Tauchcomputer: Test, Vergleich und Kaufratgeber

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Taucher bei Überprüfung seines Tauchcomputers

Alle Taucher oder Tauch-Interessierten kennen ihn: den berühmt-berüchtigten Tauchcomputer. Der kleine Helfer für Unterwasser, der dafür sorgt, dass Du in Ruhe die Unterwasserwelt entdecken kannst und zugleich sicher wieder an die Wasseroberfläche zurückkehrst. Doch was macht er eigentlich genau? Was kann er oder sollte er können? Gibt es unterschiedliche Geräte? Welcher passt zu mir? Worauf muss ich achten und wo finde ich eine solche Ausrüstung?

Fragen über Fragen. Wir haben diese und noch viele mehr für Dich hier beantwortet! Hin und wieder tauchen ein paar kleine Tipps und Hinweise für Dich auf. Außerdem befassen wir uns weiter unten mit aktuellen Tauchcomputer Tests und viele weitere interessante wissenswerte Informationen nur für Dich!

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Tauchcomputer ist ein Hilfsgerät, welches Dir durch Anzeigen von z.B. maximaler Tiefe, Tauchzeit und Sicherheitsstopps wichtige Informationen während des Tauchens liefert und somit für Deine Sicherheit sorgt.
  • Bei einer Anschaffung solltest Du besonders darauf achten, dass die Grundfunktionen und für Dich essenzielle Extras vorhanden sind.
  • Es gibt abgesehen von den (nicht)Luft-integrierten Computern noch eine weitere Unterteilung in Armband und Konsole.
  • Vom Anfänger bis zum erfahrenen Taucher (u. a. technischen Taucher) ist für jeden das passende Modell dabei!

Die besten Tauchcomputer: Favoriten der Redaktion

Wir stellen hier unsere Lieblingsprodukte vor. Da es zwei (bzw. drei) Hauptunterscheidungsmerkmale gibt, haben wir jeweils zwei Produkte zu jedem dieser Typen herausgesucht, um möglichst alle Varianten abzudecken. Zusätzlich zeigen wir Dir noch einen speziellen Tauchcomputer, der extra fürs technische Tauchen gedacht ist. So kannst Du den für Dich am besten geeigneten Tauchcomputer finden!

Die besten nicht-Luft-integrierten Tauchcomputer

Cressi Leonardo

  • In sechs verschiedenen Farben
  • Gewicht: 135 g
  • 120 m maximale Tiefe
  • Für Luft- und Nitrox-Tauchgänge
  • Batterien enthalten und eigenständig wechselbar
  • Schnittstelle für USB-Kabel vorhanden
  • Deep-Stop ein-/ausschaltbar
  • Log-Book (70h / 60 Tauchgänge)
  • Kalender & Uhr
  • Ein-Knopf-Bedienung
  • Displayschutz

Durch den modernen Look vermittelt der multifunktionale Helfer einen ersten guten Eindruck. Trotz etwas gewöhnungsbedürftiger Ein-Knopf-Bedienung findest Du Dich schnell in die Funktionsweise dieses Tauchcomputers. Er eignet sich ideal für alle Anfänger und Hobbytaucher.

Alle wichtigen Funktionen (u. a. No-Flight-Angabe), die Du zum Tauchen benötigst, sind vorhanden. Durch die Nass-Erkennung, bei der sich das Display in Verbindung mit Wasser einschaltet, spart das Gerät Energie. Die Angaben können wahlweise auf Deutsch oder Englisch angezeigt werden. Außerdem kann er für technische Tauchgänge bis zu 120 m Tiefe verwendet werden.

Mares Smart Tauchcomputer

  • Logbuchspeicher für über 20h
  • Freitauchmodus (Apnoe)
  • Stoppuhr & Wecker
  • Batterien enthalten und eigenständig wechselbar
  • Zwischen Luft und Nitrox wechselbar
  • Gewicht: 200 g
  • Angenehmes Uhrendesign
  • Pre-Dive Modus (Tauchbereitschaft)
  • Interface (Schnittstelle)

Anders als die meisten Tauchcomputer bietet dieser hier durch seine geringe Größe einen alltäglichen sportlichen Look. Somit ist er angenehm tagsüber am Strand oder generell auf Reisen als Uhr tragbar. Der Bildschirm ist für Dich sehr gut abzulesen und hilft in der Tiefe durch eine Display-Beleuchtung nach. Sehr auffällig ist die einfache Zwei-Knopf-Navigation, welche Dir eine simple Bedienung ermöglicht. Der Mares zeigt Dir alle wichtigen Informationen auf den ersten Blick ohne notwendiges Umschalten.

Auch die Sicherheitsstopps werden automatisch angezeigt und der Countdown läuft. Diese Tauchuhr empfiehlt sich sehr für Anfänger, die auf die wichtigsten Funktionen mit kleinen Extras und ein sportliches Design setzen, um gleich voller Freude mit dem Tauchspaß zu beginnen.

Die besten Luft-integrierten Tauchcomputer mit Funksender

Mares Quad Air

  • 2 anpassbare Felder für Zusatzdaten im Display
  • Bis zu 3 Transmitter
  • Batterie eigenständig wechselbar und hält für ca. 150 Tauchgänge
  • Nitrox von 21 % – 99 % einstellbar
  • Armband aus hypoallergenem Gummi
  • Optionales Interface
  • LED-Tankanzeige zur O2-Überprüfung

Nach einer sehr einfachen Installation des Senders (drei mögliche Transmitter) kannst Du spielerisch leicht, während des Tauchens zwischen drei Gasen wechseln. Das LCD-Display ist wirklich gut ablesbar und somit auch für Taucher mit leichter Sehschwäche geeignet. Dank des hypoallergenen Materials entstehen bei Hautkontakt beim Schwimmen in warmen Gewässern oder Pools keine allergischen Reaktionen. Auch die akustischen Alarme sind wählbar und von Dir anpassbar.

Zudem besitzt dieses Gerät nicht nur eine manuelle, sondern auch eine automatische Höhenanpassung, je nach Belieben.
Aufgrund des einfachen Handlings ist dieser Tauchcomputer mit Sender besonders für Anfänger und ambitionierte Taucher geeignet.

Suunto EON Core
  • Kontrastreiches Farbdisplay
  • Permanent beleuchtetes LED-Display
  • Bis zu 10 Sender
  • Interface
  • Digitaler 3D-Kompass
  • Luft/Nitrox/Trimix & Kreislaufrebreather CCR (fixed point)
  • Drehbares Display
  • Klassische, grafische und markante Anzeige
  • Aufladbarer Lithium-Ionen-Akku (10h-20h Tauchzeit)
  • Inkl. USB-Kabel (magnetisch), Sicherheitsmerkblatt, Kratzschutzaufkleber, internationale Garantiekarte
  • Bluetoothverbindung mit passender App (Übertragung Logdaten)

Durch das farbig gestaltete Display hast Du anhand verschiedener Darstellungsformen die benötigten Daten auf den ersten Blick. Durch die Farben wird Dir ganz simpel angezeigt, ob alles im „grünen” Bereich ist. Der eingebaute 3D-Kompass passt sich Dir mit dem richtigen Neigungswinkel an und garantiert eine optimale Orientierung Unterwasser. Etwas anderes dreht sich auch: das Display. So kannst Du selbst für Dich bestimmen, wo sich die drei Druckknöpfe an einer Seite befinden sollen.

Zudem werden für Dich von diesem TC die benötigten Daten durch den Algorithmus berechnet. Da Du auch mit dem Trimix-Gemisch tauchen kannst, ist dieser Tauchcomputer ebenfalls zum technischen Tauchen geeignet

Tipp: Weiter unten stellen wir Dir einen explizit für technische Taucher konzipierten Tauchcomputer vor!

Die besten Luft-integrierten Tauchcomputer mit Funksender mit Schlauchverbindung

Oceanic Pro Plus 4.0

  • Bluetooth 4.0 Technologie
  • Funktionen vor und nach dem Tauchen anpassbar
  • Große Ziffern und klare Anzeige
  • Konventioneller Look
  • Blatt-Kompass
  • Für bis zu 3 Sauerstoff-/Nitroxgasgemische
  • Gauge
  • Verschiedene Alarmmöglichkeiten (mit rotem Warnlicht)
  • Display-Beleuchtung (Dauer einstellbar)
  • Eingebautes Logbuch für bis zu 99 Tauchgänge
  • Viele verschiedene Funktionen

Dieser konventionell aussehende Tauchcomputer ist ein Must-Have für alle, die auf einen Old-School-Look stehen und simple, klare Anzeigen ohne viel „Schnick-Schnack” außen herum bevorzugen. Trotz der etwas größer ausfallenden Maße ermöglichen Dir die dickeren Ziffern auf den ersten Blick eine exakte Übersicht über alle essenziellen Daten – egal ob jung oder alt, scharfer Blick oder Sehschwäche.

Unzählige benutzerfreundliche Funktionen und der dazugehörige Kompass garantieren Dir einen sicheren und unkomplizierten Tauchspaß. Erfreulich sind auch der große Logbook-Speicher und die integrierte Bluetooth-Funktion, mit welcher Du ganz einfach Deine Daten auf Dein Smartphone übertragen kannst.

Cressi Leonardo Tauchcomputer
  • Luft-, Nitrox-, Gauge-Modi
  • Batterien enthalten und eigenständig wechselbar
  • Display-Beleuchtung
  • Blatt-Kompass
  • Manometer

Ideal für jeden Hobbytaucher: Der kompakte und reisefreundliche Tauchcomputer von Cressi überzeugt mit seinem modernen Design und der Anzahl wichtiger Funktionen. Mit Display-Beleuchtung und Kompass hast Du die Chance in trüben, dunkeln Gewässern auf Erkundungstour zu gehen. Schlicht und mit den nötigen Funktionen ausgestattet bietet sich das Schlauch-gebundene Gerät super für Dich an, wenn Du nicht unzählige Extras brauchst und ein wenig den Geldbeutel schonen möchtest.

Tauchcomputer für technisches Tauchen

Shearwater Perdix AI Tauchcomputer

  • Batterien enthalten und eigenständig wechselbar (Lithium oder AA)
  • Air/Nitrox/Trimix
  • Digitaler Kompass
  • Bluetooth-Smart-Schnittstelle
  • Aktualisierbare Firmware
  • Mit 2 Sendern verbindbar
  • 1000 h Logbuch
  • Gewicht: 154 g
  • Bis zu 260 Meter druckfest
  • Bühlmann GF Algorithmus

Wie schon weiter oben erwähnt, gibt es extra für technische Taucher konzipierte Tauchcomputer. Diese zeichnen sich besonders durch die Möglichkeit der Verwendung von Trimix (Gasgemisch für größere Tiefen) und einer hohen Druckbelastbarkeit aus. Zusätzlich punktet der Perdix Al mit seinem modernen, eleganten und schlanken Design.

Auch die Verbindbarkeit mit bis zu 2 Sendern bereitet große Freude. Der digitale, neigungskompensierte Kompass mit drei Achsen stellt eine großartige Ergänzung zu Anzeige des Tankdrucks und der verbleibenden Gaszeit dar (nur in Verbindung mit Funksendern!). Über Bluetooth hast Du auch hier die Chance, Deine Daten auf PC oder Smartphone innerhalb kürzester Zeit zu übertragen.

Wichtig: Dieser TC ist nur für erfahrene Taucher gedacht, die sich mit dieser Art des Tauchens auskennen und Wissen über Dekompressionsvorgänge & das Tauchen mit Mischgasen verfügen. Das ist essenziell für richtige Einstellungen, die Gesundheit und Sicherheit betreffen.

Kaufratgeber für Tauchcomputer

Damit Du weißt, was Dein persönlicher Tauchcomputer haben muss und welcher zu Dir passt, haben wir Dir die wichtigsten Funktionen und Auswahl-Kriterien aufgelistet.

Was ist ein Tauchcomputer?

Ein Tauchcomputer, genauer Dekompressionscomputer, ist ein kleines digitales Gerät, das für Tauchgänge benutzt wird. Er dient dazu, wichtige und aktuelle Informationen an den Taucher zu geben und durch hilfreiche Funktionen eine Dekompressionskrankheit zu verhindern. Er gehört zu Grundausrüstung eines jeden guten Tauchers.

Aufgaben & Funktionen: Das kann ein Tauchcomputer

Die Aufgaben eines Tauchcomputers variieren von Modell zu Modell. Unter anderem besitzen sie folgende Funktionen:

Anzeige

  • Grundfunktionen (aktuelle & max. Tauchtiefe, aktuelle Tauchzeit)
  • Restnullzeit (verbleibende Tauchzeit ohne notwendigen Deko-stopp vor dem Aufstieg)
  • Dekompressionsstopp (wichtig bei Überschreitung der Nullzeit)
  • Sicherheits- und Deepstops
  • Flugverbotszeit (je nach Stickstoffsättigung im Gewebe berechnet sich die Wartezeit)

Optionale Funktionen

  • Temperaturanzeige
  • Display-Beleuchtung
  • Logbuch (Infos über vorherigen TG) + Datenschnittstelle (PC)
  • Kompatibilität mit unterschiedlichem Atemgas-Gemisch (z.B.: Nitrox)

Aufstiegswarnung

Eine Warnung wann man spätestens den Aufstieg beginnen sollte, um keine Probleme mit der Atemluft zu bekommen.

Berechnung der Restsättigung

für Wiederholungs-Tauchgänge

Ersetzt andere Tauchinstrumente

wie Tiefenmesser, Tauchuhren, Dekotabellen, Kompass, Finimeter (nur bei Luft-integrierten TC) – Modellabhängige Faktoren

Messung des Flaschendrucks

(nur bei Luft-integrierten TC)

Verschiedene Typen von Tauchcomputern

Es gibt genau zwei Kategorien von Tauchcomputern, bei denen sich die eine noch einmal in zwei Varianten aufteilt.

a. Nicht-Luft-integrierter Tauchcomputer

b. Luft-integrierter Tauchcomputer: Er kann den aktuellen Flaschendruck auslesen und dadurch die restliche Tauchzeit berechnen

  • Schlauch gebundener Tauchcomputer (Eine Konsole, die über einen Schlauch mit der Sauerstoffflasche verbunden ist)
  • Tauchcomputer mit Funksender (Form wie eine Armbanduhr am Handgelenk, bekommt die Daten über den Flaschendruck kabel-/schlauchlos zugesendet)

Wichtige Eigenschaften von Tauchcomputern

Auch wenn Tauchcomputer nicht gleich Tauchcomputer ist, sollten qualitative Modelle einige Eigenschaften besitzen und in ihnen übereinstimmen.

  • Grundfunktionen (aktuelle & max. Tauchtiefe, aktuelle Tauchzeit
  • Extra Funktionen (z.B.: Nitrox), soweit erwünscht
  • Einfache und schnelle Bedienbarkeit (Knopftechniken, intuitive Navigation)
  • Passende Größe (Anzeige groß genug, nicht zu klobig, sollte ohne und mit Tauchanzug + Handschuhe passen)
  • Gut lesbare und verständliche Anzeige (Ziffern, Grafiken, etc. bei schlechten Sicht-/Lichtverhältnissen gut erkennbar!)

Welches sind die wichtigsten Kaufkriterien bei Tauchcomputern?

Nachdem Du jetzt zahlreiche Informationen über das Können eines Tauchcomputers gelesen hast, stellt sich jetzt die Frage, auf was genau Du beim Kauf Deines persönlichen Helfers achten solltest.

Sind die Grundfunktionen vorhanden?

Wichtig dabei sind vor allem die Anzeige der aktuellen Tauchtiefe, der maximalen Tauchtiefe und der aktuellen Tauchzeit.

Tiefenmesser (Bottomtimer) und Tauchzeit stellen die Funktion “Gauge” dar. Die heutigen Tauchcomputer beinhalten normalerweise alle diese Funktionen. Achte jedoch trotzdem beim Kauf darauf und überfliege die Beschreibung.

Welcher der zwei Arten bevorzugst Du?

Je nach Deiner Entscheidung, ob Du lieber mit einem Luft-integrierten TC tauchen möchtest oder nicht, hast Du noch die Wahl zwischen Armband und der Konsole. Diese Wahl liegt ganz alleine in Deinem Ermessen und Deinen Wünschen. Beides bringt seine Vor- sowie Nachteile. Eine genauere Beschreibung zu den beiden Typen, also dem Tauchcomputer als Armband oder Konsole, findest Du direkt unter diesem Themenabschnitt.

Welche Extra-Funktionen sind für Dich wichtig?

Was für eine Art des Tauchens betreibst Du und welche Funktionen möchtest Du in Verbindung dessen in Deinen digitalen Helfer integriert haben? Darunter fallen z.B.: integrierter Kompass, Nitrox, Apnoe und so weiter. Überlege Dir genau, wie erfahren Du bist und ob Du vorhast, weitere Kurse zu belegen und Dein Wissen und Können zu erweitern.

Dadurch kannst Du es vermeiden, ein neues Gerät kaufen zu müssen, da Dein vorheriges nicht die Funktionen besitzt, die Du nach der Fortbildung brauchst, beziehungsweise in Anspruch nehmen könntest. Das bezieht sich besonders auf z. B. die Nitrox-Funktion.

Ist ein eigenständiger Batteriewechsel möglich?

Wenn ja, ist es nicht notwendig den Computer jedes Mal zum Fachmann zu bringen. Dies spart Dir Zeit und Kosten. Außerdem bist Du nicht auf externe Hilfe angewiesen und kannst es spontan von überall aus selbst erledigen, vorausgesetzt Du hast die nötigen Utensilien wie auch die Wechsel-Batterie passend zu Deinem Modell vor Ort.

Ist die Höheneinstellung regulierbar?

Diese Funktion ist besonders essenziell, wenn Du vorhast in unterschiedlichen Höhen tauchen zu gehen, zum Beispiel in Bergseen. Dort herrschen andere Druckverhältnisse als auf der Höhe des Meeresspiegels, was zu anderen Messwerten führt. Der Luftdruck in den Bergen ist wesentlich geringer als auf Meereshöhe. Allerdings bezieht sich das auf alle höher gelegenen Landschaften mit Gewässern, es muss sich nicht direkt um Berge handeln.

Besteht der TC aus robustem/hochwertigem Material (und am besten mit Metallverschluss)?

Bei hochwertiger Verarbeitung ist der Verschleiß des Materials sehr gering, sodass der Computer langlebiger ist und Du Dir die Kosten einer ständigen Neuanschaffung sparst. Außerdem ist er sicherer an Deinem Handgelenk, selbst wenn Du einmal an Felsen oder anderen Gegenständen unter Wasser hängen bleiben solltest. So vermeidest Du den Verlust Deines Tauchcomputer in der Tiefe des Wassers und die Situation, ohne Messwerte und Hilfe des Tauchcomputers aufsteigen zu müssen.

Taucher mit Tauchcomputer in dunklen Tiefen und zwischen Felsen.
Dein Tauchcomputer muss an Dich angepasst sein. Bist Du viel in dunklen Gewässern unterwegs? Dann ist eine gute Display-Beleuchtung wichtig. In vielen Felsenlandschaften? Hochwertiges und robustes Material versichern Dir, den Tauchcomputer nicht zu verlieren.

Welcher Tauchcomputer passt zu mir?

Welches Modell das Richtige für Dich ist, hängt von Deiner Erfahrung, Art des Tauchens und den eigenen Vorlieben ab. Manchmal kannst Du Dich auch an Deiner schon bestehenden Ausrüstung orientieren, welcher dazu passt. Außerdem solltest Du das Display gut ablesen können und verstehen, wie Daten und Zahlen abgerufen werden. Bevorzugst Du Zahlen oder Grafiken?

Luftintegriert oder nicht luftintegriert?

Du hast die Möglichkeit, zwischen beiden zu entscheiden.

Nicht-Luft-integriert

Eine günstige Variante für alle, die gerne mit Finimeter arbeiten oder sich im Tauchen erst ausprobieren wollen. So können sich unsichere Anfänger an diesen Sport herantasten und sich voll und ganz auf das Tauchen konzentrieren. Empfehlenswert in der Entscheidungsphase.

Luftintegriert

Hier besteht vor allem der Vorteil darin, dass durch die automatische Überwachung des Sauerstofftanks Deine Rest-Tauchzeit berechnet werden kann. Oder durch Signale wie Alarmtöne/-anzeigen gemeldet wird, dass Deine Luft ausgeht. So kannst Du das volle Potenzial nutzen, ohne Dir großartige Gedanken über Deinen bisherigen Sauerstoffverbrauch zu machen. Sie ersetzen das Finimeter, welches den Flaschendruck in Form einer Konsole anzeigt.
Der Nachteil bei dieser Variante sind die Kosten, die höher liegen als bei den Nicht-Luft-integrierten.

Luftintegriert Varianten:

Entscheidest Du Dich für die Luft-integrierte Variante, so bleibt noch die Frage offen, ob Du lieber ein Armband mit Funksender oder die Konsole mit Schlauchverbindung möchtest.

  • Konsole: Diese ist über einen Schlauch mit der Sauerstoffflasche verbunden. Das ist die günstigere beider Optionen. Allerdings musst Du die Konsole wie das Finimeter aktiv von der Weste nehmen und regelmäßig überprüfen. Dies kann lästig und (Zeit-)aufwendig werden. Zusätzlich kann Dich der Schlauch stören und die Stromlinienförmigkeit beim Tauchen verringern.
  • Armband: Wie eine normale Armbanduhr, ermöglicht Dir dieser TC ein unkompliziertes, schnelles Ablesen der Informationen vom Handgelenk. Außerdem ist Dir mehr Bewegungsfreiheit gegeben und Deine Stromlinienförmigkeit wird durch keinen zusätzlichen Schlauch behindert. Jedoch ist hier der Preis für den Funksender, der diese Übertragung ermöglicht, höher angesetzt als bei der Konsole.

Tauchart

Was noch in Deine Entscheidung mit einfließt, ist die schon erwähnte Art des Tauchens. Je nachdem brauchst Du zusätzliche Modi, die am Tauchcomputer vorhanden sein sollten, oder extra Geräte, die genau dafür konstruiert wurden.

Darunter fallen zum Beispiel technisches Tauchen (Funktion: Während des Tauchens auf verschiedene Atemgasmischungen umschalten) oder Apnoe-Tauchen (Apnoe = ein Atemzug, also ohne Sauerstoffflaschen und nur durch Luftanhalten).

Design

Zuletzt sollte Dir auch das Design zusagen.

Passt die Größe des Computers, sein Gewicht, die Farbe, etc.? Hier kannst Du Dich an Deiner bereits vorhandenen Ausrüstung orientieren. Besser ist es jedoch, sich zuerst einen TC zuzulegen und anhand dessen die restlichen Utensilien zusammenzustellen.

Tipp: Da es beim Tauchcomputer besonders um Deine Sicherheit und Gesundheit geht, wäre es von Vorteil, nicht ausgerechnet hier der Sparfuchs zu sein 😊
Schwarzer eleganter Tauchcomputer im Wasser-liegend
Das Design Deines Tauchcomputers muss Dir gefallen und zu Deiner gewünschten Ausrüstung passen. Egal ob sportlich, elegant oder einfach schlicht und praktisch!

Wichtiges Zubehör zum Tauchcomputer

Um Deiner Uhr auch einen gewissen Schutz und Langlebigkeit zu gewährleisten, sind einige Zusatzprodukte von Vorteil.

Batterien

Besorge Dir am besten gleich ein paar zu Deinem Modell passende Ersatzbatterien für Zuhause und auch auf Deinen Tauchtouren. So kannst Du im Notfall eigenständig diese wechseln und der Tauchspaß kann ungestört weiter gehen!

Aufbewahrungsset

Falls nicht schon im Kauf eines Tauchcomputers mit angeboten, kannst Du Dir auch zusätzlich eine Aufbewahrungstasche anschaffen. In dieser ist das Gerät vor äußerlichen schädlichen Einflüssen wie Sonne, Dreck und Stößen geschützt, welche unter anderem die Displaystabilität beeinflussen können.

Displayschutz

Im Normalfall ist ein Displayschutz beim Kauf schon auf dem Bildschirm angebracht. Falls nicht, kannst Du problemlos welches dazu bestellen. Viele Verkäufer bieten diese in ihrem Onlineshop passend zu den Modellen an.

Verbindungskabel PC

Du möchtest die Daten Deines TC als Logbuch auf dem PC speichern? Kein Problem, denn Du kannst die Geräte ganz einfach mit einem Kabel verbinden. Voraussetzung hierfür ist allerdings eine vorhandene Schnittstelle am Tauchgerät und ein zum Modell passendes USB-Kabel. Auch diese sind leicht in den Onlineshops des gleichen Herstellers/Anbieters auffindbar.

Zusätzliches Armband

Falls das Band Deines TC zu kurz oder beschädigt sein sollte, ist auch dieses leicht zu erwerben. Somit vermeidest Du einen kompletten Neukauf eines Computers.

Wichtig: Kratzer im Display und leere Batterien sind während des Tauchens gefährlich. Deshalb tauche immer mit einem Partner als Buddy zusammen, welcher auch einen TC bei sich trägt. So kannst Du in jeder Notsituation ruhig und sicher auftauchen. Außerdem macht es zu zweit gleich viel mehr Spaß!

Welche Marken stellen qualitative Tauchcomputer her?

Hier sind ein paar bekannte Marken, welche sehr gute Tauchcomputer produzieren und verkaufen:

Cressi

Cressi ist ein italienischer Hersteller und hat seine Hauptsitze in Amerika, Spanien und Frankreich. Er bietet unterschiedliche Modelle mit vielen Funktionen, denen nach oben hin keine Grenzen gesetzt sind. Meist weisen hier die Tauchcomputer eine runde Form auf.

Mares

Dieser italienische Hersteller ist im Tauchsport weitverbreitet und für sein reiches Angebot von günstigen bis teuren Modellen mit sehr guter Qualität bekannt.

Suunto

Auch hier wissen viele Taucher, wovon Du sprichst. Ein breites Spektrum an verschiedenen TC’s unterschiedlichster Preisklassen wird angeboten. Sein Hauptsitz liegt in Finnland.

Wo kann ich Tauchcomputer kaufen?

Sowohl im Fachhandel als auch in Onlineshops hast Du die Möglichkeit, welche zu erwerben. In den meisten Städten gibt es Tauchshops. Oder Deine Tauchschule verkauft vielleicht auch Tauchutensilien. Allerdings kann es vorkommen, dass die Läden nicht alle Marken und Modelle anbieten.
Onlineshops findest Du sehr viele im Internet, das können die Hersteller selbst sein oder auch große verbreitete Plattformen wie z. B. Amazon.de.

Wie viel kostet ein Tauchcomputer?

Die meisten qualitativen Geräte liegen in einer Preisspanne von 140 – 300 Euro. Allerdings ist dem keine Grenze nach oben gesetzt. Der Preis hängt von der Anzahl/Art der Funktionen, Marke und natürlich Qualität ab.

Tauchcomputer Test-Übersicht: Welche Tauchcomputer sind die Besten?

Hier für Dich alle Tauchcomputer-Tests auf einen Blick:

Testmagazin Tauchcomputer Test vorhanden? Veröffentlichungs-Jahr Kostenloser Zugang Mehr erfahren
Stiftung Warentest Nein
Öko Test Nein
Konsument.at Nein
Ktipp.ch Nein

Leider sind von diesen Anbietern noch keine Tests durchgeführt worden. Sobald dies jedoch der Fall ist, werden wir diese Übersicht natürlich für Dich aktualisieren.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Tauchcomputern

Wir haben die häufigsten Fragen für Dich zusammengefasst und beantwortet.

Wofür braucht man den Tauchcomputer und warum ist er so wichtig?

Der Computer ersetzt viele Instrumente und beinhaltet viele Funktionen in nur einem Gerät. Durch seine vielen Anzeigen und Informationen kannst Du sicher tauchen gehen.

Außerdem hilft er Dir, die Dekompressionskrankheit zu vermeiden, indem er Berechnungen durchführt, Dich z. B. bei zu schnellem Aufstieg warnt, Sicherheits- und Dekostopps (Dekompressionsstopp) anzeigt u. v. m.

Was ist eine Dekompressionskrankheit?

Eine Dekompressionskrankheit, auch Druckfallkrankheit, Caisson-Krankheit oder Taucherkrankheit genannt, entsteht, wenn der im Blut und Gewebe gelöste Stickstoff bei Druckabfall Gasbläschen bildet. Diese können sich an Gelenken und in der Haut bilden (Taucherkrankheit) und in ernsten, lebensbedrohlichen Fällen das Gehirn und die Atemwege betreffen.

Hier ein kleines Video, das anschaulich und ganz einfach in groben Zügen das Wichtigste zur Taucherkrankheit erklärt:

Wann brauche ich einen Tauchcomputer?

Ein Tauchcomputer ist generell kein Muss. Solltest Du Dich aber dauerhaft fürs Tauchen entscheiden, ist eine Anschaffung auf lange Sicht sinnvoll, da Dir das viel Mühe und Arbeit erspart, bequem und leicht ist und Dir vor allem Sicherheit gibt.

Wo bzw. an welchem Arm trägt man das Gerät?

Das Armband-Modell trägst Du meist da, wo Du Deine Armbanduhr tragen würdest. Je nachdem wie es für Dich angenehm und bequem ist. Wichtig dabei ist, dass Du schnell und ohne Verrenkungen das Display ablesen kannst.

Beim TC mit dem Schlauch ist das Gerät am einfachsten an der Weste zu befestigen, wie ein Finimeter.

Wie bedient/ liest man den Tauchcomputer?

Durch verschiedene Druckknopftechniken kannst Du die Anzeigen auf dem Display schalten. Die Anzeige an sich ist jedoch von Modell zu Modell unterschiedlich.

Der Mares Puck Pro beispielsweise zeigt im obersten Abschnitt die aktuelle und maximale Tiefe an, in der Mitte die Restnullzeit oder dann den Dekostopp. Darunter befindet sich die Tauchzeit und die Temperatur. Am untersten Rand ist eine Stickstoffballen-Grafik zu sehen. Die Anzeigen kann man aber auch ändern.

Das Beste ist, wenn Du Dir zur Erklärung der Anzeige die beiliegende Gebrauchsanweisung ansiehst oder sie aus dem Internet herunterlädst.

Wie lange hält die Batterie des Tauchcomputers?

Das ist wieder abhängig von Modell, Dauer des Tauchgangs, Wassertemperatur, Display-Beleuchtung und Nutzung der vorhandenen Tools (z. B.: Kompass). Im Schnitt reicht eine solche Batterie jedoch 300-500 Tauchgänge (Puck Pro). Eine qualitative Batterie sollte aber mindestens 100 Tauchgänge lang halten. Ausnahmen bestehen bei Luft-integrierten Tauchcomputern, welche durch die Funk-Funktion mehr Energie verbrauchen.

Tipp: Am besten immer etwas zum Batteriewechseln dabei haben. So kann Dein Tauchspaß und der der anderen weitergehen 🙂

Wie pflege ich meinen Tauchcomputer am besten?

Auf jeden Fall ist die Pflege nicht auszulassen. Folgende Punkte sind wichtig, um unzählige Taucherlebnisse mit Deinem TC zu haben:

  •  Nach dem Tauchen mit Süßwasser abspülen. Sand und Dreck sind oft sehr schädlich! Bei hartnäckigem Schmutz mit einer weichen Zahnbürste oder einem feuchten Tuch reinigen. Vermeide die Nutzung von chemischen Mitteln!
  •  Vor Sonneneinstrahlung schützen! Hitze und Sonne sind schlecht für das Material und die Technik. Beschädigungen durch Stöße und Fallenlassen vermeiden! Auch bei Flügen den TC im Handgepäck aufbewahren, damit er nicht hin- und hergeworfen wird. Hier eignet sich eine Schutztasche.
  •  Kühl & trocken lagern. Am besten an schattigen Orten (wegen der Sonne).
  •  Beim Batteriewechsel darauf achten, dass keine Fremdkörper wie Sand oder Dreck ins Batteriefach gelangen. Zur Abdichtung eignet sich ein wenig Silikonfett am O-Ring.
  •  Displayschutz kaufen.
  •  Regelmäßige Wartung und Überprüfung von Fachmännern. Besonders nach längerer Tauchpause (Ist ein Batteriewechsel überhaupt nötig? Noch funktionsfähig?) und ca. alle zwei Jahre zur Überprüfung und Kalibrierung des Tiefenmessers.
Wichtig: Wenn Du diese Pflegetipps einhältst, kannst Du Dir einiges an Kosten sparen und Du hast Deinen kleinen Tauchbegleiter lange an Deiner Seite.

Wie speichere ich meine Logbuch-Daten?

Die meisten TC speichern die Daten Deines letzten Tauchgangs für einige Stunden, um unter anderem Deinen Stickstoff-Abbau zu berechnen. Diese kannst Du an Land erneut einsehen und händisch in ein Logbuch, auf den PC oder sogar auf eine App übertragen. Das kommt immer auf das Modell an. Bei der Übertragung auf den PC ist normal ein passendes (USB-)Verbindungskabel nötig. Schau einfach nach, ob es beim Kauf Deines TC in einem Set zu erhalten ist oder erwerbe es separat.

Wie alarmiert mich der Tauchcomputer, dass ich zu schnell aufsteige?

Jedes Gerät zeigt dies auf dem Display an. Die meisten geben dazu ein akustisches Signal in Form eines Piep-Geräusches ab. Manche machen Dich zusätzlich durch eine Vibration am Arm darauf aufmerksam.

Kann ich den Tauchcomputer auch normal als Uhr tragen?

Schon alleine, dass viele Modelle sehr groß, klobig und somit unbequem und „schwer” sind, spricht dies eher dagegen. Dazu kommt, dass viele TC nach längerer Zeit an der Luft abschalten, um Energie zu sparen. Außerdem zeigen auch nur vereinzelte Modelle die Uhrzeit an, da normalerweise die Funktion der Tauchzeit-Anzeige im Vordergrund steht. Abgesehen davon ist es Dir überlassen, ob Du sie gerne so in Deiner Freizeit tragen möchtest.

Gibt es einen Countdown für den Safety-Stop?

Auch das hängt wieder vom Modell ab. Die neueren allerdings haben so gut wie alle einen automatischen Countdown eingebaut, der zu zählen beginnt, sobald Du die fünf Meter erreicht hast.

Weiterführende Quellen

Um Dir einen weiteren Überblick zu verschaffen und Dir mehr Wissen über Tauchcomputer anzueignen, empfehlen wir folgende Seiten:

Achtung: Der letzte Artikel ist von 2008, heißt die dort genannten „aktuellen” Tauchcomputer sind überholt und wurden in den letzten Jahren für höhere Sicherheit optimiert

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