Westerngitarren -Test, Vergleich und Kaufratgeber

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Bild eines Gitarrenspielers

Träumst Du von einer eigenen Karriere als Gitarrist? Oder willst Du einfach für Dich selbst ein neues Hobby anfangen? So oder so, dafür brauchst Du erst einmal eine passende Gitarre an Deiner Seite. Besonders die vielseitig einsetzbare Westerngitarre ist bei Musikern sehr beliebt. Egal ob man nur für sich selbst spielt, sich und seine Freunde am Lagerfeuer musikalisch begleitet oder schon auf Bühnen auftritt.

Ob eine Westerngitarre für Dich geeignet ist und worauf Du beim Kauf achten solltest wird in diesem Beitrag näher erklärt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Westerngitarre ist ein Allrounder-Instrument, welches sich leicht transportieren lässt
  • Im Gegensatz zu anderen Instrumenten sehr preisgünstig
  • Qualität der Verarbeitung bestimmt die Qualität des Sounds – Optik ist also nicht alles
  • Zubehör ist sehr wichtig, da es dafür da ist Dein Instrument zu schützen oder Dein Spielerlebnis zu verbessern.

Die besten Westerngitarren: Favoriten der Redaktion

Die Auswahl an Gitarren ist vorallem im Internet sehr groß, da kann man schonmal etwas durcheinander kommen, welche Gitarre nun die bessere ist. Hier stellen wir Dir einige Westerngitarren aus allen Preisklassen vor. Wir haben darauf geachtet, dass das Material und die Verarbeitung gut sind und dass die Gitarren für Anfänger und für Fortgeschrittene geeignet ist.

Preis-Leistungs-Sieger

Classic Cantabile WS-10NAT-CE

  • Korpusform: Dreadnought mit Cutaway
  • Tonabnehmer: Ja
  • Material Hals: Birke
  • Material Korpus: Linde laminiert
  • Art der Verarbeitung: laminiert
  • Händigkeit: Rechts
  • Gewicht: 4,14 kg
  • Farbe: Natur

Diese Westerngitarre ist sehr gut geeignet für Anfänger und Fortgeschrittene, die nicht viel Geld ausgeben wollen. Das Instrument ist trotz des niedrigen Preises sehr sorgfältig verarbeitet, darüber solltest Du Dir also keine Sorgen machen. Der Sound ist geprägt von seidigen Höhen, betonten Mitten und satten Bässen. Also alles, was das Musikerherz begehrt!

Dieses Instrument hat sogar zusätzlich zum Tonabnehmer ein integriertes Stimmgerät, was das Stimmen der Gitarre unkompliziert macht. Außerdem sieht das Instrument mit dem Hochglanz Finish und dem beliebten Cutaway.

Für dieses Geld ist die gelieferte Qualität unschlagbar!

Mittlere Preisklasse

Hier haben wir Dir drei passende Produkte rausgesucht:

Ibanez aw54opn:

  • Korpusform: Dreadnought
  • Tonabnehmer: Nein
  • Material Hals: Mahagoni
  • Material Korpus: Mahagoni
  • Art der Verarbeitung: Massiv
  • Händigkeit: Rechts
  • Gewicht: 2,04 kg
  • Farbe: Natur

Ibanez überzeugt nicht nur auf dem Markt für E-Gitarren, sondern auch auf dem für Westerngitarren. Bei der aw54opn kommt es selten zu negativen Bewertungen und auch bei internationalen Tests hat sie mindesten 4 von 5 Sternen. Die Welt ist also auch begeistert von dieser Gitarre.

Dieses Instrument überzeugt mit seinem warmen, vollen und lauten Sound, da die Decke aus massiven Holz ist. Außerdem ist es mit 2,04 kg ein Leichtgewicht, was das Spielen im Stehen und das Transportieren um einiges angenehmer macht. Dadurch wird auch das Handling leichter, was vor allem für Anfänger von Vorteil ist, da man durch die einfachere Handhabung mehr Spaß am Spielen empfindet.

Für diesen Preis kriegt man selten eine bessere Qualität! Wer also eine preiswerte Gitarre haben möchte, sollte zu dieser hier Greifen.

Fender CD-140SCE:

  • Korpusform: Dreadnought mit Cutaway
  • Material Hals: Mahagoni
  • Material Korpus: Fichtendecke und laminiertem Boden aus Ovankol
  • Art der Verarbeitung: Massiv
  • Händigkeit: Rechts
  • Tonabnehmer: Ja
  • Farbe: Sunburst

Diese Gitarre ist von der weltweit bekannten Marke Fender. Sie ist berühmt für ihre hochwertigen Zupfinstrumente und daher kann man sich auf überzeugende Qualität verlassen.

Wer den Cutaway-Look mag, wird mit dieser Gitarre sehr zufrieden sein. Außerdem hat sie die beliebte Sunbrust-Färbung, sieht also etwas interessanter aus als Gitarren im Natur-Look.

Die aus hochwertigem Holz gefertigte Westerngitarre verfügt auch über einen Tonabnehmer. Perfekt für angehende Bühnenkünstler.

Darüber hinaus ist bei dem Preis bereits ein passender Gitarrenkoffer inbegriffen, man muss sich also später keinen mehr nachkaufen.

Yamaha GF370BL:

  • Korpusform: Dreadnought
  • Tonabnehmer: Nein
  • Material Hals: Nato
  • Material Korpus: Fichtendecke und Korpus aus Nato
  • Händigkeit: Rechts
  • Art der Verarbeitung: Massiv
  • Gewicht: 2,65 kg
  • Farbe: Schwarz

Diese Gitarre punktet mit klar definierten Höhen und starken Bässen, wodurch der Sound sehr ausgewogen wirkt. Aus diesem Grund ist diese Gitarre perfekt für absolute Anfänger, die trotzdem nicht auf einen guten Klang verzichten möchten.

Diese Dreadnought verfügt über ein sehr einfaches Handling und ist daher für Anfänger, aber auch für Fortgeschrittene ideal. Deshalb ist das der perfekte Begleiter für die ersten Schritte auf dem Weg zum Musiker!

Es gibt mehrere Farbvariationen, da ist also für Jeden was dabei. Das edle Finish macht die Gitarre optisch noch edler und ansprechender.

Höchste Preisklasse

MARTIN DCX1AE

  • Korpusform: Dreadnought mit Cutaway
  • Material Hals: Birke (Rust Birch)
  • Material Korpus: Sitka-Fichtendecke und Korpus aus HPL Mahagoni
  • Art der Verarbeitung: Massiv
  • Gewicht: 5,44 kg
  • Händigkeit: Rechts
  • Tonabnehmer: ja
  • Farbe: Natur

Diejenigen, die nur das Beste vom Besten wollen, wird diese Gitarre sehr ansprechen.

Dieses Instrument ist von der legendären Marke Martin und bietet eine sehr gute Qualität. Bei der Herstellung wurde nur sehr hochwertiges, massives Holz verarbeitet, was den typischen Martin-Sound liefert. Diese Gitarre ist Teil der X-Serie, die dem Einsteiger gewidmet ist. Deshalb sind die Gitarren aus dieser Serie günstiger, als man von Martin gewohnt ist.

Man muss erwähnen, dass bei diesem Instrument eine etwas ungewöhnliche Kombination aus den Materialien zusammengestellt worden ist. Dadurch ist der Sound fast unikal und da muss man selbst entscheidein, ob man diesen mag oder nicht. Der Klang ist jedoch sehr voll und ausgewogen mit robusten Bässen und metallischen Höhen.

Außerdem ist die Oberfläche wasserabweisend, was das Instrument schützt und länger haltbar macht.

Kaufratgeber für Westerngitarren

Kommen wir nun zum Ratgeberteil dieses Beitrags. Zunächst wird erstmal die Frage beantwortet, was für Vorteile eine Westerngitarre mit sich bringt.

Vorteile einer Westerngitarre

Zunächst einmal hat diese Art von Gitarre einige Vorteile:

Es ist eine Allrounder-Gitarre– egal ob Fingerpicking (=Spieltechnik, bei der die Saiten hauptsächlich gezupft werden), Slide(=Spieltechnik, bei der man mit einem Glasröhrchen über die Saiten gleitet) oder das einfache Anschlagen von Akkorden. Diese Gitarre kannst Du vielseitig einsetzen.

Bei einer Westerngitarre hast Du außerdem die Möglichkeit sie zu einer elektroakustischen Gitarre umzuwandeln – das ist besonders interessant, wenn Du später vorhast vor Publikum aufzutreten. Dafür benötigt Dein Instrument allerdings einen Tonabnehmer.

Diese Gitarrenart hat den typischen Rock/Blues/Folk-Sound. Wenn diese Musikrichtungen genau Deinen Geschmack treffen und Du am liebsten alle Lieder nachspielen möchstest, dann greif zu der Westerngitarre!

Der letzte Vorteil gilt für die meisten Gitarrenarten -Die Gitarre ist ein sehr leichtes Instrument. Du kannst es im Gegensatz zu beispielsweise einem Klavier überall mitnehmen und überall damit musizieren. Für reisende Musiker könnte das ein ausschlaggebender Grund sein sich für eine Gitarre zu entscheiden.

Hinweis für Anfänger:

Konzertgitarren sind für blutige Anfänger erstmal besser geeignet. Zum einen tun die weicheren Nylon-Saiten beim Greifen weniger weh an den Fingern. Außerdem ist weniger Kraftaufwand für das Herunterdrücken der Saiten nötig.

Zum anderen sind die Abstände zwischen den Saiten bei der Konzertgitarre wegen des breiteren Halses größer, was das Greifen der einzelnen Noten einfacher macht.

Jedoch gewöhnen sich die Finger schnell an die harten Saiten und nach kurzer Zeit spürt man den Druck schon gar nicht mehr.

Welches sind die wichtigsten Kaufkriterien bei Westerngitarren?

Wie bei Allem, haben auch Westerngitarren bestimmte Kriterien, auf die man beim Kauf achten sollte:

  1. Richtige Händigkeit
  2. Größe und Gewicht
  3. Qualität und Verarbeitung
  4. Materialien
  5. Saiten
  6. Korpusform
  7. Mit Tonabnehmer oder ohne?
  8. Preis

1. Richtige Händigkeit

Man unterscheidet zwischen Gitarren für Links- und Rechtshänder – Achte beim Kauf also darauf, dass es die richtige Auslegung ist für Dich ist.

Alternativ kannst Du die Saiten einfach andersrum aufziehen, so kannst Du als Linkshänder ohne Probleme auch eine Gitarre für Rechtshänder kaufen.

2. Größe und Gewicht

Das Gewicht hängt immer von der Größe und dem Material der Gitarre ab.

Für Erwachsene empfiehlt sich die Größe 4/4. Falls man jedoch eine Gitarre für sein Kind sucht oder sehr klein ist sollte man die anderen Größen in Erwägung ziehen, da die richtige Größe das Spielen komfortabler macht.

In dieser Tabelle findest Du grob die passende Größe einer Gitarre abhängig von der Körpergröße. Am ehesten findet man aber das richtige Instrument jedoch durch Ausprobieren.

Körpergröße in cmempfohlene GrößeMensur* in cm
>1604/463-65
145-1607/862-63
130-1553/458-62
115-135½53-55
110-125¼47-49
<11040-44

*Mensur ist die Länge vom Steg bis zum Anfang des Griffes

3. Qualität und Verarbeitung

Es gibt verschiedene Abstufungen bei der Qualität und der Verarbeitung einer Westerngitarre:

Laminiert

Diese Gitarren bestehen meistens aus günstigem Sperrholz. Einerseits ist der Klang zwar dumpfer und leiser, andererseits ist das für einen Anfänger, der nicht viel Geld ausgeben will, völlig ausreichend.

Durch den Lack wird das Instrument außerdem weniger empfindlich gegenüber äußeren Einflüssen (Temperatur, Feuchtigkeit oder kleine Schrammen), wodurch es sich zum Mitnehmen gut eignet.

 Massiv

Wem ein kräftiger Ton wichtig ist, greift vielleicht eher zu einer Gitarre bei der die Decke – der Vorderseite der Gitarre -aus Massivholz gemacht ist – diese macht hauptsächlich den Sound aus. Der Klang wirkt voller und lauter und man ist bei vielen Instrumenten trotzdem noch im mittleren Preisbereich.

Massivholz ist Holz, das aus einem einzelnen Stück Holz herausgeschnitten wurde.

Vollmassiv

Bei diesen Gitarren besteht der gesamte Korpus aus Massivholz, also Decke und Boden. Diese Gitarren sind in der Regel die teuersten, haben aber auch den besten Klang.

4. Materialien

Dieser Abschnitt betrifft nur die teureren massiven und voll massiven Gitarren.

Die Art des verarbeiteten Holzes entscheidet nicht nur über die Optik, sondern auch über die Qualität des Klangs und damit auch des Preises. Der Look der Gitarre sollte also nicht alles sein bei Deiner Entscheidung. In Folgendem stellen wir die am weit verbreitetsten Holzarten beim Gitarrenbau und wie und warum sie verwendet werden.

Decke:

Die Decke ist die Vordersseite der Gitarre und hat den größten Einfluss auf die Klangfarbe der Gitarre

Die Fichte ist ein Klassiker unter den Gitarrenbauern. Dieses Holz ist beliebt für die Decke einer Gitarre, da es leicht und hart ist. Die Fichte hat einen eher weichen Klangcharakter. Außerdem gibt es viele Fichtenarten, die in verschiedenen Qualitäts- und Preisklassen eingeteilt werden. Somit ist bei Fichte für jeden was dabei.

Das Zedernholz ist auch gerne gesehen, da es einen warmen, offenen und gut definierten Klang ergibt. Im Vergleich zu der Fichte ist er härter und lauter.  Das beliebteste Holz ist jedoch Mahagoni, da es vielseitig einsetzbar ist. Es wird sowohl für die Decke und den restlichen Korpus als auch für den Hals der Gitarre verwendet. Es gibt einen hellen und klaren Sound, der aber weniger offen ist als von den beiden vorherigen Hölzern.

Rest des Korpus:

Üblicherweise wird für den Boden und die Zargen (=die Seiten des Instruments) ähnliches Holz wie für die Decke verwendet.

Wie zuvor erwähnt wird Mahagoni auch hier gerne eingesetzt. Es verleiht dem Sound einen hellen und klaren Unterton. Nato wird ebenfalls oft verwendet, da es einen sehr warmen und ausgewogenen Klang ergibt.
Erwähnenswert ist auch Palisander. Es ist ein sehr beliebtes, aber teures Holz. Es steuert dem Klang Tiefe und Wärme bei. Heutzutage wird auch Ahorn immer öfter für das Bauen von Gitarren verwendet, da es einen sehr klaren und transparenten Ton ergibt.

Hals und Griffbrett:

Diese beiden Elemente tragen ebenfalls zum Gesamtsound bei. Größtenteils werden Akustik-Gitarrenhälse aus Mahagoni hergestellt, da es die Eigenschaften Stabilität und Belastbarkeit vereint. Darüber hinaus sind harte Holzarten wie Ahorn und Palisander auch hier gerne gesehen.

5. Saiten

Das A und O bei Gitarren sind natürlich die Saiten, doch auch da gibt es Unterscheidungen:

Anzahl (6 oder 12)

Die standardisierte Anzahl der Saiten ist 6. Es gibt auch Gitarren mit 7,8 oder sogar 12 Saiten, das ist dann aber eher was für fortgeschrittene Spieler, da man das Instrument dann anders spielen muss.

Material

Die Saiten für Westerngitarre bestehen aus Stahl und nicht aus Nylon. Es gibt Saiten aus Bronze und aus Phosphor Bronze. Die Saiten aus reiner Bronze klingen sehr hell und metallisch, die aus Phosphor Bronze weicher und seidiger.

Saiten mit der Zusatzbezeichnung Silk haben einen noch wärmeren Klang.

Dicke

Generell gilt: je dünner die Saite, desto dünner der Klang, desto leichter aber die Bespielbarkeit. Anfänger sollten also vorerst zu dünneren Saiten greifen. Hat man sich an die Dicke gewöhnt, kann man dann mit anderen Saiten experimentieren.

Unterschiedliche Stärken:

  • 010er –Extra Light– 0,010 Zoll
  • 011er – Custom Light – 0,011 Zoll
  • 012er – Light – 0,012 Zoll
  • 013er – Medium – 0,013 Zoll

6. Korpusform

Die Form des Korpus hängt zunächst von der Art der Westerngitarre ab. Darauf wird später nochmal genauer eingegangen.

Eine Besonderheit, die jede Gitarrenart haben kann ist ein sogenannter Cutaway. Damit ist ein Einschnitt im Korpus gemeint. Ein sogenannter “Cut” ist selten wirklich erforderlich. Er soll bezwecken, dass man einfacher an die Bünde kommt, die nahe dem Schallloch sind. Man spielt jedoch sehr selten so weit oben und außerdem klingen da nur sehr wenige Gitarren wirklich gut. Demnach ist ein “Cut” eher ein optisches Feature und nicht essenziell.

Westerngitarre mit Cutaway
Hier siehst Du wie ein Cutaway eigentlich aussieht. Viele Gitarristen bevorzugen dieses Feature, da es in ihren Augen das Instrument interessanter macht.

7. Mit Tonabnehmer oder ohne?

Leider ist die Gitarre ein sehr leises Instrument. Wenn man später also vor Publikum spielen möchte, muss der Ton verstärkt werden, um gehört werden zu können (Die Rede ist dann von einer elektroakustischen Gitarre). Dafür braucht man vorerst einen Tonabnehmer, der den Klang der Gitarre aufnimmt. Man sollte beim Kauf bedenken, ob man eine solche Option später nutzen möchte.

Viele Hersteller haben mittlerweile standardmäßig einen Tonabnehmer in der Gitarre verbaut (Dieser kann aber auch im Nachhinein eingebaut werden)

8. Preis

Der Markt für Westerngitarren ist riesig, deshalb gibt es auch in jeder Preisklasse eine große Auswahl, es ist also für Jeden was dabei. Hinzu kommen noch Kosten für das benötigte Zubehör für Deine Gitarre.

Welche Marken stellen qualitative Westerngitarren her?

Hier stellen wir Dir die beliebtesten Marken für Westerngitarren vor:

Harley Benton

Hierbei handelt es sich um eine Eigenmarke von dem Musikhaus Thomann, dass es bereits seit 1954 gibt. Heutzutage hat sich dieses zu einem Online-Vertrieb für verschiedene Instrumente spezialisiert. Heute hat dieses Online-Musikfachgeschäft über 1,3 Millionen Kunden und einige Eigenmarken auf den Markt gebracht. Bei Harley Benton für einen günstigen Preis eine gute Qualität, da die Mitarbeiter durch die langjährige Expertise mit Zupfinstrumenten wissen, worauf es bei einer Westerngitarre ankommt.

Fender

Die Fender Musical Instruments Corporation Inc. wurde 1946 von Leo Fender gegründet und gehört heute zu den anerkanntesten Gitarrenherstellern der Welt. Sie vertreiben heutzutage Verstärker und diverse Zupfinstrumente, unter anderem auch Westerngitarren. Diese bewegen sich meistens im mittelklassigen Bereich, jedoch gibt es aber auch teurere Modelle. Wer also etwas mehr Geld ausgeben möchte, wird bei dieser Marke fündig werden.

C.F. Martin & Co.

Diese weltweit berühmte Firma wurde bereits im Jahr 1833 von niemanden geringeren, als dem Erfinder der Westerngitarre gegründet – Christian Frederik Martin. In ihrem Sortiment findet man sogar eine Reihe von Signaturmodellen von weltbekannten Musikern wie Eric Clapton oder Johnny Cash. Die Produktion ist beschränkt auf Zupfinstrumente mit Fokus auf hoch- und höchstwertigen Gitarren. Man zahlt also viel für ein Instrument – kriegt aber dementstprechende Qualität geliefert.

Wo kann man eine Westerngitarre kaufen?

Klassischerweise kauft man seine Gitarre in einem Musikfachgeschäft. Man kann das Instrument im Laden ausprobieren und sich individuell von den Fachleuten beraten lassen. Man muss aber dazusagen, dass Instrumente in einem Fachgeschäft oftmals teurer sind, als beispielsweise auf diversen Onlineportalen wie thomann, amazon oder ebay.

Daher ist es sinnvoll sich erstmal in einem Geschäft nach Gitarren umzuschauen und auszuprobieren. Wenn Du dann verstanden hast, was für Dich wichtig ist kannst Du im Internet nach der perfekten Gitarre suchen, da die Auswahl im Internet größer ist. Viele Musikgeschäfte führen nur einige bestimmte Marken, sodass Du nicht den kompletten über alle möglichen Alternativen bekommst.

Westerngitarren unterscheiden sich nicht nur vom Klang her, sondern auch von dem optischen Erscheinungsbild
Westerngitarren unterscheiden sich nicht nur vom Klang her, sondern auch von dem optischen Erscheinungsbild. Welche sind die gängigsten Arten und wie unterscheiden sie sich?

Welche Arten von Westerngitarren gibt es?

Westerngitarren unterscheiden sich in der Form des Korpus. Über die Jahre haben sich verschiedene Arten durchgesetzt wobei sich alle nicht nur optisch unterscheiden, sondern auch alle einen anderen Klang haben und für verschiedene Zwecke gedacht sind.

Dreadnought

Als Standardform zählt die Dreadnought-Gitarre. Dieses Modell bietet einen vollen Klang, da der Korpus recht groß ist. Diese Form ist sowohl für Anfänger als auch für Profis geeignet. Als Anfänger wirst Du vielleicht erstmal Probleme mit der Handhabung wegen Größe haben, das wird sich aber schnell legen.

Auditorium

Wer die Absicht hat seine Stücke später im Studio aufzunehmen greift vielleicht eher zu den teureren Modellen namens Auditorium oder der größeren Art Grand Auditorium. Der gewünschte Klang wird durch die Bauform erlangt und nicht über die Größe, weshalb diese Art kleiner ist als die Dreadnought

Concert

Für Live-Auftritte eignen sich die Concert und Grand Concert sehr gut, da sie noch kleiner und dadurch noch leichter sind. Dadurch kann man sich auf der Bühne leichter frei bewegen. Kann auch nützlich sein wenn man z.B. viel reist und deswegen eine leiche Gitarre haben will.

Jumbo

Diese Art ist eine besonders große Gitarre, sogar noch größer als die Dreadnought. Diese erzeugt einen noch lauteren Klang und macht deswegen besonders für kleinere Konzerte Sinn, da man sie nicht verkabeln muss, um sie gut zu hören. Aufgrund der Größe ist diese Art für Anfänger eher ungeeignet, da es schwierig ist den Korpus zu umgreifen.

Roundback

Die Besonderheit dieser Gitarre ihre gerundete Rückseite. Diese Gitarrenart ist kleiner und leichter als eine normale Dreadnought. Der Korpus ist sehr klein und schmal und ermöglicht dadurch eine leichte Bespielbarkeit. Diese Gitarrenart ist deswegen besonders gut für Anfänger geeignet.

Der einzige Nachteil ist nur, dass durch den kleineren und schmaleren Korpus diese Gitarre leiser ist als andere Gitarrenarten.

Wie viel kosten Westerngitarren?

Der Markt für Westerngitarren ist riesig, deswegen gibt es eine sehr große Preisspanne. Die günstigsten Westerngitarren kriegst Du zum Beispiel schon ab 70 € im Internet.

Der Preis bestimmt sich hauptsächlich durch die Verarbeitung und die verwendeten Materialien, da diese auch den individuellen Sound jedes Instruments ausmachen. Je höher die Qualität der Gitarre, desto teurer ist das Instrument.

Es ist deshalb sinnvoll etwas mehr Geld in ein gutes Instrument zu investieren. Oft sind sehr günstige Gitarren nicht gut verarbeitet, was einen schlechteren Klang und ein schlechteres Spielgefühl mit sich zieht. Dadurch könntest Du weniger Freude am Spielen empfinden und nicht die erwünschten Fortschritte machen.

Für Anfänger empfehlen wir 150 € – 200 € für das Instrument einzuplanen.

Wie viel Du für Deine Westerngitarre ausgeben willst, kannst im Endeffekt trotzdem nur Du entscheiden. Jeder muss für sich das richtige Instrument finden, das den perfekten Kompromiss aus erwarteter Qualität, Optik und Preis darstellt.

Verschiedenes Zubehör für eine Westerngitarre
Wie bei jedem Instrument braucht man auch bei Westerngitarren das richtige Zubehör. Im Zentrum sieht man vier Plektren, rechts davon ein Kapodaster und im Hintergrund verpackte Saiten.

Wichtiges Zubehör für die Westerngitarre

Wenn du dich zum Kauf einer Westerngitarre entschieden hast, dann solltest Du auch an das richtige Zubehör zum Schutz oder zur Erweiterung von Deinen Spielmöglichkeiten denken.

Essenzielles Zubehör

Plektren

Diese kleinen Plättchen helfen beim Anschlagen/Zupfen der Saiten. Damit kann man präziser und schneller zupfen, was Deine musikalischen Möglichkeiten natürlich erweitert. Ein Plektrum hält man zwischen Daumen und Zeigefinger und man spielt mit der Spitze des Plättchens.

Diese gibt es in vielen bunten Farben und werden meistens in Sets verkauft. Es ergibt also Sinn in etwas teurere, aber dafür hochwertigere Plektren zu investieren, da billig hergestellte Plektren schneller brechen können.

Kapodaster

Viele Stücke werden in höheren Tonlagen gespielt. In solchen Fällen braucht man ein Kapodaster. Es gibt sogenannte ‘Universal Kapodaster’ für alle Gitarrenarten oder extra welche für Stahlsaiten (also für E- und Westerngitarren).

Letztere sind für Westerngitarren besser geeignet, da sie den richtigen Druck für das Herunterdrücken der Saiten mitbringen.

Stimmgerät

Was nicht fehlen darf: ein Stimmgerät. Empfehlenswert sind Stimmgeräte, die sich an dem Griff befestigen lassen – sogenannte Clip-On-Stimmgeräte. So ist das Mikrofon nah genug an den Saiten und man hat beide Hände frei, um die Gitarre zu stimmen.

Gitarrenständer

Falls Du Deine Gitarre in deiner Wohnung frei stehen lassen willst, dann empfehlen wir Dir einen Gitarrenständer zu kaufen, damit sie immer stabil steht und nicht umfällt. Wenn sie blöd fällt und auf dem Hals aufkommt, kann sie nämlich kaputtgehen.

Besonders empfehlenswert sind Gitarrenständer, die an den Berührungsstellen mit der Gitarre extra gepolstert sind.

Nützliches Zubehör:

Folgendes Zubehör brauchst Du nicht zwangsläufig, jedoch kann es sich lohnen dafür anfangs etwas mehr Geld zu investieren.

Gitarrengurt

Wenn Du im Stehen spielen möchtest, dann ist ein strapazierbarer Gitarrengurt eine sinnvolle Investition. Gurte gibt es in vielen Farben und Mustern zu kaufen, da ist für jeden was dabei.

Für noch mehr Sicherheit kannst Du Dir noch sogenannte Security-Locks dazukaufen. Diese sorgen dafür, dass sich der Gurt nicht aus Versehen löst.

Gitarrentasche

Eine Gitarrentasche ist unausweichlich, wenn Du Dein Instrument sicher von A nach B bringen möchtest. Bei einigen Händlern ist eine Tasche bereits inbegriffen.

Es gibt zwei Arten von Gitarrentaschen:  Einerseits gibt es die “einfachen” Stofftaschen, die sehr leicht sind und nicht viel Platz wegnehmen. Andererseits gibt es Gitarrenkoffer, die von innen gepolstert sind und dadurch ist das Instrument besser geschützt, wenn man es transportiert. So ein Koffer nimmt jedoch mehr Platz weg und ist durch die Polsterung schwerer.

Ersatzteile

Saiten: Wie zuvor erwähnt muss man sich regelmäßig neue Saiten kaufen, es kann also Sinn ergeben ein paar Sets im Voraus zu kaufen.

Pins: Das sind die kleinen “Schrauben”, die die Saiten an dem Steg festhalten. Die können beim Bespannen der Gitarre hin und wieder mal brechen. Für einen solchen Fall ist es empfehlenswert ein paar Ersatzpins zur Hand zu haben.

Verstärker

Für Anfänger ist ein eigener Verstärker erstmal nicht essenziell, könnte aber später für Auftritte, Jamsessions o.ä. interessant werden. Dieser wird mit einem Kabel an den Tonabnehmer angeschlossen und der Ton wird dann über den Verstärker lauter wiedergegeben. Zusätzlich kann man dann den Ton noch anpassen und zum Beispiel Höhen/Tiefen lauter erklingen lassen.

Westerngitarren Test: Welche ist die Beste?

Große Verbrauchsportale können Dir Kriterien aufzeigen, die bei Deiner Kaufentscheidung wichtig sein könnten. Hier siehst Du das Ergebnis unserer Recherche:

Testmagazin Test vorhanden?Veröffentlichungs-JahrKostenloser ZugangMehr erfahren
Stiftung Warentestkein Test vorhanden
Öko Testkein Test vorhanden
Konsument.atkein Test vorhanden
Ktipp.chkein Test vorhanden

Wie Du siehst wurden bislang keine Tests zu Westerngitarren veröffentlicht. Deshalb wird diese Seite immer wieder auf den neusten Stand gebracht, um Dir die Kaufentscheidung zu erleichtern. Das Datum der letzten Überarbeitung findest Du unten auf der Seite.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Westerngitarren

Zum Abschluss beantworten wir häufig gestellte Fragen zum Thema Westerngitarre.

Wann müssen die Saiten einer Westerngitarre gewechselt werden?

Die Saiten müssen regelmäßig gewechselt werden, da diese anfangen zu rosten und der Klang dadurch schlechter wird. Die Faustregel lautet: Entweder nach 100 gespielten Stunden oder nach drei Monaten, je nachdem was früher eintritt.

Wer etwas langlebigere Saiten haben will kann sich beschichtete Saiten kaufen, die etwas länger bespielbar sind.

Worin liegen die Unterschiede zwischen Western- und Konzertgitarren?

Im Gegensatz zu einer Konzertgitarre hat die Westerngitarre einen schmaleren, aber längeren Hals und ist anstatt den Nylonsaiten mit härteren Stahl-Saiten ausgestattet. Dadurch wird ihr Klang lauter und erklingt länger.

Der Korpus (also der Körper des Instruments) einer Westerngitarre ist allgemein deutlich größer als der einer Konzertgitarre, wodurch der Ton nochmal lauter wird. Außerdem kann man durch technisches Zubehör die „normale“ Westerngitarre zu einer elektroakustischen umwandeln, was bei einer Klassischen nicht möglich ist. Das ist vor allem bei Live-Auftritten von Vorteil, da es das Verstärken von Ton unkomplizierter macht.

Allgemein werden auf der Westerngitarre eher Akkorde gespielt, sie wird also als Begleitinstrument hergenommen, wohingegen bei der Konzertgitarre eher ganze klassische Stücke gespielt werden.

Wie pflege ich die Saiten meiner Westerngitarre?

Grundsätzlich sind Saiten nicht langlebig, also man muss sie früher oder später sowieso wechseln.

Mit ein paar “Tricks” kann man die Lebensdauer jedoch ein wenig verlängern:

Allgemein solltest Du immer mit sauberen Händen spielen. Darüber hinaus kannst Du nach dem Spielen die einzelnen Saiten in voller Länger mit einem fusselfreien Tuch abwischen. Wenn Du noch mehr tun willst, kannst Du Dir geeignete Reinigungs- und Pflegemittel kaufen – sogenannte ‘String Clearer’ 

Können Westerngitarren an Stereoanlagen oder Verstärker angeschlossen werden?

Wenn Deine Gitarre über einen Tonabnehmer verfügt, dann geht das ohne Probleme.

Du kannst diesen auch nachträglich einbauen lassen.

Wie klingt eine Westerngitarre und wie muss sie gespielt werden?

Auf der Westerngitarre kann man eigentlich alle Spielstile austesten, die es gibt. In dem Video verwendet der Junge beispielsweise die Fingerstyle-Technik.

Als Grundlage hat man Akkorde. Dafür drückt man die Saiten am Griffbrett in einer bestimmten Reihenfolge runter und spielt sie dann mit der anderen Hand über dem Schallloch an. Man kann einzelne Saiten zupfen oder alle gleichzeitig anschlagen.

Mehr über verschiedenen Spieltechniken erfährst Du hier:https://www.gitarrenakkorde.org/gitarre-lernen/spieltechniken-gitarre.html

Wie wurde die Westerngitarre erfunden?

Die erste „richtige“ Gitarre wurde im 19. Jahrhundert von Antonio de Torres in Spanien erbaut. Damals wurden die Saiten aus Tierdarm gefertigt, was dazu führte, dass die Saiten schnell rissen.

Um dieses Problem zu lösen baute Christian Frederik Martin – ebenfalls im 19. Jahrhundert- die erste Westerngitarre.

Er verwendete einfach Stahlsaiten, die jedoch einen zu großen Druck auf den Körper der damaligen Gitarren ausübte. Um diesem standzuhalten erfand er das X-Bracing, was ein bis heute verwendetes Bausystem ist. Es sorgt für mehr Stabilität und eine größere Belastbarkeit.

Durch die Stahlsaiten wurde diese neue Art von Gitarre lauter, was sich die Cowboys aus dem wilden Westen zunutze machten und das Instrument am Lagerfeuer spielten. Daher hat die Westerngitarre auch ihren Namen.

Weiterführende Quellen

Thomann: https://www.thomann.de/de/onlineexpert.html

Westerngitarre oder E-Gitarre?: https://www.louder.com/de/magazin/e-gitarre-oder-akustikgitarre-welche-gitarre-fuer-anfaenger-ist-die-richtige

Wenn Du mehr über die Holzverarbeitung bei Gitarren erfahren möchtest, dann kannst Du gerne hier nachlesen: https://www.amazona.de/gitarren-hoelzer-welches-holz-fuer-welchen-gitarrentyp/

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