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Nähmaschinenöl: Test, Vergleich und Kaufratgeber

Nähmaschinenöl wird auf den Unterfadenbereich aufgetragen

Deine Nähmaschine klackert, rattert, wird heiß oder springt sogar Stiche? Dann wird es dringend Zeit sie zu reinigen und zu ölen! Dafür gibt es spezielles Nähmaschinenöl, in der Fachliteratur auch als Weißöl bezeichnet. Wir haben Dir im Folgenden alles Wissenswerte zum Thema Nähmaschinenöl zusammengetragen und widmen uns unten auch aktuellen Nähmaschinenöl Tests.

Unsere Favoriten

Hier findest Du eine kurze Liste mit den besten Nähmaschinenölen:

Das Öl mit der besten Preis-Leistung: Hanseline Feinmechaniköl 100 ml
“Ein preislich sehr angemessenes Öl in pharmazeutischer Qualität.”

Das beste Öl fürs Allgemeine: Kraftmann 80880 Haushaltsöl
“Ein vielfältig einsetzbares Allround-Öl.”

Das beste Öl für genaue Dosierung: Prym Nähmaschinenöl 611998
“Optimal für punktgenaues Dosieren geeignet.”

Das beste Öl aus der Sprühdose: Nigrin Feinmechaniköl 72253
“Kommt mit seinem wechselbaren Aufsatz in wirklich jeden Winkel.”

Das beste Öl für Singer-Nähmaschinen: Singer Schmieröl 0570
“Von Singer für Singer.”

Das beste Öl in Stiftform: Prym Stift mit Feinöl 611992
“Der Ölstift von Prym zum Wiederbefüllen.”

Das beste Öl in Großmengen: Ravenol Feinmechaniköl 1 l
“Große Menge für Vielverbraucher.”

Das Wichtigste in Kürze

  • Nähmaschinenöl ist ein Spezialprodukt, das genau auf den Bedarf der Maschine zugeschnitten ist. Du solltest kein anderes Öl verwenden, außer es trägt den Namen “Feinmechaniköl” und gibt Nähmaschinen als Verwendungsbereich an.
  • Öle Deine Maschine nicht, ohne sie davor zu reinigen. Größere Teile kann das Öl nicht ausspülen und eventuell verklebt die Maschine.
  • halte Dich beim Reinigen und Ölen unbedingt an die Angaben vom Hersteller. Jede Maschine hat andere Anforderungen und Stellen an denen sie geölt werden sollte. Besonders wichtig: Kunststoff- oder Gummiteile auf keinen Fall ölen!
  • Die Qualität des Öls ist entscheidend, bei Fachunternehmen ist diese eher garantiert als bei No-Name Produkten. Außerdem muss das Öl unbedingt harz- und säurefrei sein.
  • sieh Dir Deine Nähmaschine vor dem Kauf des Öls genau an. Hat Deine Maschine viele schwer zugängliche Stellen an denen sie geölt werden muss, dann braucht Dein Ölfläschchen oder -stift eine lange, dünne Spitze.

Die besten Nähmaschinenöle: Favoriten der Redaktion

Um Dir die Auswahl Deines idealen Nähmaschinenöls zu erleichtern, haben wir Dir hier unsere Favoriten zusamengestellt. Damit bekommst Du einen guten Überblick über alle Vor- und Nachteile der einzelnen Produkte.

Das Nähmaschinenöl mit der besten Preis-Leistung: Hanseline Feinmechaniköl 100 ml

Was uns gefällt:

  • sehr gutes Preis-Leistungs Verhältnis
  • pharmazeutische Qualität
  • dünne Spitze für einfaches Auftragen
  • lange Haltbarkeit

Was uns nicht gefällt:

  • bisher noch wenige Produktbewertungen
Das Feinmechaniköl von Hanseline wird in einer praktischen 100 ml Flasche mit recht langer, dünner Spitze angeboten. Diese eignet sich sehr gut, um auch in versteckte Ecken der Maschine zu gelangen. Die Flasche misst 14,5 x 5,3 x 1,8 cm und ist damit angenehm in der Handhabung.

Das Öl ist von besonders guter, pharmazeutischer Qualität und weist eine lange Haltbarkeit auf. Es ist selbstverständlich harz- und säurefrei und eignet sich zum Schmieren aller feinen Mechaniken, von der Nähmaschine bis zum Fahrrad.

Ein großes Argument für den Kauf dieses Öls ist zudem sein sehr gutes Preis-Leistungs Verhältnis. Zudem ist die Flasche durchsichtig, der Restinhalt ist also sehr einfach zu erkennen.

Das beste Nähmaschinenöl fürs Allgemeine: Kraftmann 80880 Haushaltsöl

Was uns gefällt:

  • vielseitig einsetzbar
  • Spitze muss vom Nutzer eingestochen/abgeschnitten werden, so kann die Ausguß-Menge selbst bestimmt werden

Was uns nicht gefällt:

  • Befestigung der Verschlusskappe etwas zu empfindlich
Das Haushaltsöl von Kraftmann ist ein Allrounder, den man in vielen Bereichen einsetzen kann. Von quietschenden Türen, Schlösser, Feinmechanik bis hin natürlich zur Nähmaschine, dieses Öl schmiert alles. Mit 100 ml Inhalt lassen sich somit einige Nähmaschinen wieder flott machen.

Die Dosierung wird dabei erleichtert, indem Du die Spitze der Tülle selbst einstichst oder abschneidest. Auf diese Weise kannst Du die Größe des Lochs, und damit die Durchflussmenge selbst bestimmen. Die Flasche ist mit ihren 14,5 x 6 x 3 cm auch gut in der Hand zu halten.

Kritik gibt es lediglich an der Verschlusskappe: der Plastikring mit dem sie befestigt ist, wird gerne brüchig. Bei einer aufrechten Lagerung sollte das aber kein Problem darstellen.

Das beste Nähmaschinenöl für genaue Dosierung: Prym Nähmaschinenöl 611998

Was uns gefällt:

  • etablierte Marke und damit garantierte Qualität
  • Flasche durchsichtig und somit Restinhalt erkennbar
  • Spitze muss vom Nutzer eingestochen/abgeschnitten werden, so kann die Ausguß-Menge selbst bestimmt werden

Was uns nicht gefällt:

  • wenig Inhalt

Als Traditionsmarke darf Prym in dieser Auflistung natürlich nicht fehlen. Die Qualität dieses Öls ist sehr gut und die durchsichtige, 13,9 x 6,3 x 3,4 cm große Flasche, ermöglicht es den Restinhalt erkennen zu können. Besonders durchdacht ist die schmale, lange Spitze, die Du selbst einschneiden musst. Auf diese Weise lässt sich das Öl besonders sparsam dosieren. Auch die Kappe funktioniert gut.

Leider ist das Nähmaschinenöl von Prym mit nur 20 ml Inhalt eher klein gehalten. Aufgrund der genauen Dosierung sind diese 20 ml jedoch recht ergiebig.

Das beste Nähmaschinenöl aus der Sprühdose: Nigrin Feinmechaniköl 72253

Was uns gefällt:

  • Sprühdose mit wechselbarem Aufsatz
  • besonders kriechfähig
  • in mehreren Bereichen anwendbar
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Was uns nicht gefällt:

  • Restinhalt nicht erkennbar
  • genaue Dosierung unter Umständen schwierig
Nigrin ist vermutlich jedem Baumarkt-Gänger ein Begriff. Dieses Öl findet man, meist sehr günstig, in jeder KFZ-Abteilung. Die 100 ml Dose misst etwa 7 x 7 x 18 cm, damit ist sie im Vergleich ein wenig größer. Da es sich hier um eine Metall-Sprühdose handelt, ist sie zudem ein wenig schwerer als die Plastikflaschen der Konkurrenz.

Ein großer Vorteil sind die wechselbaren Aufsätze. Der Standard-Aufsatz zerstäubt das Öl recht weit und eignet sich damit sehr gut für flächiges Auftragen. Die lange, sehr dünne Spitze ist dagegen für punktgenaues ölen ideal. Ein kleiner Nachteil ist, dass man den Restinhalt nicht erkennen und diesen nur durch Schütteln abschätzen kann. Auch führt die Sprühdose dazu, dass das Öl nicht tropfenweise aufgetragen werden kann.

Das beste Nähmaschinenöl für Singer-Nähmaschinen: Singer Schmieröl 0570

Was uns gefällt:

  • Marke perfekt auf Singer-Maschinen abgestimmt
  • viel Inhalt

Was uns nicht gefällt:

  • Spitze nicht sehr lang
Für eine Singer Nähmaschine wird selbstverständlich das passende Singer Schmieröl für mechanische Teile von elektrischen Geräten empfohlen. Dieses kommt in einer 125 ml großen Flasche mit den Maßen 14 x 6,1 x 3,4 cm. Das Öl ist von guter Qualität und wird in Italien hergestellt.

Da das Öl von Singer direkt produziert wird, ist es auch mit deren älteren Nähmaschinen problemlos verträglich. Außerdem kann es noch für andere Feinmechanik, wie beispielsweise Schreibmaschinen oder Fahrräder, verwendet werden.

Ein kleiner Nachteil ist, dass die Spitze der Flasche im Vergleich eher kurz ist. Bei schwierigen Ecken könnte das Ölen also ein wenig mühsam werden.

Das beste Nähmaschinenöl in Stiftform: Prym Stift mit Feinöl 611992

Was uns gefällt:

  • Stift nachfüllbar
  • Metallnadel circa 4 cm lang
  • exakte Dosierung möglich
  • Anti-Tropf Ventil

Was uns nicht gefällt:

  • wenig Inhalt
Noch ein Produkt von Prym, aber diesmal deren Ölstift. Mit 12 ml ist in dem circa 24,9 x 6,3 x 1,5 cm großen Stift etwas wenig Inhalt, dieser kann jedoch bei Bedarf nachgefüllt werden. Der größte Vorteil dieses Stifts ist seine Metallnadel, mit etwa 4 cm Länge kommst Du damit in wirklich jede noch so kleine Spalte. Mit diesem System lässt sich das Öl Tropfen für Tropfen auf der Nähmaschine auftragen, Verschwendung war gestern.

Ein Nachteil ist leider der etwas höhere Preis, füllst Du diesen Stift jedoch einfach immer wieder auf, relativiert sich das wieder.

Das beste Nähmaschinenöl in Großmengen: Ravenol Feinmechaniköl 1 l

Was uns gefällt:

  • erhältlich in sehr großen Mengen
  • Qualitätsöl
  • gutes Viskositäts-Temperatur Verhalten
  • Altöl-Entsorgungs Service

Was uns nicht gefällt:

  • kein Applikator enthalten
Wenn Du sehr viel Öl für alle möglichen Anwendungsbereiche brauchst, bist Du bei Ravenol Feinmechaniköl richtig. In einer 22,6 x 8,4 x 6,6 cm großen Flasche ist ein ganzer Liter Öl untergebracht, den Du fürs Fahrrad, die Nähmaschine und andere Feinmechanik verwenden kannst.

Das Preis-Leistungs Verhältnis ist sehr gut und das Öl von einwandfreier Qualität. Als großen Vorteil bietet Ravenol einen Altöl-Entsorgungs Service an. Du kannst also Dein altes, nicht mehr verwendbares Öl einschicken und fachgerecht entsorgen lassen.

Kaufratgeber für Nähmaschinenöl

Das richtige Öl für Deine Nähmaschine zu finden ist nicht einfach, die Auswahl ist sehr groß. Deswegen wollen wir Dich hier umfangreich über das Thema Nähmaschinenöl informieren, damit Deine Maschine wieder leise und sauber näht.

Wozu brauche ich Nähmaschinenöl?

Wie der Name schon sagt, ist Nähmaschinenöl zum Ölen der Nähmaschine gedacht. Es dient vor allem dazu, die Maschine zu Schmieren und so Reibung zu verringern und auch bei der Wärmeabfuhr zu helfen. Außerdem hat es noch eine reinigende Funktion.

Nähmaschinenöl wird auf die Nadelstange aufgetragen

Damit die Nähmaschine sauber läuft, muss sie regelmäßig geölt und gereinigt werden. Hier siehst Du, wie das Nähmaschinenöl aufgetragen wird.

Welches sind die wichtigsten Kaufkriterien bei Nähmaschinenöl?

Im Folgenden haben wir Dir alle wichtigen Kriterien für ein gutes Nähmaschinenöl zusammen getragen. Hier erfährst Du genau, auf was es beim Kauf ankommt und auf was Du achten musst.

Bestandteile

Das wichtigste aller Kriterien sind die Bestandteile, in einem Nähmaschinenöl sollte nämlich nur eins drin sein: das Nähmaschinenöl. Es wird auch als Weißöl bezeichnet und wird durch die Reinigung und Veredlung von Paraffin gewonnen. Grundsätzlich gilt: je farbloser und geruchsarmer ein Weißöl, desto reiner ist es. Nähmaschinenöl ist ein technisches Weißöl, was bedeutet, das es durchaus noch einen sanften Gelbstich oder ein leichtes Aroma haben kann. Es muss jedoch unbedingt säure- und harzfrei sein, denn das könnte Deiner Maschine schaden!

Gut zu wissen: Neben dem technischen Weißöl gibt es auch noch sogenanntes medizinisches Weißöl. Dieses ist noch einmal deutlich reiner als das technische Weißöl. Es wird hauptsächlich zur Desinfektion eingesetzt und ist für die Nähmaschine ungeeignet.

Form

Die Form, in der das Nähmaschinenöl verkauft wird, hat natürlich keine Auswirkung auf den Inhalt. Allerdings ist sie durchaus relevant für die Verwendung, vor allem natürlich für das Auftragen des Öls. Es ist offensichtlich eher weniger ratsam, die Nähmaschine mit einem Kanister reinigen zu wollen.

Stift

Einige Marken bieten sogenannte Ölstifte an. Diese ähneln ein wenig einer Spritze, denn sie haben eine sehr lange, sehr dünne Spitze. Und genau das macht sie so unglaublich praktisch. Mit dieser Spitze kommst Du an wirklich jedes noch so versteckte Eck Deiner Nähmaschine. Allerdings haben diese Stifte meist weniger Inhalt als Flaschen und sind oft auch preislich ein wenig teurer.

Flasche

Die meisten Anbieter verkaufen ihr Nähmaschinenöl in einer kleinen Flasche. Es gibt einige Varianten mit einer langen, schmalen Spitze. Diese sind definitiv praktischer als solche, die einfach nur einen Schraubdeckel haben. Je länger und schmaler die Spitze, desto eher kommt man an die schwer erreichbaren Stellen der Maschine, zum Beispiel hinter den Greifer oder unter den Transporteur.

Viskosität

Die Viskosität beschreibt die Fließeigenschaft eines Öls und ist somit entscheidend für dessen Schmierfähigkeit. Solche Produkte, die effektiv als “Nähmaschinenöl” ausgeschrieben sind, weisen damit die ideale Viskosität auf. Die einzige Ausnahme dabei sind Overlock-Maschinen. Da sie meist mehr Metallteile enthalten, benötigen sie manchmal etwas dickflüssigeres Öl. Das wird dann unter dem Namen “Overlocköl” oder auch “Overlocker-Öl” verkauft.

Marke

Warum sollte die Marke beim Kauf eine Rolle spielen? Bei bekannten Markennamen, besonders solche die auch Nähmaschinen oder Nähzubehör vertreiben, ist die Qualität garantiert. No-Name-Produkte können natürlich genauso funktionieren, allerding besteht die Möglichkeit, dass das Öl nicht ausreichend aufbereitet wurde. Es kann also durchaus Sinn machen, eine Marke vorzuziehen. Dann ist das Öl auch auf jeden Fall harz- und säurefrei.

Welche Marken stellen qualitatives Nähmaschinenöl her?

In dieser Liste findest Du die bekanntesten Hersteller von Nähmaschinenöl:

Prym

Ein Unternehmen mit langer Geschichte. Seit bereits 1530 vertreibt Prym Strick- und Häkelmaterial, Nähzubehör, Stoffe und auch die ein oder andere Nähmaschine.

Singer

Die amerikanische Firma wurde 1851 gegründet und ist inzwischen einer der größten Nähmaschinen-Hersteller der Welt. In Deutschland gehört Singer zur VSM Deutschland und hat seinen Sitz in Karlsruhe.

Kraftmann

Gegründet im Jahr 1976, gehört das Unternehmen zu BGS Technik. Kraftmann ist spezialisiert auf Hand- und KFZ-Werkzeuge. Das Unternehmen verkauft kein spezielles Nähmaschinenöl, sondern ein allgemeineres Feinmechaniköl. Dieses wird unter dem Namen Chemo vertrieben.

Madeira

Der Freiburger Konzern wurde 1919 als “Burkardt & Schmidt Garnfabrik” gegründet und produziert bis heute Stick- und Nähgarne.

Nigrin

Das Unternehmen Nigrin gehört zur MTS Group und hat seinen Sitz in Rülzheim. Seit dem Jahr 1869 stellt es vor allem chemische Reinigungs- und Pflegemittel her. Auch hier wird kein Nähmaschinenöl per se produziert, sondern allgemeineres Feinmechaniköl.

Hanseline

Die Firma Hanseline wurde 1947 gegründet und produziert seitdem Schmier- und Pflegemittel für Zweiräder und Nähmaschinen.

Ravenol

Hauptsächlich auf den KFZ-Bereich spezialisiert, produziert dieses Unternehmen Schmierstoffe und Pflegemittel. Seinen Sitz hat es in Werther und gegründet wurde es 1946. Nähmaschinenöl gibt es auch hier nur unter der Bezeichnung “Feinmechaniköl”.

Osma

Die Firma Osma-Werm wurde 1931 am Standort Karsbach gegründet. Im Vergleich zu den anderen genannten Unternehmen produziert Osma nicht selbst, sondern ist im Import/Export tätig.

Gut zu wissen: Nähmaschinenöl wird nicht nur unter dem Namen “Nähmaschinenöl” verkauft. Manchmal wird es auch als “Feinmechaniköl” oder “Haushaltsöl” vertrieben. Es muss jedoch auf jeden Fall harz- und säurefrei sein.

Wo kann man Nähmaschinenöl kaufen?

Nähmaschinenöl gibt es natürlich überall da, wo es Nähmaschinen gibt. Auch die meisten Stoffläden bieten gutes Markenöl an. Zudem führen auch große Warenhäuser mit Nähabteilungen, wie zum Beispiel Karstadt, das gesuchte Öl. In Baumärkten kann man ebenso fündig werden, manche haben ein spezielles Abteil für Nähzubehör. In anderen findet man lediglich Feinmechaniköl, dann meist beim KFZ-Zubehör.

Im Internet ist Nähmaschinenöl bei allen großen Anbietern zu finden. Hier hat man meist sogar eine Auswahl an Marken. Auch kleinere Webseiten, die Stoffe und Nähzubehör verkaufen, führen Nähmaschinenöl. Manchmal bieten diese sogar ihre hauseigenen Marken an.

Wie viel kostet Nähmaschinenöl?

Nähmaschinenöl ist recht günstig. Je nach Anbieter und natürlich Größe variieren die Preise zwischen 3-10 Euro. Dabei sind die Ölstifte meist eher am oberen Ende der Preis-Sparte zu finden. Auch Overlocköl ist manchmal ein wenig teurer als “normales” Nähmaschinenöl, dort macht der Unterschied aber nur 1-2 Euro aus.

Wirklich starke Unterschiede gibt es bei den Größen der Flaschen und Stifte. Die kleinsten Flaschen fassen nur um die 20 ml. Meistens werden Flaschen mit der Größe 100 ml angeboten, ganz selten auch mal solche mit bis zu 125 ml Inhalt. Zum Nachfüllen gibt es dann sogar Flaschen mit bis zu 1 l Inhalt. Stifte sind dagegen deutlich kleiner. Sie fassen oftmals nur 12 ml, die kleinste sogar nur 7,4 ml Inhalt.

Wichtiges Zubehör für Nähmaschinenöl

Wenn Du Deine Nähmaschine reinigen und ölen möchtest, brauchst du selbstverständlich nicht nur das Öl. Besonders wichtig sind dazu noch Deine Utensilien zum Reinigen, also ein Tuch, Pinsel/Fusselbürste oder Pinzette oder sogar ein Druckluftspray. Auch ein Staubsauger kann mitunter hilfreich sein.

Hinweis: Reinige Deine Maschine unbedingt bevor Du sie ölst. Sonst können Fussel und Staub sie eventuell verkleben.

Schraubenzieher

An viele Teile Deiner Maschine kommst Du nur, wenn Du Abdeckungen abschraubst. Dabei solltest Du Dich am Besten an die Betriebsanleitung Deiner Maschine halten. Moderne Maschinen müssen zum Beispiel lange nicht so umfangreich geölt werden wie Alte. Meistens genügt es, im Bereich des Unterfadens und der Nadelstange zu ölen.

Tuch zum Abwischen

Wenn Du Deine Nähmaschine ölst, solltest Du unbedingt ein Tuch oder Küchenkrepp dabei haben. Damit kannst Du überschüssiges Öl wegwischen. Außerdem kannst Du zur Not eine Probenaht auf Deinem Tuch machen, damit auch ja keine Ölflecken auf Dein Nähprojekt kommen.

Applikator

Einen speziellen Applikator für Dein Nähmaschinenöl brauchst Du nur, wenn die Spitze Deiner Flasche oder Deines Ölstifts nicht lang und dünn genug sind. In so einem Fall kann eine reguläre Spritze Abhilfe schaffen.

Pinsel/Fusselbürste oder Pinzette

Klar, große Stoff- und Fadenreste kann das Öl nicht ausspülen. Hier solltest Du eine Fusselbürste oder einen Pinsel verwenden. Plastikpinsel sind besonders praktisch, weil sie weniger Haare verlieren, aber auch ein normaler Borstenpinsel funktioniert wunderbar. Für richtig große Stücke brauchst Du eventuell eine Pinzette, dann steht dem eigentlichen Ölen aber auch nichts mehr im Weg.

Druckluftspray

In Baumärkten oder Computer-Fachgeschäften kann man meist Druckluftspray aus der Dose kaufen. Zum Reinigen der Nähmaschine kann das enorm bequem sein. Allerdings solltest Du sehr vorsichtig damit umgehen. Besonders wichtig ist es, den Dreck nicht tiefer in die Maschine zu befördern. Alternativ nimmst Du einfach einen:

Staubsauger

Der pustet nämlich definitiv nichts in die falsche Richtung. Ein schmaler Aufsatz kommt natürlich weiter in die Maschine rein und kann so effektiv Staub und Fadenreste entfernen. Es ist allerdings zu empfehlen, eine Strumpfhose oder etwas Ähnliches über den Aufsatz zu stülpen, damit nicht aus Versehen etwas Falsches im Staubsauger verschwindet.

Schmierfett

Schmierfett ist eigentlich ein Thema für sich. Wenn Du eine moderne Maschine ölst, wirst du normalerweise keines brauchen. Bei älteren Maschinen kann es jedoch anders aussehen. Schmierfett ist dazu da, Plastiklager oder -zahnräder einzufetten, Öl ist dafür nicht geeignet! Am besten nimmst Du ein silikonfreies Universalschmierfett, da Silikone unter Umständen zum Verkleben der Maschine führen können. Meistens sind die betroffenen Kunststoffteile jedoch so tief in der Maschine verbaut, dass das eher eine Aufgabe für den Mechaniker Deines Vertrauens ist.

Gut zu wissen: Du solltest es vermeiden, den Staub aus der Maschine pusten zu wollen. Das ist für die Maschine auf Dauer weniger gut, weil Dein Atem immer leicht feucht ist.

Verschmutzte Spulenkapsel von oben

Nähmaschinenöl Test-Übersicht: Welche Nähmaschinenöle sind die Besten?

In diesem Abschnitt haben wir für Dich nach aktuellen Nähmaschinenöl Tests gesucht. Dieser Teil wird regelmäßig aktualisiert, sollten also neue Tests dazu kommen, wirst Du sie hier finden können.

TestmagazinNähmaschinenöl Test vorhanden?Veröffentlichungs-JahrKostenloser ZugangMehr erfahren
Stiftung WarentestNein, es sind keine Tests vorhanden.
Öko TestNein, es sind keine Tests vorhanden.
Konsument.atNein, es sind keine Tests vorhanden.
Ktipp.chNein, es sind keine Tests vorhanden.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Nähmaschinenöl

Du hast weitere Fragen zu Nähmaschinenöl, auf die Du noch keine Antwort gefunden hast? Dann wirst Du hier fündig. In diesem Abschnitt findest Du die meistgestellten und wichtigsten Fragen zu Nähmaschinenöl und natürlich auch die passende Antwort dazu.

Was ist der Unterschied zwischen Nähmaschinenöl und Overlocköl?

Eine Overlock-Maschine hat meist mehr Metallteile als eine herkömmliche Nähmaschine. Daher hat sie andere Ansprüche an die Fließ- und Schmiereigenschaften des Öls. Die Unterschiede hier sind jedoch nicht allzu groß, und normalerweise schadet die Verwendung eines normalen Nähmaschinenöls der Overlock nicht. Der einzige Unterschied ist, dass Overlocköl, oder Overlocker-Öl, ein wenig dickflüssiger ist (Viskositätsindex ca. 140), im Vergleich zu Nähmaschinenöl (Viskositätsindex ca. 135).

Wie sollte man eine Nähmaschine Ölen?

Hier gilt vor allem: Halte Dich an die Betriebsanleitung. Jede Nähmaschine ist unterschiedlich verbaut und hat deshalb andere Ansprüche. Moderne Nähmaschinen sind meist “wartungsfrei” verbaut, das heißt Finger weg vom Motor. Der muss weder geölt noch gefettet werden, lediglich im Bereich des Unterfadens und an der Nadelstange musst Du ölen. Einzelteile ölst Du am besten separat und baust sie anschließend wieder ein. So vermeidest Du, zu viel Öl zu verwenden.

Bei älteren Maschinen sind oftmals kleine Löcher in der Abdeckung. Diese sehen ein bisschen aus, als würde dort eine Schraube fehlen und sind meist rot umrandet. Genau hier soll geölt werden. Leider sind sehr alte Maschinen oftmals diffizil was Öl angeht. Damals wurde oft noch sogenanntes “Harzöl” verwendet, was unter Umständen Wechselwirkungen mit modernen Ölen haben kann. Notfalls kannst Du alte, verharzte Fette mit Bremsenreiniger entfernen und dann mit modernen Ölen schmieren. Besser ist es jedoch oft, einen Fachmann an die Maschine zu lassen.

Infografik über das Reinigen und Ölen einer Nähmaschine

So reinigst und ölst Du Deine Nähmaschine richtig.

Kann man zu viel Öl für die Nähmaschine verwenden?

Weniger ist hier mehr. Oft genügen ein bis zwei Tropfen Öl pro Lager oder Gelenk. Zu viel Öl wird die Maschine nicht kaputt machen, aber das überschüssige Öl tropft dann eventuell auf Dein Nähprojekt. Deshalb lieber etwas weniger Öl verwenden und dafür die Maschine häufiger ölen und reinigen.

Kann man WD-40, Ballistol oder Fahrradöl verwenden?

Nein, diese Öle sind keine Alternative zum Nähmaschinenöl. Fahrradöl ist deutlich dickflüssiger als Nähmaschinenöl und würde die Maschine auf Dauer verkleben. WD-40 ist zwar wunderbar zum Reinigen geeignet, aber schmiert auf längere Sicht einfach nicht gut genug. Außerdem sind in WD-40 noch zusätzliche Stoffe enthalten, die der Maschine auf Dauer schaden könnten. Ballistol wird gerne empfohlen. Es wird jedoch auch verwendet, um Waffen zu reinigen, deswegen ist nicht ganz eindeutig, ob es wirklich säurefrei ist. Daher raten wir Dir eher davon ab.

Wie lagert man Nähmaschinenöl?

Modernes Nähmaschinenöl ist UV-stabilisiert. Das bedeutet, Licht schadet ihm nicht mehr so sehr, trotzdem solltest Du Dein Öl an einem dunklen Ort lagern. Die Viskosität von Nähmaschinenöl ist zwischen 0 °C und 40 °C stabil, außerhalb dieser Temperaturen kann es sein, dass Dein Öl leidet.

Wird Nähmaschinenöl schlecht?

Leider ja. Altes Nähmaschinenöl kippt. Das äußert sich vor allem in einer Farbänderung: Das ehemals klare, bis blassgelbe Öl wird langsam immer dunkler. Altes Öl wird außerdem zunehmend dickflüssig. Ein bernsteinfarbenes oder braunes Öl solltest Du entsorgen.

Wie entsorgt man Nähmaschinenöl?

Nähmaschinenöl ist einerseits brennbar und dazu bei Einnahme oder längerem Kontakt gesundheitsschädlich. Deshalb muss es in die Schadstoffsammlung oder auf eine Deponie.

Weiterführende Quellen

Informationen zur Reinigung und Ölung einer Nähmaschine: Mehr erfahren

Anleitung zur Reinigung Deiner Overlock: Mehr erfahren

Viskosität: Mehr erfahren

Allgemeine Informationen zu Weißöl: Mehr erfahren

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