt, wird die Tabelle umgehend aktualisiert.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Reithelmen

In den FAQs beantworten wir Dir häufig gestellte Fragen rund um das Thema Reithelm und Reithelm-Kauf.

Springreiterin mit Reithelm auf Schimmel
Ein Reithelm schützt Dich nicht nur, er wirkt auch professionell und kann Dein Reit-Outfit ansprechend abrunden. Zudem ist er auf dem Turnier auch vorgeschrieben.
  • Wie pflege ich meinen Reithelm richtig?

Du solltest Deinen Reithelm regelmäßig pflegen und reinigen, um möglichst lange etwas von ihm zu haben. Hier gilt: Sowohl für Schale als auch Innenfutter ist weniger mehr.

Vermeide für die Außenschale aggressive Chemikalien. Benutze am besten ein fusselfreies Tuch und lauwarmes Wasser. Bei stärkeren Verschmutzungen kannst Du zusätzlich eine milde Seifenlauge verwenden. Bei Helmen mit Alcantara- oder Wildleder-Bezug bietet sich eine weiche(!) Textil-Bürste zum Reinigen an.

Das Innenfutter Deines Helmes kannst Du in den allermeisten Fällen herausnehmen und waschen. Eine Waschanleitung findest Du in der Regel auf dem Futter. Bitte packe das Innenfutter nicht in den Trockner, sondern lass es an der Luft trocknen. Pass auch mit dem Schleudern auf. Eine geringere Umdrehungszahl ist deutlich textil-schonender!

Im folgendem Video gibt es für Dich nochmal eine ausführliche Anleitung.

  • Wie bewahre ich meinen Reithelm am besten auf?

Du solltest Deinen Reithelm nicht in direkter Sonneneinstrahlung oder an sehr warmen Orten lagern. Im Auto ist deshalb kein geeigneter Aufbewahrungsort. Am besten lagerst Du deinen Reithelm an einem trockenen, dunklen Ort, an dem keine allzu starken Temperaturschwankungen herrschen und es eher kühler als wärmer ist, wobei kühl hier auch nicht Kühlschrank-Temperatur bedeutet.

Einige Helme werden mit einer Tasche geliefert. Wir empfehlen Dir, von dieser Gebrauch zu machen.

Vermeide es auch, Deinen Helm auf dem Boden liegen zu lassen. Zum einen wird er dabei nur unnötig dreckig, zum anderen könnte aber auch jemand anderes oder ein Pferd darauf treten, was nicht nur Deinen Helm beschädigt sondern auch eine Stolperfalle darstellt.

  • Besteht bei Turnieren eine Helmpflicht?

Ja und Nein. Das ist abhängig von Alter, Klasse und Sparte.

In Spring- und Vielseitigkeitsprüfungen – hier mit Ausnahme der Teilprüfung Dressur – nach LPO gilt eine Helmpflicht für alle Klassen und Teilnehmer jeden Alters, sowohl in der Prüfung als auch auf dem Abreiteplatz.

In Dressurprüfungen nach LPO gilt eine Reithelm-Pflicht für alle Teilnehmer bis zur Klasse A. Ab Klasse L ist es volljährigen Reitern gestattet, auch mit Kappe, Melone oder Zylinder statt Helm zu starten.

Bei WBO-Turnieren gilt eine Helmpflicht für alle Teilnehmer.

Bei Westernturnieren besteht eine Helmpflicht für Reiter bis 18 Jahre, des Weiteren ist diese aber abhängig von der eigenen Leistungsklasse und Art der Prüfung. Wir empfehlen Dir, Dir die Ausschreibung genau durchzulesen und auch nochmal im entsprechenden Regelwerk für das Turnier – in Deutschland im Regelfall das der EWU – nachzuschlagen.

Ab 2021 gilt für FEI-Turniere (=internationale Turniere) aller Reitsport-Disziplinen außer dem Voltigieren eine Helmpflicht.

Generell gilt: Egal welche Disziplin Du starten möchtest, werfe vorher nochmal einen kurzen Blick in das entsprechende Regelwerk, damit Du auf der sicheren Seite bist, solltest Du keinen Helm tragen wollen.
  • Wann sollte man einen Reithelm austauschen?

Wird der Helm verwendet, dann solltest Du ihn je nach Trage-Häufigkeit und -Dauer nach drei bis fünf Jahren ab Produktionsdatum austauschen. Das Produktionsdatum findest Du in deinem Helm.

Ein Reithelm sollte kaum genutzt bis ungetragen nach spätestens acht Jahren ab Produktionsdatum ausgetauscht werden.

Auch nach einem Sturz solltest Du den Helm austauschen. Definitiv dann, wenn Du mit dem Helm auch Bodenkontakt hattest. Wenn Du nicht auf dem Kopf gelandet bist, dann bist Du mit einem Austausch trotzdem auf der sicheren Seite. Alternativ kannst Du den Helm je nach Hersteller einschicken und überprüfen lassen.

  • Ist es schlimm, wenn der Reithelm auf den Boden gefallen ist?

Das kommt ein wenig darauf an, wie und aus welcher Höhe der Reithelm Bodenkontakt bekommen hat, und wie hart der Boden war.

Prinzipiell soll Dein Reithelm aber Stürze abfedern, fällt er also auf den Boden, dann kann es sein, dass das Material bereits Mikrorisse bekommen hat und Dich im Ernstfall nicht mehr ausreichend schützt.

Wie immer bist Du mit Helm austauschen auf der absolut sicheren Seite. Wir denken aber, dass hier auch ein wenig gesunder Menschenverstand hilft, um abzuwägen, wie schlimm Dein Reithelm runtergefallen ist, ob er auf weiches Laub oder harten Beton gefallen ist. Bietet der Hersteller Deines Reithelms einen Check an, dann empfehlen wir Dir, diesen auch in dem Fall wahrzunehmen.

  • Gibt es in Deutschland eine Helmpflicht?

Zum Reiten gibt es in Deutschland keine Helmpflicht, bis auf die bereits erwähnten Regelungen auf dem Turnier.

Wir raten Dir aber, auch ohne Helmpflicht einen Helm zu tragen. Abgesehen davon, dass es nie eine schlechte Idee ist, den Kopf zu schützen, bist Du mit Helm im Falle eines Unfalles auch versicherungstechnisch definitiv abgesichert. Darüber hinaus besteht in vielen Reitschulen für Anfänger und Minderjährige eine gesetzes-unabhängige Helmpflicht, und stellenweise fordern dies auch die Stallbetreiber.

  • Was muss ich beachten wenn ich eine Brille trage?

Reithelm und Brille schließen sich nicht aus. Wenn Du eine Brille trägst, dann solltest Du umso mehr auf die Passform achten, denn ein Helm, der Dir die Brille verschiebt, schützt dann zwar vielleicht trotzdem Deinen Kopf, dafür wird aber Deine Sicht deutlich eingeschränkt.

Wenn Du eine Brille trägst, dann achte darauf, Dir einen Helm auszusuchen, der einen Ohrenausschnitt hat und nicht zu tief auf der Stirn sitzt. Die Helmschale sollte Dir weder in der Höhe zu groß, noch über den Ohren gerade geschnitten sein.

Uvex und Kep, aber auch einige andere Hersteller bieten solche Helme an.

  • Kann ich meinen Helm mit Stickern oder ähnlichem aufpimpen?

Wir raten Dir davon ab, Deine Helmschale mit Stickern, Steinchen oder anderer Deko zu bekleben. Es kann passieren, dass der Klebstoff das Material des Helms angreift, und Dich so nicht mehr optimal schützt. Hier sollte Dir Dein Kopf so viel Wert sein, dass die Sicherheitsfunktion über der Optik steht.

Weiterführende Quellen

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