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Wikingerschach Spielregeln: So funktioniert das Spiel wirklich

Wikingerschach mit dem König Geschicklichkeitsspiel

Wikingerschach oder auch Kubb ist ein Geschicklichkeitsspiel, was in Deutschland immer mehr an Beliebtheit gewinnen konnte. Woher das Wikingerschach kommt und welche Regeln bei dem Spiel beachtet werden sollen, erfährst Du hier.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Wikingerschach ist ein abwechslungsreiches Geschicklichkeitsspiel, was mit Spaß die Menschen draußen zusammenbringt
  • Kubb soll bereits vor 5000 Jahren in Ägypten in einer ähnlichen Form gespielt worden sein und auch die Wikinger spielten Kubb als Gesellschaftsspiel
  • Empfohlenes Alter für das Wikingerschach ist ab 5 Jahren und eignet sich als tolle Aktivität mit der gesamten Familie
  • Das Wikingerschach ist ein Turniersport und in Deutschland findet im ersten Juliwochenende des Jahres die deutschen Kubbmeisterschaften in Bad Doberan statt

Das ist Wikingerschach

Wikingeschach oder auch Kubb ist ein spannungsreiches Geschicklichkeitsspiel, bei dem das Team mit 6 Wurfstäben die gegnerischen Kubbs und den König umzuwerfen versucht. Gefordert sind dabei Geschicklichkeit, Präzision und Spaß an einer Aktivitiät an der frischen Luft. Ein Team kann aus bis zu 6 Personen bestehen, kann aber auch zu zweit mit je einer Person gespielt werden.

Seit einigen Jahren ist Wikingerschach in Deutschland zu einem Turniersport geworden, jedes Jahr findet in Bad Doberan die Deutsche Kubb Meisterschaft statt. Wikingerschach kann ab 5 Jahren gespielt werden und eignet sich hervorragend als Aktivität für die ganze Familie.

kind Wikingerschach Kubb

Beim Wikingerschach lernen die Kinder spielerisch die Feinmotorik kennen, wie der Stab geworfen werden muss und wie viel Kraft aufgewendet werden muss. Kubb ist eine tolle Beschäftigung für die ganze Familie.

Hier findest Du die Vorbereitung für das Wikingerschach und wie das Spielfeld aufgebaut werden soll: Mehr erfahren

Diese Regeln gelten beim Kubb

Die Regeln, die hier genannt werden, orientieren sich an dem schwedischen Regelwerk, welches auch in der deutschen Meisterschaft angewandt wird.

Das Feld bei dem Wikingerschach ist 5 m breit und 8 m lang, dabei besteht das Team aus je 1-6 Spielern. Das Spiel enthält 6 Wurfstäbe, 10 Kubbs, & Begrenzungsstäbe und einen König. Auf den Grundlinien des Spielfelds werden 5 Kubbs platziert, wobei die beiden äußeren Kubbs eine Wurfstocklänge von den Begrenzungsstäben entfernt sein müssen. Der König ist die wichtigste Figur im Wikingerschach, er steht zentral auf der Mittellinie des Spielfelds.

Das Ziel des Wikingerschachs ist es, mit den Wurfstöcken alle Kubbs des gegnerischen Teams umzuwerfen. Wenn ein Team in einem Durchgang alle Kubbs umwerfen konnte, darf auf den König geworfen werden. Wenn der König fällt, dann ist das Spiel gewonnen.

Ganz wichtig beim Kubb ist der Wurf der Wurfstäbe. Die Wurfstäbe dürfen nämlich nicht von Oben oder seitlich geschleudert werden, sondern müssen, ähnlich wie beim Bowling, von unten geworfen werden. Ein Helikopterwurf, also ein Wurf, bei dem sich der Stab horizontal dreht, ist verboten und macht den Wurf ungültig. Falls ein Kubb durch einen verbotenen Wurf umfällt, muss dieser wieder aufgestellt werden.

Tipp: Werfe den Wurfstab locker aus dem Handgelenk, den Stab solltest Du möglich weit unten greifen und von unten auf das Feld werfen. Würfe von oben oder der Helikopterwurf machen den Wurf ungültig.

Der Beginn des Spiels

Vor dem Beginn des Spieles wirft je ein Spieler des Teams einen Wurfstab von der Grundlinie in Richtung König. Der Wurfstab von dem Team, welcher näher am König landet, darf beginnen. Der König darf aber nicht umgeworfen werden, sondern nur berührt werden, anderenfalls beginnt das gegnerische Team.

Das Team, welches beginnt, muss versuchen mit den 6 Wurfhölzern möglichst viele Kubbs des anderen Teams zu treffen. Der Werfer muss dabei hinter der eigenen Grundlinie stehen und beide Beine müssen innerhalb der Feldmarkierungen sein.

Nach den 6 Würfen, ist das gegnerische Team dran und sammelt die Wurfstäbe und die gefallenen Kubbs ein. Aus diesen gefallenen Kubbs werden die Feld-Kubbs. Dabei versucht Team 2, diese Feld-Kubbs in die Spielhälfte des Teams 1 zu werfen. Jeder Kubb darf noch einmal eingeworfen werden, solange er nicht im gegnerischen Spielfeld liegt. Wird das Feld erneut beim Werfen des Kubbs verfehlt, wird der Kubb zum Straf-Kubb, den das Team ins eigene Feld werfen darf.

In der nächsten Runde muss dieses Team zunächst diese Feld-Kubbs abwerfen, bevor mit den eigentlichen Kubbs auf der Grundlinie weiter gemacht werden darf.

Das Spielende des Wikingerschachs

Das Team, welches es zuerst schafft mit den 6 Wurfstäben alle Kubbs und den König des gegnerischen Felds umzuwerfen, hat das Spiel gewonnen. Fällt der König jedoch vorher durch einen Kubb oder einen Wurfstab, dann ist das Spiel vorzeitig verloren.

Wo kann man Wikingerschach spielen?

Wikingerschach sollte draußen auf Rasen gespielt werden, kann aber auch hervorragend im Sand gespielt werden. Die Fläche sollte möglichst ebenerdig sein und das Spielfeld abgesteckt sein. Auf Asphalt eignet sich Kubb weniger, denn die Figuren könnten schnell kaputtgehen. Sonst kann Wikingerschach überall gespielt werden, im heimischen Garten, im städtischen Park oder auch am Strand macht das Spiel viel Spaß.

Wichtig: Die Wurfstäbe sind aus Holz, weshalb sie sich aufgrund der Lautstärke und dem empfindlichen Boden für innen weniger eignet. Spiele es deshalb lieber draußen.

Weiterführende Quellen

Wenn Du mehr über die Vorbereitung erfahren willst, dann schaue hier vorbei

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