Reiserad: Test, Vergleich und Kaufratgeber

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Reiserad Test, Vergleich und Kaufratgeber

Ein Reiserad bringt Dich an Orte, die Du mit Auto oder Motorrad nie gesehen hättest. Egal ob Straße, Feldweg oder Bergpfad: Reiseräder sind für fast jedes Terrain geeignet und deshalb der perfekte Begleiter für kurze und lange Reisen. In unserem Reiserad Test und Kaufratgeber erfährst Du alles, was Du für Deine nächste Erkundungstour mit dem Rad brauchst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Reiseräder gibt es in drei Varianten: als klassisches Reiserad mit Rennlenker, im Mountainbike-Aufbau oder als Trekkingrad.
  • Sie sind normalerweise mit Gepäckträger, Lichtanlage und Schutzblechen ausgestattet.
  • Reiseräder sind besonders stabil und langlebig, damit auch Reisen in unwegsamen Gebieten pannenlos verläuft.

Die besten Reiseräder: Favoriten der Redaktion

Damit Du Dir ein Bild von den besten Reiserädern machen kannst, haben wir hier eine Auswahl an verschiedenen Reiserädern zusammengestellt.

Bergamont Grandurance RD3 – Das beste Reiserad für Einsteiger und Pendler

  • Rahmen ist aus ultraleichtem Aluminum
  • Lichtanlage verfügt über einen hochwertigen Nabendynamo
  • Schutzbleche und Hinterradgepäckträger sind bereits angebracht
  • Gewindeösen für Flaschenhalterungen und Lowrider-Gepäckträger sind vorhanden
  • Shimano Claris Schaltung mit 2×8 Gängen
  • Mechanische Scheibenbremsen von Shimano sorgen auch bei Nässe für Sicherheit
  • Das Reiserad ist auch für Pendler geeignet

Egal, ob Du es mit auf Reisen nehmen möchtest oder für den Weg zur Arbeit – das Bergamont Grandurance RD 3 ist ein Alleskönner. Im Cyclocross-Stil gebaut, verfügt das Grandurance über 35 mm Schwalbe Reifen und wird mit Komplettausrüstung geliefert. Für größere Reisen kann der Urban-Gepäckträger mit 15 kg maximaler Zuladung durch ein stabileres Modell ersetzt werden. Durch die Ösen an der Gabel kann zusätzlich ein Lowrider-Gepäckträger angebracht werden. Der leicht gebaute Aluminiumrahmen sorgt außerdem dafür, dass das Gewicht knapp unter 13 kg bleibt. Mit einer maximalen Zuladung von ungefähr 115 kg ist das Grandurance RD 3 vor allem für Reisen mit leichterem Gepäck geeignet.

Alles in allem ist das Grandurance mit 999€ ein echtes Schnäppchen und wie für Dich gemacht, wenn Du erst einmal ins Radreisen “reinschnuppern” möchtest.

KTM Life Style – Das beste Reiserad mit Komfort 

  • Hochwertiges Bremssystem mit Shimano Deore XT hydraulischen Scheibenbremsen
  • Deore XT Schaltsystem mit 30 Gängen auch für Touren im Gebirge geeignet
  • Luft-Federgabel sorgt für extra Komfort beim Fahren
  • Hochwertiges Beleuchtungssystem von Busch & Müller mit 70-Lux-LED-Scheinwerfern für mehr Sicherheit im Dunkeln
  • Ausstattung kommt im Komplettpaket mit Gepäckträger, Schutzblechen, Kettenschutz und Fahrradständer
  • Ergonomische Handgriffe schonen die Handgelenke

Das KTM Life Style bietet jede Menge Komfort auf Radreisen, Wochenendfahrten oder dem täglichen Weg zur Arbeit. Mit dem hochwertigen Schalt- und Bremssystem mit 30 Gängen ist es Dein perfekter Begleiter für Panoramafahrten durchs Gebirge. Das KTM Life Style hat einen guten Grip auf der Straße, aber auch Feldwege lassen sich mit den 40 mm breiten Schwalbe Reifen gut befahren. Die Luft-Federgabel sorgt zusätzlich für genug Komfort auf ungeteerten Wegen. Auch für längere Radreisen mit viel Gepäck ist das KTM Life Style durch ein maximales Gesamtgewicht von 133 kg gut geeignet. Mit 4,5 von 5 Punkten hat das KTM Life Style auch vom Magazin aktivRadfahren eine sehr gute Note bekommen.

Wenn Du ein komfortables Reiserad mit hochwertiger Ausstattung suchst, ist das KTM Life Style das richtige für Dich.

Bulls Urban 8S Beltdrive – Das beste Reiserad für Städtetouren

  • 8-Gang-Nabenschaltung ist besonders pflegeleicht und wartungsarm
  • Mit Shimano BR-MT200 mechanischen Scheibenbremsen ausgestattet
  • Diamantrahmen aus Aluminium
  • Ausgestattet mit Gepäckträger, Schutzblechen, Frontlicht und Fahrradständer
  • Reifenprofil ist auf die Straße ausgelegt
Das Urban 8S Beltdrive kommt im sportlichen Design und ist der perfekte Begleiter für Radreisen in flachen bis hügeligen Gebieten. Mit Gepäckträger und Fahrradständer ausgestattet, ist das Fahrrad auch gut für den Alltag geeignet. Falls Du mal in einen Regenschauer kommen solltest, sorgen die Shimano Scheibenbremsen für genug Sicherheit und der Riemenantrieb macht die Kette besonders resistent gegen Nässe. Mit der 8-Gang-Nabenschaltung ist das Urban 8S Beltdrive besonders pflegeleicht und wartungsarm. Das Bulls Urban 8S Beltdrive wurde von dem Fachmagazin aktivRadfahren mit der Note “sehr gut” ausgezeichnet.

Wenn Du ein unkompliziertes Reiserad suchst, mit dem Du Städte und Radwege erkunden möchtest, ist das Urban 8S Beltdrive genau das Richtige für Dich.

VSF Fahrradmanufaktur T-700 Pinion C1.12-G  – Das beste Reiserad für lange Reisen

  • Ausgestattet mit Gepäckträger, Schutzblechen und Lichtanlage
  • Diamantrahmen aus Stahl wiegt ungefähr 15 kg
  • Shimano Deore XT Bremssystem gut für Fahrten im Gebirge geeignet
  • Pinion-Schaltgetriebe der VSF Fahrradmanufaktur wurde bereits mehrfach mit Preisen ausgezeichnet
  • Ohne Federung und mit 28-Zoll-Laufräder fährt sich das Reiserad der VSF Fahrradmanufaktur am besten auf der Straße
  • Lichtanlage ist mit 70-Lux-Scheinwerfern der optimale Begleiter bei Dunkelheit

In der Radreise-Szene für den Fokus auf Nachhaltigkeit und Langlebigkeit bekannt, ist das T-700 Pinion von der VSF Fahrradmanufaktur ein zeitloser Begleiter auf Deinen Radreisen. Das Fahrrad punktet mit hochwertiger Ausstattung wie ein Sattel von Selle Royal, XT-Scheibenbremsen von Shimano und einem Steuersatz von Ritchey. Der hohe Preis begründet sich durch das Pinion-Schaltgetriebe, welches besonders pflegeleicht und wartungsarm ist. Das Fachmagazin aktivRadfahren hat das T-700 Pinion die Note “überragend” gegeben. Auch das sehr hohe maximale Zuladungsgewicht von 140 kg macht es das perfekte Reiserad für Touren mit viel Gepäck. Und wenn Du es doch einmal für den Einkauf beim Supermarkt benutzt, bist du nicht nur schnell, sondern auch stilvoll unterwegs.

Wenn Du also eine längere Radreise in unwegsame Gebiete planst, ist das T-700 Pinion von der VSF Fahrradmanufaktur genau das Richtige für dich.

Cube Nuroad Pro – Das beste Reiserad für Schnellreisende 

  • Das grau-schwarze Design ist schlicht und pflegeleicht
  • Rahmen aus High Performance Aluminum besonders leicht
  • Komplettausstattung umfasst einen Gepäckträger, Schutzbleche, Fahrradständer und Lichtanlage
  • Nabendynamo sorgt für keine zusätzliche Kraftanstrengung
  • Shimano Tiagra Kettenschaltung verfügt über 20 Gänge
  • Flat Mount TPR Spyre Scheibenbremse sorgt für Sicherheit bei jeder Wetterlage

Das Gravelbike von Cube ist ein echter Allrounder: Mit den extra langen Schutzblechen, dem stabilen Gepäckträger und den 50-Lux-Scheinwerfern bist du für alles gewappnet. Das mittelstarke Reifenprofil bietet genug Halt auf unbefestigten Wegen, ist aber auch nicht zu langsam bei Fahrten auf der Straße. Der Hersteller Cube bezeichnet das Nuroad Pro als “Gravelbike für den Alltag”, mit dem Du aber auch sportliche Touren und Reisen unternehmen kannst. Trotz Zusatzausstattung gehört das Nuroad Pro mit knapp unter 12 kg Eigengewicht zu den leichteren Reiserädern.

Das Cube Nuroad Pro ein gutes Reiserad für Einsteiger und Pendler, die auch gerne mal schnell unterwegs sind.

Kaufratgeber für das Reiserad

Beim Kauf eines Reiserads gibt es viel zu beachten, denn schließlich soll auf der Reise auch möglichst pannenlos verlaufen. In unserem Ratgeber findest Du Antworten zu den wichtigsten Fragen rund ums Reiserad, sowie Empfehlungen für Zubehör und Radkomponenten.

Was genau ist ein Reiserad?

Ein Reiserad ist ein Fahrrad, das besonders gut für Radreisen geeignet ist. Dafür müssen sie vor allem folgende Anforderungen erfüllen:

  • Laufräder mit viel Stabilität
  • viel Platz für Gepäcktaschen
  • hohe maximale Zuladung
  • Gangschaltung mit leichten Gängen
  • Sicherheit im Straßenverkehr durch Lichtanlagen und hydraulischen Bremsen

Die wichtigsten Eigenschaften von Reiserädern im Detail:

Da ein Reiserad Dich auch an Orte bringen soll, die etwas weiter abgelegen sind, bieten die meisten Hersteller Reiseräder mit 26-Zoll-Laufrädern an. Diese sind durch den geringeren Umfang nämlich nicht nur stabiler, sondern auch länger haltbar. Und falls Du einmal mit einer Panne in einem fremden Land festsitzt, wird es einfacher sein, Ersatzteile für dein Laufrad zu besorgen.

Dein Reiserad sollte natürlich auch genügend Platz für Gepäcktaschen haben. Deshalb ist bei Reiserädern der Radstand (der Abstand zwischen Vorder- und Hinterrad) größer als bei herkömmlichen Fahrrädern. Dadurch bleiben Deine Fersen auch nicht an den Packtaschen hängen.

Da das Gesamtgewicht eines Reiserads bis zu 150 Kilogramm betragen kann, ist es wichtig, dass das Fahrrad eine hohe maximale Zuladung hat. Daher sind die meisten Reiseräder aus Stahl oder Aluminum, welche mehr Gewicht aushalten als zum Beispiel Carbon.

Damit Du trotz des schweren Gepäcks jeden Berg hoch bezwingen kannst, haben Reiseräder meist eine Übersetzung mit besonders leichten Gängen. Manche Reiseräder sind sogar mit einer richtigen Bergübersetzung ausgestattet.

Falls Du auf Deiner Radreise mal im Dunkeln fahren solltest, braucht ein gut ausgestattetes Reiserad auch ein funktionierendes Lichtsystem. Bei vielen Reiserädern ist bereits ein Nabendynamo verbaut.

Damit Du auch möglichst sicher den Berg hinab kommst, verfügen Reiseräder über hydraulische Bremsen, welche auch für jegliches Wetter geeignet sind.

Welche Arten von Reiserädern gibt es?

Reiseräder lassen sich in drei Kategorien unterteilen.

1.Klassisches Reiserad

Das klassische Reiserad ähnelt dem Aufbau eines Rennrads. Es hat einen Rennlenker und die Reifenbreite beträgt meist zwischen 28 und 35 Millimeter. Damit sind die Reifen zwar breiter als bei Rennrädern, aber breiter als bei Mountainbikes. Im Vergleich zu Rennrädern hat ein klassisches Reiserad auch einen größeren Übersetzungsbereich mit drei (statt zwei) Kettenblättern. Die Laufräder haben normalerweise 28 Zoll.

2. Mountainbike-Aufbau

Reiseräder im Mountainbike-Stil haben einen sehr stabilen Rahmen und eine breite Federgabel, sodass viel Platz für breite Reifen ist. Die Laufräder haben 26 Zoll, was von Vorteil sein kann, wenn man weltweit unterwegs ist. Ersatzteile sind damit nämlich leichter zu erhalten. Mountainbike-Reiseräder haben normalerweise Scheibenbremsen.

3. Trekkingrad

Trekkingräder zeichnen sich vor allem durch die aufrechte Sitzposition und den geraden Lenker aus. Die Reifenbreite beträgt ungefähr 37 Millimeter, was der eines Mountainbikes nahe kommt. Laufräder dagegen haben normalerweise 28 Zoll. Beim Kauf eines Trekkingrads sind Schutzbleche, eine Lichtanlage und Gepäckträger oft inkludiert.

Für wen eignet sich ein Reiserad?

Ein Reiserad, oder auch Randonneur genannt, ist für alle geeignet, die mit dem Fahrrad reisen möchten. Da sie mit Gepäckträger, Lichtsystem, Schutzblechen und Fahrradständer ausgestattet sind oder zumindest über die passenden Ösen verfügen, hast Du alles, was Du für eine Reise brauchst.

Welches sind die wichtigsten Kaufkriterien bei Reiserad?

Je nach Reiseziel sollten Reiseräder unterschiedliche Kriterien erfüllen. Wenn Du Dir noch nicht genau sicher bist, welche Eigenschaften Dein Reiserad haben soll, findest Du hier die wichtigsten Kaufkriterien im Vergleich.

Rahmen

Der Rahmen ist das Herzstück Deines Fahrrads. Welcher Fahrradrahmen zu Dir passt, erfährst Du hier.

Rahmenformen im Vergleich

Fahrradrahmen für Reiseräder findest Du in drei verschiedenen Formen. Welche Unterschiede es dabei gibt, kannst du hier nachlesen:

Diamantrahmen Trapezrahmen Waverahmen
Rahmenform dreieckig trapezförmig geschwungen
Für wen? Herren/Damen Damen Herren/Damen
Welche Fahrräder? Trekkingrad und klassisches Reiserad Trekkingrad und Stadtfahrrad Stadtfahrrad
Vorteile Platz für Gepäck und Flaschenhalterung einfaches Auf- und Absteigen rückenschonende Sitzposition
Was ist die Rahmengröße?

Der Abstand zwischen der Kurbelmitte und der obersten Kante des Sitzrohrs ist die Rahmengröße. Wie Du Deine Rahmengröße ermittelst, erfährst Du weiter unten.

Welches Rahmenmaterial eignet sich am besten für ein Reiserad?

Die meisten Reiseräder bestehen entweder aus Aluminium oder Stahl. Rahmen aus Carbon sind sehr leicht, weshalb sie vor allem für Mountainbike und Rennräder verwendet werden. Vereinzelt gibt es auch Reiseräder aus Titan, die jedoch sehr teuer ausfallen.

Wie viel wiegt ein Reiserad?

Ein herkömmliches Reiserad wiegt ohne Gepäck zwischen 12 und 16 Kilogramm.

Wie viel Gewicht trägt ein Reiserad?

Während die meisten Fahrräder auf ein Gewicht von 110 Kilogramm ausgelegt sind, halten Reiseräder oft mehr Gewicht aus. Reiseräder tragen bis zu 150 Kilogramm.

Reifen

Bei der Auswahl der richtigen Reifen gibt es drei Kriterien zu beachten: die Radgröße, die Radbreite und das Reifenprofil.

Empfehlung für Reiseräder
Radgröße
  • Durchmesser des Reifens
  • in Zoll angegeben
  • bei Reiserädern normalerweise 26 oder 28 Zoll
  • Ersatzteile für 26-Zoll-Laufräder weltweit erhältlich
Radbreite
  • Breite des Reifens
  • Klassisches Reiserad: 28-35 mm 
  • Mountainbike-Reiserad: bis zu 51 mm
  • Trekkingrad: ca. 37 mm
Reifenprofil
  • Klassisches Reiserad: mittelmäßig profiliert, für die Straße gut geeignet
  • Mountainbike-Reiserad: relativ stark profiliert
  • Trekkingrad: mittelmäßig profiliert

Kettenschaltung vs. Nabenschaltung

Für Fahrräder gibt es zwei verschiedene Schaltsysteme: die Kettenschaltung und die Nabenschaltung. Welches System besser zu Deinem Reiserad passt, kommt vor allem auf dein Reiseziel an.

Kettenschaltung – die am häufigsten vorkommende Schaltung

Egal ob Du schon ein Radexperte bist oder nicht, die Kettenschaltung hast Du bestimmt schon einmal gesehen. Sie ist an den meisten Fahrrädern eingebaut und wie der Name schon verrät funktioniert sie durch das Zusammenspiel von Kettenblätter, Umwerfer und Schaltwerk.

Hier ein Überblick über das wichtigste Kettenschaltung-Vokabular:

  • Kettenblatt: Zahnräder an der Tretkurbel (1-3 Stück)
  • Umwerfer: schaltet von einem Kettenblatt auf das nächste
  • Kassette: Zahnrad-Paket am Hinterrad (auch Ritzel genannt)
  • Schaltwerk: schaltet von einem Ritzel auf das nächste
  • Schalthebel: zum Betätigen der Schaltung am Lenker

Schlechtere Wirkung bei Schmutz: Wenn die Kettenschaltung wenig geputzt wird, verliert die Schaltung leicht Wirkungseffizienz.

 

Vorteile Nachteile
Wenig Gewicht: Obwohl Du bei der Kettenschaltung über mehr Gänge verfügst als bei der Nabenschaltung, ist diese bis zu 1,5 Kilogramm leichter. Schlechtere Wirkung bei Schmutz: Wenn die Kettenschaltung wenig geputzt wird, verliert die Schaltung leicht Wirkungseffizienz.
Günstig: Die Anschaffungskosten sind bei der Kettenschaltung sehr gering. Hoher Wartungsaufwand: Aufgrund der Anfälligkeit und des höheren Verschleiß muss die Kettenschaltung auch häufiger gewartet werden.
Viele Gänge: Eine Kettenschaltung hat meistens 22 Gänge, kann aber über bis zu 30 Gängen verfügen. Anfällig für Schmutz und Wasser: Das Schaltwerk und die Kassette liegen nicht wie bei der Nabenschaltung geschützt in der Nabe des Hinterrads. Deshalb muss eine Kettenschaltung deutlich häufiger gewaschen.
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass eine Kettenschaltung vor allem für diejenigen Sinn macht, die bereit sind, sich etwas mehr um die Fahrradpflege zu kümmern. Wer gerne mit hohen Geschwindigkeiten oder viel in den Bergen unterwegs ist, ist ebenfalls mit einer Kettenschaltung besser beraten.
Nabenschaltung – fürs Flachland und Reisen mit leichtem Gepäck

Wie der Name bereits sagt, ist die Nabenschaltung in der Nabe des Hinterrads eingebaut. Angetrieben wird das Fahrrad normalerweise durch eine Kette, wie bei einer Kettenschaltung.

Während früher nur Drei-Gang-Nabenschaltungen erhältlich waren, bieten einige Hersteller (wie zum Beispiel Shimano und SRAM) Nabenschaltungen mit sieben bis acht Gängen an. Die deutsche Firma Rohloff stellt sogar 14-Gang-Nabenschaltungen her, die als eine der besten Schaltungen für E-Bikes gilt.

Vorteile Nachteile
Wartungsarm: Eine Nabenschaltung ist sehr unkompliziert und muss erst nach 5.000 Kilometern gewartet werden Schwer: Während 22-Gang Kettenschaltungen ungefähr 1 Kilogramm auf die Waage bringen, liegen 5-Gang Nabenschaltungen oft beim doppelten Gewicht
Einfache Reparatur: Probleme mit der Nabenschaltung lassen sich leichter beheben als bei der Kettenschaltung Teuer: Nabenschaltungen kosten zwischen 80 und 350 Euro, die 14-Gang-Nabenschaltung von Rohloff kostet bis zu 1.000 Euro
Zuverlässiger: Es gibt nur ein Kettenblatt, weshalb die Kette nicht abspringt. Auch bei Nässe und Dreck ist eine Nabenschaltung vorteilhaft, da sie weniger anfällig ist als eine Kettenschaltung Weniger Gänge: Da der Platz in der Nabe beschränkt ist, haben Nabenschaltungen höchstens 14 Gänge. Kettenschaltungen haben bis zu 30 Gänge
Wer vor allem im Flachland unterwegs ist und ein möglichst unkompliziertes Schaltsystem sucht, ist mit einer Nabenschaltung gut beraten. Diese ist sowohl weniger auf Pflege angewiesen, sowie einfacher zu reparieren.
Ein paar Wörter zu Fahrrädern ohne Schaltung…

Fahrräder ohne Schaltung werden umgangssprachlich “Fixie” genannt. Für Reiseräder ist dies jedoch nicht zu empfehlen.

Anzahl der Gänge

Eine Kettenschaltung verfügt über bis zu 30 Gängen. Ein Reiserad mit Nabenschaltung hat zwischen drei und 14 Gängen.

Hydraulische oder mechanische Bremsen?

Es gibt drei Bremssysteme, die am häufigsten bei Fahrrädern vorkommen: die Scheibenbremse, die Felgenbremse oder die Rollenbremse. Die Entscheidung für die richtige Bremse hängt vor allem von den Eigenschaften wie Wetteranfälligkeit, Bremsreaktion und Gewicht ab.

Hydraulische Scheibenbremsen

Hydraulische Scheibenbremsen bei Fahrrädern sind Autobremsen sehr ähnlich. Gerade bei schlechtem Wetter oder chaotischem Straßenverkehr sind Scheibenbremsen gut geeignet. Neben einer Reihe von Vorteilen gibt es allerdings auch ein paar Nachteile, denen man sich bei der Entscheidung zwischen Scheibenbremsen und Felgenbremsen bewusst sein sollte.

Vorteile Nachteile
Regenfest: Die Bremsleistung ist bei Scheibenbremsen höher als bei Felgenbremsen Gewicht: Scheibenbremsen sind um einiges schwerer als Felgenbremsen, was auch der Grund dafür ist, dass sie selten in Rennrädern verbaut sind
Schnelle Bremsreaktion: Da die Auflagefläche der Bremsbeläge kleiner ist als bei Felgenbremsen, reagieren Scheibenbremsen sehr schnell Aufpassen beim Transport: Wenn Laufräder ausgebaut werden müssen, sollte unbedingt eine Transportsicherung in den Bremssattel einstecken. Dadurch wird verhindert, dass die Bremsbeläge aneinander geraten und eventuell beschädigt werden.
Geringerer Kraftaufwand: Scheibenbremsen reagieren leichter, wodurch man den Bremshebel nicht so stark anziehen muss Überhitzen der Bremsscheiben: Wer längere Bergtouren plant, sollte nicht vergessen, dass auch bei Scheibenbremsen Gefahr von Überhitzung besteht. Statt der Felgen ist dies bei den Bremsscheiben der Fall, die verglasen könnten
Haltbarkeit: Bremsbeläge für Scheibenbremsen halten je nach Qualität zwischen 800 bis 2000 Kilometer Preis: Scheibenbremsen sind zwischen 300 und 1.000€ teurer als Felgenbremsen

 

Einbremsen von Scheibenbremsen – So geht’s!

Scheibenbremsen haben den Ruf, dass sie bei Nässe quietschen. Um störende Geräusche zu minimieren und vor allem, um die Bremsleistung zu maximieren, sollten Scheibenbremsen vorerst eingebremst werden.

In diesem Video erfährst Du alles, was Du zum Einbremsen wissen musst:

Mechanische Felgenbremsen

Felgenbremsen sind nach wie vor die beliebtesten Bremsen an Fahrrädern. Vor allem an Rennrädern sind Felgenbremsen verbaut, da sie leichter sind als Scheibenbremsen. Aber auch für Reiseräder sind mechanische Felgenbremsen durchaus sinnvoll.

Vorteile Nachteile
Kosten: Die Anschaffungskosten sind wesentlich geringer als bei Scheibenbremsen Hohe Wartungskosten: Aufgrund der ständigen Reibung zwischen Bremsbelag und Felge, sollte die Felge nach einiger Zeit ausgetauscht werden
Leichtes Gewicht: Felgenbremsen sind ungefähr 500g leichter als Scheibenbremsen Überhitzung: Lange Abfahrten am Berg können zu sehr großer Hitzeentwicklung führen, was im schlimmsten Fall dazu führen kann, dass die Schläuche platzen
Wartung: Felgenbremsen sind leicht zu reparieren und Ersatzteile sind fast überall auf der Welt erhältlich Wetteranfälliger: Felgenbremsen reagieren stärker auf Regen und Dreck, was die Bremsleistung mindert

 

Tipps zur Verbesserung der Bremsleistung von Felgenbremsen… 

Felgenbremsen haben den Ruf, dass sie vor allem bei Nässe eine schlechtere Bremsleistung haben als Scheibenbremsen. Hier findest Du ein paar Tricks mit denen Du die Bremsleistung von deinen Bremsen verbessern kannst.

  1. Felgen putzen: Schmutz, Öl und Staub auf den Felgen verringern die Bremsleistung enorm.
  2. Bremsbeläge auswechseln: Wenn die Bremsbeläge hart werden, ist es Zeit, sie durch neue zu ersetzen. Genauso solltest Du sie austauschen, wenn die Beläge mit (Ketten)Öl in Berührung gekommen sind.
  3. Bremsbeläge parallel ausrichten: Wenn die Beläge nicht parallel verlaufen, kann es vorkommen, dass ein Bremsbelag früher abgefahren ist, als der andere.
  4. Bremszüge austauschen: Spätestens wenn sie verrostet sind, solltest Du Deine Bremszüge ersetzen. Normalerweise haben diese eine Lebensdauer von 4.000 bis 6.000 Kilometer.
  5. Bremszüge ölen: Auch die Bowdenzüge und Bremsgelenke solltest Du regelmäßig überprüfen und einölen.
  6. Alufelgen benutzen: Da Stahlfelgen glatter sind, ist die Bremsleistung etwas gehemmt.

 

Mechanische Rollenbremsen

Wie der Name schon sagt, kommen bei diesem Bremssystem Rollen zum Einsatz. Diese sind in einem Ring angeordnet und werden beim Bremsen an die Außenwand der Trommel gepresst. Aufgrund der dadurch entstehenden Reibung wird das Fahrrad abgebremst.

Die bekannteste Form der Rollenbremse ist die Rücktrittbremse, die häufig in Kinder- und Stadtfahrrädern zu finden ist. Eine Rücktrittbremse verhindert das Blockieren des Vorderrads, was bei Scheiben- oder Felgenbremsen passiert, wenn man nur einseitig bremst.

Shimano ist momentan der einzige Hersteller von Rollenbremsen auf dem Markt. Da die Reibung, die für die Bremswirkung sorgt, als Nebenprodukt Hitze erzeugt, sind Rollenbremsen weniger für Rennräder und Mountainbikes geeignet. Dies liegt hauptsächlich an der Rücktrittbremse, die verhindert, dass man die Pedalstellung durch Rückwärtstreten anpassen kann.

Für Radtouren in den Bergen sind Rollenbremsen also nicht geeignet. Wenn Du aber vorhast, um Flachland zu bleiben, könnte dieses Bremssystem eine gute Alternative sein. Wenn Du Dein Stadtfahrrad mit Rücktrittbremse gleichzeitig auch als Reiserad benutzen möchtest, solltest Du Dich darauf einstellen, dass die Bremsleistung deutlich schlechter ist als bei anderen Bremssystemen.

 

Ausstattung

Die wichtigsten Informationen zu Beleuchtung, Gepäckträger, Flaschenhalterung und Federung findest Du hier.

Fahrradausstattung, Gepäckträger, Lichtanlage
Fahrradausstattung: Zu Reiserädern gehört natürlich noch viel mehr als das Fahrrad an sich.
Beleuchtung

In Deutschland, sowie in einigen anderen Ländern ist Fahrradbeleuchtung vorgeschrieben. Auch wenn die Art der Beleuchtung unterschiedlich sein kann, sollte das Reiserad zumindest mit einem Front- und Rücklicht ausgestattet sein. Falls Du jemals in die Nacht hinein fahren solltest oder einen unbeleuchteten Tunnel durchqueren musst, bist du vorbereitet.

Wie Du die richtige Fahrradbeleuchtung findest…
  • Lichtkegel: Achte auf einen hellen Lichtkegel, der das Licht breit streut. Dadurch ist ein größerer Teil der Straße im Dunkeln sichtbar.
  • Leuchtkraft: Die Beleuchtungsstärke Lux zeigt an, wie viel Licht auf wie viel Fläche trifft. Ein gutes Fahrradlicht sollte zwischen 40 und 60 Lux haben, mehr schadet natürlich auch nicht.
  • Energieversorgung: Fahrradbeleuchtung gibt es mit Dynamo, Batterie und USB-Anschluss.
Akku oder Dynamo?

Eine akku- oder batteriebetriebene Beleuchtung

  • kannst Du an jedes Fahrrad montieren
  • funktioniert unabhängig vom Wetter
  • hat eine starke Leuchtkraft
  • kannst Du leicht ausgetauscht werden
  • kannst Du einfach abmontieren, wenn du kein Licht benötigst

Einen Dynamo

  • gibt es als Nabendynamo, der bei jeder Witterung gut funktioniert
  • gibt es auch als Seitenläuferdynamo, der jedoch für Rollwiderstand sorgt
  • ist umweltfreundlich
  • kann man auch mit einer Standlichtfunktion kaufen, sodass er bis zu fünf Minuten nachleuchtet
Wenn Dein Reiserad auch für sportliche Zwecke benutzen möchtest, zum Beispiel als Mountainbike oder Crossrad, könnte eine batteriebetriebene Beleuchtung die bessere Wahl für Dich sein.

Wenn Du Dich eher für ein Beleuchtungssystem interessierst, das unkompliziert und bei jedem Wetter zuverlässig funktioniert, ist ein Nabendynamo empfehlenswert.

Gepäckträger

Für den Kauf des richtigen Gepäckträgers solltest Du Dir vorher Gedanken über deine Reisepläne machen. Je nachdem, wohin es gehen soll, brauchst Du unterschiedlich viel Raum für Gepäck und eventuell mehrere Gepäckträger.

Hier findest Du eine Übersicht über die drei häufigsten Gepäckträger:

Hinterradträger Vorderradträger Lowrider
oberhalb des Hinterrads oberhalb des Vorderrads an den Gabelbeinen befestigt
für schwere Gegenstände für Extra-Gepäck und Einkäufe für leichte Gegenstände
hält am meisten Gewicht große Auflagefläche sollte gleichmäßig beladen sein
Achte auf eine gute Qualität, wenn Du einen Gepäckträger kaufst. Durch das Gewicht des Gepäcks und Straßenunebenheiten werden Gepäckträger stark belastet. Regen und Dreck können zusätzlich zu Verschleiß führen.

 

Flaschenhalterung

Egal, wohin Deine Reise gehen soll – Wasser musst Du überall hin mitnehmen. Solange Du nicht vorhast, durch die Wüste zu fahren, sind zwei bis drei Liter ausreichend.

Deine Radflaschen kannst Du mit Flaschenhaltern bequem am Rahmen anbringen. Wenn Dein Fahrrad keine Ösen für eine Flaschenhalterung vorsieht, gibt es auch Halterungen, die sich überall anbringen lassen.

Federung

Federungen sind bei modernen Mountainbikes und Trekkingrädern kaum noch wegzudenken. Nur wenn Dein Reiserad einen klassischen Aufbau hat, der einem Rennrad ähnlich ist, ist wahrscheinlich keine Federung eingebaut.

Keine Federung Federung Vollfederung
gewichtsparend komfortabel sehr komfortabel
wartungsarm relativ schwer schwer
in Städten und auf Radwegen auf Feldwegen und Trails in unwegsame Gebiete

Wie unterscheidet sich ein Reiserad für Damen von einem Reiserad für Herren?

Manche Hersteller haben spezielle Damenfahrräder in ihrem Verkaufsprogramm. Da Frauen einen anderen Körperbau haben als Männer, haben Damenfahrräder eine andere Rahmengeometrie, zum Beispiel ist das Oberrohr kürzer. Typische Damenfahrräder haben oft einen Trapez- oder Waverahmen, während der Diamantrahmen als typisches Herrenfahrrad gilt. Bei Damenfahrrädern ist außerdem der Sattel Damenfahrrädern oft anders geformt oder größer.

Welche Marken stellen qualitative Reiseräder her?

Eine hohe Qualität ist bei Reiserädern wichtig, da diese besonders viel aushalten müssen und Dich auch durch unwegsame Gebiete begleiten sollen. Egal ob Du ein individuell zusammengestelltes Reiserad oder ein fertiges Komplettrad möchtest – bei diesen Marken findest Du qualitativ hochwertige Fahrräder:

  • Rose: Als einer der größten Fahrradhändler in Deutschland hat Rose Reiseräder ab 2.400 Euro im Angebot.
  • VSF Fahrradmanufaktur: Der deutsche Hersteller bietet Reiseräder und Expeditions-Räder an, die Du auch auf Weltreise mitnehmen kannst.
  • Cube: Die Fahrrad-Marke aus Bayern verkauft über 500.000 Fahrräder pro Jahr und ist damit eine der beliebtesten Marken in Deutschland.
  • Tout Terrain: Im höherpreisigen Segment angesiedelt bietet die deutsche Fahrradmanufaktur Reiseräder zwischen 2.500 und 3.800 Euro an.
  • Norwid: Bei der Fahrradmanufaktur kannst Du Dein eigenes Fahrrad-Unikat zusammenstellen, das hohen Qualitätskriterien entspricht und perfekt auf Dich abgestimmt ist.
  • Bulls: Die Fahrräder von Bulls gelten als besonders langlebig und preiswert.

Wo kann man ein Reiserad kaufen?

Ein Reiserad kannst Du sowohl vor Ort, als auch im Internet kaufen.

Kleine Hersteller wie die VSF Fahrradmanufaktur oder Tout Terrain vertreiben ihre Fahrräder über lokale Händler. Der große Vorteil bei einem Kauf vor Ort ist, dass Du den Verkäufer direkt Fragen stellen kannst, was bei der Entscheidung für das richtige Fahrrad hilfreich ist.

Im Internet kannst Du Fahrräder zum Beispiel auf der Seite von großen Onlinehändlern kaufen, zum Beispiel bei fahrrad.de oder Fahrrad XXL. Außerdem haben die meisten Fahrradhersteller wie zum Beispiel Rose Bikes einen Onlineshop, in dem Du Dein gewünschtes Fahrrad bestellen kannst.

Wenn Du Dich für einen Kauf im Internet entscheidest, stelle sicher, dass Du dich ausreichend über das Fahrrad informiert hast. Dadurch verhinderst Du einen Fehlkauf.

Wie viel kosten Reiseräder?

Ein günstiges, aber einigermaßen ordentliches Reiserad bekommst Du ab ungefähr 1.000€. Wenn Du allerdings eine lange Radreise planst oder viel Wert auf Langlebigkeit legst, sind Reiseräder in der Preisklasse zwischen 2.000€ bis 4.000€ empfehlenswert.

Wichtiges Zubehör für das Reiserad

Fahrrad-Zubehör
Falls Du mit Deinem Reiserad jemals in eine Sturz geraten oder eine Panne haben solltest, ist es gut, wenn Du dieses Zubehör mit dabei hast.

Fahrradhelm
Ein Fahrradhelm ist ein Muss für jeden Radfahrer – egal, ob Du eine Radreise planst oder nur zur Arbeit fährst.

Fahrradpumpe
Wer schon einmal einen Platten hatte, weiß, wie wichtig es ist, eine Fahrradpumpe am Rad mitzuführen. Denke daher daran, eine kleine Pumpe an Deinem Fahrradrahmen zu installieren.

Ersatzschlauch
Auch ein Ersatzschlauch gehört zum essentiellen Fahrradzubehör, das Du auf jeder Radtour mit dabei haben solltest.

Fahrradhandschuhe
Wenn Du längere Touren planst, ist eine Investition in Fahrradhandschuhe kein Fehler. Vor allem bei kalten Temperaturen im Herbst oder Winter helfen sie auch, Deine Hände warm zu halten.

 

Reiserad Test-Übersicht: Welche Reiseräder sind die Besten?

Testmagazin Test vorhanden? Veröffentlichungs-Jahr Kostenloser Zugang Mehr erfahren
Stiftung Warentest Nein
Öko Test Nein
Konsument.at Nein
Ktipp.ch Nein

Bis jetzt hat keiner der Magazine einen Reiserad-Test durchgeführt. Wenn neue Testergebnisse vorliegen, wird diese Tabelle so schnell wie möglich aktualisiert.

 

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Reiserad

Hier findest Du eine Übersicht über die am häufigsten gestellten Fragen rund ums Reiserad.

Woran erkenne ich ein Reiserad?

Obwohl es Reiseräder in verschiedenen Rahmenformen gibt, zeichnen sich Reiseräder dadurch aus, dass  sie komplett mit Gepäckträger, Schutzblechen und einer Lichtanlage ausgestattet sind. Reiseräder sind außerdem stabiler gebaut, sodass sie auf jedem Terrain gefahren werden können.

Woran weiß ich die beste Größe für mein Reiserad?

Um die richtige Größe für Dein Reiserad zu ermitteln, musst du zunächst Deine Schrittlänge ausmessen. Hierfür benötigst Du ein Maßband oder Meterstab und ein Buch als Hilfe zum Ablesen der Höhe. Ohne Schuhe und am besten ohne Hose stellst Du Dich dann mit dem Rücken zur Wand. Mit der längeren Seite des Buchs an der Wand hältst Du das Buch zwischen die Beine. Aus dem Abstand zwischen Boden und dem oberen Ende des Buchs ergibt sich dann Deine Schrittlänge.

Anhand einer Tabelle wie Du sie zum Beispiel auf fahrrad-xxl.de findest, kannst Du dann Deine passende Rahmengröße ablesen. Wenn Du Dein Fahrrad im Internet kaufst, kannst Du die Rahmengröße direkt beim Kauf auswählen.

Wie transportiere ich ein Reiserad am besten?

Im Flugzeug:
Wer sein Reiserad mit ins Flugzeug nehmen möchte, sollte sich vor der Reise gut über die maximal erlaubten Maße des Radkoffers oder Radkartons informieren. Diese können nämlich je nach Fluggesellschaft unterschiedlich ausfallen. Da es oft kompliziert ist, einen Radkoffer oder eine Radtasche während der Reise aufzubewahren, bietet sich ein Karton als Transportmittel besser an. Einen Karton kannst Du zum Beispiel bei Deinem lokalen Radgeschäft besorgen und kannst ihn nach Ankunft entsorgen.

Im Zug:
Wenn Du mit dem Zug reisen möchtest, solltest Du die Fahrradmitnahme vor der Reise anmelden. Stelle Dich außerdem darauf ein, dass Du nicht auf allen ICE-Strecken Dein Fahrrad mitnehmen kannst. Fahrradmitnahme-Plätze sind häufig schnell ausverkauft. Im europäischen Ausland ist es meistens ebenfalls nicht einfacher, sein Fahrrad mitzunehmen. Informiere Dich daher vor Deiner Reise gut über Möglichkeiten für die Fahrradmitnahme.

Wenn Du mit der Deutschen Bahn reisen möchtest, könnte auch der DB Gepäckservice für Dich interessant sein. Das Fahrrad wird direkt an der Haustür abgeholt und an Dein Wunschziel gebracht.

Sind Reiseräder alltagstauglich?

Reiseräder sind auf jeden Fall alltagstauglich. Gepäck lässt sich besonders gut verstauen und man kann auf fast jedem Terrain fahren. Wenn Du allerdings viel im Regen oder Schnee fährst, solltest Du darauf achten, dass Du Dein Fahrrad gut pflegst und regelmäßig von Schmutz oder Salz befreist.

Wie reinige ich am besten ein Reiserad?

Während im Sommer bei trockenem Wetter erst nach einigen Ausfahrten ein Waschgang nötig ist, sieht dies im Winter anders aus. Wenn es regnet oder Streusalz auf den Straßen liegt, solltest Du Dein Fahrrad direkt danach waschen, vor allem Salz greift das Material stark an.

Die einfachste Methode, Dein Fahrrad sauber zu machen, ist mit einem Gartenschlauch.

Wenn Du keinen Gartenschlauch zur Hand hast, reicht auch ein Eimer mit Schwamm. Um Fettflecken vom Rahmen oder der Kette zu lösen, empfiehlt es sich auch, ein fettlösliches Reinigungsmittel zu besorgen.

Weiterführende Quellen

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