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Skiroller: Test, Vergleich und Kaufratgeber

Skating-Skiroller mit Spritzschutzblech und montierter Bindung
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Du kannst vom Langlaufen nicht genug bekommen? Es ist Sommer und kein Schnee in Sicht? Oder bist Du begeisterter Inliner-Fahrer und möchtest etwas Neues ausprobieren? Dann sind Skiroller das Richtige für Dich! In diesem Beitrag schauen wir uns die wichtigsten Kaufkriterien an und widmen uns aktuellen Skiroller Tests.

Unsere Favoriten

Die besten klassischen Skiroller: MARWE 700 A Classic auf Ebay
“Mit 4000 km Laufleistung ein lebenslanger Begleiter.”

Die besten Skating-Skiroller: MARWE 620 XC Skating auf Ebay
“Die Skating-Skiroller werden sogar von vielen Nationalteams gefahren.”

Die besten Skating-Skiroller mit dem geringsten Gewicht: NORDICX Skate Professional 700 auf Ebay
“Leicht und für Jedermann geeignet.”

Das beste Skiroller-Set: Ski Skett RollSki Sport Classic auf Amazon
“Das Skiroller-Set bringt auch Spaß für Freunde und Familie.”

Die besten Cross-Skiroller: Skike V9 Fire 200 auf Amazon
“Für jedes Geländer geeignet und von hoher Qualität.”

Die besten Allround-Skiroller: MARWE 800 XC Combi auf bergruft24.de
“Mit diesem Skiroller bist Du in jeder Situation gut gerüstet.”

Das Wichtigste in Kürze

  • Skirollern ist sowohl von der Technik als auch der Ausrüstung dem Langlaufen sehr ähnlich, deshalb empfehlen wir Dir unseren Artikel zu Langlaufski
  • zwei verschiedene Techniken: klassischer Stil und Skating-Stil
  • Sicherheit sollte an höchster Stelle stehen – ohne Schutzausrüstung besser nicht loslegen
  • für Jung und Alt gleichermaßen geeignet – Rollski-Laufen bringt den ganzen Körper in Schwung und hält fit

Die besten Skiroller: Favoriten der Redaktion

In diesem Abschnitt zeigen wir Dir unsere Favoriten und stellen wir Dir diese im Detail vor.


Die besten klassischen Skiroller – MARWE 700 A Classic

Was uns gefällt:

  • Marke vieler Nationalteams im Rollski-Sport
  • stabiler Aluminiumholm
  • Rollen haben 4000 km Laufleisstung
  • Rollen guter Grip
  • für Anfänger geeignet

Was uns nicht gefällt:

  • Uns sind keine negativen Aspekte aufgefallen

Dieses Klassik-Modell eignet sich hervorragend für Anfänger. Durch seinen Aluminium-Holm weist der Skiroller zwar nicht ganz so viel Flexibilität wie Modelle aus Carbon auf, dafür aber eine große Widerstandsfähigkeit. Außerdem ist er ein wahrliches Leichtgewicht mit nur 2 kg. Die Rollen der Firma Marwe sind bekannt für ihre Langlebigkeit (Du kannst laut Angabe der Firma bis zu 4.000 km mit nur einem Paar Rollen zurücklegen!) und ihren sehr guten Grip, auch bei nassen Straßen. Außerdem ist dieses Modell mit einer Rückrollsperre im vorderen Rad ausgerüstet, was das Abstoßen im Diagonalschritt ermöglicht.

Laufleistung: 4000 km | geeignet für: Anfänger | Gewicht: unter 2 kg

Die besten Skating-Skiroller – MARWE 620 XC Skating

Was uns gefällt:

  • große Flexibilität durch Nanocarbon
  • optimale Kraftübertragung
  • für bis zu 80 kg schwere Leute geeignet
  • Marke vieler Nationalteams im Rollski-Sport

Was uns nicht gefällt:

  • nicht für Läufer über 80 kg geeignet

Wie auch der Rollski für den klassischen Stil ist dieses Skating-Modell von Marwe seit Jahren eine Messgröße in seiner Kategorie. Der Holm wird aus Nanocarbon gefertigt und besteht aus einem leichten Wabenkern mit Luftzellen. Diese Herangehensweise führt – wie bei Langlaufskiern auch – zu einer großen Flexibilität und damit einem sehr guten Abdruckverhalten und gleichzeitig zu der nötigen Steifigkeit für eine optimale Kraftübertragung.

Das Modell mit einem weichen Rahmen ist für Läufer mit einem Gewicht bis 80 kg geeignet. Schwerere Rollski-Fahrer sollten die Variante stiff für den Holm wählen.

Material: Nanocarbon | Gewicht: 1.800 g | geeignet für: bis 80 kg

Die besten Skating-Skiroller mit dem geringsten Gewicht: NORDICX Skate Professional 700

Was uns gefällt:

  • sehr angenehmens Fahrgefühl für Anfänger und Fortgeschrittene
  • leichtestes Modell
  • für Anfänger bis Profis geeignet
  • Lehr-DVD inklusive
  • Spritzschutz für Fahrten bei Nässe

Was uns nicht gefällt:

  • nicht für Läufer über 95 kg geeignet

Bist Du Einsteiger im Skirollern und suchst nach einem Skiroller mit größerer Stabilität made in Germany? Dann wirst Du mit diesem Modell glücklich. Durch seinen längeren Achsabstand und seiner geringen Höhe werden Dir Deine ersten Schritte mühelos von der Hand gehen. Dieser Skiroller wiegt nur 1.750 g, was ihn zu dem leichtesten der hier vorgestellten Modelle macht. Deswegen vertrauen auch ambitionierte Läufer bis hin zu Profis auf diesen Skiroller.

Zusätzlich erhälst Du bei diesem Angebot eine Lehr-DVD, die Dir alles rund um das Skirollern erklärt und den Einsteig so einfach wie möglich macht.

Material : Aluminium | Gewicht: 1.750 g | geeignet für: Anfänger bis Profi

Das beste Skiroller-Set – Ski Skett RollSki Sport Classic

Was uns gefällt:

  • mit Stop and Go Bremse ausgestattet
  • in unterschiedlichen Größen erhältlich
  • stabiles Fahrgefühl durch dicke Rollen
  • Spritzschutz ist inklusive
  • Stöcke enthalten

Was uns nicht gefällt:

  • uns ist kein negativer Aspekt aufgefallen

In diesem Set ist ein klassicher Rollski enthalten, es gibt das gleiche Set aber auch mit einem Skating-Ski, solltest Du diese Technik bevorzugen. Der Klassik-Roller ist mit einer Rückrollsperre im Hinterrad ausgestattet.

Neben den Rollski sind noch die passende Bindung, eine Bremse, die unter 140 g wiegt und auf dem Roller befestigt wird, sowie Stöcke enthalten. Willst Du es erst einmal langsam angehen lassen und legst wert auf einen bequemen und stabilen Skiroller, dann empfiehlt sich Dir dieser Ski. Die Rollen bestehen aus extra weichem Gummi, der wie eine natürliche Bremse funktioniert und so zu hohe Geschwindigkeiten verhindert. Außerdem sind die Rollen mit einer Breite von 60 mm überdurchschnittlich breit. Das verleiht Dir zusätzliche Stabilität und ein sicheres Fahrgefühl.

Gewicht: 2.200 g | Material: Aluminium | geeignet für: Jedermann

Die besten Cross-Skiroller – Skike V9 Fire 200

  • Gewicht: 2.200 g
  • Rollenabmessungen: Ø 200 mm, 50 mm breit
  • Material Rollen: Luftbereifung, 12er Speichenfelge
  • Material Holm: Aluminium
  • Achsabstand: 590 mm

Was uns gefällt:

  • einstellbare Abstände und Höhen
  • mit reflektierenden Elementen ausgestattet
  • mit normalem Schuhwerk fahrbar
  • hihe Flexibilität in der Anwendung
  • für Asphalt und Gelände geeignet

Was uns nicht gefällt:

  • bei Neulingen vor Verwendung Anfängerfahrkurs empfohlen

Wenn Du flexibel sein willst und Deine Skiroller auch mit normalem Schuhwerk nutzen möchtest, dann sind sogenannte Skikes genau das Richtige für Dich. Hier stellen wir Dir den Marktführer dieser Art von Skirollern, die sich für abseits von asphaltierten Straßen eignen, vor.

Dieser Skike besteht aus qualitativ hochwertigen Materialien, Made in Germany. Du kannst problemlos über Stock und Stein fahren und auch Wiesen stellen kein Hinderniss für diesen Off-Road-Roller dar. Neu ist bei diesem Modell auch die größere Flexibilität beim Abstoßen, was gleichzeitig zu einer besseren Dämpfung führt. Zudem ist es möglich, vom Skaten zum klassischen Stil zu wechseln. Dazu musst Du einfach die Ferse freistellen; eine Rücklaufsperre ist im Vorderrad eingebaut. Ein weiterer Vorteil ist das eingebaute Bremssystem, das sich über die Jahre bewährt hat.

Eine Besonderheit sind die reflektierenden Elemente, die an dem Roller angebracht sind. Sie sorgen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr.

Gewicht: 2.200 g | Material: Aluminium | geeignet für: Asphalt, Geländer

Die besten Allround-Skiroller – MARWE 800 XC Combi

Was uns gefällt:

  • große Flexibilität durch Snowfeel-Material
  • Stützrad vorhanden
  • für klassische und Skating-Techniken geeignet
  • das Fahren fühlt sich wie auf Langlaufskiern an

Was uns nicht gefällt:

  • nur bis 80 kg ausgelegt

Seit Jahren ist dieses Kombi-Modell von der finnischen Firma Marwe bei den Skirollertests mit vorne dabei und holt auch dieses Jahr den Testsieg. Durch das neuartige Snowfeel-Material, das eine größere Flexibilität ermöglicht, und dank des dritten Stützrads fühlt es sich an, als würdest Du auf Langlaufskiern laufen. Da es sich um ein Modell handelt, das sowohl für die klassische als auch die Skating-Technik verwendet werden kann, ist der Roller mit klassischen Rollen und einer Rücklaufsperre im Vorderrad ausgestattet. Das ermöglicht problemlos den Übergang von der klassischen zur Skating-Technik.

Das Modell mit einem weichen Rahmen ist für Läufer mit einem Gewicht bis 80 kg geeignet. Schwerere Rollski-Fahrer sollten die Variante stiff für den Holm wählen.

Gewicht: 2.200 g | Material: Nanocarbon |geeignet: bis 80 kg

Kaufratgeber für Skiroller

Um den perfekten Skiroller für Dich zu finden, musst Du vor allem auf drei Dinge achten. Welche Technik möchtest Du ausüben – die klassische oder die Skating-Technik? Auf welchem Untergrund möchtest Du mit Deinem Rollski fahren? Die Modelle unterscheiden sich stark, je nachdem ob sie für Offroad oder für asphaltierte Straßen geeignet sind. Zuletzt ist es natürlich noch wichtig, darauf zu achten, ob Du ein Hobbyläufer bist bzw. nur gelegentlich Deine Skiroller einsetzen wirst oder ob Du sportliche Ambitionen hast und an Rennen teilnehmen willst.

Wir begleiten Dich Schritt für Schritt durch Deinen Entscheidungsprozess, sodass Du den für Dich geeigneten Skiroller finden und kaufen kannst.

Asphalt – das ist der Untergrund, auf dem Du meistens mit Deinen Skirollern unterwegs sein wirst. Es gibt sogar extra ausgewiesene Strecken für das Skirollern.

Welche Arten von Skirollern eignen sich für welchen Einsatzzweck?

Wie beim Langlaufen auch unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Lauftechniken: dem klassischen Stil und dem Skating-Stil. Daneben gibt es außerdem sogenannte Cross- oder Offroad-Skiroller, die für unebenes Gelände geeignet sind.

In der untenstehenden Tabelle findest Du eine Übersicht über die verschiedenen Modelle und die jeweiligen Charakteristika.

Anwendungsgebiet Technik Eigenschaften
Skiroller klassisch asphaltierte Straßen Diagonalschritt (Kreuzkoordination von
Armen und Beinen)
– längerer Holm
– kleinere,
breitere Räder
– kippstabil
– Rückrollsperre
Skiroller Skating asphaltierte Straßen Schlittschuhschritt – kürzerer Holm
– dünnere, größere Räder
– Kippfähigkeit für seitliches Abstoßen
Skiroller
Cross
Offroad, abseits von unasphaltierten Wegen – Schlittschuhschritt
– Diagonalschritt bei Rückrollsperre möglich
– Dreipunkt-Technik (ein Vorderrad in der Luft)
– Luftbereifung
Sonderform: Skikes s. o. s. o. – Straßenschuhe werden verwendet
– eingebaute Bremse
Achtung: Lass Dich nicht vom Namen täuschen! Cross-Skiroller können zwar abseits der Straße verwendet werden und ohne Probleme Unebenheiten im Untergrund meistern kannst, allerdings solltest Du trotzdem darauf achten, dass es sich um einen befestigten Weg handelt und nicht nur um losen Schotter oder Steine.
Hinweis: Es gibt Skiroller, mit denen das Wechseln zwischen der klassischen und der Skating-Technik möglich ist. Diese sind gut für Anfänger geeignet, weisen allerdings nicht die gleiche Performance wie die spezialisierten Rollski auf.

Welches sind die wichtigsten Kaufkriterien bei Skirollern?

Für Deine Kaufentscheidung solltest Du verschiedene Kriterien beachten, denn Skiroller unterscheiden sich hinsichtlich der folgenden Punkte:

Häufigkeit der Nutzung/Ziel des Läufers

Deine sportlichen Ambitionen und Dein Leistungsniveau sind ein entscheidender Faktor, wenn es um die Auswahl eines Skirollers geht. Für Rennen und Wettbewerbe geeignete Modelle für erfahrene Läufer sind zwar schneller, erfordern aber gleichzeitig auch mehr Koordination und Gleichgewicht. Rollski für Anfänger zeichnen sich hingegen durch ihre Kippfestigkeit und sicheres Laufgefühl aus. Bei den meisten Produktbeschreibungen wird darauf hingewiesen, für welches Leistungsniveau das jeweilige Modell geeignet ist.

Zudem musst Du als Erstes auch entscheiden, welche Technik Du ausüben möchtest. Auch wenn es Kombi-Roller und – Schuhe gibt, empfehlen wir, sich für eine Technik zu entscheiden. Damit Du die klassische Technik ausführen kannst, ist eine Rückrollsperre, die etwa vergleichbar mit einer Rücktrittbremse bei einem Fahrrad ist, notwendig. Diese lässt zu, dass sich entweder das Vorder- oder Hinterrad nur in eine Richtung und nicht wie sonst in beide drehen kann. Dadurch ist ein Abstoßen und das Ausführen des Diagonalschrittes möglich.

Rollen

Die Rollen sind – wie der Name schon sagt – wohl das wichtigste Element eines Skirollers. Sie entscheiden darüber, auf welchem Untergrund Du laufen kannst, wie sicher Du Dich auf Deinen Brettern fühlst und welche Technik Du ausüben kannst.

Hinweis: Normalerweise besitzt jeder Rollski 2 Räder. Es gibt mittlerweile aber auch Modelle mit 2 Hinterrädern, also insgesamt 3 Rollen. Diese ermöglichen eine größere Stabilität und Standsicherheit, vor allem beim Skaten, und sind deshalb besonders für Einsteiger geeignet.

Grundsätzlich unterscheiden sich die Räder eines Skirollers hinsichtlich ihres Materials, ihrer Härte, dem Durchmesser (also der Größe) und der Breite. In der folgenden Übersicht erfährst Du, was die Rollen der unterschiedlichen Kategorien ausmacht.

Abmessungen Material
Skiroller klassisch Ø 70-80 mm, Br. 38-55 mm Gummi
Skiroller Skating Ø 100 mm, Br. 24-28 mm Gummi
Skiroller Cross Ø 125-200 mm, Br. bis zu 50 mm Luftbereifung, teilweise mit Felgen

Die Härte der Rollen hat nichts mit der Lauftechnik zu tun. Weichere Räder weisen einen größeren Verschleiß und gleichzeitig einen höheren Rollwiderstand auf. Das führt zu einer leichteren Handhabung bei geringerer Geschwindigkeit. Harte Rollen ermöglichen durch den niedrigen Widerstand höhere Geschwindigkeiten. Sie eignen sich außerdem eher für glatte Untergründe oder Rollerbahnen, wohingegen weichere Reifen für unebenes Gelände perfekt sind und die nötige Federung bieten.

Oftmals werden für ein Skiroller-Modell Räder für verschiedene Geschwindigkeiten angeboten (fast, medium, slow). Diese beziehen sich auf die unterschiedlichen Schneeverhältnisse beim Langlaufen:

schnell: vereiste Loipe/Piste
medium: Pulverschnee, normale Bedingungen
slow: nasser Schnee/Neuschnee

Wenn Du nicht planst, für einen Ski-Marathon zu trainieren oder an einem Rennen teilzunehmen, empfiehlt sich die Geschwindigkeit “medium”.

Auch die besten Räder zeigen ab einem bestimmten Zeitpunkt Verschleißspuren auf. Das ist aber noch lange kein Grund, Dir einen komplett neuen Skiroller zu kaufen. Du kannst Ersatzrollen einzeln erwerben und die Rollen selbst austauschen. Meistens ist das erst nach frühestens ca. 1.500 km der Fall. In diesem Video siehst Du, wie es funktioniert:

Rahmen/Holm

Der eigentliche Roller oder Ski unterscheidet sich hauptsächlich durch das Material des Rahmens, der auch Holm genannt wird. Dieser besteht entweder aus Aluminum oder Materialen wie Carbon, Kunststoff oder Holz, die einen größeren Flex ermöglichen, gleichzeitig meistens aber auch teurer sind. Der größere Flex bietet Dir ein ähnliches Laufgefühl wie beim Langlaufen, über einen längeren Zeitraum oder in Rennen kann ein zu flexibler Roller aber zu einem zu großen Kräfteverschleiß führen.

Ein Hinweis für die Läufer unter uns, die etwas mehr auf die Waage bringen: Es besteht die Möglichkeit, den Holm verstärken zu lassen. Oder Du achtest darauf, dass es das Modell im Härtegrad stiff gibt; dieser ist für ein höheres Gewicht ausgelegt und bietet Dir die nötige Stabilität.

Ein anderer Faktor ist die Länge des Holms. Grundsätzlich gilt: Je länger der Rahmen, desto stabiler ist der Skiroller. Außerdem sind Skating-Roller immer kürzer als klassische Rollski.

Bremsen

Das Bremsen ist bei jeder Ski-Sportart eine Grundvoraussetzung für ein sicheres Sporterlebnis – so auch beim Skirollern. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder erlernst Du eine der verschiedenen Bremstechniken oder Du installierst zusätzlich eine Bremse auf Deinen Rollski. Diese gibt es zum Beispiel von der Firma Powerslide oder von Fischer. Beide können auf jedem beliebigen Ski bzw. am Schuh installiert werden.

Hier findest Du eine Übersicht über die verschiedenen Bremsenmodelle. Die am häufigsten verwendete Bremse ist eine so genannte Wadenbremse, die entweder auf dem Ski oder direkt am Schuh befestigt werden kann.

Vor allem eine Bremstechnik können wir Dir empfehlen, die Du vielleicht aus dem Ski Alpin-Bereich kennst: Die Pflugtechnik oder auch V-Stellung genannt. Achte darauf, die Ski nicht zu nahe zueinander zu führen, halte das V also weit offen. Nur so verringert sich Deine Geschwindigkeit auch.

Im folgenden Video siehst Du, wie Du mit diesen beiden Alternativen sicher zum Halten kommst.

Eine andere Technik, um auf Deinen Skirollern zum Stillstand zu kommen, ist der so genannte Stemmschritt. Dieser erfordert einen sehr guten Gleichgewichtssinn und eignet sich eher, wenn Du nicht allzu schnell unterwegs bist. Hierfür verlagerst Du Dein Gewicht abwechselnd von einem Bein auf das andere. Das Bein, das das Gewicht trägt, fährt den Ski parallel weiter. Das freie Bein wird angehoben und der Ski leicht schräg und nach innen gedreht auf die Innenseite der Rollen aufgesetzt. Nach und nach verlagerst Du Dein Gewicht auf den schräg stehenden Ski. Ist dieser wieder parallel, wiederholst Du das Ganze spiegelverkehrt.

Wichtig bei allen Bremsvorgängen: Gehe leicht in die Knie, halte Deinen Oberkörper aufrecht und verlagere Dein Gewicht leicht nach hinten!

Welche Marken stellen qualitative Skiroller her?

Aktuell gibt es viele Marken auf dem Markt, die Skiroller herstellen. Im Folgenden findest Du eine Übersicht über die bekanntesten der Branche.

SRB (Skiroller Barthelmes)

Die aus dem thüringischen Wintersportort Zella-Mehlis stammende Marke ist auf Skiroller spezialisiert und verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung im Bau dieses Sportgeräts. SRB-Produkte sind aus dem Leistungssport nicht wegzudenken, eignen sich aber gleichermaßen auch für Einsteiger, denn es gibt Skiroller für verschiedene Einsatzzwecke. Außerdem hat diese Marke ein Patent auf die s. g. Zweischwingtechnik der Rollski-Holme, die ein ähnliches Fahrgefühl wie beim Langlaufen ermöglichen.

Fischer

Als größter Skihersteller weltweit bietet die Marke Fischer auch eine Auswahl an Skirollern an. Diese weisen sich durch ihre hohe Qualität und Verarbeitung aus. Die Modelle der österreichischen Marke orientieren sich an denen von SRB und wollen ebenfalls ein Langlauf-ähnliches Laufgefühl bieten. Fischer fokussiert sich vor allem auf die Verwendung von Carbon im Skiholm, was zu einer größeren Stabilität und Flexibilität führt.

Marwe

Skiroller aus Finnland – seit den 80ern stellt Marwe dieses Sportgerät her und wird heutzutage von vielen Wintersportlern für das Sommertraining genutzt. Ursprünglich war das Unternehmen auf Gummiprodukte fokussiert. Dieses Know-How findest Du in den Rollen ihrer Rollski wieder. Sie sind besonders widerstandsfähig, haben auch bei widrigen Wetterbedingungen einen guten Grip und begleiten Dich zuverlässig eine lange Zeit. Außerdem gibt es die Modelle in unterschiedlichen Reifen-Härten.

DMS-SPORT

Neben Skirollern, die weltweit bekannt sind, bietet diese Marke aus der Nähe von Dresden auch verschiedene Sportveranstaltungen und -Reisen rund um den nordischen Skisport an. Es werden vier Skiroller-Modelle angeboten: zwei Klassik-, ein Skating- und ein Kombi-Roller. Sogar die deutsche Langlauf- und Biathlonnationalmannschaft vertrauen auf diese Skiroller.

Nordic pro

Seit 1987 stellt das Unternehmen aus dem Harz hochwertige und langlebige Skiroller her. 2013 wird die Marke nun unter dem Namen Skadix/Nordic Pro vertreten. Das Skating-Modell Elite 610 konnte dieses Jahr den Testsieg im Skiroller-Test von xc-ski.de holen. Diese Auszeichnung allein spricht für die Qualität ihrer Skiroller. Zudem findest Du auf der Website von Nordic pro bzw. Skadix auch Bindungen, Langlaufschuhe, Stöcke und weitere Ausrüstung.

Nordicx

Nordicx bietet auf seiner Website Skiroller von vielen verschiedenen Marken an, stellt aber auch selbst eigene Modelle her. In ihrem Sortiment finden sich neben speziell auf den Rollsport abgestimmte Bekleidung viele Extras wie Spritzschutzbleche oder Stockspitzen und natürlich auch Skiroller selbst. Besonders die Cross-Modelle sind hier zu empfehlen.

Bist Du bereit, die ersten Runden auf Deinem neuen Skiroller zu drehen?

Wo kann man Skiroller kaufen?

Die größere Auswahl an Skirollern gibt es definitiv online. Einzelne Stores bieten Skiroller in ihrem Sortiment an, darunter zum Beispiel Decathlon oder Sportfachgeschäfte wie Sport Albert. Allerdings ist die Auswahl in Online-Shops deutlich größer. Wir empfehlen Dir folgende Webseiten:

  • nordicx.com
  • ebay.de
  • sportalbert.de
  • skiroller-online.com

Amazon bietet leider keine sehr große Auswahl an Skirollern an. Es gibt jediglich Produkte der Marke Barnett und Ski Skett. Außerdem findest Du dort auch einen Fischer-Ski und ein Cross-Modell, das wir Dir in unseren Favoriten vorstellen.

Wie viel kosten Skiroller?

Wie auch bei Langlaufskiern ist die Preisspanne bei Skirollern recht groß. Es gibt bereits Modelle ab ca. 150€, die meisten liegen in einem Bereich von 200€ und 300€. Wettbewerbstaugliche Roller können bis zu 400€ kosten.

Außerdem ist es wichtig, dass Du bei der Planung ebenfalls die Kosten für die Bindung (falls nicht im Skipreis enthalten) ebenso wie für Schuhe, Stöcke, die Schutzausrüstung sowie evtl. extra notwendige Bekleidung (spezielle Socken) einbeziehst.

Wichtiges Zubehör für Skiroller

Neben der passenden Bekleidung gibt es drei Teile, die Du zusätzlich zu Deinem Skiroller auf jeden Fall noch brauchst: die passenden Schuhe, Stöcke und die wichtige Schutzausrüstung. Daneben gibt es die Möglichkeit weitere Zubehörs, wie zum Beispiel Spritzschutzbleche für die Rollen zu erwerben (falls sie nicht sowieso schon am Roller montiert sind). Diese ermöglichen Dir, auch bei Regen oder nassen Straßen zu laufen.

Schuhe

Prinzipiell kannst Du natürlich Deine Langlauf-Schuhe auch auf Deinem Skiroller verwenden, da es sich um das gleiche Bindungssystem und die gleiche Technik handelt. Allerdings unterscheiden sich Skiroller-Schuhe von den winterlichen Langlaufschuhen. Du solltest also besser in Schuhe, die für ein sommerliches Klima geeignet sind, investieren und nicht unbedingt auf deine Langlaufschuhe zurückgreifen.

Auch hier gibt es Unterschiede zwischen Schuhen für die klassische Lauftechnik und Skating-Schuhen. Zudem gibt es Kombi-Modelle, die für beide verwendet werden können.

Klassik-Schuhe: Halbschuh, weiche Sohle
Skating-Schuhe: Knöchelschuh (seitliche Befestigung für Stabilität), feste Sohle

Wie beim Langlaufen auch musst Du bei der Auswahl der Schuhe auf die Kompatibilität der Schuhe mit der ausgewählten Bindung achten. Für einen genaueren Überblick über die verschiedenen Bindungen empfehlen wir Dir den Abschnitt unseres Langlauf-Artikels.

Stöcke

Die für die richtige Ausführung des Rollski-Laufens benötigten Stöcke lassen sich mit Langlaufstöcken vergleichen. Ein wichtiger Unterschied sind allerdings die Spitzen der Stöcke, die bei diesem Sport genügend Halt auf einem asphaltierten Untergrund bieten müssen. Beim Langlaufen hingegen sind die Spitzen an Schnee angepasst. Der für Langlaufstöcke typische Schneeteller, der das zu tiefe Einsinken verhindert, wird für die Sommersportart ebenso überflüssig.

Tipp: Möchtest Du die gleichen Stöcke fürs Langlaufen und Rollskilaufen verwenden? Es gibt Stöcke mit austauschbaren Spitzen! Hier findest Du solche Modelle.

Der harte Untergrund setzt zudem vor allem eine gute Dämpfung voraus, um möglichst gelenkschonend vorwärtszukommen. Außerdem ist es wichtig, dass die Stöcke steif sind, da sie bei zu großer Flexibilität bei einem festen Untergrund zu viel Kraftaufwand und wenig Schwung führen. Du solltest demnach auf Stöcke mit einem hohen Carbonanteil achten.

Die Länge der Skiroller-Stöcke berechnet sich ähnlich wie beim Langlaufen. Durch die erhöhte Standfläche ergeben sich etwas höhere Zahlen:

  • klassische Technik: Körpergröße x 0,86
  • Skating-Technik: Körpergröße x 0,91

Bei Cross-Skirollern kannst Du mit 0,87 oder 0,92 rechnen. Allgemein solltest Du Dich immer für die größere Stockhöhe entscheiden.

Hast Du einen Kombi-Skiroller und wechselt zwischen den Techniken? Dann empfehlen sich sogenannte Teleskop-Stöcke, die höhenverstellbar sind. Dadurch sind sie meistens aber gleichzeitig auch etwas schwerer.

Damit Du den Skirollern sorgenfrei genießen kannst, solltstet Du an die nötige Schutzausrüstung denken. Ein Helm und Handschuhe sind ein Muss!

Schutzausrüstung

Das wichtigste Element für Deinen eigenen Schutz ist definitiv der Helm. Ein Sturz auf Asphalt oder unebenen Wegen ist deutlich gefährlicher und schmerzvoller als im Schnee! Deshalb solltest Du Dir auch überlegen, ob Du Gelenkschoner (für Ellebogen und Knie) für Dein Sportabenteuer benutzt. Vor allem Anfänger sollten nicht darauf verzichten.

Ein weiteres Muss sind Handschuhe. „Auch im Sommer?“, fragst Du Dich vielleicht jetzt. Ja! Denn sie schützen Dich vor Blasen oder wunden Händen durch die Schlaufen Deiner Stöcke. Außerdem verhindern sie auch Schürfwunden bei einem Sturz.

Achtung: Wenn Du auf Straßen mit Autoverkehr Deine Runden auf dem Skiroller drehst, dann denke an Kleidung in auffälligen Farben und evtl. Reflektoren, um stets die Sichtbarkeit im Straßenverkehr zu gewährleisten.

Skiroller Test-Übersicht: Welche Skiroller sind die Besten?

Eine zweite Meinung ist immer gut – deshalb haben wir hier für Dich zusammengefasst, welche Magazine Langlaufski getestet haben.

Testmagazin Skiroller-Test vorhanden? Veröffentlichungs-Jahr Kostenloser Zugang Mehr erfahren
Stiftung Warentest Nein
Öko Test Nein
Konsument.at Nein
Ktipp.ch Nein
xc-ski.de Ja 2020 Ja Hier klicken

Leider gibt es von den großen Testmagazinen keine Tests zu Skirollern. Die Webseite xc-ski.de gibt in ihrem Test aber einen sehr guten Einblick in die aktuell verfügbaren Modelle und wie die verschiedenen Hersteller abgeschnitten haben. Insgesamt wurden 42 verschiedene Rollski getestet, die in 6 verschiedene Kategorien je nach Verwendungszweck bzw. Technik (Klassik, Skating, Cross oder Kombi) und Leistungsniveau (Renn- und Hobbyläufer) eingeteilt wurden.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Skirollern

Hast Du noch Fragen? Hier sind die häufigsten weiterführenden Themen zu Skirollern zusammengefasst. Wir hoffen, dass damit keine Zweifel mehr offen bleiben. Falls doch, hinterlasse gerne einen Kommentar.

Wie lagere und transportiere ich meine Skiroller richtig?

Damit Deine Skiroller gut geschützt transportiert werden können oder gut über den Winter kommen, gibt es spezielle Skirollertaschen. Gelagert werden sollten Skiroller an einem trockenen Ort bei Raumtemperatur.

Wie pflege ich meine Skiroller?

Grundsätzlich sollten die Rollski nach jeder Benutzung gereinigt werden. Das gilt umso mehr, wenn Du bei Regen unterwegs warst. Denn wenn Nässe in die Kugellager der Räder eindringt, verschleißen diese schneller und können so zu unerwünschten Unfällen führen.

Für die Reinigung reicht normales Wasser vollkommen aus, es sind keine besonderen Mittel vonnöten. Danach solltest Du Deine Bretter gut abtrocknen lassen, bevor Du sie in einer Tasche verstaust oder mit Öl behandelst.

Hast Du die Räder ein paar Mal gedreht und den letzten Rest Wasser entfernt, kannst Du die Räder pflegen. Sprühe oder tropfe dazu etwas Öl von beiden Seiten in die Lager der Räder. Achte darauf, dass Du auf die Rollen selbst kein Öl tropfst.

Gibt es Skiroller für Kinder?

Ja! Auch das Skiroller-Fahren eignet sich bereits für Kinder, weswegen es spezielle Skiroller für Kinder gibt. Diese besitzen einen kürzeren Holm, einen tiefer liegenden Reifenschwerpunkt und breitere Rollen. Diese Eigenschaften unterstützen junge Läufer, da sie eine bessere Stabilität und einen einfacheren Umgang mit dem Skiroller ermöglichen.

Skiroller vs. Inlineskates vs. Skikes

Mittlerweile gibt es einige Sommersportarten auf zwei oder mehr Rollen, die vieles gemeinsam haben, sich aber dennoch unterscheiden. Was Skiroller sind und für wen sie sich eignen, sollte nach dem Lesen dieses Artikels (hoffentlich) klar sein. Sie sind oft der Sommer-Ersatz für das Langlaufen.

Inlineskates hingegen werden normalerweise ohne Stöcke gelaufen, sind schneller und wendiger. Die Schlittschuh-Technik des Inline Skatings findet sich in der Skating-Technik des Skirollerns wieder.

Skikes sind besondere Off-Road-Skiroller, die mit Straßenschuhen gefahren werden. Diese bieten den Vorteil, dass Du keine speziellen Langlaufschuhe mit Bindung brauchst, sondern direkt die Bretter anschnallen und über Stock und Stein fahren kannst.

Weiterführende Quellen

Suchst Du nach gebrauchten Skirollern? Dann kannst Du Dich auf dieser Seite umschauen:
https://nordicx.com/index.php?tpl=&_artperpage=20&cl=alist&searchparam=&cnid=f7e8b69548ad7047a7e5b03248b0337a

Bist Du neu im Skirollern? Dann empfiehlt sich ein Skiroller-Kurs, in dem Du die Grundlagen erlernst und so sicher Deine ersten Runden drehen kannst. Auch für Fortgeschrittene gibt es Kurse:
https://comfortskates.com/kurs/
https://nordicx.com/Skiroller-Kurswochenende.html

Möchtest Du nicht nur bei Dir zuhause auf Deinen Rollski unterwegs sein? Dann schau Dir mal diese Ausflugsziele mit speziellen Skirollerstrecken an:
https://skiroller-magazin.de/category/strecken/

Hier findest Du außerdem eine Übersicht mit speziellen Skiroller-Strecken in ganz Deutschland sowie Österreich und Italien:
https://www.skiroller-online.com/info/strecken/

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