Skibindung: Test, Vergleich und Kaufratgeber

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skibindung

Sie hat wohl schon einige Verletzungen verhindert. Die Skibindung. Der Teil des Skis, der dafür sorgt, dass der Spaß beim Skifahren nicht zu kurz kommt. Umso wichtiger ist es im Umkehrschluss eine Skibindung zu kaufen, die ihre Arbeit einwandfrei erledigt.

Mit diesem Ratgeber wirst Du Dir über die große Auswahl eine gute Übersicht verschaffen können. Weiter unten auf der Seite haben wir aktuelle Skibindung-Tests für Dich zusammengefasst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Skibindungen sind wichtig für die Sicherheit beim Skifahren
  • Es gibt Alpin-Skibindungen, Telemark-Skibindungen, Carving-Skibindungen und Touren-Skibindungen
  • Beim Kauf solltest Du auf Anwendung, Sohlenkompatibilität und Material achten
  • Skibindungen sollten von Profis eingestellt werden
  • Der Z-Wert bestimmt, bei welcher Kraft die Skibindung auslöst.

Die besten Skibindungen: Favoriten der Redaktion

Die Auswahl ist groß, deshalb haben wir hier für Dich unsere Favoriten zusammengestellt. Wir haben die Key-Features und die Besonderheiten zusammengefasst, damit Du schnell weißt, ob eine der Bindungen etwas für Dich ist.

Look Pivot 12

  • Alpin-Skibindung: optimal für Freeride
  • Neues Rotationssystem an der Ferse sorgt für Minimierung von unnötigen Auslösungen der Bindung und somit mehr Sicherheit
  • DIN-Reihe 4-12: Damit ist es geeignet für Anfänger bis Fortgeschrittene
  • Hohe Kompatibilität: Du kannst sie mit traditionellen Skischuhen (ISO 5355), GripWalk und WTR benutzen
  • Sehr gutes Preis-Leistung-Verhältnis

Die Skibindung „Look Pivot 12“ von der Marke „Look“ ist hauptsächlich schwarz gehalten mit ein paar weißen und roten Akzenten. Das rundet das Design ab. Das Paar wiegt zusammen 2,47 kg, was nicht besonders leicht, aber auch nicht besonders schwer für eine Skibindung ist. Ihre Maße betragen 40,64 *20,32*15,24 cm und ihre Standhöhe beträgt 18 mm.

Geeignet ist die Alpin-Skibindung für Anfänger bis Fortgeschrittene. Vor allem Freerider werden mit dieser Skibindung hervorragend bedient. Das neue Rotationssystem sorgt nämlich dafür, dass es auch abseits der Piste auf nicht präparierten und unebenem Untergrund kaum zu Fehlauslösungen kommt. Dem unbeschreiblichem Fahrgefühl auch neben der Piste steht also nichts im Wege!
Empfohlen wird die Skibindung für ein Fahrergewicht von 60-95 kg.

Marker Griffon 13 id

  • DIN-Range: 4-13
  • Alpin-Skibindung, die für Freeride, und Freestyle geeignet ist
  • Optimiert für junge und leichte Fahrer
  • AFR („anti friction device“) sorgt für hohe Fahrsicherheit durch präzises Auslösen der Bindung
  • Sole.ID macht die Skibindung kompatibel mit Skischuh-Art Alpin (ISO 5355) und Touren (ISO 9523)

Die Marker Griffon 13 kommen im Schwarz-Weiß-Look daher. Rote Akzente bringen noch etwas mehr Farbe ins kompakte Design. Die Maße der Skibindung von Marker betragen nämlich 62,99*3*3 cm bei einem Gewicht von 453,59 g pro Seite. Das ist im Vergleich eine ziemlich leichte Skibindung. Die Standhöhe beträgt 22 mm. Das optimale Fahrergewicht liegt unter 120 kg.

Die Skibindungen von Marker gelten als sehr zuverlässig. Das spiegelt sich auch in den Bewertungen auf Google und Amazon wider. Sie tun „what they’re supposed to“, also was sie tun sollen. Andere geben an, dass diese Bindungen auch für eine aggressive Fahrweise geeignet sind.

Marker Squire 11

  • Z-Werte von 3 bis 11, damit ist es bestens für Anfänger geeignet
  • Alpin-Skibindung geeignet für Anfänger des Freestyles, Jib und für All Mountain
  • Durch Sole.ID ist die Skibindung kompatibel mit traditionellen Alpin-Skischuhen und Touren-Skischuhen
  • Rostfreies ADF-System sorgt für präzise Auslösung der Bindung
  • Bekannte Zuverlässigkeit der Marke Marker

Die Marker Squire 11 sind im Skigebiet häufig anzutreffen. Sie sind in schwarzer Ausführung und schlichter, weißer Ausführung erhältlich. Diese Skibindung ist mit einem Gewicht von zusammen 1016 g sehr leicht. Dazu ist das Design sehr kompakt mit den Maßen 62,99*3*3 cm.

Auch hier kannst Du auf die bewährte Zuverlässigkeit der Skibindungen von Marker setzen. Die Skibindungen werden gut bis sehr gut bewertet. Perfekt ist dieses Modell für Dich, wenn Du noch ein Anfänger bist und wenn Du in die Freestyle-Szene einsteigen willst. Zudem ist diese Skibindung eher auf Frauen und leichtere Skifahrer ausgelegt. Durch die gute Kraftübertragung kannst Du diese Bindung sogar mit breiteren Ski fahren.

Tyrolia Attack 13 :

  • Z-Werte von 4 bis 13, sodass auch rasante Fahrten kein Problem sind
  • Niedrige Standhöhe (17 mm) für ein direktes und stabiles Fahrgefühl
  • Kompatibel mit Alpin-Skischuhen und GripWalk
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Alpin-Skibindung für eine aggressive Fahrweise und Allrounder
  • Das empfohlene Fahrergewicht beträgt 40 – 120 kg

Die Skibindung von der Marke Tyrolia hat durch die grauen Abstufungen einen sportlichen Look. Das schlichte Design ist auch in zusätzlich neonfarbenen Ausführungen erhältlich. Sie hat ein Gewicht von 2,07 kg im Paar. Das optimale Fahrergewicht beträgt 40-120 kg.

Ein Highlight ist die niedrige Standhöhe. Dadurch sinkt der Schwerpunkt und Du bekommst ein sicheres Fahrgefühl.

Diese Skibindung ist auf eine aggressive Fahrweise ausgelegt. Das zeigt der Einstellbereich des Z-Werts, der von vier bis dreizehn geht. Harte und hohe Sprünge und Abfahrten im unberührten Powder-Bereich sind damit problemlos möglich. Die Stabilität und Sicherheit kannst Du natürlich auch für entspannte Abfahrten auf die Piste mitnehmen. Alles in allem also ein echter Allrounder für fortgeschrittene Skifahrer.

Atomic N Shift MNC 13

  • Echte Tourenbindung und echte Freeride-Bindung in einer Bindung: maximale Flexibilität
  • Pin-Bindung für den Aufstieg und Freeride-Bindung für die Abfahrt
  • Klar definierte Z-Werte von 5 bis 13: weniger Fehlauslösungen und aggressive Fahrweise möglich
  • Kompatibel mit Touringschuhen und Alpin-Skischuhen
  • Kompatibel mit Harscheisen, sodass Du auch bei sehr steilen Aufstiegen uns ungünstigem Untergrund hochkommst

Die Skibindung von der Marke Atomic kommt im Schwarz-Weiß-Look daher . Mit einem Gewicht von 1,7 kg ist sie für eine Pin-Bindung nicht gerade leicht. Das liegt daran, dass sie eher abfahrt-orientiert ist. Für kürzere Aufstiege wird das aber kein Problem darstellen.

Das Highlight dieser Skibindung liegt in der hohen Flexibilität. Denn sie vereint eine vollwertige Tourenbindung mit einer vollwertigen Freeride-Bindung für optimale Abfahrts-Performance. Der Wechsel der Systeme gelingt sehr leicht per Hebel.

Die hohen Z-Werte tragen dazu bei, dass Du auch mal aggressive Fahrweisen ausüben kannst. Hohe Geschwindigkeiten sind auch wunderbar möglich. Alles in allem ist das eine sehr innovative Skibindung, die eine hohe Flexibilität bietet.

Kaufratgeber für Skibindung

Bei der großen Auswahl kann man schnell mal die Übersicht verlieren. Mit dem Kaufratgeber wirst Du Dir eine Übersicht verschaffen können.

Was ist eine Skibindung und wofür brauche ich sie?

Die Skibindung ist der Teil, der den Skischuh (zu unserer Skischuh Test-Übersicht) mit dem Ski (zu unserer Ski Test-Übersicht) verbindet. Sie sorgt dafür, dass wir die Kräfte optimal auf den Ski übertragen und somit sicher lenken können. Sie besteht aus einer Vorder – und Hinterbacke. Der Skischuh ist dabei mit einer bestimmten Kraft zwischen den Backen befestigt.

Denn die Bindung soll genau dann auslösen, wenn man stürzt. Dabei muss sich der Ski vom Fuß lösen, um dem Bein die Freiheit zu lassen, sich beim Sturz mit dem Körper mitzudrehen.

Wusstest Du schon? Seit der Wintersaison 1979/1980 sind die Unfälle um 59% zurückgegangen. Die Anzahl hat sich also mehr als halbiert!

Die Skibindung muss richtig eingestellt werden. Löst sie nämlich zu früh aus, kann sie dann auslösen, wenn sie nicht soll. Das kann, zum Beispiel, bei einer rasanten Fahrt der Fall sein, wenn größere Kräfte wirken. Löst sie zu spät aus, kann es zu Biege – und Drehverletzungen kommen.

Sie schützt vor Verletzungen

Sie ist wichtig, um uns vor schweren Verletzungen zu schützen. Dabei werden wir vor allem vor Knochenbrüchen geschützt. Weichteile, wie Sehnen und Bänder werden zwar auch geschützt, aber nicht in dem Umfang, in dem harte Strukturen im Körper geschützt werden.

Skifahrer beim Skifahren
Damit auch weitere solche Szenen stattfinden können, schafft die Skibindung Sicherheit für den Skifahrer.

Welche Arten von Skibindungen gibt es?

Es gibt viele verschiedene Wege, im Skiurlaub Spaß zu haben. Die einen zieht es in die Berge, um ein paar Abfahrten mitzunehmen. Die anderen wollen in der Natur sein und sich körperlich fordern.

Logisch, dass es bei den individuellen Wünschen verschiedene Lösungen gibt.

Alpin-Skibindung

Die Alpin-Skibindung ist für das alpine Skigebiet geeignet. Mit diesem Bindungssystem kommt man in allen möglichen Abfahrten zurecht, auch neben der Piste. Dabei kommt sie sowohl für wettkampforientierte, als auch Hobby Skifahrer zum Einsatz.

Der Skischuh ist an der Ferse und an der Fußspitze an der Bindung befestigt. Das sorgt für eine optimale Kraftübertragung bei der Abfahrt. Deshalb findet die Alpin-Skibindung auch im Rennski Anwendung.

Fast immer ist auch ein Verbindungsstück dabei. Es verbindet die Backen miteinander und sorgt für mehr Stabilität auf dem Ski. Die Alpin-Skibindung ist insgesamt auf Stabilität, einfacher Nutzung und gutem Halt ausgelegt.

Ein Bremssystem ist ebenfalls so gut wie immer dabei. Es wird dann aktiviert, wenn die Bindung auslöst. Das sorgt dafür, dass dein Ski nicht die gesamte Piste herunterrutscht und Du mit nur einem Ski den Rest herunterfahren darfst. Vor allem schützt er aber auch andere Skifahrer.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Alpin-Skibindung für alle Abfahrten eine gute Lösung ist. Für Touren und Aufstiege ist sie allerdings nicht geeignet, da die Ferse am Hinterbacken fest ist.

Tourenbindung

Die Tourenbindung ist, wie der Name schon sagt, für Skitouren geeignet. Beim Tourenski befindet man sich die meiste Zeigt im Aufstieg. Darum kann die Ferse im Gegensatz zur Alpin-Skibindung frei bewegt werden. Das sorgt für eine natürliche Gehbewegung. Somit fallen Dir Aufstiege deutlich leichter.

Zwei Menschen sind auf Skitouring
Die passende Skibindung für die Anwendung ist sehr wichtig. Wer Skitouren geht, braucht eine Tourenbindung.

Die Ferse kann aber auch fixiert werden. Das sorgt für eine optimale Abfahrt nach dem Aufstieg. Die Vorteile sind somit klar bei der hohen Flexibilität dieses Bindungssystems. Dafür zahlt man aber in der Regel mehr.

Für den Aufstieg kann Zubehör montiert werden. Hier ist die Steighilfe zu nennen, die die Ferse erhöht und einem den Aufstieg erleichtert. Diese ist verstellbar. Im Flachen solltest Du allerdings beachten, dass Du die Steighilfe nicht verwenden solltest. Die Gleitphase wird sonst kürzer, was Dir das Fahren erschwert.

Auch ein Harscheisen kann an die Bindung montiert werden. Dieser ist sehr hilfreich bei Harsch, einer sehr harten und eisigen Schneeart. Er sorgt dafür, dass Du nicht so leicht abrutschst.

Telemark-Skibindung

Die Telemark-Skibindung wird für eine bestimmte Abfahrtstechnik verwendet, dem Telemark. Dabei geht man in die Knie. Hier siehst Du ein Video, damit Du Dir das besser vorstellen kannst.

Dafür muss die Ferse frei beweglich sein. Der Skischuh ist somit wieder nur an der Schuhspitze an der Bindung befestigt.

Tipp: Wusstest Du schon, dass das Telemarken seinen Namen einer norwegischen Provinz zu verdanken hat? In der Provinz „Telemark“ ist die Technik entstanden.

Nicht alle Modelle, aber viele, kannst Du zu einer Tourenbindung umfunktionieren. Diese Art der Skibindung bietet somit maximale Flexibilität. Normale Abfahrten, Touren und das Telemarken sind hiermit möglich. Allerdings bezahlst Du hier wieder nicht wenig.

Diese Bindungsart ist etwas für Dich, wenn Du die Technik des Telemarkens beherrscht. Das kann für großen Spaß sorgen. Telemarken sind dazu sehr fordernd für den Körper. Wenn Du das als Herausforderung siehst und Dich nicht vor körperlicher Arbeit scheust, ist diese Bindung bestens für Dich geeignet.

Bei Telemark-Skibindungen kann man noch mal in zwei Kategorien unterscheiden.

Die Drei-Pin-Bindung

Die Spitze des Skischuhs ist durch drei kleine Stifte, den Pins, gesichert. Dieser Bindungstyp zeichnet sich durch sein geringes Gewicht aus. Dafür wird aber Dein Gleichgewichtssinn und Deine Koordination stärker gefordert.

Die Kabelzugbindung

Bei der Kabelzugbindung wird ein Kabel aus Metall um die Ferse gespannt. Dadurch erlangst Du etwas mehr Kontrolle über Deinen Ski und kannst den Druck auf den Ski erhöhen.

Auch bei der Telemark-Bindung ist es empfehlenswert, Dir einen Fangriemen anzuschaffen. Das verhindert, dass dein Ski nach einem Sturz weit von Dir wegrutscht.

Carving-Skibindung

Die Carving-Skibindung ist für Dich, wenn Du das Carven beherrscht und Spaß daran hast. Carving ist eine sportliche Fahrtechnik. Dabei fährst Du in Kurven auf den Kanten Deiner Ski.

Der Skifahrer fährt mit einer Carving-Skibindung, um optimal zu carven.
Da man beim Carven auf den Skikanten fährt, ist eine Carving-Skibindung optimal.

Durch diese spezielle Technik werden spezielle Anforderungen an den Ski gestellt. Dieser besteht aus einem Flex-Material, das sehr biegsam ist. Des Weiteren haben Carving-Ski eine stärkere Taillierung.

Durch die Carving-Skibindung kannst Du die Biegsamkeit Deiner Ski einstellen. Dafür gibt es meistens drei Stufen.

In der ersten Stufe wird die Biegefähigkeit der Ski kaum beeinflusst. Die Stufe ist für langsamere und entspanntere Fahrten geeignet.

In der zweiten Stufe ist die Biegefähigkeit Deiner Ski schon etwas beeinträchtigt. Das ist aber kein Nachteil, denn bei höheren Geschwindigkeiten und harten Pisten stehst Du stabiler auf den Ski.

Die dritte Stufe ist für die, die sehr hohe Geschwindigkeiten fahren. Bei härterem Schnee ist diese Stufe auch empfehlenswert. Durch die reduzierte Biegefähigkeit ist Dein Ski hier wieder stabiler und Du stehst sicherer auf deinen Ski.

Die hohe Flexibilität kann Dir viel Fahrspaß bringen, weshalb Du womöglich das etwas größere Loch im Geldbeutel gut verkraften wirst.

Welche sind die wichtigsten Kaufkriterien bei Skibindungen?

Damit Du selbst beurteilen kannst, ob eine Skibindung für Dich geeignet ist, musst Du natürlich wissen, worauf es ankommt. Die wichtigsten Kaufkriterien sind in den nächsten Punkten erklärt.

Prüfe die Kompatibilität

Das erste Kaufkriterium, auf das Du achten solltest, ist die Sohlenkompatibilität. Nicht jede Skibindung passt mit jedem Skischuh. Du musst sicherstellen, dass Deine Skibindung mit dem Skischuh passt, um maximale Sicherheit zu schaffen.

Es kann nämlich sein, dass dein Skischuh mit der Skibindung zu passen scheint. Die Fähigkeit im richtigen Moment auszulösen kann aber beeinträchtigt sein. Nimm Dir also im Sinne Deiner Gesundheit unbedingt die Zeit dafür, diesen Aspekt zu überprüfen.

Der Deutsche Ski-Verband empfiehlt die Kompatibilität von Skischuh und Skibindung im Sportfachhandel prüfen zu lassen.

Durch die vielen individuellen Wünsche sind viele individuelle Lösungen verschiedener Marken auf den Markt gekommen. Einheitliche Sohlen – und Bindungssysteme gibt es also nicht. Somit hat die Empfehlung des Deutschen Ski-Verbands ihre Berechtigung.

Um Dir aber eine Übersicht zu verschaffen, kannst Du Dir die Tabelle angucken. Sie zeigt Dir, welche Sohlennorm mit welcher Bindungsnorm sicher kompatibel ist und wo Bedarf zur Abklärung besteht.

Material

Eine Skibindung ist ein komplexes System und besteht aus hunderten Einzelteilen. Dieser Punkt fokussiert sich nur auf die Vorder- und Hinterbacken, die den Großteil des Materials ausmachen. Die einzelnen kleinen Teile werden hier nicht angesprochen.

Klar ist, dass die Sicherheit an erster Stelle stehen sollte. Holz ist als Baumaterial nicht mehr die erste Wahl. Wohl aber folgende Materialien:

  • Titan: Hat trotz seiner hohen Robustheit ein sehr geringes Gewicht, ist aber etwas teurer.
  • Karbon: Damit kann man auch nichts falsch machen. Es ist auch nicht das günstigste Material, bietet aber eine hohe Festigkeit vor Brüchen bei geringem Gewicht.
  • Magnesium: Ist ebenfalls leicht und robust.
  • Kunststoff: Auch eine gute Lösung kann aber nicht mit den oben genannten Materialien mithalten. Dafür schont er aber den Geldbeutel.

Anwendungsbereich

Ein wesentliches Kaufkriterium ist der Anwendungsbereich. Verschiedene Anwendungen erfordern verschiedene Bindungssysteme.

Du musst Dich also zuerst fragen, wofür Du Deine Ski benutzen willst. Willst Du entspannte Abfahrten oder sportlich fordernde Skitouren?

Alpin-Skibindungen sind die richtige Wahl, wenn Du nur herunterfahren willst. Touren oder Aufstiege sollten nicht in deinem Programm sein. Zusätzlich sind diese Bindungen auch die günstigsten.

Tourenbindungen eignen sich hervorragend für Tourenski. Damit fallen Dir Aufstiege deutlich leichter. Durch die hohe Flexibilität kannst Du sie auch umfunktionieren, sodass Du auch bei der Abfahrt sicher auf dem Ski stehst.

Die Carving-Skibindung ist für alle, die das Carven lieben. Hiermit wird es Dir am meisten Spaß machen und am besten gelingen. Aufsteige sollten hier aber wieder nicht im Programm sein, da die Ferse fest an der Bindung ist.

Die Telemark-Skibindung ist für Dich, wenn Du Spaß am Telemarken hast und die hohe Flexibilität schätzt. Mit dieser Skibindung kannst Du mit ein paar Handgriffen so gut wie alles, was mit einem Ski möglich ist, tun.

Welche Marken stellen qualitativ hochwertige Skibindung her?

Grundsätzlich haben alle Marken ihre teuren und billigen Modelle. Natürlich gibt es auch innerhalb der Marken Qualitätsunterschiede. Insgesamt gibt es viele verschiedene Marken, die qualitative Skibindungen herstellen.

Zu nennen ist vor allem die Marke Marker, die auch reihenweise Testsieger produziert. Nicht weniger gute Marken sind Salomon, Tyrolia, Atomic, Dynafit und Look.

Wo kann man eine Skibindung kaufen?

Die Möglichkeiten sind heute so groß wie nie. Damit ist es so einfach wie nie, eine Skibindung zu kaufen.

Im Fachgeschäft

Die naheliegendste Möglichkeit ist das Fachgeschäft. Der Vorteil ist hier, dass Du Dir alles genau anschauen kannst und deshalb weißt, was Du kaufst.

Du kannst Dich auch von Fachhändlern beraten lassen, die wissen, wovon sie sprechen. Sie haben oft jahrelange Erfahrung und können Dir den für Dich optimalen Ski geben. Allerdings besteht hier auch das Risiko, dass Dir nur ein teurer Ski, den Du nicht brauchst, verkauft wird.

Suche Dir deshalb am besten einen vertrauenswürdigen Fachhändler aus. Frag Freunde und Verwandte, wo sie ihre Skiausrüstung kaufen.

Online-Shops

Eine weitere Option sind Online-Shops, wie Amazon. Mit dieser Kaufberatung wirst Du die für Dich optimale Skibindung selbst aussuchen können. Denn die Auswahl in Online-Shops ist groß.

Das hat Vor – und Nachteile. Ein großer Vorteil ist, dass der Preisvergleich einzelner Modelle deutlich einfacher ist. Hier hast Du alle Angebote an einem Ort. Oft sind die Produkte in Online-Shops auch günstiger.

Vom Gebraucht-Kauf raten wir Dir ab. Bei gebrauchten Produkten hast Du keine Garantie, dass sie voll funktionstüchtig sind. Falls Du Dich ich für einen Gebraucht-Kauf entscheidest, lass die Skibindung am besten von einem Fachhändler prüfen. Das wird aber auch Kosten verursachen.

Wie viel kosten Skibindungen?

Skibindungen gibt es in allen Preisklassen. Alpin-Skibindungen sind aber die Günstigsten. Du solltest deinen Kauf aber vorrangig von Deiner Verwendung und der Sicherheit der Skibindungen abhängig machen. Erst danach solltest Du Preise vergleichen.

Hier siehst Du die Preisspanne der verschiedenen Arten der Skibindungen.

Art der Skibinung Preisspanne
Alpin-Skibindung 40-400 €
Touren-Skibindung 200 €+
Carving-Skibindung 90 €+
Telemark-Skibindung 200 €+

Wichtiges Zubehör für die Skibindung

Je nachdem, welche Anwendung Du für Deine Ski findest, eignet sich verschiedenes Zubehör.

Ein Teil, was aber für jeden geeigneten ist, sind die Skistopper. Sie bremsen Deinen Ski ab, wenn er sich beim Sturz von der Bindung löst.

Ein Harscheisen ist sehr hilfreich, wenn Du Skitouren gehst. Es sorgt dafür, dass Du bei härterem und eisigem Schnee beim Aufstieg nicht wegrutschst.

Eine sogenannte „Adjustment-Plate“ ist sinnvoll, wenn ein Ski mit mehreren Schuhen benutzt werden soll. Mit ihr kannst Du unterschiedliche Skischuhe für eine Bindung verwenden.

Ein Fangriemen kann als Alternative zum Skistopper gesehen werden. Damit wird der Skischuh mit dem Ski verbunden. Dein Ski bleibt auch bei einem Sturz bei Dir.

Skibindung Test-Übersicht: Welche Skibindung sind die Besten?

Testmagazin Skibindung Test vorhanden? Veröffentlichungs-Jahr Kostenloser Zugang Mehr erfahren
Stiftung Warentest Ja, zwei Skibindungen wurden getestet 2011 Ja Hier klicken
Öko Test Nein
Konsument.at Ja 2014 Nein Hier klicken
Ktipp.ch Nein

Stiftung Warentest testet Skibindungen

Stiftung Warentest ist eine Verbraucherorganisation, die Produkte aufwendig testet. Ein großer Test über Skibindungen wurde allerdings nicht veröffentlicht. Wohl aber ein kostenfreier Artikel, der über Ausrüstung beim Skilanglauf berät. Darin ist auch ein Abschnitt, in dem zwei getestete Bindungssysteme empfohlen werden.

Skibindung Test von Konsument

Konsument ist eine österreichische Verbraucherschutzorganisation, die ebenfalls Produkte testet. Die Organisation hat verschiedene Bindungen getestet. Der Artikel ist leider nicht kostenfrei, könnte sich aber für Dich lohnen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Skibindung

Sind noch fragen offen? In diesem FAQ findest Du womöglich die Antwort zu Deiner Frage.

Wie befestige ich eine Skibindung an den Skiern?

Die erste Frage ist die Position des Montagepunktes. Oft haben die Ski einen festgelegten Montagepunkt, der gekennzeichnet ist. Dein Ski wird dann meistens im Verhältnis 60:40 bis 70:30 von der Bindung aufgeteilt.

Falls kein Montagepunkt markiert ist, solltest Du Dich innerhalb dieser Werte aufhalten. Bei Freestyle-Ski kannst du sogar bis zur Mitte, weil man auch rückwärts fährt.

Generell gilt: Wenn Du die Drehfreudigkeit erhöhen willst, musst der Montagepunkt weiter vor.

Die Montage

Am besten schaust Du Dir das Video dazu an. Dann kannst Du alles leichter nachvollziehen.

Trotzdem haben wir das für Dich zusammengefasst.

  • Du brauchst die Montageschablone:
    Sie zeigt, wo welche Löcher in den Ski hinein gebohrt werden müssen. Vielleicht hast Du die Gebrauchsanweisung Deiner Skibindung nicht mehr. Die Montageschablone kannst Du aber im Internet finden und ausdrucken. Achte beim Ausdrucken darauf, dass die Skalierung auf 100 % ist.
  • Montagepunkt bestimmen:
    Das ist oben erklärt.
  • Bohrlöcher markieren:
    Jetzt ist etwas Feingefühl gefragt. Platziere die Montageschablone und markiere die Bohrlöcher. Das kannst Du mit einem Schraubenzieher tun, mit dem Du leicht in den Ski bohrst.
  • Löcher bohren:
    Achte darauf, die Bohrtiefe nicht zu überschreiten. Das kannst Du mit einem speziellen Bohrer tun. Er ist so konstruiert, dass Du ab einer bestimmten Bohrtiefe nicht weiterbohren kannst.
  • Schraube die Bindung ein

Wie stelle ich die Skibindung richtig ein?

Skibindung einstellen heißt den Z-Wert richtig einstellen. Die Frage, was der Z-Wert ist, klären wir im nächsten Punkt.

Wir wollen Dich ausdrücklich darauf hinweisen, dass der Z-Wert von Profis eingestellt werden muss. Dafür schulden wir Dir natürlich eine Erklärung.

Er muss nämlich den schmalen Grat zwischen zu früh und zu spät auslösen treffen. Ist er zu niedrig eingestellt, kann die Bindung bei schnellen Fahrten ungewollt auslösen. Ist er zu hoch, wird die Bindung bei einem Sturz nicht auslösen.

Es spielen viele Faktoren eine Rolle

Mit der Veränderung Deines Körpers ändern sich auch die Kräfte, die auf den Ski wirken. Dabei spielt deine Größe, Dein Alter und Dein Gewicht eine Rolle.

Und auch wenn sich Dein Körper nicht verändert, tut es die Skiausrüstung. Die Sohle der Skischuhe kann zum Beispiel abgenutzt werden. Dadurch liegt der Skischuh anders in der Bindung. Auch die Federn der Bindung können mit den Jahren ihre anfänglichen Eigenschaften verlieren.

Dein Fahrstil und Dein Fähigkeitslevel spielen auch eine große Rolle. Auf die Ski eines Anfängers wirken kleinere Kräfte, als auf die Ski eines Fortgeschrittenen. Der Fortgeschrittene fährt schneller und beherrscht auch mehrere Fahrtechniken.

Die Skibindung wird im Sportfachhandel mit elektronischen Geräten zur Prüfung der Bindung eingestellt. Des Weiteren werden die Skischuhe auf Abnutzungsspuren untersucht. Dementsprechend wird auch die Bindung eingestellt.

Gib deshalb unbedingt beide Skischuhe ab. Sie können unterschiedlich abgenutzt sein.

Zusammenfassung: Es spielen sehr viele Faktoren eine Rolle. Dazu gehört der Körper des Skifahrers und die Beschaffenheit der Skiausrüstung. Deshalb muss die Einstellung der Skibindung professionell erfolgen.

Wie oft sollte ich die Bindung einstellen lassen?

Am besten lässt Du die Bindung ein Mal im Jahr prüfen, sofern Du jedes Jahr Skifahren gehst. Vor allem, wenn sich dein Körper stark verändert, solltest Du es wirklich jährlich tun.

Was ist der Z Wert?

Die Skibindung hat den Zweck, im richtigen Moment auszulösen. Sie muss bei einem Sturz auslösen, darf aber auch bei rasanteren Fahrten nicht ungewollt auslösen.

Der Z-Wert gibt an, bei welchen Kräften die Bindung auslöst. Du ahnst wahrscheinlich schon, wie wichtig es ist, dass dieser Wert genau richtig eingestellt ist.

Wie lange hält eine Skibindung?

Du kannst jedes Jahr prüfen, ob die Skibindung noch sicher nutzbar ist. Experten raten, Dir ungefähr alle acht bis zehn Jahre eine neue Skibindung anzuschaffen.

Weiterführende Quellen

Falls Du Dich noch weiter mit den Themen auseinandersetzen willst, haben wir hier für Dich noch weitere wertvolle Beiträge. Dort geht es um Ski-Irrtümer und die Rolle der Skibindung bei der Sicherheit Rolle der Skibindung bei der Sicherheit beim Skifahren.

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