Yoga für Anfänger: 10 Tipps für einen gelungenen Einstieg

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Yoga-Pose am weiten Strand

Trend, Fitness, Gesundheit oder Lifestyle-Yoga scheint wirklich all diese Aspekte in sich zu vereinen. Vielleicht boomt es auch deshalb so stark wie noch nie zuvor in seiner tausendjährigen Geschichte. Egal ob Instagram, Fitnessstudio oder Gesundheitsjournal: Das Thema Yoga begegnet sicherlich auch Dir einfach überall!

Doch was ist dran am Trend? Wie kannst Du Yoga für Dich nutzen? Und vor allem: Wie fängt man am besten an?

Auf all diese Fragen sollst Du in diesem Ratgeber eine Antwort finden. Mit den 10 Tipps für Einsteiger und ein bisschen Übung, bist sicherlich auch Du bald ein Profi-Yogi!

Das Wichtigste in Kürze

  • „Jeder kann Yoga üben, der atmen kann!“ – Das legendäre Zitat des Yogalehrers Krishnamacharya macht deutlich, dass sich Yoga wirklich für jeden eignet!
  • Es handelt sich dabei um eine uralte Tradition aus Indien, die auf hinduistischen Lehren und Weisheiten aufgebaut ist.
  • Verschiedene Stile ermöglichen unterschiedliche Intensitäten und Ausrichtungen Deiner Praxis.
  • Yoga wirkt sich positiv auf Deine körperliche und geistige Belastbarkeit, Deine Flexibilität, Dein Selbstwert und Dein Immunsystem aus
  • Mit therapeutischem Yoga können sogar tiefere Heilungsprozesse für Körper und Geist auf natürliche Weise in Gang gesetzt werden.
  • Mit den 10 Tipps in diesem Ratgeber und regelmäßigem Üben wirst auch Du bald zum Profi!

Was ist Yoga?

Yoga ist eine Jahrtausende alte philosophische Lehre aus Indien, in deren Mittelpunkt die „Verbindung“ und das Gleichgewicht von Körper, Geist und Seele steht. Um alle Komponenten anzusprechen, besteht Yoga in der Praxis deshalb im Wesentlichen auch aus gymnastischen Übungen (Asanas), Atemübungen (Pranayama) und Meditation (Dhyana). Die verschiedenen Yoga-Stile legen dabei oft unterschiedlichen Fokus auf die  einzelnen Komponenten.

Heutzutage wird Yoga von den meisten Menschen praktiziert, um sich in Gelassenheit zu üben und einen gerechten Ausgleich zum Alltagsstress zu finden. Es findet in einzelnen Fällen sogar therapeutische Anwendung, um die Gesundheit von Geist und Körper wiederherzustellen oder zumindest zu fördern.

Das wohl beste am Yoga ist allerdings, dass es wirklich von Jedermann und -frau praktiziert werden kann. Die Übungen sind so weit anpassbar, dass sowohl Kinder und Erwachsene, als auch Senioren und Seniorinnen problemlos teilhaben können. Es gibt anstrengende Sequenzen und Sequenzen zum Entspannen. Sicherlich ist deshalb auch die richtige Variation für Dich dabei!

Hintergründe: Was Du über Yoga wissen solltest

In diesem Abschnitt erfährst Du noch ein bisschen mehr zu den Hintergründen und der Geschichte von Yoga. So soll mit möglichst vielen Mythen um das Thema aufgeräumt werden, um sicherzugehen, dass auch Du herausfindest, ob Yoga zu Dir und Deinem Alltag passt.

Woher kommt Yoga?

Yoga stammt ursprünglich aus Indien und ist eine Jahrtausende alte philosophische Lehre. Sie umfasst eine ganze Reihe körperlicher und geistiger Übungen, die ursprünglich das Ziel verfolgen, dem Praktizierenden zu Selbsterkenntnis zu verhelfen.  Im Hinduismus geht man davon aus, dass je nach persönlicher Veranlagung verschiedene Wege zu dieser Selbsterkenntnis führen können. Die Wege findet man deshalb in den verschiedenen Yoga-Stilen, die sich bis heute aufgrund ihrer Übungsanordnung und Intensität voneinander unterscheiden lassen.

Die Erleuchtung des Yoga
Schon die alten Hindus hofften auf Erleuchtung durch Yoga.

Das Yoga, was wir heute in unserer westlichen Zivilisation praktizieren ist eine eher moderne Form, die erst im 19. Jahrhundert entstand. Durchaus Indien stammende, aber im Westen und auf Englisch ausgebildete Yogis vermischten sich die Traditionen immer mehr mit westlicher Wissenschaft, Psychologie und den modernen physischen Trainings. Beim modernen Yoga handelt es sich deshalb sozusagen um eine stark abgespeckte Form, die kaum mehr etwas mit der ursprünglichen hinduistischen Spiritualität zu tun hat.

Wie wirkt Yoga?

Da Yoga, anders als viele andere physische Trainings, durch Atemübungen und Meditation auch den Geist und die Psyche anspricht, wirkt es ganzheitlich auf den menschlichen Körper.

Es führt deshalb nicht nur zu einer Stärkung der Knochen und Muskeln, sondern kräftigt das gesamte Immunsystem des Körpers. Weiter kann es sich positiv auf den Schlaf auswirken und erleichtert den Umgang mit Stress. Oft kann man sich deshalb besser konzentrieren und erfährt das Gefühl von mehr Lebensenergie. Dies wirkt sich wiederum positiv auf das Selbstbild- und Bewusstsein aus, was die Freude im Alltag enorm steigern kann.

Ist Yoga eine Sportart?

Von vielen Menschen wird Yoga immer noch lediglich als Entspannungspraxis wahrgenommen. Diese Annahme ist jedoch weit verfehlt. Vielleicht schwitzt Du nicht mit jeder Praxis so, als hättest Du 90 Minuten mit Deiner Mannschaft auf dem Platz gestanden. Jedoch gibt es durchaus Frequenzen, die Dich ins Schwitzen bringen werden.

Offensichtlich ist auf jeden Fall, dass es sich bei Yoga um ein anstrengendes physisches Training handelt, was nicht nur Deine Muskeln und Knochen, sondern eben auch Deine Flexibilität in hohem Maße fordert. Jeder Sportart sagt man außerdem positive Effekte auf den ganzen Körper nach. Hier kann Yoga allemal mithalten und trägt zudem auch noch aktiv dazu bei Dir in geistiger Entspannung zu unterstützen. Was will man also mehr?  Und ist es nicht so, dass man oftmals für viel weniger Ertrag bereits ins Fitnessstudio rennt?

Wusstest Du, dass seit 2014 die jährliche Yoga Sports Championship in London stattfindet? Seitdem ist Yoga also sogar Wettkampf-bereit und mittlerweile gibt es Yoga-Wettkämpfe auf der ganzen Welt.

Gibt es verschiedene Yoga-Stile?

Ja, es gibt nicht nur verschiedene Yoga-Stile, sondern dazu noch ziemlich viele. Sie alle gehören gleichermaßen zum Yoga, unterscheiden sich aber in ihrer Ausrichtung und Intensität. Von schweißtreibend bis entspannend ist alles dabei. Im Folgenden findest Du eine Übersicht über die wichtigsten Stile inklusive den wichtigsten Facts.

Hatha Yoga

Hatha Yoga ist sehr körperorientiert und die Basis für alle modernen Yoga-Stile. Es steht vor allem für seine langsamen und kraftvollen Wechsel einzelner Haltungen.

Vinyasa Yoga

Vinyasa Yoga ist eher fließend und zeichnet sich durch eine Synchronität von Atem und Übung aus. Es handelt sich dabei um einen dynamischen Flow für Körper und Geist.

Kundalini Yoga

Kundalini Yoga besteht aus körperlichen Übungen, Entspannungstechniken, Meditation und gesprochenen Mantras. Es wird auch das “Yoga der Chakren und Energien” genannt.

Bikram Yoga

Bikram Yoga eignet sich besonders gut zum Training von Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit. Das besondere daran ist, dass es bei 40 Grad Raumtemperatur stattfindet.

Yin Yoga

Die einzelnen Asanas werden im Yin Yoga für mehrere Minuten gehalten, sodass eine meditative Abfolge entsteht.

Akrobatische Partnerübung
Akrobatische Übungen mit Partner vereinen sich im Acro Yoga.

Acro Yoga

Bei Acro Yoga werden die Übungen mit Partner ausgeführt. So entsteht eine gelungene Mischung aus Thai-Massage und Akrobatik.

Ashtanga Yoga

Ashtanga Yoga gilt als der härteste und anstrengendste Stil für Yogis. Er zählt zu den wichtigsten klassischen Variationen der Yogawelt.

Anusara Yoga

Im Mittelpunkt von Anusara Yoga steht immer die sogenannte “Herzöffnung”. Die Praxis zählt zu den eher modernen Yoga-Stilen und stammt aus den USA.

Iyengar Yoga

Iyengar Yoga übt man mit Hilfsmitteln und konkreter Anleitung aus. Es geht dabei hauptsächlich um Perfektion in der Ausübung der Asanas.

Jivamukti Yoga

Jivamukti ist vielleicht die spirituellste Yogaform. Sie lässt die philosophischen Lehren Teil ihrer schweißtreibenden Übungen werden und stammt aus New York.

Sivananda Yoga

Sivananda setzt alles auf Entspannung. Auch hier werden Asanas deshalb gemeinsam mit Entspannungspraktiken, Atemübungen und Meditation ausgeführt. Sivananda gilt aber auch als Lebensphilosophie.

Power Yoga

Wie der Name schon verrät, geht es beim Power Yoga darum sich„auszupowern“. Kraftvolle Asanas werden so dynamisch ausgeführt, bis auch der letzte Kursteilnehmer ins Schwitzen gekommen ist.

Yoga im Tuch
Bei Aerial Yoga lernst Du fliegen.

Aerial Yoga

Aerial Yoga wird auch als„Yoga im Tuch“ bezeichnet, weil die verschiedenen  Asanas in der Luft mithilfe eines Tuches ausgeführt werden. Dies soll das „Loslassen“ fördern und in besonderem Maße zu Entspannung beitragen.

Faszien Yoga

Im Faszien Yoga werden Faszien Übungen mit Yogaelementen verbunden. Hauptsächlich wird deshalb gedehnt und gerollt, damit Bindegewebe und Flexibilität gefördert werden können.

Hormon Yoga

Hormon Yoga ist eine therapeutische Yogapraxis, die Deine Hormone in Balance bringen sollen. Beschwerden, die auf ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt zurückzuführen sind, sollen so auf natürliche Weiße geheilt werden.

Wyda Yoga

Wyda gilt als europäische Antwort auf fernöstliche Yogatraditionen. Es stammt von den keltischen Druiden und wird draußen in der Natur praktiziert. So soll es bis ins hohe Alter fit halten.

SUP Yoga

Wer seine Aktivitäten mit dem SUP erweitern möchte, sollte sich dringend über SUP Yoga informieren, denn Yoga kann auch auf dem Wasser praktiziert werden. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Es ist durchaus möglich, dass Du in dieser Aufzählungen nicht alle expliziten Stile finden kannst. Weil es unermesslich viele sind, haben wir hier nur die wichtigsten für Dich herausgesucht.

Die besten Sups findest Du in unsererem Sup Test-Übersicht und unserem Kaufratgeber zu diesem Thema

Wie wichtig ist ein Yogalehrer?

Ein Yogalehrer kann für Deine Praxis und insbesondere für Anfänger von großer Bedeutung sein. Nicht selten kommt es aber vor, dass Teilnehmende, die zum ersten Mal einen Kurs ausprobieren, beschließen, dass Yoga nichts für sie sei. Sehr oft liegt das aber am Lehrer und eben nicht am Yoga.

Deshalb solltest Du unbedingt bedenken: Yogalehrer können so verschieden sein wie es die Yoga-Stile sind. Es ist nicht unüblich, dass unterschiedliche Lehrer ausprobiert werden müssen, bis der gefunden ist, bei dem die Chemie stimmt.

Ist der Lehrer also gut und passt zu Dir, wirst Du schnell merken, wie wichtig er auch für Deine Yoga-Praxis ist. Durch seine Erfahrung kann er Deine Haltungen korrigieren und Dir eine völlig neue Lebensphilosophie näher bringen.

Für wen eignet sich Yoga?

Yoga eignet sich tatsächlich für alle Menschen. Durch die verschiedenen Stile und Intensitäten kann Yoga an die individuelle Leistungsfähigkeit des Praktizierenden und sogar an dessen Absichten angepasst werden. Diese Komplexität macht Yoga zu einer wirklich besonderen Sportart. Denn wie viele Sportarten gibt es wirklich, die sich sowohl für Athleten, Senioren, Kinder aber gleichzeitig eben auch  für den durchschnittlichen Hobby-Sportler eigenen?

Besondere Wirksamkeit verspricht es dabei für Menschen mit Rückenschmerzen sowie für stark unausgeglichene Menschen. Personen, die sich immer gestresst fühlen und emotionales Ungleichgewicht verspüren, sollten sich Yoga deshalb unbedingt anschauen. In vielen Fällen hängt diese Unausgeglichenheit nämlich gleichermaßen mit den Schmerzen im Rücken zusammen und kann mithilfe von Yoga gelindert werden.

Achtung: Besonders Personen mit körperlichen Vorerkrankungen oder chronischen Schmerzen sollten Yoga – zumindest zu Beginn – mit Unterstützung eines Lehrers praktizieren. So können schwerere Verletzungen vorgebeugt werden!

Ist Yoga eine Religion?

Jein! Sicherlich wäre es verfehlt zu behaupten, dass die in unserer westlichen Welt am meisten praktizierten Formen von Yoga wirklich viel mit Religion zu tun haben. Es gibt zwar immer noch Praxen, die Spiritualität in großem Maße einbinden, doch in den meisten Fällen geht es dabei eher um Philosophie und praktische Tipps für ein gesünderes Leben.

Yogi mit Gebetskette
Spiritualität und Yoga sind eng verknüpft.

Die Ursprünge des Yoga bauen aber durchaus auf der Religion des Hinduismus auf. Ein wesentlicher Teil davon ist unter anderem, sich dabei an einem Lehrenden, Guru oder auch Meister zu orientieren. Zur Meditation bekommt der Schüler vom Lehrer dabei ein individuelles `Mantra´, was oftmals der Name einer hinduistischen Gottheit darstellt.

Das ursprüngliche Yoga ist also sicherlich eng mit der hinduistischen Religion verbunden. Durch seine Wandlung in der Moderne ist davon in den meisten Praktiken von heute aber nicht viel übrig geblieben.

Was passiert in einer Yogastunde?

Es gibt keine allgemein verbindlichen Regeln, denen jede Yogastunde zu folgen hätte. Und doch gibt es verschiedene Komponenten, die fast immer zu finden sind:

Meditation

Die Meditation beschreibt bewegungsloses Sitzen in der Stille, um seinen Geist zur Ruhe kommen zu lassen. Das Ziel ist es an absolut „Nichts“ zu denken.

Tipp: Probier es doch mal aus? Wahrscheinlich wirst Du schnell merken, dass es gar nicht so einfach ist Deine Gedanken komplett auszuschalten!

Atemübungen

Diese Übungen helfen Dir bei der Entspannung und Meditation und sollen Deinen Energiefluss (Prana) aktivieren und regulieren.

Asanas

Asanas sind die unverwechselbaren Körperhaltungen für die Yoga so bekannt ist. Sie sollen die Muskeln stärken, Flexibilität fördern und Schmerzen lindern.

Mantra “Om”

In manchen Stilen wird zu Beginn und Ende der Stunde das Mantra “Om” gesungen, um den Körper von innen vibrieren zu lassen. Du wirst sicherlich schnell merken wie entspannend es wirkt.

Savasana

Savasana nennt sich die Tiefenentspannung zum Schluss jeder Stunde. Sie dauert ca. 10 Minuten und hilft dem Körper auch mental den besten Nutzen der geleisteten Anstrengungen zu absorbieren.

Mittlerweile sind insbesondere auf YouTube auch viele kleine, lediglich 10-minütige Sequenzen zu finden, die zum Beispiel die kleine Entspannung zwischendurch oder einen gelingenden Start in den Tag versprechen.

Eignet sich Yoga zum Abnehmen?

Selbstverständlich eignet sich Yoga auch zum Abnehmen. Je nach Art und Intensität können zwischen 180 und 600 Kalorien pro Stunde verbrannt werden!
Zum Abnehmen eignen sich natürlich insbesondere die etwas anstrengenderen Yoga-Stile wie Bikram  oder Power Yoga.

Yoga im Fitnesskurs
Yoga gibt es mittlerweile fast in jedem Fitnessstudio.

Beim Üben in regelmäßigen Abständen wirst Du schnell die ersten Resultate sehen!

Yoga für Anfänger: Die 10 wichtigsten Tipps für Beginner

Als Einstieg für deine erste Yoga-Praxis haben wir Dir die wichtigsten Grundlagen in Form von 10 Tipps zusammengefasst. So kannst auch Du Dich bald zur Gruppe der Yogis zählen!

  1. Wähle den Yoga-Stil, der am besten zu Dir passt!
  2. Suche Dir einen geeigneten Yogalehrer!
  3. Geh regelmäßig auf die Matte!
  4. Integriere Achtsamkeit in Deine Yoga-Praxis!
  5. Suche Dir den passenden Ort für Deine Yoga-Stunde!
  6. Versuche die Intention hinter Deiner Yogapraxis herauszufinden!
  7. Integriere Yoga in Deinen Alltag!
  8. Entscheide Dich für die beste Yogamatte!
  9. Investiere in das richtige Yoga-Zubehör!
  10. Gewinne Freude auch am kleinen Fortschritt!

1. Wähle den Yoga-Stil, der am besten zu Dir passt!

Wie Du oben bereits erfahren konntest, gibt es verschiedenste Stile, die in Unterschiedlichkeit kaum zu übertreffen sind. Es lohnt sich deshalb auf jeden Fall Dich über die einzelnen Stile noch genauer zu informieren und herauszufinden, zu welchem Zwecke Du Yoga gerne ausüben möchtest.

Geht es Dir eher darum Entspannung zu finden oder möchtest Du Deinen Körper tendenziell fordern und Deine Leistung steigern? Möchtest Du Dich lieber in Meditation üben oder Deine Rückenschmerzen besiegen und dabei noch abnehmen? Zu jeder Option wirst Du verschiedene Stile finden und sicherlich ist auch der dabei, der perfekt zu Dir passt.

Hinweis: für Anfänger lohnt sich vor allem Hatha Yoga, weil hier zu Beginn eher entspannte Übungen im Vordergrund stehen. Um mit der Magie von Yoga vertraut zu werden und die nötige Flexibilität zu üben, ist Hatha Yoga also genau das Richtige!
Yoga in der Gruppe
Kurse bieten meist verschiedene Stile an.

Weißt Du gar nicht, wo Du anfangen sollst, kann Dich dieser kleine Selbsttest von YogaEasy dabei unterstützen, zumindest eine Idee davon zu bekommen, was Du Dir von Deiner Yoga-Praxis wünscht und welcher Stil dafür am besten infrage kommt.

2. Suche Dir einen geeigneten Yogalehrer!

Besonders für Anfänger lohnt sich der Besuch einer richtigen Yogaschule mit Präsenz-Kursen auf jeden Fall. Es ist ja auch völlig klar, dass Du von einem guten Yogalehrer mit jahrelanger Erfahrung viel mehr lernen kannst, als von einem kurzen Yoga-Tutorial von Youtube. Er kann Deine Asanas korrigieren und all Deine Fragen konkret beantworten. Besonders wichtig dabei ist, dass die Chemie zwischen Dir und Deinem Lehrer stimmt, Du Dich im Kurs wohlfühlst und ihn nach der Yogastunde beflügelt verlässt.

Hinweis: Bei der Auswahl des richtigen Yogalehrers solltest Du Geduld und vor allem keine Scheu vor mehrmaligem Wechsel mitbringen! Es passiert oft, dass nicht schon der erste Versuch ein Treffer ist. Zum Glück ist Yoga mittlerweile sehr populär und Du findest sicher auch in Deiner Stadt mehrere Studios zum Ausprobieren!

Möchtest Du doch schon mal ein bisschen für Dich alleine ausprobieren, ob Yoga zu Dir passt, lohnt es sich den Youtube-Kanal von Mady Morrison auszuprobieren. Sie macht einige kurze Tutorials – auch nur für Anfänger – und bietet so einen guten ersten Einblick in die Yoga-Praxis.

Hier findest du ein Video, was sich für das erste Ausprobieren sehr gut eignet:

3. Geh regelmäßig auf die Matte!

Wie bei vielen Sportarten ist die Regelmäßigkeit des Trainings auch beim Yoga von großer Bedeutung um wirkliche Fortschritte zu erkennen, vor allem aber um den Ertrag Deiner Übungen zu spüren. Von einem Mal Training pro Woche wirst Du noch kein Profi-Yogi sein, aber regelmäßiges Training kann Dich zu einem werden lassen!

Am besten solltest Du als Anfänger 2-3 Mal pro Woche üben. Erlaube Dir zwischen den Sessions jeweils eine Pause von 2 bis 3 Tagen, um Deine Muskeln wieder in vollem Maße belasten zu können und den größtmöglichen Ertrag für Dein Training zu erhalten.

Hinweis: Bei der Empfehlung wird es Dir möglich sein relativ schnell Fortschritte zu machen. Möchtest Du Yoga aber lieber als zusätzliche Variation zu Deinem Trainingsplan hinzufügen, lohnt sich auch schon eine einzelne wöchentliche Praxis, um Dich zum Beispiel in Flexibilität zu üben.

4. Integriere Achtsamkeit in Deine Yoga-Praxis!

Achtsamkeit gilt als die kleine Schwester von Yoga. Ohne Achtsamkeit erfährst Du leider auch nur einen kleinen Teil des möglichen Ertrags, der Dir Yoga bietet!

Yoga in den Bergen
Achtsamkeit bedeutet auch den Ort zu finden, der einen achtsam sein lässt.

Schalte also Dein Handy aus und schaffe Dir einen Ort, der es Dir erlaubt von nichts abgelenkt zu werden. So kannst Du Dich ganz und gar auf Deine Atmung und Deine Übungen konzentrieren. Besonders die kurzen Meditations-Sequenzen vor und nach Deiner Yoga-Einheit sollen Dir dabei helfen Deinen Alltag zu vergessen und im „Hier und Jetzt“ anzukommen!

5. Suche Dir den passenden Ort für Deine Yoga-Stunde!

Auch deshalb solltest Du Dir den passenden Ort für Deine Yoga-Praxis suchen. Ob es nun das Yoga-Studio Deines Lehrers, Dein Balkon, Dein Lieblingspark oder Dein Wohnzimmer ist. Gestalte Dir den Ort des Geschehens so schön und gemütlich wie es nur möglich ist. Denke daran, dass egal wie anstrengend Deine Praxis werden wird, Entspannung unvermeidlich auch dazu gehört. Übst Du also an einem Ort, der Dich per se schon entspannt, ist der Ertrag Deines Trainings auf jeden Fall höher.

6. Versuche die Intention hinter Deiner Yogapraxis herauszufinden!

Wie bereits bei der Auswahl des passenden Yogastils erwähnt, solltest Du vor allem als Anfänger die Intention hinter Deinem Interesse an Yoga herausfinden. Hast Du das Gefühl, dass der Alltagsstress Dich einfach nur erdrückt? Möchtest Du Deine Rückenschmerzen in den Griff bekommen? Oder lediglich Deinen Trainingsplan mit ein wenig entspannendem Yoga erweitern?

Je nach Intention, solltest Du die Intensität und Regelmäßigkeit, den Lehrer und die Stil-Kombination nämlich auch individuell auf Deine Wünsche angepasst auswählen. Es gibt sogar die Möglichkeit zu Beginn der Yogastunde ein Ziel für das heutige Training festzulegen und somit auch die Stunde individuell darauf auszurichten. Du siehst: Yoga kann jedem helfen!

7. Integriere Yoga in Deinen Alltag!

Vergesse nicht, dass Du Yoga nicht nur als Sportart, sondern mit ein wenig Interesse auch als Lebensphilosophie verstehen kannst. Besonders die beiden Stile Sivananda und Jivamukti gehen dezidiert darauf ein und bilden sogar im Feld der Ernährung aus. Bei Interesse kann Yoga also sehr viel mehr bedeuten, als lediglich ein körperliches Training, auch wenn es natürlich auch als solches in Deinen Alltag integriert werden kann.

8. Entscheide Dich für die beste Yogamatte!

Auch wenn für eine gute Yoga-Praxis kaum Zubehör nötig ist, erleichtert die Anschaffung einiger Komponenten Dein Training doch sehr. Eine Matte schützt Dich dabei vor dem direkten harten Untergrund und hält Dein Trainingsumfeld rein. Eine Investition in eine Yogamatte lohnt sich also in jedem Fall.

Yoga Pose auf Yoga-Matte
Eine gute Yogamatte bietet Dir den perfekten Untergrund für Deine Praxis.

Wie Du auf jeden Fall die richtige Matte für Deine Zwecke findest zeigt dir unser großer Yogamatten-Test.

9. Investiere in das richtige Yoga-Zubehör!

Weiteres Zubehör sind Yoga-Klotz und Yoga-Gurt. Beides hilft Dir, wenn es mit der Flexibilität noch ein bisschen hapert und unterstützt Dich dabei den besten Trainingserfolg für Dein individuelles Niveau zu erzielen. Die beiden kleinen Helferchen sind insbesondere Beginnern deshalb sehr zu empfehlen.

Unsere beiden Lieblingsprodukte sind von Lotuscrafts, weil sie Nachhaltigkeit und Komfort perfekt miteinander in Verbindung bringen.

Für Beginner und Fortgeschrittene lohnt sich aber auch die Investition in ein Meditationskissen, einen Bolster, eine Yogadecke und ein rutschfestes Handtuch.

Welches Handtuch am besten zu Dir passt, kannst Du in unserem großen Handtuch-Ratgeber herausfinden.

Auch qualitative Meditationskissen, Bolster und Yogadecken kannst du bei Lotuscraft finden.

10. Gewinne Freude auch am kleinen Fortschritt!

Der wohl wichtigste Tipp für Anfänger ist der Tatsache geschuldet, dass Profi-Yogis mit ihrer unerreichbar wirkenden Flexibilität und Stärke ziemlich einschüchternd und demotivierend auf Beginner wirken können. Möchtest Du aber ein richtiger Yogi werden, solltest Du Deine Energie wirklich nicht damit verschwenden anderen neidisch bei ihrer Praxis zuzuschauen.

Akrobatisches Yoga Asana
Manche Asanas wirken sehr einschüchternd, sehen aber oft schwerer aus, als sie sind.

Verstehe sie vielmehr als lebendiges Ziel, was dir eine Vorstellung darüber gibt, was auch Du eines Tages erreichen kannst und übe mit ihnen. Erfreue Dich an den kleinen Fortschritten, die du bei regelmäßigem Training in jedem Fall schnell erkennen wirst und spüre die zusätzliche Kraft und Stabilität, die Du durch Yoga sowohl auf körperlicher, als auch auf geistiger Ebene auch schon zu Beginn erfahren wirst.

Fazit

Hoffentlich hat Dir dieser Beitrag gezeigt, dass der Einstieg in die magische Welt des Yoga auch für Dich kein Problem darstellen wird. Befolgst Du die aufgelisteten Tipps kann eigentlich nichts mehr schiefgehen und auch Du bringst die Jahrhundertealte Tradition aus Indien zu Dir in Deinen Alltag.

Yoga kann Dir im Vergleich zu anderen Sportarten eine völlig neue Welt eröffnen, die Dich vor dem Alltagsstress fliehen lässt und Dich eine Stunde völlige Entspannung mit gesunder Anstrengung erleben lässt. Es ist wie Kurzurlaub für Körper und Geist.

Weiterführende Links & Recherchequellen

  • Interessierst Du Dich noch dezidierte für den Gesundheitsaspekt im Yoga ist der Artikel von aerzteblatt.de sehr zu empfehlen.
  • Welche Auswirkungen Yoga auf psychische Gesundheit haben kann, zeigt Dir diese Studie!
  • Interessierst Du Dich für Yoga für Kinder, ist dieses Buch sehr zu empfehlen!
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