S-Pedelec: Test, Vergleich und Kaufratgeber

Share on facebook
Share on twitter
Share on pinterest
Share on email
S-Pedelecs im Test

S-Pedelecs sind eine echte Alternative zum Auto – die maximal 45 km/h schnellen Pedelecs können sich wendig durch den Verkehr schlängeln oder Dich auf langen Touren mit ihrer Geschwindigkeit begeistern. Ob für Freizeit oder als Pendel-Alternative zum Auto, das Speed-Pedelec macht Spaß und ist dazu noch umweltfreundlich. In anderen europäischen Ländern wie der Schweiz und Belgien sind sie schon weitverbreitet – in Deutschland sind sie (noch!) Exoten.

Wir haben für Dich alle Informationen über S-Pedelecs zusammengesucht, damit Du entscheiden kannst, ob ein S-Pedelec das Richtige für Dich ist. Hast Du Dich schon für eine Anschaffung entschieden, findest Du bei uns alle wichtigen Kaufkriterien, die es zu beachten gilt. In unserem Artikel findest Du außerdem auch aktuelle Tests zu den besten S-Pedelecs, an denen Du Dich orientieren kannst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit S(peed)-Pedelecs darfst Du, anders als mit 25 km/h-Pedelecs, 45 km/h schnell fahren.
  • S-Pedelecs sind vor allem für die Straße gemacht und können es mit Autos in Sachen Pendeln locker aufnehmen.
  • S-Pedelecs gelten rechtlich nicht als Fahrräder, sondern als Kleinkrafträder, für die besondere rechtliche Rahmenbedingungen gelten.
  • Einige Komponenten unterscheiden sich daher von denen normaler Fahrräder.

Die besten S-Pedelecs: Favoriten der Redaktion

Unsere Favoriten, die uns während der Recherche in Sachen Ausstattung, Preis und Fahrverhalten überzeugt haben, möchten wir Dir hier vorstellen. Möglicherweise ist ja auch schon das Richtige für Dich dabei.

Der Preis-Leistungs-Sieger: Haibike SDURO Trekking S 8.0

  • Das Haibike SDURO gibt es für Frauen und Männer.
  • Es hat einen Yamaha 550W Mittelmotor.
  • Der Akku hat eine Kapazität von 500 Wh, der am Rahmen befestigt ist.
  • Das Speed-Pedelec ist einfach gefedert.
  • Für Deine Sicherheit sorgen hydraulische Scheibenbremsen von Magura.

Die Gabelfederung mit einem Federweg von 63 mm ist gut für leichtes Gelände, Schotterwege und Asphalt geeignet. Der Motor mit 550 W und der Akku mit 500 Wh bieten Dir eine Reichweite von 50 km. Die Schaltung ist von Shimano und umfasst 20 Gänge. Das Haibike wiegt 23,9 kg, der Fahrer darf also maximal 96 kg wiegen. In fünf verschiedenen Rahmengrößen ist das S-Pedelec zu haben. Das Haibike SDURO Trekking S 8.0 ist ein Allrounder, der Dich in Deinem (Arbeits-)Alltag und Deiner Freizeit begleiten kann. Ob werktags die Strecke zur Arbeit und zurück oder ausgedehnte Touren am Wochenende: Das Speed-Pedelec ist vielseitig und stark genug, überall der perfekte Begleiter zu sein.

Das Pendler-Pedelec: Scott Silence eRIDE 20

  • Der 250 W Motor von Bosch und die 625 Wh Batterie sorgen für maximal 60 km Reichweite.
  • Das Scott Silence hat einen einfach gefederten Alu-Rahmen.
  • Die 11-Gang-Schaltung ist von SRAM.
  • Die Tektro Scheibenbremsen sind hydraulisch.
  • Das Rad gibt es mit 28″” Laufradgröße.

Das Silence ist als absolutes Pendler-Pedelec auf die Nutzung im Straßenverkehr konzipiert. Der Akku ist im Rahmen integriert und der Motor am Tretlager angebracht. Da klappert nichts und der mittige Schwerpunkt sorgt für optimales Handling des Speed-Pedelecs. Die Federgabel mit 80 mm gleicht unangenehme Schlaglöcher aus. Die Reichweite in der Stadt erreicht fast 60 km, bergauf schafft das Bike mit Unterstützung 18 km. Das ist auch dem Gewicht mit fast 25 kg geschuldet. Das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 130 kg. Das Bike zum Einkaufen als Packesel zu benutzen, ist also möglich. Das Scott Silence gibt es in vier Rahmengrößen und in zwei unterschiedlichen Ausführungen für Männer und Frauen. Suchst Du also ein unaufgeregtes und wunderbar handlebares S-Pedelec, vor allem zum Pendeln, ist das Scott Silence eRide 20 eine echte Alternative für Dich.

Das S-Pedelec mit dem gewissen Understatement: Kalkhoff Endeavour 7.B Excite 45

  • Das Kalkhoff hat eine Akku-Motor-Kombination von Bosch.
  • Shimano stellt die 12-Gang-Kettenschaltung.
  • Die hydraulischen Scheibenbremsen sind von Magura.
  • Das Bike ist einfach gefedert.
  • Zur Unterstützung kommt das Bike mit einer Schiebehilfe.

Das Kalkhoff Endeavour ist mit Komponenten der Oberklasse ausgestattet. Die Bosch Akku-Mittelmotor-Kombination mit 625 Wh und 350 W bringt Dich bei geringer Unterstützung bis zu 100 km weit. Das Speed-Pedelec ist einfach gefedert mit 60 mm Federweg. Die Laufradgröße liegt bei 27,5″”, welche dem Durchschnitt entspricht. Du kannst das Kalkhoff Endeavour in vier verschiedenen Rahmengrößen kaufen. Das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 130 kg, während das S-Pedelec an sich fast 26 kg wiegt. Trotzdem kannst Du einiges an Gepäck beim Fahren mitnehmen, zum Beispiel bequem auf dem Gepäckträger. Das Kalkhoff Endeavour bewegt sich im mittleren Preis-Segment und hat qualitativ sehr hochwertige Komponenten, die solide aufeinander ausgerichtet sind. Suchst Du ein unkompliziertes City-Pedelec mit dem gewissen puristischen Understatement, zieh das Kalkhoff Endeavour auf jeden Fall in Betracht.

Kaufratgeber für S-Pedelecs

Damit Du das beste S-Pedelec für Dich finden kannst, haben wir ausführlich recherchiert und Dir alles Wissenswerte zu S-Pedelecs zusammengetragen. Du findest hier alles über rechtliche Rahmenbedingungen, Komponenten und wo Du ein S-Pedelec kaufen kannst.

Was ist eigentlich ein S-Pedelec?

Ein S-Pedelec heißt eigentlich Speed-Pedelec. Pedelec (Englisch für “pedal electric cycle”) ist die Bezeichnung für elektrisch angetriebenen Fahrräder mit festgelegten Höchstgeschwindigkeiten für die Motorunterstützung.

Der Unterschied zwischen einem S-Pedelec, einem Pedelec und einem E-Bike

Der Unterschied zwischen einem S-Pedelec und einem normalen Pedelec (umgangssprachlich E-Bike) besteht, wie der Name schon vermuten lässt, in der zugelassenen Geschwindigkeit. Während ein herkömmliches Pedelec nur bis zu 25 km/h mit Motorunterstützung zugelassen ist, liegt die Grenze bei einem S-Pedelec bei 45 km/h. Das heißt nicht, dass die Räder nicht schneller als diese Geschwindigkeit fahren können. Lediglich die Motorunterstützung endet ab diesen Grenzwerten. Mit eigener Muskelkraft könnte der Fahrer also auch schneller fahren.

Das Pedelec wird fälschlicherweise als E-Bike bezeichnet, wobei sie sich in zwei Punkten eindeutig unterscheiden. Die Motorunterstützung setzt bei einem E-Bike ab der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit nicht aus und das Rad fährt auch ohne, dass der Fahrer in die Pedale treten muss.

Für wen eignet sich ein S-Pedelec?

Bist du genervt vom Pendeln mit dem Auto und den immer gleichen Staus vor den scheinbar immer auf Rot stehenden Ampeln? Oder hast Du Deine unmittelbare Umgebung satt und möchtest, ohne Auto und das nervige Be- und Entladen Deines Bikes, viel weitere Strecken und abwechslungsreichere Touren fahren können? Wenn Du eine oder sogar beide dieser Fragen mit einem enthusiastischen Nicken beantworten kannst, dann ist ein S-Pedelec genau die richtige Mobilitäts-Alternative für Dich.

S-Pedelec Beispiel Modell
Der Rahmen eines S-Pedelec ist verstärkt, um es an die hohen Geschwindigkeiten anzupassen.

Durch die hohen (Durchschnitts-)Geschwindigkeiten, die Du mit einem S-Pedelec erreichen kannst, hast Du im Vergleich zum Auto keine Zeit-Einbuße oder machst sogar Zeit wett. Zudem kannst Du Deinen Aktionsradius auf eine umweltfreundliche Art um ein Vielfaches erweitern.

Welche Arten von S-Pedelecs gibt es?

Genau wie herkömmliche E-Bikes gibt es auch S-Pedelecs in allen erdenklichen Ausführungen. Es gibt S-Pedelecs als City- oder Lastenfahrrad für den Alltag. Aber auch Mountainbikes, Trekking- und Cross-Pedelecs erfreuen sich größter Beliebtheit. Besondere Formen sind Fat-Bikes und Falträder bis 45 km/h. Welche Form für Dich, die passende ist, hängt davon ab, wofür Du Dein Bike benutzen möchtest. Schau doch mal in unserer Favoritenliste rein, vielleicht findest Du ja dort das richtige S-Pedelec für Dich.

Wichtige rechtliche Rahmenbedingungen für S-Pedelecs

Da ein S-Pedelec aufgrund der Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h nicht mehr als Fahrrad, sondern als Kleinkraftrad bezeichnet wird, gelten besondere rechtlich Regelungen. Wir haben Dir hier alle wichtigen Fragen beantwortet.

Braucht man für ein S-Pedelec einen Führerschein?

Ja, denn ein Kleinkraftrad bietet die Möglichkeit am Straßenverkehr mit erheblicher Geschwindigkeit teilzunehmen. Du brauchst einen Führerschein der Klasse AM. Umgangssprachlich wir dieser auch als “Roller-Führerschein” bezeichnet. Wenn Du einen Führerschein der Klasse B hast, also eine Fahrerlaubnis für ein Auto, ist der AM-Führerschein darin enthalten. Das Mindestalter für einen AM-Führerschein liegt in den meisten Bundesländern bei 16 Jahren, in einigen jedoch bei 15 Jahren.

Braucht man für ein S-Pedelec eine Betriebserlaubnis?

Ja, eine Betriebserlaubnis ist Pflicht. Damit sind die Fahrzeugpapiere gemeint. Die Hersteller müssen sich diese beim Kraftfahrbundesamt einholen. Pflichtbestandteile sind Rückspiegel, Dauerlicht, Hupe, Seitenständer und Reflektoren. Fahrzeugteile, die eine Betriebserlaubnis haben, sind mit einem Prüfzeichen gekennzeichnet. S-Pedelecs ohne Betriebserlaubnis sind nicht zugelassen und Dir droht ein Bußgeld und sogar ein Punkt ins Flensburg, falls Du es doch fahren solltest. Am besten ist, Du hast immer die Betriebserlaubnis Deines Speed-Pedelecs dabei. Dann kann es auch zu keinen Problemen kommen.

Ist eine S-Pedelec-Versicherung Pflicht?

Da das S-Pedelec als Kleinkraftrad eingeordnet wird, musst Du auch eine Kfz-Haftpflichtversicherung dafür abschließen. Das ist eine Versicherung für den Fall, dass Du anderen Verkehrsteilnehmern Schaden zufügst, ob nun Sach-, Personen oder Vermögensschaden.

Zudem kannst Du wahlweise auch eine Versicherung für den Diebstahl-Schutz abschließen. Da S-Pedelecs eine größere Investition bedeuten, musst Du den Schaden im Falle eines Diebstahls nicht selbst tragen.

Darf man mit einem S-Pedelec auf Radwegen und Waldwegen fahren?

Mit einem S-Pedelec darfst Du Radwege nicht befahren, es sei denn Du findest dort ein Verkehrsschild mit der Aufschrift “frei für Kraftfahrzeuge und Kleinkrafträder”. Auch Wald- und Feldwege, die mit dem Schild “Durchfahrt verboten” versehen sind, dürfen nicht befahren werden. Das ist wieder dem Umstand geschuldet, dass ein S-Pedelec kein Fahrrad mehr ist, sondern als Kleinkraftrad für den Straßenverkehr zugelassen ist.

Gibt es eine Helmpflicht für S-Pedelecs?

Ja, als S-Pedelec-Fahrer musst Du einen Helm tragen. Bei Nicht-Tragen droht Dir ein Bußgeld und die Möglichkeit der Mithaftung bei Unfällen. Eine Regelung, wie Dein Helm genau aussehen sollte, gibt es allerdings nicht. Jedoch solltest Du besonders auf Stabilität und Material achten, um Dich zu schützen. Denn ein Sturz bei 45 km/h von einem Fahrrad kann schon sehr unangenehm werden. Hier findest Du wichtige Informationen zu Fahrradhelmen.

Darf ein S-Pedelec im ÖPNV mitgeführt werden?

Dazu gibt es leider keine einheitliche Regelungen der Bundesländer und/oder Bahnbetreiber. In Niedersachsen beispielsweise darfst Du seit 2020 S-Pedelecs mitnehmen. Am Besten schaust Du vorher nach, um keine böse Überraschungen zu erleben.

Übersicht über rechtliche Rahmenbedingungen

Alle rechtlichen Rahmenbedingungen findest Du hier noch mal auf einen Blick.

Pedelec S-Pedelec
Bezeichnung Fahrrad Kleinkraftrad
Höchstgeschwindigkeit 25 km/h 45 km/h
Motorunterstützung schaltet bei erreichter Höchstgeschwindigkeit ab schaltet bei erreichter Höchstgeschwindigkeit ab
Leistung des Motors bis 250 W Nennleistung bis 500 W Nennleistung
Unterstützung nur, wenn der Fahrer in die Pedale tritt nur, wenn der Fahrer in die Pedale tritt
Betriebserlaubnis nicht nötig nötig
amtliches Kennzeichen nicht nötig nötig
Helmpflicht nein, nur Empfehlung ja
Führerschein nein ja, mindestens Klasse AM (in Klasse B inklusive)
Kindersitz ja, erlaubt nein, verboten
Anhänger ja, erlaubt nein, verboten
Mindestalter keins 16 Jahre (bzw. 15 Jahre in NRW, Sachsen, Sachsen-Anhalt,
Thüringen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern)
Rückspiegel Nein Ja, Pflicht

Was sind die wichtigsten Kaufkriterien für ein S-Pedelec?

Beim Kauf eines S-Pedelecs solltest Du einige Faktoren beachten, die für Deine Entscheidung ausschlaggebend sind.

Der Motor

Der Motor ist neben dem Akku die wichtigste Komponente eines S-Pedelecs. Bei den 45 km/h-E-Bikes darf der Motor die Kraft des Fahrers maximal um ein Vierfaches unterstützen.  Am gängigsten sind Mittelmotoren, die direkt am Tretlager angebracht sind. Aber auch Heckmotoren sind bei einigen S-Pedelecs zu finden. In der Tabelle haben wir die beiden Motorarten gegenübergestellt:

Mittelmotor Heckmotor
  • leichter
  • geringerer Stromverbrauch
  • optimaler Schwerpunkt
  • größere Übersetzungsbandbreite
  • möglicher Rekuperationsmodus

Hohe Drehmomente ermöglichen es Dir auch steilere Anstiege zu bewältigen. Solltest du allerdings im Flachland zu Hause sein, können auch weniger Newtonmeter ausreichend sein. S-Pedelec Motoren haben üblicherweise zwischen 3 und 5 Unterstützungsstufen. Bedenke, dass wenn Du planst die meiste Zeit in der höchsten Stufe unterwegs zu sein, auch einen großen Akku brauchst.

Der Akku

Die Leistung der Akkus wird in Wattstunden (Wh) gemessen. Der Großteil der Akkus hat zwischen 250 und 600 Wattstunden. Die Akkus für S-Pedelecs sind in der Regel etwas größer als Akkus von 25 km/h-Pedelecs. Hier gibt es auch Akkus mit, zum Beispiel 850 Wattstunden. Achte darauf, dass die Kombination aus Akku und Motor Deinen Bedürfnissen gerecht wird. Je nachdem von welchem Hersteller Dein bevorzugter Akku ist, variiert auch die Ladezeit. Den Akku komplett aufzuladen, kann zwischen 2 und 10 Stunden dauern.

Der Akku ist entweder im Rahmen, außen am Rahmen oder am Gepäckträger montiert. Ein großer Akku wirkt sich auch auf den Preis und das Gewicht des S-Pedelecs aus. Auch die Integration des Akkus in den Rahmen führt zu höheren Anschaffungskosten. Ein Akku schafft zwischen 500 und 1.000 Ladezyklen, was einer Lebensdauer zwischen 4 bis 5 Jahren entspricht.

Wichtig ist, dass Du den Motor und den Akku so auswählst, dass beide Komponenten Sinn zusammen ergeben. Ein zu starker Motor entlädt einen kleinen Akku sehr schnell und Du kommst nicht weit mit dem Rad. Ein zu großer Akku lässt durch sein Gewicht jedoch auch den Motor härter arbeiten und verschwendet so Energie.

Rahmen

Das Aussehen und die Spezifikationen des Rahmens sind in erster Linie von der Bauart und Form des S-Pedelecs abhängig. Ein S-Pedelec Mountainbike hat womöglich eine Vollfederung, die beispielsweise ein City S-Pedelec nicht benötigt. Alle Formen haben aber gemeinsam, dass Rahmen, Federgabel und Lenker verstärkt sind. So ist das Rad auch bei Durchschnitts-Geschwindigkeiten zwischen 30 und 45 km/h stabil und bietet Dir mehr Sicherheit.

Wichtig ist vor allem, dass der Rahmen zu Deiner Körpergröße passt. Dann kannst Du Dein S-Pedelec sicher handlen und genießt ein entspanntes Fahrgefühl. Hier kannst Du die perfekte Rahmengröße für Dich herausfinden.

Reifen

Die Reifen von S-Pedelecs müssen etwas breiter sein, als bei normalen E-Bikes oder Fahrrädern, da sie größeren Belastungen standhalten müssen. Außerdem trägt die Breite zu einem stabileren und damit sichereren Fahrverhalten bei. Deine Reifen müssen zudem eine ECE R75 Zulassung haben, diese ist gesetzlich vorgeschrieben. Besonders wichtig ist dabei die Profiltiefe von 1 mm. Außerdem musst Du die Reifen regelmäßig auf Verschleiß prüfen, sonst drohen u.U. Bußgelder.

Bremsen

Die Bremsen eines S-Pedelec müssen besonders leistungsstark sein, damit sie Dein Bike auch bei hohen Geschwindigkeiten regelmäßig sicher abbremsen können. Nach unserer Recherche sind 180 mm dicke Bremsscheiben Standard. Sind die Bremsen dünner, ist das Risiko höher, dass sie überhitzen und nicht mehr richtig funktionieren.

Welche Marken stellen qualitative S-Pedelecs her?

Wir haben für Dich recherchiert und die besten Marken für S-Pedelecs zusammengestellt

Hersteller Was ihn ausmacht:
Stromer Die Pedelec-Marke Stromer ist für ihre puristischen Modelle bekannt. Es gibt zwei Grundmodelle, die individuell konfiguriert werden können. Die Schweizer bauen seit 2010 Speed-Pedelecs, die vor allem für den Stadt- und Pendlerverkehr gedacht sind.
Haibike “Wir sind ePerformance” – Der Slogan des Schweinfurter Unternehmens Haibike ist Programm. Neben dem Kerngeschäft der Elektro-Mountainbikes stellt Haibike auch S-Pedelecs, vor allem für lange Trekkingtouren, her.
Kalkhoff Kalkhoff ist ein traditionsreicher Fahrrad-Hersteller, der 1919 in Cloppenburg gegründet wurde. Seit 2010 sind E-Bikes die Spezialität des Unternehmens. Nach einem Marken-Relaunch baut Kalkhoff E-Bikes in großem Stil und hat sich damit in ganz Europa einen Namen gemacht.
Scott Scott ist ein Schweizer Hersteller von Fahrrädern, aber auch von Zubehör von Winter- und Motorsportzubehör und -Kleidung. Vielleicht kennst Du die Marke Scott auch eher als Skibrillen-Hersteller. Im Fahrrad-Segment hat Scott zu einigen Innovationsschüben beigetragen und stellt seit 2011 E-Bikes her.

Wo kann man ein S-Pedelec kaufen?

S-Pedelecs kannst Du sowohl online als auch im stationären Handel kaufen. On- wie offline gibt es Fahrradexperten, die Dich beraten können. Dadurch, dass S-Pedelecs in Deutschland noch nicht so weitverbreitet sind wie in anderen Ländern, zum Beispiel der Schweiz, musst Du schon ein Fachgeschäft aufsuchen, um ein Speed-Pedelec zu bekommen.

Es gibt eine Reihe spezialisierter Online-Shops, die Experten für Pedelecs sind. Dazu gehören zum Beispiel Fahrrad24.de, Fahrrad-xxl.de oder lucky-bike.de. Im Normalfall haben sie auch einen gut durchdachten Kundenservice, der Dir hilft das beste S-Pedelec für Dich zu finden. Die Lieferung erfolgt dann meistens nach Absprache direkt vor Deine Haustür. Der Vorteil: Du selbst musst das Bike nach dem Kauf nicht mühselig zu Dir transportieren. Schau doch mal in der Liste unserer Favoriten dabei, vielleicht ist das Richtige für Dich dort dabei.

Alternativ kannst Du auch nach gebrauchten S-Pedelecs suchen, wenn Dir der Secondhand-Status nichts ausmacht. Schau doch zum Beispiel mal bei Ebay.de vorbei.

Wie viel kostet ein S-Pedelec?

Ein gutes S-Pedelec sollte mindestens 3.500 € kosten, damit die Qualität des Bikes gewährleistet werden kann. Hört sich nach viel an? – Steckt aber auch viel drin. Das Teuerste an den Speed-Pedelecs sind Akku und Motor, die meist größer bzw. stärker sind als bei der 25 km/h-Variante. Außerdem sind Rahmen und Lenker verstärkt, um bei der hohen Geschwindigkeit Deine Sicherheit zu gewährleisten. All diese Dinge machen ein S-Pedelec im Schnitt 1.000 € teurer als die langsamere Variante. Nach oben sind beim Preis von Speed-Pedelec übrigens kaum Grenzen gesetzt. Ein Bike im Highend-Bereich kann so viel kosten wie ein Kleinwagen.

S-Pedelec Test-Übersicht: Welche S-Pedelecs sind die Besten?

Die Tabelle gibt Dir eine Übersicht über Produkttests. Leider wurden noch nicht viele Tests von unabhängigen Parteien zu S-Pedelecs durchgeführt. Wir werden weiter nach neuen Tests Ausschau halten und sie dann in unsere Tabelle aufnehmen.

Testmagazin Elektro-Mountainbike Test vorhanden? Veröffentlichungs-Jahr Kostenloser Zugang Mehr erfahren
Stiftung Warentest Nein, kein Test gefunden.
Öko Test Nein, S-Pedelecs wurden nicht getestet
Konsument.at Ja, es wurden unter anderem S-Pedelecs getestet. 2020 Nein Hier klicken
Ktipp.ch Nein, keine relevanten Tests zu S-Pedelecs gefunden.-

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu S-Pedelecs

Wir haben Dir hier häufig gestellte Fragen zusammengestellt, die vielleicht auch Dir behilflich sein können.

Was ist das Mindestalter für das Fahren eines S-Pedelec?

Um ein S-Pedelec fahren zu dürfen, muss man in den meisten Bundesländern 16 Jahre alt sein. Mit 16 darf man nämlich den AM-Führerschein machen, den man zum Fahren eines S-Pedelecs unbedingt braucht. In Thüringen, NRW, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt ist dies jedoch schon ab 15 Jahren möglich.

Muss ich ein S-Pedelec versichern?

Ja, denn ein S-Pedelec zählt nicht mehr zu den Fahrrädern, sondern zu den Kleinkrafträdern. Deswegen braucht es eine Kfz-Haftpflichtversicherung. Viele Anbieter bieten aber ein “Fahrrad”-Paket an, in dem oft auch praktischerweise eine Teilkasko- und Diebstahlversicherung mit enthalten ist.

Brauche ich ein Nummernschild für ein S-Pedelec?

Mit der Versicherungspflicht für S-Pedelecs geht auch ein amtliches Versicherungskennzeichen einher. Dies ist dasselbe wie bei einem Mofa und muss jedes Jahr erneuert werden, da sich jährlich die Farben ändern. Aus diesem Grund gilt ein Versicherungsvertrag für Kleinkrafträder auch immer nur 1 Jahr lang.

Darf ich mit einem S-Pedelec auf Radwegen fahren?

Nein, denn S-Pedelecs gelten als Kleinkrafträder und gehören damit für den Gesetzgeber auf die Straße. In einigen Kommunen sind S-Pedelecs auf bestimmten Radwegen freigegeben, aber nur sehr vereinzelt.

Gibt es eine Helmpflicht für S-Pedelecs?

Ja, denn Du erreichst höhere Geschwindigkeiten mit einem S-Pedelec als mit einem herkömmlichen Pedelec, wo nur eine Empfehlung zum Tragen eines Helms ausgesprochen wurde. Das Nicht-Tragen eines Helms führt zu einem Bußgeld. Form und Ausstattung des Helms sind jedoch nicht festgelegt.

Darf ich ein S-Pedelec mit Anhänger fahren?

Nein, an Kleinkrafträdern darf weder ein Anhänger noch ein Kindersitz montiert werden.

Weiterführende Quellen

Detaillierte Unterschiede zwischen (S-)Pedelecs und E-Bikes
Informationen zu Kosten und Voraussetzungen für den Roller-Führerschein
Weitere Informationen zur S-Pedelec-Versicherung
Mehr Informationen zu rechtlichen Spezifikationen des S-Pedelec
Informationen zur Pflege eines Akkus

0 0 vote
Article Rating
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments
0
Hinterlasse Deine Meinung oder stell eine Frage.x
()
x
↑ Zurück zum Beginn ↑