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Schnorcheln: Tipps & Tricks für Einsteiger

Egal wie oft Du mit deinem Schnorchel ins Wasser aufbrechen wirst, Du wirst immer wieder neue Eindrücke bekommen.

Wenn Du untertauchst, hörst Du nur noch Deine gleichmäßigen Atemzüge. Du siehst das Licht, welches auf einmal viel feiner und sanfter, auf die umliegende Umgebung fällt und alles in den unterschiedlichsten Farben zum Leuchten bringt. Ab und an steigen kleine Luftbläschen an die Wasseroberfläche.

Dann weitest Du Deinen Blick und siehst in eine unendliche Weite an Blautönen. Obwohl es so still hier unten ist, herrscht ein reges Treiben. Bunte Fische ziehen an Dir vorbei, kleine Krabben beobachten Dich aus winzigen Felsöffnungen und an den Steilklippen siehst Du gefährlich wirkende Stacheln von Seeigeln aufblitzen.

Klingt traumhaft, oder? Ist es auch. Schnorcheln gehört zu einer der schönsten Beschäftigungen im Urlaub und bei manch glücklichem auch in den Alltag als Hobby. Damit auch Du beim Abenteuer „Schnorcheln“ den Kopf ausschalten kannst und einfach nur die Unterwasserwelt genießen kannst, haben wir Dir im folgenden einige hilfreiche Tipps & Tricks aufgeführt, die Dir als Anfänger Deine Bedenken sowie Fragen nehmen sollen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Schnorcheln kann am Anfang ungewohnt sein, da Du nur den Schnorchel für die Luftzufuhr hast und durch die Taucherbrille über ein eingeschränktes Sichtfeld verfügst.
  • Vermeide es, als Anfänger komplett alleine Schnorcheln zu gehen – nimm einen erfahrenen Schnorchler mit, der Dir im „Notfall“ zur Seite steht.
  • Informiere Dich über das Schnorchelgebiet und lerne das Meer zu „lesen“. Scheu Dich nicht, am Anfang um Hilfe zu bitten!
  • Sei respektvoll zu Deiner Umgebung! Zerstör nicht das Riff, trampel nicht darauf herum und hinterlasse keinen Müll.
  • Mit ein bisschen Geduld und Übung kann Schnorcheln zu einem der erlebnisreichsten und spannendsten Hobbys unter Wasser werden!

Hintergründe: Was Du über das Schnorcheln wissen solltest

Du liebst das Meer und bist neugierig, was es unter der Wasseroberfläche so zu entdecken gibt? Bist aber kein Freund davon, Dich in einen Neoprenanzug zu zwängen und mit Bleigürtel und Sauerstoffflasche in die „richtigen“ Tiefen des Meeres hinabzusinken?

Dann ist Schnorcheln genau das Richtige für Dich. Hier brauchst Du bis auf die Grundausrüstung keinerlei zusätzliches Equipment. Du musst dafür keine Schule besuchen und hinterher durch eine Prüfung einen Tauchschein ablegen. Du musst nicht extra mit einem Boot aufs Meer rausfahren, um an die besten Plätze zu gelangen. Das einzige, was Du zum Schnorcheln benötigst, sind gute Schwimmkenntnisse, ein gutes Einschätzungsvermögen und eine Portion Entdecker. Sinn.

Von daher – schnapp Dir Deinen Schnorchel, Deine Taucherbrille und Deine Flossen und los geht’s!

Good to know: Natürlich kann man auch im Bereich des Schnorchel-Sports verschiedene Abzeichen in verschiedenen Stufen erwerben. Dies ist für den Freizeitgebrauch allerdings kein „muss“, sondern wird eher beim professionellen Ausführen dieses Sports oder als Vorbereitung für einen Tauchschein von den Teilnehmern verlangt.

Schnorcheln für Anfänger: Was Du dafür brauchst

Damit Du bald mit Nemo um die Wette schnorcheln kannst, ist ein gute und vorallem passende Ausrüstung unabkömmlich. Welches Equipment Du für den Start benötigst und wie Du dieses einsetzt, führen wir Dir im folgenden einmal auf.

Was brauche ich überhaupt zum Schnorcheln?

Die Grundausrüstung sieht auf wie folgt:

Schnorchelmaske

Damit Du die schon oft erwähnte farbenfrohe Unterwasserwelt gut sehen kannst, ist eine passende Maske wohl mit das Wichtigste. Und ja, wir meinen passend. Nichts ist nerviger als eine Maske, die nicht richtig sitzt. Im „worst case“ läuft diese dann alle fünf Minuten mit Meerwasser voll und Du bist hauptsächlich damit beschäftigt, dass Wasser aus Deinen Augen und der Brille zu bekommen.

Also bitte vorher testen! Am besten setzt Du die Maske ganz locker auf Deine Augen – und Nasenpartie, ohne sie mit dem Band am Kopf zu befestigen. Jetzt atmest Du kurz durch die Nase ein. Wenn die Maske passt, entsteht ein Unterdruck und Du bekommst das Gefühl, dass sich die Maske festsaugt. Das ist in diesem Fall Ideal – und das gute Stück sollte in Deinem Warenkorb landen.

Es gibt heutzutage eine Vielzahl an Taucherbrillen. Die ganz klassischen über Nase – und Augenpartie, aber auch Vollmasken, die Dein komplettes Gesicht umschließen. Diese haben zudem den Vorteil, dass Du wie an Land auch, durch Nase und Mund atmen kannst. Allerdings kann eine Vollmaske sehr einengend wirken. Von daher sollte wohl jeder nach eigenem Empfinden entscheiden, für welche Maske man sich schlussendlich entscheidet.

TIPP: Wenn Du im Alltag eine Brille trägst und Dir unsicher bist, wie Du das beim Schnorcheln lösen sollst, empfehlen wir Dir für den Anfang Tageslinsen. Diese sind meist günstiger als andere Modelle und ein Verlieren im Meer ist im Fall der Fälle nicht ganz so tragisch. Wenn Du ambitionierter Brillenträger und Schnorchler zugleich bist, solltest Du Dich nach Taucherbrillen mit geschliffenen Gläsern in Deiner Stärke umsehen
Schnorchelmasken mit dem passenden Schnorchel. Vor dem Kauf solltest Du am Besten testen, ob das Equipment auch richtig sitzt.

Zum erfolgreichen Schnorcheln benötigst Du vor allem die richtige Ausrüstung – die passende Schnorchelmaske sorgt für klare Sicht unter Wasser.

Schnorchel

Er sieht unscheinbar aus, aber ist beim Schnorcheln, der wichtigste Gegenstand. Ohne einen Schnorchel könntest Du unter Wasser nicht atmen und müsstest alle Minute nach oben, um Luft zu holen. Deswegen ist auch hier die passende Auswahl entscheidend.

Und auch hier lassen sich die Schnorchelhersteller im Bereich Neuerungen und Auswahl nicht lumpen. Neben den „ganz normalen“ Schnorcheln, die es oft auch im Set mit passender Brille zu kaufen gibt, findet man heutzutage auch Modelle, die mit einem Spritzschutz und/oder einem Ausblasventil ausgestattet sind. Die neueste Innovation sind wohl sogenannte Trockenschnorchel. Diese sind gerade für Gewässer mit Wellengang geeignet oder wenn man während des Schnorchelgangs abtauchen möchte, da sie durch integrierte Technik nicht sofort mit Wasser volllaufen.

Für den Anfang sowie den Urlaub und „entspanntes“ Schnorcheln ist ein gängiges Modell jedoch vollkommen ausreichend. Achte beim Kauf darauf, dass das Mundteil gut und vor allem angenehm im Mund liegt. Wenn es zu groß ist oder unangenehm drückt, könnte es Dich nach kurzer Zeit im Wasser stören. Einen Spritzschutz haben mittlerweile fast alle Schnorchel an ihrem Ende – dieser sorgt dafür, dass bei leichtem Wellengang nicht das ganz Salzwasser in den Schnorchel läuft. Eine verschiebbare Öse zum Befestigen der Taucherbrille ist ebenfalls von Vorteil.

In unseren FAQs findest Du eine Erläuterung, was Du tun kannst, wenn trotzdem mal Wasser in Deinen Schnorchel läuft.

Schnorchel-Flossen

Stell Dir bildlich einmal eine Ente vor – siehst Du ihre Füße? Die Schwimmhäute zwischen ihren Zehen, haben fast dieselbe Form, wie die einer Schwimmflosse. Kein Wunder, immerhin wurde der Mensch davon inspiriert und nutzt seitdem die Vorteile, die solch eine Flosse am Fuß mit sich bringt.

So ist es auch bei Schnorchel-Flossen. Sie verschaffen Dir einen wunderbaren Vortrieb, sodass Du schneller und kraftsparender vorankommst. Außerdem kannst Du durch sie leichter „lenken“ und auch gegen leichte Strömungen gut ankommen.

Lass Dich auch hier von der Auswahl nicht erschlagen. Es gibt unfassbar viele unterschiedliche Flossenarten – Modelle speziell fürs Schwimmen, fürs Tauchen oder eben fürs Schnorcheln. Die Flossen fürs Schnorcheln sind meist zwischen 28 – 34 cm lang und haben eine geschlossene Fußtasche. Das heißt, du musst einfach in den Gummischuh reinschlüpfen und die Flosse schließt sich um Deinen Fuß. Achte auch hier darauf, dass die Flosse am Fuß perfekt sitzt, sonst kommt es leicht zu Blasen und Schürfwunden. Bei Online-Käufen ist es daher ratsam, sich an Kundenrezensionen zu orientieren oder das Modell in der normalen Schuhgröße und einer Größe größer zu bestellen und dann zu entscheiden.

TIPP: Achte bei der Produktbeschreibung darauf, dass die Flossen schwimmfähig sind. Gerade, wenn Du Deinen Schnorcheltrip vom Strand aus startest, ist es meist angenehmer, wenn Du die Flossen im Wasser anziehst – solltest Du dabei mal eine Flosse verlieren, sinkt sie nicht immer sofort zum Meeresgrund, sondern treibt oben.

Nice to have – die Must-haves für Schnorchler

Auch für Hobby-Schnorchel gibt es einige nützliche “Must-haves”, die einem die Zeit im Wasser erleichtern.

Taucher-Ei

Auch wenn man nicht immer gleich das Schlechteste erwarten soll, fühlt man sich doch manchmal nicht wohl, wenn man die Wertsachen wie Handy, Kamera etc. für gewisse Zeit unbeaufsichtigt am Strand lässt. Von daher lässt man diese Sachen am besten gleich im Hotelzimmer oder aber man schafft sich ein sogenanntes Taucherei an. Wenn die Qualität stimmt, ist dieses Ei sehr praktisch und man kann problemlos Handy & Co. darin verstauen und mit aufs Wasser nehmen. Dank dem luftgefüllten Innenraum, treibt das Ei an der Wasseroberfläche und lässt kein Wasser in den Innenraum.

Prüfe vor dem Gebrauch aber unbedingt, ob das Ei den Erwartungen gerecht wird und auch bei höherem Seegang oder Strömungen wasserdicht ist!

UV-Shirts

Zugegeben, die Vorstellung sich bei 30 Grad im Schatten ein UV-Shirt über den Kopf zu ziehen und ins mehr oder minder „kühle“ Nass zu hüpfen ist nicht so berauschend. Es gibt jedoch zwei Argumente, die dafür sprechen.

Erstens die UV-Strahlung. Gerade beim Schnorcheln, vergisst man leicht die Zeit und man merkt nicht, dass sich die eigene Rückseite langsam in ein Brathähnchen bzw. in einen Krebs verwandelt. Meistens kommt diese Erkenntnis erst am Abend im Hotelzimmer und ist mitunter sehr schmerzhaft sowie auf lange Sicht gesehen, nicht unbedingt gesund.
Selbst bei kühleren Temperaturen wie im Frühjahr oder im Spätsommer sollte man die Kraft der Sonne in der Kombination mit der Spiegelung der Wasseroberfläche nicht unterschätzen und auf ausreichend Sonnenschutz setzen.

Daher kann schon ein sehr leichtes UV-Shirt, dass den Rücken und die Schultern bedeckt enorme Abhilfe schaffen. Bei Personen die stark sonnenempfindlich sind oder sehr helle Haut haben, empfiehlt es sich zudem über eine UV-Hose bzw. Leggins nachzudenken.

Und was ist mit der altbekannten Sonnencreme? Weiter unten im Artikel findest Du einige Aspekte, die tatsächlich gegen gängige Sonnenschutzmittel sprechen.

Soll ich mir eine Ausrüstung leihen oder lieber gleich kaufen?

Wenn Du im Urlaub zum ersten Mal schnorcheln möchtest und Dir noch nicht sicher bist, ob das wirklich das Richtige für Dich ist, dann wird es ausreichend sein, im Hotel oder einer nahegelegenen Tauchschule nach dem entsprechenden Leihequipment zu fragen.

Wenn Du allerdings sicher bist, dass Du auch nach Deinem ersten Schnorchelausflug weiterhin abtauchen möchtest, empfiehlt es sich auf eine eigene Ausrüstung zu setzen. Hier bestimmst Du die Qualität und welche Maske, Schnorchel oder Flosse für Dich am besten ist. Ebenfalls ist dies auf Dauer angenehmer, da gerade das Leihequipment in Hotels nicht immer eine hohe Qualität aufweisen.

Schnorcheln für Anfänger: 10 Tipps wie der erste Schnorchelausflug zum Erfolg wird

Da stehst Du jetzt also. Perfekt vorbereitet mit der passenden Taucherbrille, einem Schnorchel und den entsprechenden Schnorchelflossen. Aber wie fängst Du jetzt am besten an? Wo gehst Du ins Wasser und wie sollst Du mit diesem Schnorchel überhaupt atmen?

Im Folgenden haben wir Dir einige Tipps zusammengefasst, die Dir die erste Unsicherheit und Aufregung nehmen sollen. Viel Spaß!

Kennst Du Deine Umgebung?

Bevor Du losstartest und in eine neue Welt eintauchst, solltest Du die Umgebung checken. Gerade am Anfang wird es Dir einiges erleichtern, wenn Du in ruhigen und halbwegs flachen Gewässern startest. Achte darauf, dass kaum Wellengang herrscht und keine erkennbaren Strömungen vorhanden sind. Achte darauf, dass Du gut ins und vor allem auch wieder aus dem Wasser kommst. Ebenfalls beachten solltest Du, ob es in der Bucht oder an dem Riff Boot – oder Yachtverkehr gibt, so verhinderst Du, dass es beim Auftauchen eine Kollisionen gibt.

Wenn Du unsicher bist, wie Du das Meer „lesen“ sollst, frage lieber einen der Lifeguards, die es so gut wie an jedem Strand gibt oder andere Schnorchler und Schwimmer, die erfahren aussehen. Auch eine ortsnahe Tauchbasis kann oft wertvolle Tipps liefern.

Ansonsten wirst Du die meisten Lebewesen direkt im, an oder um ein Riff antreffen. Auch Steilküsten mit Felshängen, die ins Wasser abfallen, eignen sich hervorragend zum Entdecken. Glasklares & hellblaues Wasser ist zwar wunderbar anzuschauen, aber hier wirst Du meist nicht mehr als Sandboden und ein paar Schwebeteilchen ausmachen können.

ACHTUNG: Bitte unterschätze niemals das Meer! Auch wenn es auf den ersten Blick aalglatt und ruhig erscheint, kann dieser Eindruck täuschen.

Es kann Unterströmungen geben, von denen Du nichts weißt und die Dich ebenfalls unbemerkt aufs Meer ziehen können. Deshalb: Informiere immer Deine Begleitperson, wo Du bist und was Du vorhast. Gehe nach Möglichkeit nicht alleine schnorcheln. Trau Dich andere Personen um Rat zu Fragen!

 

Glasklares Wasser sagt nicht über Strömungen oder andere Herausforderungen aus!

Unterschätze niemals das Riff! Mach Dir immer ein Bild von der Umgebung, in der Du das erste Mal schnorchelst. Achte auch Strömungen sowie Wellengang und erkundige Dich bei Unsicherheit bei einer Tauchschule oder der Strandaufsicht.

Sitzt alles richtig?

Bevor es losgeht, solltest Du prüfen, ob Deine Brille richtig sitzt, der Schnorchel befestigt ist und Du Deine Flossen griffbereit hast.

Damit Deine Brille wasserdicht bleibt, solltest Du darauf achten, dass keine Haarsträhne oder Ponyfransen zwischen Gesicht und Maske klemmen, so reduzierst das Eindringen von Wasser während des Schnorchelgangs. Bitte prüfe zudem, ob Dein Schnorchel fest am Gummiband der Taucherbrille befestigt ist und auch passend auf Mundhöhe eingestellt ist.

Deine Flossen solltest Du ebenfalls schon griffbereit haben – je nachdem wo Du ins Wasser einsteigst, kannst Du Deine Flossen schon am Strand anziehen oder erst im Wasser überstreifen.

Die ersten Atemzüge mit Deinem Schnorchel

Gerade, wenn Du noch nie durch einen Schnorchel geatmet hast, kann es am Anfang extrem gewöhnungsbedürftig sein, dass Du nur das Mundstück und den darauf aufsteigenden Schnorchel als Luftzufuhr zur Atmung zur Verfügung hast. Deshalb empfiehlt es sich, das Atmen bereits an Land auszuprobieren. Versuche trotz der ungewohnten Situation ruhig und gleichmäßig zu atmen. Wenn Du extrem unsicher bist, kannst Du zum Eingewöhnen auch Atemübungen im Hotelpool machen. Das wirkt meistens nicht so „bedrohlich“ wie das offene Meer.

Das Wichtigste ist aber: Gib Dir Zeit. Manche Menschen brauchen überhaupt keine Gewöhnung an diese Atem-Methode wieder andere benötigen mehrere Anläufe, um mit dieser Technik klarzukommen.

Hast Du den Durchblick?

Wenn Du Dich an die Atmung durch den Schnorchel gewöhnt hast, ist es ebenfalls wichtig, dass Du gut mit Deiner Taucherbrille klarkommst. Leider kommt es ziemlich häufig vor, dass die Brille nach einiger Zeit unter Wasser beschlägt. Durch unsere Körperwärme erwärmt sich die eingeschlossene Luft zwischen Brille und Körper – Kondenswasser entsteht. Damit das nicht passiert, gibt es einige Tricks die helfen können.

Der bekannteste Trick ist wahrscheinlich der, dass man vor dem Benutzen einmal in die Taucherbrille spuckt, alles verreibt und dann mit Wasser wieder ausspült. Das soll helfen, weil die im Speichel enthaltenen Proteine und Enzyme eine Art Schicht auf dem Brillenglas bilden, an welchem das entstehende Kondenswasser abperlen kann.

Wenn Du das nicht mögen, solltest, kannst Du es auch mit ein wenig Spülmittel probieren. Auch hier einfach einen Tropfen Spüli auf die Gläser geben, einreiben und mit Wasser gut abspülen.

TIPP: Wenn Dir diese zwei „Hausmittel“ nicht zusagen, dann probier es doch mal mit einem Anti-Fog-Spray. Diese Sprays sind extra gegen lästiges Beschlagen von Brillen entwickelt worden – unter anderem auch für Taucherbrillen. Allerdings solltest Du vor dem Kauf auf Inhaltsstoffe, damit weder Augen noch die Umwelt beeinträchtigt werden.

Der perfekte Einstieg

Wie oben schon einmal erwähnt, ist es sehr wichtig, dass Du Dich vor Deinem ersten Schnorchel-Abenteuer mit Deiner Umgebung vertraut machst. Dazu zählt auch der Einstieg sowie der Ausstieg aus dem Wasser.

Achte darauf, dass Du gerade zu Beginn „bequem“ ins Wasser laufen kannst. In knietiefen Wasser kannst Du Dich mit dem Schnorchel und der Brille vertraut machen und musst nicht sofort losschwimmen. Was die Flossen betrifft, da scheiden sich die Geister. Manch einer empfiehlt die Flossen schon am Strand anzuziehen und dann rückwärts (!) ins Wasser zu laufen. Allerdings läufst Du dann in Gefahr, dass sich kleine Sandkörner zwischen Deinen Fuß und den Flossen-Schuh verfangen und nach einiger Zeit zu angenehmen Reibungen und/oder Blasen führen können.
Von daher ist es ratsam, die Flossen erst im Wasser anzuziehen. Auch hierfür eignet sich ein „seichter Einstieg“ besser, da Du die Flossen bequem im Wasser überziehen kannst ohne dafür große Kraft aufwenden zu müssen.

Wenn Du allerdings einen Einstieg vom Boot oder einem Steg aus wählst, zieh die Flossen schon vorher an und lass Dich rückwärts in Wasser gleiten oder „fallen“.

WICHTIG: Bitte verzichte unbedingt darauf direkt über das Riff einzusteigen. Auch wenn es von oben nicht immer sofort ersichtlich ist, befinden sich hier schon Korallen, Wasserpflanzen und Meeresbewohner. Es ist weder respektvoll noch angenehm für Deine Fußsohlen darüber hinweg zu laufen oder zu klettern.
Du kannst entweder den seichten Einstieg ins Wasser über den Strand nutzen oder Du wählst einen Steg oder ein Boot und springst direkt ins Wasser.

Wenn Du über einen Steg den Einstieg ins Wasser suchst, ist es ratsam, die Flossen schon vor dem Sprung ins Wasser anzuziehen.

Entspann Dich!

Endlich ist es soweit. Du hast Deine Umgebung und das Meer gecheckt. Deine Brille sitzt, der Schnorchel ist bereit und Deine Flossen konntest Du erfolgreich anlegen. Du bist bereits bis zu den Hüften im Wasser und links von Dir erstreckt sich glasklares Wasser und das bunt leuchtende Riff – und doch bist Du aufgeregt und vielleicht verunsichert.

Das macht nichts. Nimm das Mundstück des Schnorchels in den Mund und versuche in ruhigen, gleichmäßigen Zügen zu atmen. Sobald Du Dich wohl damit fühlst, tauche langsam unter Wasser. Schwimm nicht gleich los, sondern verharre auf der Stelle und konzentriere Dich auf Deine Atmung. Sobald Du merkst, dass Du ruhiger wirst, kannst Du untertauchen, Dich vom Boden abstoßen und langsam in Richtung Riff gleiten.

TIPP: Gerade am Anfang empfiehlt es sich, nicht alleine Schnorcheln zu gehen. Nimm jemanden mit, der sich unter Wasser schon „auskennt“ und Dir Deine Unsicherheit nimmt.

Kenn Deine Grenzen

Wie sooft, ist es auch beim Schnorcheln wichtig sich nicht zu überschätzen. Auch wenn dieser Sport beziehungsweise dieses Hobby, nicht nach riesiger Anstrengung aussieht, fordert es doch einiges von Dir. Die Atmung sowie die Bewegungen sind meist ungewohnt für den Körper und auch die Eindrücke unter Wasser sind aufregend und neu. Zudem solltest Du immer beachten, dass Du die Strecke die Du hinter Dich bringst, auch wieder zurückmusst.

Deshalb ist es wichtig ehrlich zu sich zu sein und die eigenen Grenzen gut einschätzen zu können. Wenn Du merkst, dass Deine Beine schwer werden oder Du unaufmerksam wirst, kehre um und leg eine Pause ein. Meistens sieht man bei einem zweiten und/oder dritten Schnorchelgang nochmal ganz andere Dinge, als beim ersten Mal unter Wasser.

Behalte die Orientierung bei

Um die Orientierung unter Wasser nicht zu verlieren, ist es ratsam sich Anhaltspunkte zu suchen. Die Riffkante – also der Übergang von Riff ins offene Meer – ist hier oft hilfreich und lässt Dich auch nicht zu weit ins Meer hinaustreiben.

ACHTUNG: Sollte es einmal dazu kommen, dass Du trotz aller Vorsicht auf das Meer hinausgezogen worden bist und der Brandungsrückstrom zu stark ist, versuche nicht hektisch dagegen „anzukämpfen“ oder dagegen zu schwimmen.

Das raubt mehr Kraft als alles andere! Versuch Ruhe zu bewahren und schlage einen Kurs parallel zum Strand oder der Küste ein und versuche seitlich der Strömung zurück zum Ufer zu kommen. Lass Dich im worst case treiben und mache mit Handbewegungen und Rufen auf Dich aufmerksam.

Sei respektvoll!

Achte beim Schnorcheln nicht nur auf Dich, sondern auch auf das Riff, in welchem Du schnorcheln gehst. Bitte fass nichts an und versuche nicht, irgendwelche „Mitbringsel“ in Form von Korallen oder anderen Meerespflanzen mitzubringen. Zum einen zerstörst Du damit nicht nur die Pflanze an sich, sondern auch den Lebensraum von Fischen, Krabben und anderen Meeresbewohnern. Zudem sieht auch der Zoll so was nicht gerne und erhebt hohe Strafen auf illegale „Meeres-Ware“.

Good to know: In der Regel musst Du Dich vor keinem Meeresbewohner fürchten. Weder Haie noch Muränen oder Rochen sehen Dich als „Nahrung“ an. Viel eher würden sie sich oder ihr Revier „verteidigen“ wollen, wenn sie sich angegriffen fühlen. Deshalb gilt auch hier – Respekt wahren und stiller Beobachter bleiben

Schütze Dich & Deine Umgebung

Nachdem Dir nun alle Herausforderungen unter Wasser bekannt sind, solltest Du noch kurz einen Blick nach oben werfen. Die Sonne. Gerade im Wasser ist man schnell dazu verleitet, die UV-Strahlung zu unterschätzen. Deshalb ist es besonders wichtig, dass Du Dich beim Schnorcheln ausreichend vor Sonnenbrand schützt. Allerdings gibt es auch hier einige Dinge zu beachten:

Die Sonnencreme, mit der wir uns so unbedacht am Strand schützen, ist extrem schädlich für Korallen und das Riff. Enthaltene Chemikalien wie Oxybenzon, Octocrylen und Parabene sorgen für eine immer öfter vorkommende Korallenbleiche. Und diese Tatsache ist kein Märchen, sondern wurde in den letzten Jahren immer häufiger nachgewiesen. Deshalb haben die Urlaubsinsel Palau sowie Hawaii seit 2020 und 2021 ein Verbot von gängiger Sonnencreme eingeführt.

Daher solltest Du auch hier Respekt vor der Welt haben, die Du betrittst und auf die uns „bekannte“ Sonnencreme verzichten. Verwende lieber Cremes, die mit einem Siegel belegen, dass die oben genannten Stoffe nicht enthalten sind – auch wenn sie womöglich kostspieliger sind. Oder greife von Anfang auf UV-Kleidung zurück – hier investierst Du nur einmal und hast über mehrere Urlaube etwas davon.

Eine gesunde Koralle bietet Lebensraum für unzählig viele Meeresbewohner. Jedoch sind auch sie immer mehr durch den Klimawandel und andere Umwelteinflüsse in Gefahr.

Korallen sind nicht nur Heimat unzähliger Meeresbewohner, sondern auch eines der ältesten Öko-Systeme, die unsere Erde zu bieten hat! Von daher ist es umso wichtiger, sie vor Umwelteinflüssen zu schützen.

Trivia: Schnorcheln für Anfänger – was Du sonst noch wissen wolltest

Solltest Du trotz unserer 10 Schnorcheltipps noch Fragen haben, schau hier einmal nach, ob Du ein wenig mehr Klarheit bekommst.

Druckausgleich – was, wie und wann?

Nicht nur beim Tauchen in tieferen Gewässer ist ein Druckausgleich unabdingbar. Auch beim Schnorcheln ist dieser sehr wichtig. Gerade, wenn Du schon etwas mutiger bist und „weiter unten“ das Riff erkunden möchtest, solltest Du einen Druckausgleich durchführen – dazu hältst Du Deine Nase mit Daumen und Zeigefinger zu und versuchst vorsichtig auszuatmen. In Deinem Ohr wirst Du ein leichtes „knacken“ spüren und sie fühlen sich wieder „freier“ an.

Wenn Du während dieses Vorgangs nicht an Tiefe verlieren möchtest, dann versuche Dir den Druckausgleich über andere Manöver anzueignen. Hierbei musst nicht extra „anhalten“ und Deine Hände zum Einsatz bringen, sondern kannst parallel zum Ausgleich weiter tauchen. Einen guten Beitrag findest, dazu findest Du hier. https://www.tauchersprechstunde.de/das-mittelohr

Beachte allerdings, dass diese Techniken einige Übungen abverlangen. Zu Anfang reicht mit Sicherheit der Druckausgleich über die Nase aus.

WICHTIG: Bitte unterschätze auch diesen Punkt nicht. Schon ab einer Tiefe von 10 Metern ist der Druck doppelt so hoch, wie über Wasser. Das wirst Du spätestens ab einer Tiefe von nur 2 Metern spüren. Alle weiteren Tiefen ohne Druckausgleich werden daher eher unangenehm und mitunter sehr schmerzhaft sein. Zudem riskierst Du ohne Druckausgleich ein Mittelohrbarotrauma.

Warum kommt immer Wasser in meine Maske?

Wie oben schon erwähnt ist es wichtig, schon beim Kauf der Maske auf die richtige Passform zu achten. Setze die Brille Deiner Wahl locker auf Dein Gesicht und atme kurz durch die Nase ein. Die Maske sollte sich nun wie „angeklebt“ anfühlen und auch beim Vorbeugen des Kopfes nicht runterfallen. Wichtig! Lege für diesen Vorgang das Gummiband der Brille nicht um Deinen Kopf.

Sollte trotz dessen beim Schnorcheln Wasser in Deine Brille kommen, prüfe Folgendes:

  • Ist es möglich anhand der Verstellschnalle am Gummiband Deiner Brille, die Maske enger an Deinen Kopfumfang anzupassen?
  • Sind Haarsträhnen oder Ponyfransen zwischen den Abschlusskanten  der Brille und Deinem Gesicht eingeklemmt?
  • Ebenfalls können Barthaare oder Stoppeln zum Eindringen von Wasser in die Brille sorgen. Denke gegebenenfalls darüber nach, Deinen Bart zu trimmen oder Dich während des Urlaubs von ihm zu trennen.
TIPP: Wenn Du Dich nicht von Deinem Bart trennen kannst, versuche mit ein bisschen Vaseline den Übergang von Bart zu Maskenrand zu versiegeln. Manchmal kann das helfen!

Wie kann ich Wasser aus meinem Schnorchel blasen?

Es kann durchaus einmal vorkommen, dass eine Welle über Dich schwappt und so Wasser in den Schnorchel gelangt. Wenn Du einen Schnorchel ohne Spritzschutz besitzt, hast Du dann aller Wahrscheinlichkeit nach, Wasser im Schnorchel.

Was also tun? Lege den Kopf leicht nach hinten und „huste“ ein paar Mal kräftig aus. Durch den Schwung wird das Wasser aus dem Schnorchel gepustet. Auch dieses Manöver bedarf zu Anfang ein wenig Geduld, aber vergiss nicht: Übung macht den Meister!

Hoch die Flosse – was sollte ich bei meinen Schnorchelflossen beachten?

Nicht nur die Unterwasserwelt selbst ist sehr umfangreich und vielfältig, sondern auch das Equipment, welches uns zum Erkunden zur Verfügung steht.
Gerade bei Flossen gibt es wahnsinnig viele unterschiedliche Modelle. Achte beim Kauf vor allem darauf, dass sie Dir perfekt passen. Sie sollten nicht zu eng anliegen, sonst kommt es schnell zu Scheuerungen und Blasen am Fuß. Bei zu großen Flossen besteht das Risiko, diese im Wasser zu verlieren.
Probiere diese deshalb vor dem Kauf ebenfalls immer an. Solltest Du die Flossen lieber online kaufen wollten, achte auf bestehenden Kundenrezensionen – hier erfährst Du oft einiges zu der Passform. Ebenfalls sollte die Flossen-Größe bei Schnorchelflossen sollte zwischen 28 – 34 cm.

TIPP: In unserem aktuellen Kaufratgeber über Schwimmflossen, erfährst Du noch einiges mehr an wissenswerten Tipps, die Dir den Kauf und die Auswahl der richtigen Flosse erleichtern sollen

Fazit

Schnorcheln ist tatsächlich ein Sport oder auch eher ein Hobby, welches so gut wie jeder von uns ausüben kann. Mit ein bisschen Erfahrung und den beachten von manchen „Regeln“ wirst Du einzigartige Urlaubserlebnisse und Erinnerungen mit nach Hause nehmen können. Außerdem bekommst Du ein „ganz anderes“ Gefühl, für das Meer und seine Bewohner und siehst eventuell manch eine Diskussion über die Themen Umwelt, Klimaschutz, Plastikverbrauch mit anderen Augen.
Trau Dich also und probier es aus! Tauche ab in eine faszinierende Welt und vergiss den Trubel des Alltags für ein paar Augenblicke.

Weiterführende Links

Wenn Du es jetzt kaum noch erwarten kannst, dann schau hier doch schon mal, welche wunderschönen Schnorchelspots es so zu entdecken gibt.

  1. Schnorcheln in Europa
  2. Schnorcheln im Paradies Karibik 

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