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5 Methoden, um kreative Teppiche selber herzustellen

Ein Teppich mit abstraktem Muster in einem rosa Farbschema wird gewebt.
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Statt mit Pinsel und Leinwand wird bei Teppichen mit Garn und Stoff ein wahres Kunstwerk geschaffen. Du kannst Deiner KreativitĂ€t freien Lauf lassen und jegliches Motiv Deiner Wahl kĂŒnstlerisch umsetzen.

Und das Beste daran? Die Teppiche haben einen praktischen Nutzen und können tatsÀchlich als stylische Begleiter im Alltag eingesetzt werden. Wir zeigen Dir in diesem Ratgeber verschiedene Methoden, um einen Teppich selber zu machen, sowie Tipps und Tricks, wie Dein eigener Teppich mit Sicherheit gelingt.

Das Wichtigste in KĂŒrze

Hier haben wir die wichtigsten Punkte des Beitrags vorab fĂŒr Dich zusammengefasst:

  • Teppiche können auf verschiedene Art und Weisen selbst hergestellt werden. Sie können zum Beispiel in traditioneller Manier geknĂŒpft oder gewebt, oder aber auch durch DIY-Projekte gebastelt werden.
  • FĂŒr viele Methoden gibt es vorgefertigte Sets zu kaufen. Einzelne Teile können aber auch fĂŒr wenig Geld dazugekauft werden.
  • Einen Teppich selbst zu fertigen kann sehr viel Zeit in Anspruch nehmen und es sollte dementsprechend geplant werden.
  • In der Regel sollte immer mit einem Wollgarn oder Baumwollstoff gearbeitet werden, wenn ein Teppichprojekt umgesetzt werden soll.

Wenn Du auf der Suche nach einem sehr konkreten Begriff bist, diesen aber nicht im Inhaltsverzeichnis findest, kannst Du auch einfach ganz fix danach suchen! Wir decken eine große Bandbreite an Informationen rund um das Thema TeppichknĂŒpfen in diesem Ratgeber ab, und es ist bestimmt etwas von dem dabei, was Du gerne erfahren möchtest.

So geht’s: Nutze dafĂŒr einfach folgende Tastenkombination am Computer: “Strg+F” (fĂŒr Windows) oder “Befehlstaste+F” (fĂŒr Mac), oder wĂ€hle auf dem Handy die Suchoption in Deinem Browser aus. Gib’ dann einfach den Begriff ein, nach dem Du suchst, und voilĂ !

Sollte sich Deine Frage noch immer nicht geklĂ€rt haben, hinterlasse uns gerne ein Kommentar, damit wir fĂŒr Dich recherchieren können und unseren Ratgeber noch weiter verbessern können.

Teppiche bringen nicht nur die Einrichtung zusammen, sondern verfĂŒgen auch ĂŒber eine wĂ€rmende und schalldĂ€mpfende Funktion.

Was ist ein Teppich?

Ein Teppich ist grundsĂ€tzlich als ein rĂ€umlich abgegrenztes FlĂ€chengewebe zu verstehen, welches in aller Regel als Fußbodenbelag genutzt wird. Teppiche werden allerdings nicht nur horizontal positioniert, um Boden und FĂŒĂŸe zu schonen, sondern auch bereits seit antiken Zeiten als dekorative WandbehĂ€nge verwendet.

Das Wort “Teppich” leitet sich aus dem Romanischen, Latenischen und auch dem Griechischen ab und bedeutet so viel wie “Spinnen” – allerdings werden die meisten Teppiche traditionell nicht gespinnt, sondern gewebt oder geknĂŒpft.

Wie der Name schon andeutet, handelt es sich beim TeppichknĂŒpfen um die Kunst, einen Teppich selbst durch KnĂŒpfen zu kreieren. Bereits seit antiken Zeiten werden Teppiche in verschiedensten Kulturen von Hand geknĂŒpft, gewebt oder gehĂ€kelt. Oftmals ist dies sogar mit einer langen Tradition verbunden, in der bestimmte Muster eine tiefgrĂŒndige Bedeutung mit sich tragen. V

iele der uns heute bekannten KnĂŒpf- und Knotentechniken wurden aus Westasien ĂŒberliefert. Dazu gehören zum Beispiel die Holbein-Technik, eine wie zuvor erwĂ€hnte traditionelle Teppichgestaltung, oder der Ghiordesknoten.

Definition: Beim traditionellen KnĂŒpfen eines Teppichs werden einzelne FĂ€den in der Regel um die QuerfĂ€den der Unterlage geknotet. Hierbei kommen verschiedene Knoten, wie etwa der Ghiordesknoten zum Einsatz, fĂŒr die eine spezielle KnĂŒpfnadel mit Haken benötigt wird. Das schauen wir uns spĂ€ter noch im Detail an.

Was sind Alternativen zum TeppichknĂŒpfen?

Neben des KnĂŒpfen eines Teppichs hat sich in letzter Zeit auch der Trend des sogenannten „Rug Punching“ durchgesetzt. Zu Deutsch wird dies auch als „Teppichstanzen“ bezeichnet. Es ist eine einfachere Alternative zum doch etwas aufwendigen KnĂŒpfverfahren, bei dem die Wolle einfach in die Unterlage gedrĂŒckt wird.

HierfĂŒr ist also weniger kunsthandwerkliches Geschick gefragt. Die Ergebnisse können sich aber trotzdem sehen lassen, denn durch Rug Punching lassen sich tolle Motive umsetzen. Auf eine Ă€hnliche Art und Weise funktioniert das Tuften eines Teppichs mit einer Handtuftpistole.

SelbstverstÀndlich lassen sich Teppiche auch einfach stricken oder hÀkeln. Dies geschieht jedoch ohne eine Unterlage, weshalb derartige Teppiche weniger stabil sind und nur zu Dekorationszwecken eingesetzt werden sollten.

Auch aus dem Bereich des Upcyglings beziehungsweise der Wiederverwertung haben sich einige kreative Methoden herausgebildet, um Teppiche selber aus Überbleibseln und ungewollten Resten zusammenzuschustern. Wir gehen mit Dir im Laufe dieses Beitrags auf alle hier genannten Methoden ein – es ist bestimmt etwas dabei, was auch Du Zuhause ausprobieren kannst!

Teppiche sind multifunktional: Egal ob als Wandbehang, Decke oder Kissen, sie können vielseitig verwendet werden.

Was brauche ich zum Selbermachen eines Teppichs?

AbhĂ€ngig von der Methode, die Du anwenden möchtest, wirst Du verschiedene Materialien zum Selbermachen eines Teppichs brauchen. Es gibt jedoch einige Dinge, die fast universell eingesetzt werden und Deinen Prozess maßgeblich unterstĂŒtzen können. Wir werden Dir bei jeder Variante noch einmal explizit die benötigten Materialien auflisten. Um Dir aber vorweg bereits einen kleinen Überblick zu geben, zeigen wir Dir hier hilfreiche Ausstattungen fĂŒr TeppichknĂŒpferei & Co.

Rahmen

FĂŒr fast alle Projekte im Bereich des Teppich-Selbermachens wirst Du einen Rahmen benötigen. Teilweise kann es sich sogar anbieten, zusĂ€tzlich einen Rahmen hinzuzuziehen, selbst, wenn ein solcher nicht vorgesehen sein sollte. Je nachdem, wie groß Dein Projekt ist, können sich runde Stickrahmen oder aber auch massivere selbstgebaute Rahmen aus Holzlatten anbieten. Du spannst die jeweilige Unterlage in den entsprechenden Rahmen ein und kannst dann Dein Teppichprojekt starten.

Ein Rahmen dient der


  • 
 StabilitĂ€t beim Arbeiten, sodass die Unterlage nicht verrutscht.
  • 
 Straffung des Teppichs, damit die FĂ€den ebenmĂ€ĂŸig verarbeitet werden können.
  • 
 Übersicht beim KnĂŒpfen, Stanzen oder Weben.
  • 
. Vorbeugung von ungewollten Falten oder dem Verheddern der FĂ€den.

Nadel oder Haken

Zum KnĂŒpfen, Stanzen oder HĂ€keln eines Teppichs brauchst Du passende Nadeln oder Haken. Entsprechende Werkzeuge können in spezifischen StofflĂ€den oder aber auch online gekauft werden. Gerade die „Punching Needle“, zu Deutsch „Stanznadel“, die fĂŒr das Teppichstanzen benötigt wird, ist fast ausschließlich in OnlinegeschĂ€ften erhĂ€ltlich.

Dort gibt es sie aber fĂŒr wenig Geld zu haben. Passende Nadeln zum TeppichknĂŒpfen gibt es hĂ€ufiger auch in normalen Bastel- und StofflĂ€den zu kaufen. Wenn Du jedoch an Tuften interessiert bist, ist nicht nur eine Nadel oder ein Haken vonnöten, sondern eine ganze Pistole.

Gewebte Stoffunterlage

Die Basis von TeppichknĂŒpfarbeiten ist ein sogenannter Stramin, ein gitterartiges Gewebe aus Baumwollen, Leinen oder Acrylstoffen. Die geraden QuerstrĂ€nge des Stramins werden beim KnĂŒpfen als Grundlage fĂŒr den Knoten verwendet.

FĂŒr das Rug Punching sind traditionelle Straminstoffe jedoch oftmals zu großmaschig, weshalb hierfĂŒr eher Mönchstoffe oder Ă€hnliche feiner gewebte Unterlagen in Frage kommen sollten. Mehr Informationen zu dem benötigten Werkzeug und der richtigen Unterlage fĂŒr jede Methode gibt es aber auch im jeweiligen Abschnitt.

Transferpapier

Um ein gewĂŒnschtes Motiv auf eine Stoffunterlage zu ĂŒbertragen, bietet sich Transferpapier an. Je nach Sorte kann ein auf das Transferpapier gedruckte Motiv ĂŒbertragen oder aber das Transferpapier als Vermittler zwischen Unterlage und Vorlage dienen. Hier kannst Du nach Deinen eigenen WĂŒnschen und VorzĂŒgen gehen.

Tipp: Auch bei der Arbeit mit Transferpapier lohnt es sich, das Motiv trotzdem als Referenz in Sichtweite zu positionieren, zum Beispiel als Druck oder Projektion. So gehen auch kleinste Details nicht verloren.

Vor allem in Westasien werden handgefertigte Teppiche auf vielen MĂ€rkten verkauft. Ihre traditionellen Techniken und Muster sind auch in anderen Teilen der Welt beliebt.

Die 5 Methoden zur eigenen Teppichherstellung

Wie versprochen werden wir Dir nun 5 Methoden vorstellen, um Deine eigenen Teppichideen kreativ umzusetzen. Wir werden Dir fĂŒr jede Methode zunĂ€chst einmal zeigen, was Du zur Herstellung benötigst. Dann folgt eine knackige Schritt-fĂŒr-Schritt-Anleitung sowie hilfreiche Links, Videos oder Recherchequellen, die Du zusĂ€tzlich hinzuziehen kannst. So kannst Du Deine Projekte garantiert umsetzen und erhĂ€ltst einen schönen neuen Teppich fĂŒr Dein Zuhause.

Als kleine Hilfestellung haben wir Dir hier die Varianten aufgelistet, sodass Du einfach zu der gewĂŒnschten Methode springen kannst:

Variante 1: Einen Teppich knĂŒpfen

Wir beginnen unsere Reise durch die bunten Weiten der Teppichherstellung natĂŒrlich mit dem Urgestein unter den Herstellungsverfahren, der traditionellen TeppichknĂŒpferei. Per Hand geknĂŒpfte Teppiche aus WerkstĂ€tten in Westasien können stolze Preise von mehreren tausend Euro erzielen – Dein selbst von Hand geknĂŒpfter Teppich wird zwar wahrscheinlich nicht so teuer werden, doch sein ideeller Wert wird dafĂŒr umso grĂ¶ĂŸer sein. Selber geknĂŒpfte Teppiche sind daher schöne Geschenke an Deine Liebsten oder an Dich selbst.

Hinweis: Je nach Dimension Deines Teppichprojekts kann die Fertigstellung mehrere Wochen bis hin zu mehreren Monaten dauern. Plane daher sorgfÀltig den Start der Arbeit ein, sollte der Teppich zu einem bestimmten Datum, wie einem Geburtstag oder Weihnachten, fertig werden sollen.

Schauen wir uns nun Schritt fĂŒr Schritt an, was Du dafĂŒr brauchst und wie Du vorgehen solltest.

Materialien

Du benötigst zum TeppichknĂŒpfen folgende Materialien:

  • KnĂŒpfnadel: Die KnĂŒpfnadel ist ein spezielles Werkzeug bestehend aus einem gebogenen Nadelkopf mit einem beweglichen Verschlusshaken, der aus einem Holzgriff ragt. Es gibt sie in verschiedenen GrĂ¶ĂŸen, Du musst diese an die Maschen des Stramins anpassen.
  • Stramin: Ein Stramin ist ein grobmaschiges Gewebe bestehend aus Baumwoll- oder Leinengarn. Es dient als grundlegendes Raster fĂŒr den Teppich und ist meistens in Weiß oder Beige als Meterware erhĂ€ltlich.
  • Schere: Die Schere brauchst Du an verschiedenen Stellen zum Schneiden der FĂ€den oder KĂŒrzen von abstehenden Enden. Wir empfehlen, eine gute Stoffschere zu verwenden.
  • Nadel und Faden: Du wirst Nadel und Faden am Ende des Projekts benötigten, um die RĂ€nder des Stramins anzunĂ€hen.
  • (Woll-)FĂ€den: Traditionell werden fĂŒr das KnĂŒpfen eines Teppichs kleine WollfĂ€den genutzt, und auch wir empfehlen Dir, zu einem möglichst dicken Wollgarn zu greifen. Die Farben kannst Du Dir natĂŒrlich passend zu Deinem Motiv aussuchen.
Tipp: Kaufe lieber etwas mehr Garn, als Du voraussichtlich brauchen wirst. Die Anzahl hĂ€ngt ab von der GrĂ¶ĂŸe des Teppichs und der gewĂŒnschten LĂ€nge des Garns. Wenn Du Dir unsicher bist, macht es Sinn, die Ballen im Überfluss zu kaufen. Du kannst den verbleibenden Rest dann fĂŒr andere Projekte nutzen und hast garantiert genug fĂŒr Deinen Teppich.

Optional kannst Du auch folgende Materialien hinzuziehen:

  • Rahmen: Ein Rahmen ist gerade bei ĂŒberschaubaren KnĂŒpfarbeiten nicht zwingend erforderlich, kann Dir aber dabei helfen, den Überblick bei der Arbeit nicht zu verlieren. Du solltest jedoch entweder den ganzen Stramin einspannen, oder keinen Rahmen verwenden. Du solltest es vermeiden, zum Beispiel mit einem Stickrahmen einzelne Bereiche des Stramins einzuspannen, da dies zu BeschĂ€digungen fĂŒhren kann.
  • Vorlage: Wenn Du einen einfarbigen oder sehr ĂŒbersichtlich gemusterten Teppich knĂŒpfen möchtest, erĂŒbrigt sich meist die Verwendung einer Vorlage. Gerade bei Mustern solltest Du jedoch eine Vorlage hinzuziehen. Du kannst diese entweder hinter dem Stramin einspannen, wenn Du einen Rahmen benutzt, oder die Vorlage in Sichtweite platzieren. So kannst Du Dich nach dem Muster orientieren. Vorlagen zum TeppichknĂŒpfen gibt es online oder in entsprechender Fachliteratur zu finden.
  • Stoffunterlage: Die Stoffunterlage erleichtert das Arbeiten und fĂ€ngt Wollreste auf.

Vorbereitung

Bevor Du mit dem KnĂŒpfen selbst beginnst, solltest Du die FĂ€den in der passenden LĂ€nge vorbereiten. Sie sollten alle dieselbe LĂ€nge haben; diese wiederum hĂ€ngt ab von Deiner persönlichen PrĂ€ferenz. Du kannst sie per Hand schneiden, oder wie in dem folgendem Video gezeigt, mit einem kleinen Trick die FĂ€den ĂŒber ein Pappelement wickeln, um so ebenmĂ€ĂŸige FĂ€den zu garantieren:

Falls Du eine Stoffunterlage nutzt, breite diese unter dem Stramin beziehungsweise unter dem Rahmen aus. Dann kann es auch schon losgehen!

Den Teppich knĂŒpfen

Traditionell wird mit dem KnĂŒpfen unten links in der Ecke begonnen und es wird sich in Reihen von links nach rechts und von unten nach oben gearbeitet. Lasse einen Rand von mindestens 4 Maschen und setze zum KnĂŒpfen nicht direkt am Ă€ußersten Rand des Stramins an. Am Ende wird dieser Rand gefaltet und dient der StabilitĂ€t. Der Faden wird ĂŒber den Haken gelegt, sodass die Enden gleich lang sind. Dann wird die Nadel unter den Querstrang des Stramins gefĂŒhrt und langsam nach unten gezogen, sodass sich ein Knoten bildet.

Am einfachsten lernst Du diese Methode, einen Ghiordes-Knoten zu knĂŒpfen, anhand einer bildlichen Anleitung. Schau dafĂŒr gerne unter folgendem Link vorbei: Mehr erfahren. Auch auf YouTube gibt es dazu zahlreiche Anleitungen, die Dir beim Einstieg helfen können. Hier ist etwas Übung gefragt, doch nach ein paar Knoten wirst Du mit Sicherheit den Bogen raus haben. Jede Masche des Stramins muss einzeln mit einem Faden geknĂŒpft werden.

Tipp: Anstatt jeden Knoten einzeln festzuziehen, empfehlen wir Dir, mehrere Knoten nebeneinander zu knĂŒpfen und dann alle gemeinsam festzuziehen. Dies erspart etwas Zeit.

Wenn eine Vorlage gegebenen sein sollte, dann gehe sicher, dass Du Dich an die angegebenen Muster hĂ€ltst. Falls Du aus Versehen einen falschen Knoten platziert haben solltest, kannst Du diesen vorsichtig wieder lösen, indem Du den Faden nach oben ziehst, und diesen ersetzen. So arbeitest Du Dich StĂŒck fĂŒr StĂŒck am Stramin entlang, bis der Teppich komplett ausgefĂŒllt ist. Sobald das der Fall ist, geht es an die abschließenden Schritte.

Abschluss

Sobald Du mit dem KnĂŒpfen fertig bist, kommen einige Feinschliffe zum Tragen. ZunĂ€chst einmal musst Du den Rand des Stramins, der Deinen Teppich umgeben sollte, umschlagen und mit einem sogenannten Zopfstich festnĂ€hen. Wie der funktioniert, ist in folgender Anleitung unten dargestellt: Mehr erfahren. Alternativ kannst Du den Rand auch festkleben, allerdings hĂ€lt dies auf lange Sicht nicht so gut wie ein Zopfstich.

Der Teppich sollte nun auf Unebenheiten ĂŒberprĂŒft werden: wenn FĂ€den zu lang sind und herausstechen, sollten diese mit einer Schere gekĂŒrzt werden. Du kannst auch mit einem Haarschneider den Teppich abfahren, um alle FĂ€den auf die gleiche LĂ€nge zu bringen. DafĂŒr solltest Du aber ein ĂŒberschĂŒssiges GerĂ€t verwenden, und nicht Deinen regulĂ€ren Haarschneider. AbhĂ€ngig von der GrĂ¶ĂŸe und dem Material kann der Teppich auch gewaschen werden, wir empfehlen hier immer eine HandwĂ€sche, um den Stramin zu schonen.

Bei Bedarf kannst Du auch die RĂŒckseite des Teppichs mit flĂŒssigem Latex bestreichen und eine Stoffschicht aufkleben. Dies trĂ€gt zur Haltbarkeit bei. Allerdings solltest Du bei dieser Arbeit unbedingt eine Maske, Schutzbrille und Handschuhe tragen und auf einem verwerflichen Untergrund arbeiten. Dieser Schritt ist allerdings gĂ€nzlich optional und auch ohne eine Beschichtung wirst Du mit Sicherheit lange Freude an Deinem selbst geknĂŒpften Teppich haben.

In WerkstĂ€tten sind die FĂ€den, die zum TeppichknĂŒpfen gebraucht werden, oftmals bereits vorher in die passende LĂ€nge geschnitten und sortiert worden.

Variante 2: Einen Teppich weben

Auch das Weben ist eine alteingesessene Technik, um Teppiche herzustellen. Der Vorteil des Webens gegenĂŒber dem KnĂŒpfen eines Teppichs besteht darin, dass das Weben in der Regel weniger zeitaufwendig ist. Die Kosten sind jedoch jeweils etwa in derselben Höhe anzusetzen. NatĂŒrlich kann ein gewebter Teppich jedoch nicht mit einem geknĂŒpften Teppich in der Hinsicht verglichen werden, welcher besser aussieht – das hĂ€ngt ganz von Deinem Geschmack ab. Schauen wir uns an, wie ein Teppich also gewebt werden kann.

Materialien

Zum Weben eines Teppichs benötigst Du folgende Materialien:

  • Stoff oder Stoffreste: Zum Weben eignen sich sowohl zugekaufte Stoffe als auch Stoffreste, zum Beispiel aus T-Shirts, Sweatshirts, alten Decken oder Jeans. Dies hĂ€ngt von Deinen Vorlieben und dem Muster ab, das Du gerne weben möchtest. Vom Stoff muss jedoch ausreichend vorhanden sein.
  • Schere: Die Schere benötigst Du zum Zuschneiden des Stoffes.
  • Holzlatten, NĂ€gel und Hammer: Zum Weben ist ein Webrahmen zwingend erforderlich. Diesen kannst Du ganz einfach selbst machen, wofĂŒr Du Holzlatten und NĂ€gel benötigst. So kannst Du auch individuell eine passende GrĂ¶ĂŸe fĂŒr den Teppich festlegen.
Tipp: Die Holzlatten fĂŒr den Rahmen kannst Du auch einfach Zuhause zusammensuchen, zum Beispiel, indem Du alte Paletten zerteilst. Wir empfehlen, der Umwelt zuliebe erst nach Möglichkeiten daheim zu suchen, bevor Du im Baumarkt neue Latten zukaufst.

Außerdem empfiehlt es sich, ein Lineal oder einen Zollstock sowie einen Bleistift zur Hand zu haben. Dann kann es auch schon mit der Vorbereitung losgehen!

Vorbereitung

ZunĂ€chst muss der Rahmen fĂŒr den Webteppich aufgebaut werden. HierfĂŒr werden zunĂ€chst die Latten zu einem Rechteck zusammengeschraubt. Lass’ Dir dabei gerne von jemandem mit etwas Handwerkserfahrung helfen, wenn Du nicht so gut mit NĂ€geln oder Bohrern umgehen kannst. Der Rahmen sollte möglichst stabil sein. Gerne kannst Du in den Ecken noch vier Querkeile einsetzen, um die StabilitĂ€t des Rahmens zu verbessern. Dann markierst Du auf der unteren und der oberen Latte jeweils ebenmĂ€ĂŸige AbstĂ€nde. Es empfiehlt sich hier, einen Abstand zwischen 1 bis 3 Zentimetern zu wĂ€hlen.

Nun werden die NĂ€gel mit einem Hammer in die markierten Stellen eingeschlagen. Sie sollten anschließend in einer langen Reihe auf gleicher Höhe und mit gleichem Abstand eingegliedert sein. Dies garantiert spĂ€ter, dass auch der Rand Deines Teppichs gleichmĂ€ĂŸig ist und das Gewebe gut hĂ€lt. Sollte ein Nagel aus der Reihe tanzen, entferne ihn aus der Latte und schlage ihn an der korrekten Stelle neu ein. Gleiches gilt fĂŒr die obere sowie auch die untere Reihe an NĂ€geln. Einem Nagel oben muss je ein Nagel unten genau gegenĂŒberliegen.

Als NĂ€chstes wird der Stoff vorbereitet. Schneide ihn dafĂŒr in möglichst lange, ebenmĂ€ĂŸige Streifen gleicher Breite. Auch hier empfiehlt sich wieder eine Breite von 1 bis 3 Zentimetern. Es ist besser, wenn hierbei die Breite der Streifen grĂ¶ĂŸer ist als die AbstĂ€nde der NĂ€gel. Die Streifen mĂŒssen jedoch nicht zwangslĂ€ufig dieselbe LĂ€nge haben; hierbei ist es nicht so schlimm, wenn ein Streifen etwas lĂ€nger oder kĂŒrzer ist als der andere. Wichtig ist nur die gleiche Breite. Dann kann es auch schon ans Weben gehen!

Den Teppich weben

ZunĂ€chst wird das Grundraster fĂŒr das Weben erstellt. DafĂŒr werden um je zwei gegenĂŒberliegende NĂ€gel Stoffstreifen zusammengebunden. Wenn einer nicht ausreicht, wird ein Zweiter einfach verknotet und dient als VerlĂ€ngerung. Der Stoff muss möglichst straff um die NĂ€gel herum liegen, gerne so straff, dass sich beim Zurren des Streifens nichts bewegt. Je straffer, desto besser. Alle NĂ€gelpĂ€rchen werden so mit Stoffstreifen umringt, sodass der Webrahmen mit senkrechten Streifen ausgefĂŒllt ist. Dann gehst Du zum eigentlichen Weben ĂŒber.

Die verbleibenden Stoffstreifen werden nun von links nach rechts eingefĂ€delt. Dabei fĂ€delst Du den Streifen immer ĂŒber einen senkrechten Streifen drĂŒber und beim nĂ€chsten darunter her, sodass eine Art „Karomuster“ entsteht. Dies machst Du, bis der letzte senkrechte Streifen erreicht ist.

Um diesen schlĂ€gst Du den Streifen um und arbeitest Dich in einer neuen Reihe von rechts nach links vor. Zwischendrin wirst Du immer mal wieder einen neuen Streifen anknoten mĂŒssen, wenn der alte endet. Gehe dabei sicher, dass die Knoten alle auf einer Ebene hinter dem gewebten Stoff liegen.

Wie dieser Prozess in etwa aussieht, ist hier schön dargestellt – ĂŒbrigens mit FĂ€den, womit sich ein Teppich natĂŒrlich genauso gut weben lĂ€sst: Mehr erfahren.

Abschluss

Sobald es sich „ausgewebt“ hat und der Teppich soweit fertig gewebt wurde, muss eine Lösung fĂŒr die noch aufgespannten Enden des Webteppichs gefunden werden. Hier gibt es verschiedene Alternativen, den Teppich fertigzustellen, abhĂ€ngig davon, wofĂŒr Du den Teppich gerne im Anschluss verwenden möchtest.

Als Wandbehang bietet sich zum Beispiel, wie im Link zuvor gezeigt, ein Stock oder Holzstab an. Soll der Teppich seinem eigentlichen Verwendungszweck dienen und auf dem Boden landen, mĂŒssen die aufgespannten Enden mit weiterem Stoff verwoben werden. Hier ist etwas Geschick gefragt.

Sobald der Teppich vom Rahmen gezogen wird, ist er eigentlich auch schon einsatzbereit. Gegebenenfalls kannst Du ihn vorher einmal waschen und das Gewebe an einigen Stellen gerade ziehen. Richte Dich hierbei einfach nach Deinen persönlichen PrĂ€ferenzen. Du kannst einen aus Stoff gewebten Teppich auch im Anschluss besticken oder mit Latexfarbe aufhĂŒbschen – es sind Dir keine Grenzen gesetzt! In jedem Fall wirst Du Dich nun eines schönen, handgemachten Teppichs erfreuen können.

Variante 3: Rug Punching

Seit einiger Zeit groß in Mode ist das sogenannte „Rug Punching“, zu Deutsch „Teppichstanzen“. Hierbei wird ein Wollstrang in die Maschen eines gewebten Stoffes gedrĂŒckt, sodass sich kleine Schlaufen bilden. Diese Schlaufen formen am Ende die kuschelige Vorderseite des Teppichs.

Sie werden durch die konstante Spannung des Gewebes zusammengehalten und mĂŒssen daher nicht zusĂ€tzlich verknotet, geklebt oder genĂ€ht werden, was das Rug Punching zu einem sehr schönen Hobby fĂŒr alle macht, die weniger handwerklich begabt sind. Sobald die benötigten Materialien vorhanden sind, braucht es eigentlich nicht viel mehr, um einen schönen Teppich selbst zu machen.

Wissenswert: Die Kunst des Teppichstanzens ist vermutlich mehrere hundert Jahre alt, wobei die Version, die sich in Europa durchgesetzt hat, wohl vornehmlich in den 1880er Jahren in England gefördert wurde. Aus ihr hat sich das Rug Punching, wie wir es heute kennen, entwickelt.

Materialien

Um mit dem Rug Punching loszulegen, benötigst Du folgende Materialien:

  • Punching Needle: Das wichtigste Werkzeug, das Du fĂŒr das Rug Punching benötigst, ist die „Punching Needle“, zu Deutsch: „Stanznadel“. Der stĂ€hlerne Kopf verfĂŒgt ĂŒber ein kleines Loch, durch das spĂ€ter der Faden gezogen wird.
  • Gewebte Unterlage: Als GrundgerĂŒst fĂŒr den Punching Rug benötigst Du eine gewebte Unterlage. HierfĂŒr bietet sich besonders der sogenannte Mönchsstoff an. Die Maschen sollten sichtbar, aber dennoch nicht zu groß sein. Wenn Du mit dem Finger auf das Gewebe drĂŒckst, sollten sich keine Löcher zwischen den Maschen auftun.
  • Rahmen: FĂŒr Arbeiten mit einer Punching Needle ist der Einsatz eines Rahmens fast unerlĂ€sslich. Dieser sollte ausreichend groß sein, sodass der gesamte Bereich des benötigten Stoffes eingespannt werden kann.
  • Stift oder Transferpapier: Mit diesen kannst Du ein Motiv auf den Stoff ĂŒbertragen.
  • (Woll-)Faden: Wie mit jedem anderen Teppich auch bietet sich fĂŒr das Rug Punching vor allem ein dicker Wollgarn an. Bei dĂŒnnerem Garn kannst Du einfach mehrere StrĂ€nge zusammenlegen und so das Volumen erhöhen.

Rug Punching Kits zum Einstieg, die bereits alles benötigte enthalten, gibt es fĂŒr wenig Geld online zu kaufen. Oftmals kommen sie mit einer bestimmten Vorlage, die gestanzt werden soll, wie etwa diese Sets von Amazon:

Vorbereitung

Vor dem eigentlichen Stanzen muss die gewebte Stoffunterlage möglichst stramm in den Rahmen eingespannt werden. Gehe sicher, dass die gesamte FlĂ€che, die Du fĂŒr das Motiv benötigst, stramm ist. Du solltest wĂ€hrend der Arbeitszeit die Stoffunterlage nicht mehr verschieben oder aus dem Rahmen lösen. Dies kann ansonsten dazu fĂŒhren, dass sich die Spannung aus dem Gewebe löst und sich die bis dahin eingestanzten FĂ€den lösen.

BezĂŒglich des Motivs scheiden sich die Geister – manche kreative Köpfe meinen, dass es besser ist, das Motiv vor dem Einspannen aufzumalen, wĂ€hrend andere darauf plĂ€dieren, das Motiv erst nach dem Einspannen vorsichtig aufzuzeichnen. Hier musst Du eventuell selber ausprobieren, was Dir mehr zusagt. Wir empfehlen, vor dem Einspannen zumindest eine grobe Skizze auf den Untergrund zu zeichnen.

Anschließend muss nur noch der Faden in die Nadel eingefĂ€delt werden. Die dafĂŒr nötigen Schritte variieren von Nadeltyp zu Nadeltyp. Falls vorhanden, halte Dich unbedingt an die Bedienungsanleitung der jeweiligen Nadel. Generell gilt: das Ende des Fadens muss durch das Loch im Kopf gezogen werden, bis es etwa 2 bis 3 Zentimeter herausguckt. Der Faden wird locker in die Spalte des Griffs eingedrĂŒckt. Wenn Du das Fadenende oben ziehst, sollte sich der Garn fließend bewegen lassen.

Den Teppich stanzen

Wir empfehlen Dir, mit den Details des Motivs zu starten. Dies erleichtert es spĂ€ter, die großen FlĂ€chen drumherum auszufĂŒllen. Setze die Nadel so an, dass die Öffnung der Nadel in die Richtung zeigt, in die Du Dich bewegst. Dann wird die Nadel einfach in eine Masche des Gewebes hineingedrĂŒckt. Beim ersten Einstanzen solltest Du den Faden auf der anderen Seite der Unterlage etwas herunterziehen. Danach kannst Du die Nadel einfach wieder hochziehen und entlang der Linie des Motivs ein StĂŒck weiter bewegen. Es empfiehlt sich, nie in jede Öffnung zu stanzen, sondern immer 3 bis 4 Maschen Abstand zwischen jeder Schlaufe zu lassen.

Wichtig: Denke unbedingt daran, dass Du beim Rug Punching quasi „von hinten“ arbeitest. Die Seite des Stoffes, die wĂ€hrend des Einstanzens oben liegt, ist in Wahrheit die RĂŒckseite des Teppichs. Daher mĂŒssen Motive auch spiegelverkehrt ĂŒbertragen werden.

So fĂ€hrst Du einfach fort. Du stanzt die Nadel ein und ziehst sie wieder heraus, bewegst sie um ein paar Maschen weiter und stanzt wieder ein. Die sich bildenden Schlaufen werden durch die Spannung des Gewebes zusammengehalten. Deswegen musst Du auch keine Knoten setzen, wenn der Faden endet oder Du die Farbe wechseln möchtest. Schneide einfach den Faden auf der „Unterseite“ ab und fĂ€dle einen neuen Garn in die Nadel. Wichtig ist nur, dass die Öffnung der Nadel wie oben beschrieben immer in die Richtung zeigt, in die Du stanzt. Wenn also eine Kurve oder Ecke bevorsteht, dann drehe die Nadel im Loch, bevor Du sie wieder herausziehst.

Den Prozess des Einstanzens kannst Du Dir sehr schön in folgendem Video anschauen:

Folgende Punkte solltest Du weiterhin beim Rug Punching beachten:

  • Wenn Du die Linie mit der Nadel abfĂ€hrst, sollte die Spitze der Stanznadel nie von der Stoffunterlage abgehoben werden. Sie sollte immer das Gewebe berĂŒhren.
  • Das Garn muss möglichst locker liegen und sich frei ausrollen können. Vermeide Knoten oder störende Faktoren.
  • Wenn der Faden jedoch zu locker in der Nadel sitzt, diesen einfach etwas stramm ziehen und die Nadel neu ansetzen. Ansonsten fehlt die nötige Spannung, um den Garn durchzustanzen.

Abschluss

Der Stanzprozess erfordert am Anfang vielleicht etwas Übung, doch ist relativ selbsterklĂ€rend. Nach einiger Zeit wirst Du sicher mĂŒhelos die FlĂ€chen ausfĂŒllen können. Sobald Du mit dem Motiv abgeschlossen hast, schneidest Du den letzten Faden auf der „Unterseite“ der ArbeitsflĂ€che einfach ab. Du kannst den Stoff mit dem Rahmen nun umdrehen und Dein Kunstwerk auf der Vorderseite betrachten. Mit einer Schere kannst Du ĂŒberstehende Enden kĂŒrzen. Wenn Schlaufen falsch ausgerichtet sind, kannst Du sie mit einer stumpfen NĂ€hnadel korrigieren.

Wenn Du mit dem Teppich schlussendlich zufrieden bist, kannst Du ihn aus dem Rahmen lösen. Als letzten Feinschliff schlĂ€gst Du nun die RĂ€nder um und nĂ€chst diese mit einem Zopfstich fest. Der Teppich sollte nun einsatzbereit sein und kann auf den Boden gelegt, aufgehangen oder aber auch anderweitig verwendet werden – wie wĂ€re es zum Beispiel, den Teppich auf eine KissenhĂŒlle zu nĂ€hen und als Kissenbezug zu verwenden? Deiner KreativitĂ€t sind wie immer keine Grenzen gesetzt! FĂŒr Punch Rugs gibt es online unendliche Vorlagen und Ideen, die Dich vielleicht inspirieren können.

So könnte Dein fertiger Punch Rug aussehen. Auch mit der LÀnge des Flors kann experimentiert werden, um extra Tiefe zu schaffen.

Variante 4: Einen Teppich tuften

Das Wort „Tuften“ leitet sich aus dem Englischen „Tufting“ ab, was soviel bedeutet wie „mit BĂŒscheln verzieren“. Beim Tufting wird jedoch eher eine Art maschinelles Rug Punching vollzogen. Mit einer speziellen „Tufting Gun“, also Tuftpistole, wird der Garn elektrisch in die Stoffunterlage geschossen. Das macht dieses Hobby zu einem etwas kostspieligeren Spaß, allerdings sind die Ergebnisse oftmals sehr viel qualitativer und schneller zu erzielen als zum Beispiel beim Rug Punching mit der bloßen Hand. Folgendes Video veranschaulicht den Prozess des Tuftens fĂŒr Dich in Bild und Ton:

Wichtig: Bitte lass beim Tuften Vorsicht walten. Die Klinge ist scharf und bewegt sich schneller, als das Auge erfassen kann. Zeige niemals mit der Spitze der Pistole auf Dich oder andere Menschen und ziehe den Stecker, sobald Du nicht mehr aktiv am Tuften bist.

Materialien

Tuften ist generell eher fĂŒr grĂ¶ĂŸere Teppichprojekte angesetzt und erfordert daher Materialien in einer etwas grĂ¶ĂŸeren Dimension, als andere Methoden. Du benötigst dafĂŒr folgendes:

  • Tuftpistole: Essentiell fĂŒr das Tuften ist eine Tuftpistole, abgeleitet aus dem Englischem Äquivalent „Tufting pistol“. Manchmal wird die Tuftpistole auch als Tuftmaschine („Tufting Machine“) bezeichnet. Die Funktionsweise Ă€hnelt dem Prozess des Rug Punching, da der Garn durch eine Hohlnadel in das Gewebe gedrĂŒckt beziehungsweise in diesem Fall geschossen wird. Tuftpistolen haben in der Regel zwei verschiedene AufsĂ€tze, wodurch entweder traditionelle Schlingen, oder einzelne Fasern (Flor) getuftet werden können.
  • Tuftstoff: Der Tuftstoff ist einem Mönchsstoff oder anderem gewebten Stoff als Unterlage vorzuziehen, da dieser elastischer ist und die Tuftpistole leichter in die Maschen eindringen kann. Ein Mönchsstoff ist oft zu stramm und reißt beim Tuften schnell ein. Eine kostengĂŒnstigere Alternative zum Tuftstoff wĂ€re Leinen. Teste mit dem Finger, ob Du die Maschen des Stoffs sichtbar auseinanderziehen kannst. Dann kann er auch leichter als Unterlage zum Tuften verwendet werden.
  • Senkrechter Rahmen: Zum Tuften wird ein senkrecht stehender Rahmen benötigt, der zusĂ€tzlich ĂŒber eine ausreichende GrĂ¶ĂŸe verfĂŒgt. Rahmen, die fĂŒr Tuftprojekte genutzt werden, sind oftmals grĂ¶ĂŸer als eine einzelne stehende Person. Das liegt daran, dass getuftete Teppiche oftmals schlichtweg in grĂ¶ĂŸeren Dimensionen angefertigt werden, da sich die MĂŒhen sonst kaum lohnen.
  • Garn und GarnstĂ€nder: Wie bei jedem Teppich ist auch beim Tuften wieder ein Wollgarn anderen Sorten vorzuziehen. Der Wollgarn sollte ĂŒber ein ausreichendes Volumen verfĂŒgen oder doppelt gesponnen werden. Außerdem ist ein GarnstĂ€nder fĂŒr das Tuften so gut wie unabdingbar, um eine gleichmĂ€ĂŸige Zufuhr von Garn zu ermöglichen.
  • Stoffschere: Eine gute Stoffschere sollte ebenso zum Tuft-Equipment zĂ€hlen. Hier lohnt es sich, in eine qualitativ hochwertige Schere zu investieren.
  • Teppichkleber: Zum Versiegeln des Teppichs wird zum Abschluss der Einsatz von Teppichkleber vonnöten sein. Diesen gibt es zum Beispiel in Form von flĂŒssigem Latex zu kaufen.

Außerdem solltest Du vorzugsweise einen Projektor zur Hand haben, mit dem Dein Motiv auf die Leinwand ĂŒbertragen werden kann. Zudem lohnt es sich gegebenenfalls, in einen separaten Haarschneider zu investieren, den Du exklusiv fĂŒr Deine Teppiche nutzen wirst. AbhĂ€ngig von der GrĂ¶ĂŸe des Teppichs, den Du anfertigen möchtest, wirst Du womöglich auch eine Standleiter und dementsprechend einen großen Raum benötigen, in dem Du arbeiten kannst.

Zum Weiterschauen: In folgendem Video wird von einer Tuft-KĂŒnstlerin genaustens erklĂ€rt, was zum Tuften benötigt wird. Da es im deutschsprachigen Raum noch nicht sonderlich viele Ressourcen zum Tuften gibt, ist das Video daher jedoch auf Englisch. Schalte gegebenenfalls die Untertitel ein, wenn Du gerne reinschnuppern möchtest: Mehr erfahren.

Vorbereitung

Bevor Du Dich an das eigentliche Tuften machen kannst, sind folgende Schritte zur Vorbereitung zu unternehmen:

  1. Spanne Deine Stoffunterlage im Rahmen auf.
  2. Das Muster muss nun spiegelverkehrt aufgezeichnet werden. Die Arbeit mit einem Projektor erleichtert dies immens: einfach das Wunschmotiv auf die Stoffleinwand projizieren und das Motiv mithilfe der Projektion ĂŒbertragen.
  3. Setze die Garnrollen auf den GarnstÀnder und fÀdle die Enden durch die Leitschlaufen.
  4. FĂ€dle nun die Fadenenden gemĂ€ĂŸ der Gebrauchsanleitung der Tuftpistole in die Nadelspitze ein. Gehe dabei sicher, dass die Tuftpistole nicht in die Steckdose eingesteckt ist.

Den Teppich tuften

Nun kann es auch schon ans Tuften gehen: mit der Tuftpistole werden nach und nach die Linien und FlĂ€chen des Teppichs ausgefĂŒllt. Gerade am Anfang solltest Du vielleicht zunĂ€chst auf einer ÜbungsflĂ€che zunĂ€chst ein paar einfache Formen tuften, um ein GefĂŒhl fĂŒr den Prozess zu erhalten.

Gehe sicher, dass Dein Zufluss an Garn immer möglichst reibungslos ablĂ€uft – andernfalls stockt die Pistole, und das Garn wird uneben verwoben. Bei korrekter Handhabung jedoch lassen sich mit einer Tuftpistole solch fließende Linien in dem Stoff verarbeiten, dass der Teppich schlussendlich einem GemĂ€lde Ă€hnelt.

Außerdem solltest Du darauf achten, dass auch beim Tuften von „hinten“ gearbeitet wird. Die FlĂ€che, in die Du tuftest, wird spĂ€ter als RĂŒckseite des Teppichs dienen. Die FrĂŒchte Deiner Arbeit werden sich auf der anderen Seite der Leinwand zeigen. Du kannst wĂ€hrend des Tuftens bereits nach und nach mit einer Stoffschere oder einem Haarschneider einzelne FlĂ€chen auf der Vorderseite schĂ€rfen oder kĂŒrzen.

Sollte der Stoff jedoch nicht mehr stramm genug im Rahmen eingespannt sein, justiere dies unbedingt nach. Vor allem beim Tuften ist ein strammer Stoff von höchster Wichtigkeit. Dies kann ansonsten nicht nur zu SchĂ€den am Teppich fĂŒhren, sondern auch zur Gefahr fĂŒr Dich werden.

Abschluss

Sobald Du mit dem Äußeren des Teppichs zufrieden bist, kannst Du ihn ausschneiden. Lasse hierbei einen Stoffrand rund um den Teppich herum verbleiben, etwa in einer Breite von rund 5 Zentimetern. Diesem Rand widmen wir uns spĂ€ter. Vorerst muss die RĂŒckseite des Teppichs mit Teppichkleber versiegelt werden. Halte Dich hierbei unbedingt an die Angaben der Verpackung und gehe wie dort beschrieben vor. Generell werden wohl drei grundlegende Schritte vonnöten sein:

  1. Trage eine Schicht des Teppichklebers direkt auf der RĂŒckseite des Teppichs auf.
  2. Breite eine Stoffunterlage auf dem Teppich aus und streiche diese glatt.
  3. Mit einer weiteren Schicht Kleber wird nun die Stoffunterlage fixiert.
Wichtig: Trage beim Auftragen des Klebers unbedingt Handschuhe und eine Atemmaske. Außerdem solltest Du nach Möglichkeit draußen oder in einem gut durchlĂŒfteten Raum die Versiegelung vornehmen, da die giftigen Gase auf Dauer gesundheitsschĂ€digend sind.

Sobald der Kleber ordentlich getrocknet ist – was je nach Marke ein paar Tage in Anspruch annehmen kann – muss der Rand des Teppichs noch vernĂ€ht werden. Schlage diesen einfach um und klebe oder nĂ€he ihn fest. Wahlweise kannst Du eine Abdeckung in Form eines Stoffs ĂŒber den Rand kleben, um diesen zu verstecken. Danach gilt es nur noch, die Vorderseite des Teppichs zu bearbeiten, indem du Unebenheiten mit einer Schere oder einem Haarschneider entfernst. Nachdem Du den Teppich zum Abschluss einmal gestaubsaugt hast, sollte er direkt einsatzfĂ€hig sein.

Egal ob beim Tuften oder beim Rug Punching, beim Arbeiten liegt die “Unterseite” des Teppichs oben.

Variante 5: Einen DIY-Teppich basteln

Obgleich natĂŒrlich jeder selbstgemachte Teppich ein „DIY-Teppich“ ist, verstehen wir in diesem Beitrag unter dem Begriff einen Teppich, der auf eine eher unkonventionelle Art und Weise aus Resten gebastelt wird. „DIY“ steht hierbei fĂŒr „Do It Yourself“, was soviel bedeutet wie: Mach es selbst! FĂŒr die DIY-Teppiche in diesem Abschnitt brauchst Du oftmals keine zusĂ€tzlichen Materialien, da sie dafĂŒr angedacht sind, „auf die Schnelle“ mit vorhandenen Dingen kreiert zu werden. Wir werden Dir kurz in Schritt-fĂŒr-Schritt-Anleitungen einen Überblick ĂŒber die einzelnen kreativen Ideen geben. Im jeweils beigefĂŒgten Link kannst Du dann das „Originalrezept“ finden, welches mit hilfreichen Bildern passend zur Anleitung bestĂŒckt ist.

Viel Spaß beim DIY mit folgenden Teppichen:

Flickenteppich aus Jeansfetzen

Die benötigten Materialien umfassen:

  • 2 bis 3 alte Jeans
  • Stoffschere
  • HĂ€kelhaken, 5 Millimeter
  • Baumwollgarn in gewĂŒnschten Farmen

Du gehst wie folgt vor:

  1. Schneide aus den Jeans möglichst lange Streifen von etwa 4 Zentimetern Breite aus. Den oberen Saum, Reißverschluss sowie die Taschen kannst Du entfernen.
  2. Nimm einen Jeansstreifen zur Hand. Etwa 2 bis 3 Zentimeter von einem Ende des Jeansstreifens weg setzt Du mit einer festen Masche an und hÀkelst etwa zwei bis drei Maschen als Basis um den Streifen.
  3. Klappe nun das ĂŒberstehende Ende des Jeansstreifens um und hĂ€kle drumherum weiter, sodass es vom Garn eingeschlossen wird.
  4. Nun kannst du weiter hĂ€keln, bis Du die gewĂŒnschte Breite des Teppichs oder aber das Ende des Jeansstreifens erreicht hast. Hier kommt es darauf an, wie groß Dein Teppich werden soll. Die Idee ist, sich den Teppich Reihe um Reihe aufzubauen. Du hast also folgende Möglichkeiten, mit dem HĂ€keln fortzufahren:
    • Knicke den Streifen um und glieder das ĂŒberstehende Ende in der nĂ€chsten Reihe ein. HierfĂŒr hĂ€kelst Du zwei alleinstehende Maschen (Wendemaschen) ein und faltest den Streifen an dieser Stelle um. Fahre mit dem HĂ€keln normal fort wie bisher.
    • Endet der Streifen und ein neuer muss her, wird ein Ende des neuen Jeansstreifens umgeknickt, an den alten Streifen gepresst und mit einigen strammen Maschen eingegliedert.
  5. Wenn Du fast am Ende bist und der Teppich fertiggestellt werden soll, knicke das verbleibende Ende des letzten Jeansstreifens um und hÀkle es fest ein.
Hier geht’s zum Link: Die Anleitung ist auf Englisch, jedoch helfen Dir die Bilder vielleicht dabei, den Prozess nachzuvollziehen: Mehr erfahren.

Satt mit Denimstoff kannst Du die obige Methode auch fĂŒr eine große Auswahl an anderen Stoffen einsetzen, wie etwa hier mit bunten Stoffresten.

Gewebter Flickenteppich

Die benötigten Materialien umfassen:

  • Alter Baumwollstoff, zum Beispiel alte Bettlaken
  • Pappe in gewĂŒnschter GrĂ¶ĂŸe des Teppichs
  • Stoffschere
  • Kreppband
  • Marker
  • Lineal

Du gehst wie folgt vor:

  1. Nutze Marker, Lineal und Schere, um den alten Stoff in 5 Zentimeter dicke Streifen zu zerteilen. Idealerweise verfĂŒgen die Streifen bereits ĂŒber die gewĂŒnschte LĂ€nge, dies ist jedoch kein Muss.
  2. Markiere nun auch auf den Enden der Pappe Striche mit einer LĂ€nge von 5 cm mit jeweils einem Abstand von circa 1,5 Zentimetern zueinander. Lasse zum Ă€ußeren Rand der Pappe einen grĂ¶ĂŸeren Abstand von auch etwa 5 Zentimetern, damit der Rand nicht abbricht.
  3. Schneide die Striche nun ein, sodass an den Enden „Fransen“ entstehen.
  4. Spanne zwei bis drei gebĂŒndelte Stoffstreifen in die Schnitte der Pappe ein. Sie sollten an den Enden etwas ĂŒberstehen.
  5. Webe nun einen einzelnen Stoffstreifen durch das Gedicht an aufgespannten Stoffstreifen. Du fĂ€delst den Streifen dafĂŒr je ĂŒber und danach unter eine Gruppierung an, immer abwechselnd. Der erste Streifen sollte etwa 10 bis 15 Zentimeter ĂŒberstehen, wir widmen uns diesem Schweif am Ende.
  6. Webe nun nach und nach den Teppich fest. Wenn Du das Ende der Reihe erreicht hast, schlage den Streifen einfach um, indem Du ihn entweder ĂŒber oder unter die nĂ€chste darunterliegende Gruppierung fĂ€delst. Dies hĂ€ngt ab davon, welche Richtung gerade notwendig ist.
  7. Um den Streifen zu verlĂ€ngern, setze etwa 3 bis 4 Zentimeter vor dem Ende einen kleinen senkrechten Schnitt. Das gleiche machst Du mit dem neuen Streifen, der eingefĂŒgt werden soll. FĂ€dle nun das ungeschnittene Ende des neuen Streifens durch das Loch des alten Streifens. FĂ€dle dann das ungeschnittene Ende des neuen Streifens in das Loch am anderen Ende des neuen Streifens und ziehe den Streifen fest. Jetzt kannst Du wie gehabt weiterweben.
  8. Der letzte Querstreifen wird doppelt gewebt. Wenn Du am Ende angelangt bist, klappst Du den Streifen um die Ă€ußerste Gruppierung und fĂ€delst den Streifen in umgekehrter Reihenfolge nochmal entlang der letzten Linie.
  9. Das gleiche machst Du mit dem Ende von 10 bis 15 Zentimetern, das am Anfang ĂŒbrig gelassen wurde. Gegebenenfalls musst Du einen weiteren Streifen dafĂŒr angliedern.
  10. Ziehe die beiden Enden fest.
  11. Entferne die Pappe. Nutze das Lineale, um die Fransen des Teppichs auf gleicher LĂ€nge zu kĂŒrzen.
Hier geht’s zum Link: Die Anleitung ist auf Englisch, jedoch helfen Dir die Bilder vielleicht dabei, den Prozess nachzuvollziehen: Mehr erfahren.

Oft vergessen wir, wie viel Schweiß und MĂŒhe in einem einzelnen Handwerksgut wie einem Teppich stecken können. Hohe Preise fĂŒr diese einzigartigen StĂŒcke sind meist gerechtfertigt.

Runder Webeteppich

Die benötigten Materialien umfassen:

  • Einen runden Pappkarton
  • Schere
  • Marker und Lineal
  • Faden, Garn, Stoffstreifen oder Ähnliches nach Geschmack

Du gehst wie folgt vor:

  1. Nutze Marker und Lineal, um auf dem Karton tortenförmig 32 Abschnitte aufzuzeichnen, die sich in der Mitte symmetrisch treffen. HierfĂŒr halbierst Du den Karton erst, dann zeichnest Du die Viertel auf, die Achtel und so weiter.
  2. Schneide jede Linie um etwa 2 bis 3 Zentimeter ein.
  3. Nun werden FĂ€den oder Garn eingespannt. Spanne den Garn entlang der Linien ein und drĂŒcke ihn jeweils in die Schlitze. Bewege Dich mit oder gegen den Uhrzeigersinn immer einen Schlitz weiter, bis alle Linien ausgefĂŒllt sind.
  4. Sichere den Garn mit einem Knoten auf der RĂŒckseite.
  5. Setze nun in der Mitte an, wo sich der Garn trifft und knote einen Faden, Garn, oder Stoffstreifen nach Wunsch dort fest. (Wir reden hier generell der Einfachheit halber nur von Garn.)
  6. Webe den Garn kreisförmig ein, indem Du ihn immer abwechselnd ĂŒber und unter die FĂ€den einfĂ€delst. Vermeide dabei ZwischenrĂ€ume und fĂ€dle den Garn so eng und stramm wie möglich ein.
  7. Wenn Dir danach ist, kannst Du eine andere Farbe, einen anderen Garn nach Belieben anknoten und mit diesem weiter fÀdeln, um verschiedene Muster und Farben zu erhalten.
  8. Wenn Du zufrieden bist, knote das Ende des letzten Garns fest.
  9. Drehe die Pappe um und schneide auf der RĂŒckseite die FĂ€den los. KĂŒrze sie auf je etwa 5 Zentimeter LĂ€nge.
  10. Knote je zwei Enden fest zusammen. Bei Bedarf kannst Du sie mit Kleber zusÀtzlich fixieren.
Hier geht’s zum Link: Die Anleitung ist auf Englisch, jedoch helfen Dir die Bilder vielleicht dabei, den Prozess nachzuvollziehen: Mehr erfahren.

Trivia

Nachdem Du nun Deinen Teppich fertiggestellt hast, tun sich vielleicht einige Fragen auf – zum Beispiel wĂ€re es wichtig, zu wissen, wie der Teppich am besten gereinigt oder gelagert werden sollte. In dieser kleinen Trivia wollen wir Dir zum Abschluss einige solcher hĂ€ufig gestellten Fragen beantworten und Dir noch einige weitere wissenswerte Fakten und Ideen mit auf den Weg geben, damit Du zum Profi in Sachen Teppichen wirst.

Wie lagere ich einen Teppich richtig?

FĂŒr den Fall, dass Dein Teppich nicht direkt zum Einsatz kommen soll, gibt es einige Kleinigkeiten bei der Lagerung zu beachten. Der Teppich darf vor und wĂ€hrend der Lagerung auf keinen Fall Feuchtigkeit ausgesetzt werden. Wenn der Teppich vor der Lagerung nass werden sollte, lass ihn zunĂ€chst komplett trocknen, bevor Du fortfĂ€hrst. Ansonsten kann es zu Schimmel oder FĂ€ulnis kommen. Der Teppich sollte dann mit dem Flor nach innen aufgerollt werden, sodass die Unterseite des Teppichs im Anschluss nach außen zeigt.

Den Teppich mit einer Schnur oder einem Band fixieren und in einen luftdichten Plastikbeutel geben. Bei Bedarf einige Mottenkugeln mit hineingeben. In diesem Zustand kann der Teppich bis zu drei Monate an einem trockenen, dunklen und kĂŒhlen Ort gelagert werden.

Vorzugsweise sollten dafĂŒr allerdings weder der Keller noch der Dachboden gewĂ€hlt werden, da diese Orte anfĂ€llig fĂŒr SchĂ€dlinge sind, die den Teppich angreifen können. Der Teppich sollte nach Möglichkeit liegend gelagert werden. Alle drei Monate sollte er dann herausgeholt, ausgerollt, gestaubsaugt und fĂŒr einige Tage gelĂŒftet werden.

Wie reinige ich meinen selbstgemachten Teppich?

Bei der Reinigung von Teppichen gilt generell: Vorbeugung ist die beste Medizin. In der Regel ist keine regelmĂ€ĂŸige Reinigung vonnöten, wenn der Teppich nur regelmĂ€ĂŸig gelĂŒftet und gestaubsaugt wird. Vor allem im Sommer lohnt es sich, den Teppich fĂŒr einige Stunden nach draußen in die frische Luft zu hĂ€ngen.

Hier ist jedoch darauf zu achten, dass Sonnenlicht eine bleichende Wirkung hat und der Teppich daher nicht zu lange in der prallen Sonne hÀngen sollte. Neben einer wöchentlichen Staubsaug-Aktion sollte der Teppich dann nur bei Bedarf mit besonderen Mitteln prÀpariert werden.

Wichtig: Je nach Material des Teppichs sind verschiedene Reinigungsmaßnahmen eventuell ausgeschlossen. Besonders tierische Wolle ist anfĂ€llig fĂŒr viele chemische Reinigungsmittel. Informiere Dich vorher grĂŒndlich darĂŒber, welche Möglichkeiten sich bei Deinem Teppich bieten.

Wenn akut Flecken auf dem Teppich landen, ist erste Hilfe gefragt: oftmals reichen einfache Haushaltsmittel, die jeder sofort zur Hand hat. Bei Rotwein hilft zum Beispiel Salz, wenn es sofort aufgestreut wird. Es saugt den Wein auf und kann anschließend abgesaugt werden. Eine Nachbearbeitung mit warmem Wasser und Essig ist empfehlenswert. Du kannst Dir unter dem nachfolgenden Link weitere hilfreiche Tipps zur Teppichreinigung anschauen, damit Du noch lange Spaß an dem guten StĂŒck haben wirst: Mehr erfahren.

Wie bleibt mein Teppich flauschig?

Wer liebt nicht das sanfte und kuschelige GefĂŒhl eines neuen Flauscheteppichs? Am besten wĂ€re es natĂŒrlich, diese wunderschöne Fluffigkeit wĂŒrde fĂŒr immer bestehen bleiben. Die traurige Wahrheit ist allerdings, dass jeder Teppich nach einigen Jahren altersbedingt wohl nicht mehr so flauschig sein wird, wie am Anfang. Allerdings beugen eine gute Pflege und effizientes Staubsaugen dem Alterungsprozess vor. Außerdem kann ein- bis zweimal im Jahr eine möglichst trockene Dampfreinigung nach Angaben des Herstellers vorgenommen werden, um die Flauschigkeit des Teppichs möglichst lange zu erhalten.

Was sind weitere Materialien, die ich fĂŒr Teppiche brauche?

Die Handhabung eines Teppichs ist in der Regel sehr einfach. Außer den Materialien, die in in den Schritt-fĂŒr-Schritt-Anleitungen angegeben sind, brauchst Du zum Fertigen eines Teppichs nichts anderes. Und auch danach ist außer einem Staubsauger und einigen Hausmitteln zur Reinigung kein KunststĂŒck vonnöten.

Zwar existieren professionelle TeppichreinigungsgerĂ€te auch fĂŒr zu Hause, allerdings lohnt sich eine solche Anschaffung in den meisten FĂ€llen nicht. Einzig an die Anschaffung von Teppichstoppern solltest Du denken, da diese das Erlebnis mit Deinem Teppich verbessern können. GĂŒnstige Optionen gibt es bereits fĂŒr wenig Geld im Internet, zum Beispiel:

Fazit

Teppiche mögen zwar bei der Herstellung mehr Zeit in Anspruch nehmen, als manch andere kreative Hobbys, dafĂŒr sind die Ergebnisse umso schöner und bieten einen unschlagbaren Wow-Faktor. Egal, ob als Wandbehang oder auf dem Boden, als Geschenk, Dekoration oder funktionelle Raumausstattung, Teppiche können vielseitig eingesetzt und vielseitig kreiert werden. Wir hoffen, dass auch Du nun dafĂŒr brennst und bald mit Deinen eigenen Teppichprojekten starten wirst. Das Versprechen: sowohl wĂ€hrend der Arbeit selbst als auch danach wirst Du viel Freude an Deinem Teppich haben.

WeiterfĂŒhrende Quellen und Recherchelinks

Die folgenden Links bieten Dir zusÀtzliche Hintergrundinformationen sowie interessante und wissenswerte Fakten zum Weiterlesen.

Schau doch zum Beispiel in dem von Britannica anerkannten Portal rund um Teppiche, ihre Geschichte und Einsatzmöglichkeiten rein, um alles ĂŒber Teppiche zu lernen, was es zu wissen gibt: Alles zum Teppich.

Und wenn Du Dir noch immer unsicher bist, was es fĂŒr Teppicharten gibt und was es bei diesen jeweils zu beachten gibt, hilft Dir folgender Überblick ĂŒber die verschiedenen Typen von Teppichen vielleicht weiter: Mehr erfahren.

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