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Malerleinwand: Test, Vergleich und Kaufratgeber

Eine Frau durchsucht mehrere Malerleinwände.

Die Kunst des Malens existiert schon seit den Anfängen der Menschheit und wird noch immer sehr hochgeschätzt. Dabei haben sich sowohl die Malhilfen, als auch die Untergründe immer weiter entwickelt. So konnten dann auch große Künstler wie Van Gogh, Monet oder Picasso ihre Kunstwerke festhalten, sodass wir sie auch heute noch in Museen auf der ganzen Welt anschauen können.
Doch damit Du nicht wie damals in der Steinzeit auf Höhlenwänden malen musst, haben wir in diesem Beitrag die wichtigsten Kaufkriterien für Leinwände zum Malen gesammelt und widmen uns außerdem aktuellen Malerleinwand Tests.

Unsere Favoriten

Die beste Malerleinwand auf einer Rolle: Premium Leinwandrolle von Meister
“Perfekt zum Bespannen für große Keilrahmen.”

Das beste Leinwand Set: 14er Akademie Leinwand Set von Artina
“Hier sind alle Leinwandgrößen enthalten, die Du für den Anfang brauchst.”

Die beste nicht grundierte Malerleinwand: Ungrundiertes Maltuch von Paintersisters
“Ermöglicht von Grund auf die Gestaltung eines individuellen Kunstwerks.”

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Malerleinwand bezeichnet lediglich den Stoff, der über einen Keilrahmen gespannt wird.
  • Baumwolle und Leinen sind die wohl am häufigsten verwendeten Materialien für Malerleinwände.
  • Gute Malerleinwände haben eine Grammatur im Bereich von 300 g/m2 bis 480 g/m2.
  • Bevor Du mit dem Malen auf einer Leinwand beginnst, solltest Du sie zuerst grundieren.
  • Du kannst Malerleinwände auf Keilrahmen gespannt, als Rolle oder als Meterware, auch Maltuch genannt, kaufen.

Die besten Malerleinwände: Favoriten der Redaktion

Um Dir das stundenlange Suchen nach der richtigen Malerleinwand zu ersparen, stellen wir Dir hier unsere Favoriten vor.

Die beste Malerleinwand auf einer Rolle: Premium Leinwandrolle von Meister

Was uns gefällt:

  • bereits mehrfach grundiert und somit malfertig
  • feine Struktur eignet sich sehr gut für detaillierte Arbeiten
  • sehr reißfest und dadurch gut zum Selbst-spannen geeignet
  • eignet sich für die unterschiedlichsten Maltechniken
  • sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Was uns nicht gefällt:

  • beim Malen auf der ungespannten Leinwand kann sich der Stoff beim Trocknen zusammenziehen
  • die Leinwand muss selbst gespannt werden
  • die Keilrahmenleisten müssen extra besorgt werden

Redaktionelle Einschätzung

Die Premium Leinwandrolle von Meister bietet mit ihrer Laufbreite von 160 cm auf 10 m Länge einen sehr guten und stabilen Malgrund besonders für größere Arbeiten. Der dicht gewebte Baumwollstoff mit einer optimalen Grammatur von 380 g/m2 ist außerdem sehr reißfest und fühlt sich sehr hochwertig an. Durch die vierfache Vorgrundierung ist der Leinwandstoff außerdem schwach saugend und sofort einsatzbereit.
Durch die feine Verarbeitung des Stoffes eignet sich die Leinwandrolle besonders für detailreiche Arbeiten, aber auch gröbere Farbstrukturen kommen gut zur Geltung. Zudem lassen sich hierauf nicht nur Kunstwerke mit Acryl-, Aquarell- und Ölfarben zaubern, sondern auch mit Gouache, Tempera und sogar Sprühfarben.
Da hier die Malerleinwand auf einer Rolle und somit ungespannt geliefert wird, muss das Spannen selbst übernommen werden. Das dazu benötigte Equipment muss also noch zusätzlich besorgt werden. Allerdings bietet dies die Möglichkeit, die Rahmengröße frei wählen zu können und je nach Belieben kann die Leinwand auch schon vor dem Spannen bemalt werden. Dabei sollte aber beachtet werden, dass der Baumwollstoff sich beim Trocknen zusammen zieht. Verhindern kannst Du das aber, indem Du die Kanten vorher gut an einem stabilen Untergrund fixierst.
Insgesamt zeichnet sich die Premium Leinwandrolle von Meister nicht nur durch überzeugende Kundenbewertungen, sondern auch durch ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aus.

Das beste Leinwand Set: 14er Akademie Leinwand Set von Artina

Was uns gefällt:

  • vier verschiedene Leinwandgrößen enthalten
  • mittlere, gleichmäßige und strapazierfähige Gewebestruktur
  • bereits zweimal weiß grundiert
  • sehr günstig bei guter Einsteiger-Qualität
  • Verwendung von FSC-zertifiziertem Holz

Was uns nicht gefällt:

  • durch die Art der Verpackung manchmal Abdrücke der kleineren auf den größeren Leinwänden
  • eher niedrige Grammatur von 280 g/m2

Redaktionelle Einschätzung

Das 14-teilige Leinwand Set von Artina liefert mit nur einer Bestellung eine tolle Auswahl an unterschiedlichen Leinwandgrößen. Die vier verschiedenen Größen von 50 x 70 cm, 30 x 40 cm, 24 x 30 cm und 13 x 18 cm lassen sich gut kombinieren, aber auch einzeln verwenden.
Das leicht saugende, strapazierfähige und gleichmäßige Gewebe wurde zweifach grundiert, wodurch alle 14 Leinwände direkt genutzt werden können. Außerdem eignet sich die mittlere Gewebestruktur für eine detailreiche, aber gleichzeitig auch für gröbere Malweisen und Farben. Die Grammatur von 280 g/m2 ist eher etwas gering. Da das Set aber zur Akademie-Reihe gehört und somit mehr für Einsteiger und weniger für Profis konzipiert ist, reicht diese Grammatur völlig aus.
Zusätzlich sind die Malerleinwände alle so ressourcenschonend wie möglich produziert und auf FSC-zertifizierten Keilrahmen gespannt. Auch die Verpackung für den Versand ist ressourcensparend gehalten, indem die kleineren Keilrahmen zum Schutz in den größeren verstaut werden. Dadurch kommt es allerdings hin und wieder vor, dass die kleineren Leinwände Abdrücke auf den großen hinterlassen.
Alles in allem ist das 14-teilige Set von Artina eine sehr gute Option für Einsteiger, die sich auf unterschiedlichen Leinwandgrößen ausprobieren und dafür nicht sofort ein kleines Vermögen zahlen wollen.

Die beste nicht grundierte Malerleinwand: ungrundiertes Maltuch von Paintersisters

Was uns gefällt:

  • ungrundiert, sodass selbst nach den eigenen Anforderungen grundiert werden kann
  • sehr hochwertiger und reißfester Baumwollstoff
  • besonders gut zum Bespannen von großen Keilrahmen
  • gute Grammatur von 300 g/m2
  • Format der Leinwände durch das Selbst-spannen frei wählbar

Was uns nicht gefällt:

  • die Leinwand muss selbst gespannt werden

Redaktionelle Einschätzung

Dadurch, dass das Maltuch von Paintersisters nicht grundiert ist, kann die Grundierung frei nach den eigenen Wünschen aufgetragen werden. So kann schon die Basis des Gemäldes den individuellen Vorstellungen angepasst werden. Besonders auch dadurch, dass das Maltuch noch nicht gespannt ist und das Format der fertigen Leinwände so frei wählbar ist. Die Maße von 160 cm auf 5 m des Leinwandstoffes und die hohe Reißfestigkeit bieten auch genügend Raum und Stabilität für große Kunstwerke.
Der Baumwollstoff weist eine mittelfeine Struktur auf und besitzt eine Grammatur von 300 g/m2. Beides bietet eine gute und auch sehr vielseitige Grundlage für verschiedenste Maltechniken wie Acryl, Aquarell und Öl. Außerdem eignet sich das Maltuch auch äußerst gut für Bühnenbilder in Theater oder Schule.
Dadurch, dass die Leinwand selbst bespannt und grundiert werden muss, eignet sich das Maltuch von Paintersisters eher für Profis, die das dafür passende Equipment und die Expertise besitzen. Gleichzeitig spiegelt sich die Anpassung an die Bedürfnisse von Künstlern sowohl im Preis, aber auch in der Qualität wider.

Kaufratgeber für Malerleinwände

Hier findest Du alles, was Du über Malerleinwände wissen musst. Außerdem geben wir Dir Tipps und Ratschläge, worauf Du bei einem Kauf achten solltest.

große, bunt bemalte Malerleinwand

Hier findest Du die besten Tipps, wie Du die richtige Leinwand für deine Maltechnik auswählst.

Was sind Malerleinwände?

Eine Malerleinwand ist ein Maluntergrund aus Gewebe, das auf einen Keil- oder Tragerahmen gespannt ist. Traditionell besteht es aus Leinen, heutzutage gibt es aber auch verschiedenste Alternativen, wie zum Beispiel Baumwolle als günstigere Möglichkeit. Die Malerleinwand kommt hauptsächlich bei der Acryl- und Ölmalerei zum Einsatz, wird aber auch für viele andere Maltechniken verwendet.

Sind Malerleinwände das Gleiche wie Keilrahmen?

Als Leinwand wird der Stoff bezeichnet, der meist auf einen speziellen Holzrahmen, auch Keilrahmen genannt, gespannt wird. Durch Schlitze, die ein Nachspannen der Leinwand ermöglichen, unterscheidet sich ein Keilrahmen von normalen Holzrahmen. Umgangssprachlich werden die, bereits mit Leinwand bespannten, Keilrahmen aber auch sehr häufig als Leinwand bezeichnet.

Warum werden Malerleinwände grundiert?

Die Grundierung versiegelt die Leinwand, wodurch das Gewebe die Farbe nicht mehr so stark aufsaugen kann. Gleichzeitig erhöht sie dadurch auch die Haltbarkeit des Gemäldes. Außerdem kannst Du mit einer Grundierung Deinem Bild schon eine bestimmte Grundfarbe und Struktur geben, abhängig davon, was für eine Grundierung Du verwendest.
Eine Grundierung ist besonders wichtig beim Malen mit Ölfarben, da die Leinwand sonst das Bindemittel der Farbe aufsaugt und das Endergebnis sehr anfällig für Risse wird. Acrylfarben hingegen sind weniger empfindlich und benötigen nicht zwangsläufig eine Grundierung. Insgesamt kannst Du aber kaum etwas falsch machen, indem Du Deine Leinwand grundierst.

Hinweis: In den meisten Fällen sind Malerleinwände schon beim Kauf grundiert. Selbst grundieren musst Du also eher in seltenen Fällen oder eben, wenn Du eine bestimmte Struktur oder Farbe für Dein Bild vorgeben möchtest.

Welche verschiedenen Grundierungen gibt es für Malerleinwände?

Die beliebteste Grundierung ist Gesso. Es besteht aus Farbpigmenten, Bindemittel (meist Acrylbinder) und Kreide und sorgt so für eine bessere Haftung der folgenden Farbschichten und eine bessere Leuchtkraft der Farben. Am häufigsten wird weißes Gesso verwendet, aber auch die transparente und schwarze Version ist häufig zu finden. Außerdem gibt es noch Unterschiede in der Konsistenz, wobei zum Grundieren fast immer eher flüssiges Gesso empfohlen wird.
Als günstigere Möglichkeiten dienen auch Acrylbinder und einfache Wandfarbe aus einem Baumarkt Deiner Wahl. Beide dienen aber hauptsächlich zur Versiegelung der Leinwand, weshalb Du die anderen Vorteile einer Grundierung nur mit Gesso erhältst.

Hinweis: Gesso gibt es schon seit dem 14. Jahrhundert und bestand damals zum Teil aus Hasenleim. Erst später wurde dieser zur Anpassung an die Acrylmalerei durch Acrylbinder ersetzt. Damit ist er heutzutage frei von tierischen Inhaltsstoffen.

Gibt es Unterschiede bei Malerleinwänden für Aquarell-, Öl- und Acrylfarben?

Da Acrylfarbe auf nahezu allen Untergründen haftet, ist eine Grundierung dafür für den Anfang eher weniger relevant. Beim Malen mit Aquarell- und Ölfarben ist es jedoch wichtig, dass Du darauf achtest, entweder grundierte Malerleinwände zu kaufen, oder sie selbst zu grundieren. Unabhängig von der Grundierung gibt es aber keine Unterschiede bei Leinwänden für die verschiedenen Maltechniken.
Um sicherzugehen, dass das Ergebnis auf jeden Fall lange hält, kannst Du natürlich auch spezielle Grundierungen für Aquarell- und Ölfarben verwenden. Unbedingt notwendig ist das normalerweise aber nicht.

Kannst Du auch mit Stiften auf Malerleinwänden malen?

Prinzipiell ist es möglich, allerdings gibt es dabei einiges zu beachten. Durch die meist eher grobe Struktur der Leinwand nutzen sich Buntstifte schneller ab und Details werden schwieriger zu malen. Außerdem besteht die Gefahr, dass die Leinwand gedehnt wird oder sogar reißt, wenn Du den Stift oder Radiergummi zu fest aufdrückst. Wasser-vermalbare Buntstifte lassen sich gut vermalen, brauchen jedoch etwas länger zum Trocknen als auf Papier.
Acrylstifte, Eddings oder ähnliche Stifte eignen sich gut, um damit auf Malerleinwänden zu malen. Je nach Stärke der Spitze können durch die Struktur aber auch hier die Ränder schnell unsauber wirken.

Was bedeutet es, wenn eine Leinwand säurefrei ist?

Bei der Recherche im Internet oder im Kunstbedarfsladen bist Du bestimmt schon einmal über den Begriff säurefrei gestolpert. In Bezug auf Malerleinwände bedeutet das, dass bei der Herstellung auf einen neutralen oder alkalischen pH-Wert geachtet wurde. Dadurch bleibt das Material besonders alterungsbeständig und die Farben bleiben besonders lange erhalten, bleichen langsamer aus und bröckeln nicht ab.

Was ist die “Grammatur”?

Grammatur, oder auch Quadratmetergewicht, beschreibt das Flächengewicht von Papier, Folien und Textilien. Je dichter und dicker das Material, desto höher auch die Grammatur.
Für Malerleinwände auf Baumwolle wird eine Grammatur im Bereich von 300 g/m2 bis 480 g/m2 empfohlen. Bei dünneren Stoffen solltest Du aufpassen, dass die Farbe beim Grundieren nicht auf der Rückseite durchkommt.

Tipp: Dickere Segeltuch-ähnliche Stoffe eignen sich auch zum Malen, allerdings lassen sich Knicke und Falten beim Spannen nur schwer glätten.

In welchen Größen gibt es Malerleinwände?

Es gibt eine riesige Auswahl an verschieden großen gespannten Leinwänden, die normalerweise quadratisch oder rechteckig geformt sind. Die meisten Hersteller bieten verschiedenste Variationen ab einem Maß von 10 x 10 cm an. Sehr große Malerleinwände findest Du eher selten online, sondern eher in spezialisierten Läden für Künstlerbedarf. Bei eher außergewöhnlichen Wünschen, bieten viele Spezialisten auch Maßanfertigungen an, oder Du baust sie Dir einfach selbst.

Hinweis: Es gibt auch Leinwände in den verschiedensten Formen, angefangen von Kreisen und Hexagonen, bis hin zu Herzen und Länderformen.

Welches sind die wichtigsten Kaufkriterien bei Malerleinwänden?

Beim Kauf von Malerleinwänden gibt es einige Aspekte auf die Du achten solltest, um ein für dich passendes Modell zu finden. Hier haben wir Dir eine ausführliche Übersicht von wichtigen Merkmalen zusammengestellt.

Material

Neben den bekanntesten Materialien wie Leinen und Baumwolle gibt es noch weitere, die sich sowohl im Preis, als auch in den Eigenschaften unterscheiden.

MaterialBeschreibung
LeinenLeinen ist sehr widerstandsfähig, geschmeidig und auch reißfest und wurde traditionell zur Bespannung von Keilrahmen verwendet. Allerdings ist hochqualitativer Leinenstoff ohne Webfehler relativ teuer.
BaumwolleBaumwolle bietet eine gute und günstigere Alternative zu Leinen. Dabei ist der Stoff zwar etwas weniger reißfest und widerstandsfähig, bietet aber eine höhere Flexibilität.
SynthetikSynthetisches Gewebe sind inzwischen so gut optimiert, dass sie eine gute Alternative zu Leinen und Baumwolle darstellen und eignen sich für alle Maltechniken.
HanfgewebeHanfgewebe ist ähnlich strapazierfähig wie Leinen und besitzt eine feinere Struktur als Jute.
JutegewebeJutegewebe ist sehr langlebig und strapazierfähig, zeichnet sich aber durch eine eher grobe Struktur aus. Außerdem ist dieser Stoff sehr Luftdurchlässig und saugfähig.
MischgewebeEin Mischgewebe wird eher selten empfohlen, da sich das Bild durch die verschiedenen Stoffeigenschaften bei Luftfeuchtigkeits- und Temperaturschwankungen verziehen kann.

Struktur

Bei der Struktur des Stoffes wird bei jedem Material meist in feine, mittlere und grobe Beschaffenheit unterschieden. Ähnlich wie der Farbauftrag beeinflusst auch die Struktur der Leinwand die Wirkung des fertigen Bildes und ist abhängig von Deinen persönlichen Vorlieben. Bei einem eher aufgelösten und groben Malstil mit eher pastösen Farben wird oft eher eine grobe Struktur bevorzugt, während eine feine Struktur eine feine Maltechnik mit Fotocharakter unterstützt.

dünner Farbauftrag auf einem groben Leinwandstoff

Webart

Die Webart ist besonders von Bedeutung, wenn der Stoff feucht wird, wo sie verhindern kann, dass er sich ungleichmäßig verzieht. Die Leinwandbindung ist hier, wie der Name schon vermuten lässt, am besten geeignet. Sie weist die engste Fadendichte der verschiedenen Bindungen auf und hat durch die schachbrettartige Verbindung zwei identische Stoffseiten.
Stoffe mit einer Körperbindung, die bei Geweben am häufigsten verwendet wird, hingegen verziehen sich bei Nässe stärker und ungleichmäßiger und eignen sich somit weniger als Leinwandstoff.

Spannung

Die Spannung einer Malerleinwand auf einem Keilrahmen sollte ein gutes Mittelmaß haben. Ein Nachspannen ist bis zu einem gewissen Grad einfach möglich, die Spannung zu reduzieren hingegen eher kompliziert. Ist die Spannung hingegen zu stark, kann der Stoff spröde werden oder sich der Rahmen verziehen.

Grammatur

Die Grammatur beschreibt die Dichte des Gewebes. Im besten Fall sollte die Grammatur zwischen 300 g/m2 und 480 g/m2 liegen. Je nach Material und persönlicher Vorliebe kann hier aber auch gut variiert werden. Bei einer Grammatur unter 180 g/m2 solltest Du allerdings darauf achten, dass die Grundierung nicht auf der Rückseite durchdrückt.

Grundierung

Sowohl grundierte als auch ungrundierte Leinwände haben bestimmte Vor- und Nachteile. Zur besseren Übersicht haben wir sie für Dich in einer Tabelle zusammengefasst.

Vorteile von grundierten LeinwändenNachteile von grundierten Leinwänden
Erspart den extra Arbeitsschritt des GrundierensOft eher schlechte Grundierung
Eine eigene Grundierung kann drüber aufgetragen werdenKeine Kontrolle über Art und Qualität der Grundierung
Mehr verbreitet und mehr AuswahlDie Leinwand selbst ist etwas teurer

Welche Marken stellen qualitative Malerleinwände her?

Mittlerweile gibt es eine riesige Auswahl an Herstellern für Künstlerbedarf. Um Dir einen kleinen Überblick zu verschaffen, stellen wir fünf der bekanntesten Marken kurz vor.

Gerstaecker

Der Verlag wurde 1953 von Johannes Gerstaecker gegründet und stellte zunächst pädagogische Kunstspiele für Kinder her. Nach und nach wurde das Sortiment immer weiter ausgebaut und eine Struktur für den Versandhandel eingerichtet. Heute ist Gerstaecker Europas größter Versandhandel für Künstlerbedarf und Künstlermaterial.

Rico Design

Rico Design ist eine führende Marke im Kreativ-Bedarf und hat ein sehr großes Sortiment, das von Stricken über Papier, bis hin zu Künstlerbedarf reicht. Neben dem Onlineshop, sind die Produkte auch in den meisten Läden für Bastelbedarf zu finden.

Artina

Die noch recht junge Marke fing 2006 mit der Produktion von Staffeleien an und weitete seitdem ihr Sortiment Stück für Stück aus. Inzwischen stellt Artina alles her, was das Künstlerherz begehrt und ist aus vielen Ateliers und Studios nicht mehr wegzudenken. Außerdem werden neben Premium-Artikeln für Künstler mit der Auszeichnung “Akademie” auch etwas günstigere Alternativen angeboten, die sich sehr gut für Einsteiger- und Hobbykünstler eignen.

Kreul

Die Marke entstand, nachdem der Künstler Johann Dietrich Carl Kreul 1938 die erste deutsche Künstlerfarbenfabrik errichtet hatte. Seit dem spezialisierte sich Kreul vor allem auf Farben, aber begann auch damit, das Sortiment auf weiteres Künstlerzubehör auszuweiten.

Boesner

Von günstiger Studienqualität bis hin zu Künstlerqualität für den professionellen Gebrauch bietet Boesner die verschiedensten Produkte rund um das Thema Kunst an. Außerdem bietet Boesner nicht nur Künstlermaterialien, sondern auch zahlreiche Seminare, Workshops und Vorführungen zur künstlerischen Weiterbildung an.

Wo kannst Du Malerleinwände kaufen?

Malerleinwände findest Du in Baumärkten, einfachen Bastelläden sowie auch in Läden mit professionellem Künstlerbedarf. Natürlich gibt es auch online eine riesige Auswahl an verschiedenen Optionen. Für einfachere Hobby-Projekte reicht meist auch die Qualität der Leinwände, die Du im Baumarkt finden kannst. Suchst Du aber speziellere Formate oder Materialien und hast auch ein höheres Budget lohnt sich der Besuch im Künstlerbedarf mehr, da die Auswahl dort größer ist.

Wie viel kosten Malerleinwände?

Da die Preise abhängig von Größe, Material und Qualität stark variieren können, lässt sich das nur schwer verallgemeinern. So bekommst du eine 30 x 40 cm große Leinwand mit Baumwolle in sehr günstigen Läden schon für 2 Euro, während du woanders bei besserer Qualität, aber gleichem Material, schnell das siebenfache zahlst. Eine Leinwand aus Leinenstoff derselben Größe und mit guter Qualität kostet etwa um die 20 Euro.
Der Preis hängt also stark davon, ab was für Anforderungen Du an eine Malerleinwand hast und wie viel Du bereit bist für eine gute Qualität zu zahlen.

Ab wann lohnt es sich, den Leinwandstoff als Maltuch auf einer Rolle zu kaufen?

Bereits gespannte Leinwände zu kaufen ist natürlich bequemer, als den Leinwandstoff separat zu kaufen und es selbst auf einen Keilrahmen zu spannen. Zum Selbst-spannen benötigst Du zwar mehr Einzelteile und auch bestimmtes Werkzeug, aber dennoch bietet es einige Vorteile. Zum einen kannst Du dadurch selbst und individuell die Maße Deiner Leinwand festlegen und musst Dich nicht an vorgefertigte Leinwand-Maße halten. Andererseits kannst Du so auch sichergehen, dass Deine Leinwand gut gespannt ist und auch eine höhere Haltbarkeit besitzt.
Außerdem ist es auf Dauer auch günstiger, die Leinwände selbst zu bespannen. Der preisliche Vorteil lohnt sich allerdings nur dann, wenn Du sehr häufig und auf sehr großen Leinwänden malst. Malst Du eher seltener und hast keine Probleme mit den vorgegebenen Maßen, kannst Du Dir auch guten Gewissens Arbeit sparen und schon gespannte Leinwände kaufen.

Hinweis: Leinwandstoff kannst Du auch oft als Meterware kaufen. So hast Du nicht gleich eine ganze große Rolle zu Hause stehen, sondern kannst das Selbst-Bespannen erst einmal testen.

Wie spannst Du eine Malerleinwand auf einen Keilrahmen?

Für viele Künstler gehört das Spannen der Leinwand schon mit zu künstlerischen Prozess, weshalb das meistens auch selbst gemacht wird. Hier erfährst Du, wie auch Du Dir einfach selbst eine Malerleinwand bauen kannst.
Um Deine Leinwand selbst zu spannen, benötigst Du die folgenden Materialien:

  • Keilrahmenleisten
  • Leinwandstoff
  • Schleifpapier
  • Schere
  • Gummihammer
  • Tacker mit passenden Klammern

Zur anschaulichen Erklärung haben wir hier ein Video rausgesucht, in dem sehr gut gezeigt wird, wie Du Deine Leinwand am besten selbst baust.

Können Malerleinwände auch nach dem Bemalen auf einen Keilrahmen gespannt werden?

Wenn Du gerne auf Reisen malst, oder Dein Bild einfacher Transportieren möchtest, kannst Du auch auf dem ungespannten Leinwandstoff malen und das Bild später auf einen Keilrahmen spannen.
Anders als bei einer unbemalten Leinwand ist hier natürlich wichtig, dass die Ausrichtung des Bilds auf dem Rahmen gut passt. Dafür kannst Du zum Beispiel von vorne mit einer Nadel durch die Ecken Deines Gemäldes stechen und auf der Rückseite die Eckpunkte markieren. Verbindest Du diese Punkte dann mit einem Lineal, kannst Du den Keilrahmen einfach mittig auf diese Markierungen auflegen und mit dem Spannen anfangen. Nach den ersten paar Fixierungen solltest Du noch einmal überprüfen, ob das Bild wie gewünscht auf dem Rahmen sitzt, bevor Du es komplett befestigst.

Tipp: Achte dabei beim Malen darauf, dass Du genug Rand überstehen hast, da sonst beim Spannen ein Teil Deines Bildes verloren geht.

Wie bewahrst Du Malerleinwände richtig auf?

Wenn Deine Wände bereits voll sind und Dein neustes Kunstwerk nicht mehr hinpasst, ist es wichtig, es geschützt zu lagern. Besonders bei Öl-Gemälden, aber auch bei allen anderen Maltechniken ist die richtige Lagerung wichtig, um sie vor Pilzbefall oder Rissen und einem Ausbleichen der Farben zu schützen.
Dafür fertigst Du am besten eine Art Schutzhülle aus Pappe oder Styropor an und lagerst die bemalten Leinwände in einem Schrank oder Abstellraum ohne Fenster. Um die Langlebigkeit zu erhalten ist es wichtig, die Leinwände vor Sonneneinstrahlung und Feuchtigkeit zu schützen. Daher eignen sich Keller meist eher weniger zur Lagerung.
Es gibt auch speziell dafür angefertigte Truhen und Aufbewahrungsboxen, die für ein gutes Lagerklima sorgen. Unbemalte Malerleinwände sind etwas weniger empfindlich, sollten aber dennoch trocken und eher dunkel gelagert werden, damit sich sowohl der Stoff als auch der Rahmen nicht verzieht.

Zubehör für Malerleinwände

Hast Du Dich für eine Malerleinwand entschieden, benötigst Du noch einiges an weiterem Zubehör, bevor Du mit dem Malen beginnen kannst. Hier findest Du einen kurzen Überblick über das wichtigste Zubehör.

Gesso

Gesso ist die wohl häufigste Grundierung für Malerleinwände. Es versiegelt das Gewebe und sorgt für eine höhere Haftung der Farbe und eine bessere Langlebigkeit des Bildes. Außerdem reduziert eine Grundierung mit Gesso die Saugfähigkeit des Untergrundes, sodass später weniger Farbe benötigt wird. Zusätzlich ermöglicht eine solche Grundierung auch das Malen auf anderen Untergründen, wie zum Beispiel Holz.

Keilrahmen

Der Keilrahmen ist eigentlich nur der Holzrahmen, auf dem die Leinwand gespannt wird und der Begriff wird oft fälschlicherweise als Synonym verwendet. Möchtest Du Deine Leinwand selbst spannen, benötigst Du neben dem Stoff noch einen sogenannten leeren Keilrahmen oder Keilrahmenleisten. In der Regel wird der Keilrahmen vom Künstler selbst aus den Keilrahmenleisten zusammengebaut, damit die Maße individuell festgelegt werden können.

Tacker

Um Deine Leinwand selbst zu spannen benötigst Du einen guten Tacker. Da die Materialien eher dünn sind, reicht ein normaler Handtacker mit Breitrückenklammern in den meisten Fällen aus.

Staffelei

Um die Wirkung eines Gemäldes schon beim Malvorgang gut erfassen zu können, ist es hilfreich, auf einer Staffelei zu malen. Es gibt verschiedene Staffeleien für die unterschiedlichsten Gegebenheiten. Bei wenig Platz lohnt sich eine Tischstaffelei, die eher Kompakt ist, dafür aber einen Tisch als Unterlage benötigt. Außerdem gibt es noch Feldstaffeleien, die sich gut transportieren lassen und Atelier-, sowie Akademiestaffeleien, die in der Regel nicht viel transportiert werden müssen.

Malerleinwand Test-Übersicht: Welche Malerleinwand ist die Beste?

Im Folgenden haben wir eine Test-Übersicht zu den besten Malerleinwänden erstellt.

TestmagazinMalerleinwand Test vorhanden?Veröffentlichungs-JahrKostenloser ZugangMehr erfahren
Stiftung Warentestkein Test vorhanden------
Öko Testkein Test vorhanden------
Konsument.atkein Test vorhanden------
Ktipp.chkein Test vorhanden------

Leider wurden bisher noch keine Tests zu Malerleinwänden gemacht. Wir behalten dies im Überblick und aktualisieren die Seite, sobald es etwas Neues dazu gibt.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Malerleinwand

Du hast noch mehr Fragen zu Malerleinwänden? Hier findest Du die häufigsten Fragen rund ums Thema.

Welchen Zweck haben die Holzkeile, die bei gespannten Leinwänden mitgeliefert werden?

Die Holzkeile ermöglichen es Dir, die Leinwand unkompliziert nachzuspannen, wenn sich diese durch verschiedene Umwelteinflüsse gelockert hat. Wie Du das einfach selbst erledigst, erklären wir dir in wenigen Schritten. Du benötigst dafür die betroffene Leinwand, einen Hammer und acht Holzkeile, die normalerweise beim Leinwand-Kauf schon mitgeliefert werden.

  • pro Ecke benötigst Du jeweils zwei Keile
  • lege den Keilrahmen mit der Bildseite nach unten
  • stecke pro Ecke je zwei Holzkeile mit der Spitze in die vorgegebenen Schlitze
  • achte dabei darauf, dass die gerade Seite immer parallel zur Kante des Keilrahmens verläuft
  • hast Du alle Keile von Hand befestigt, treibst Du alle Keile mit dem Hammer gleichmäßig weiter in den Rahmen
  • überprüfe zwischendurch immer wieder die Spannung der Leinwand und höre auf, wenn Du zufrieden bist
  • lässt die Spannung nach einiger Zeit wieder nach, kannst Du einfach wieder mit dem Hammer nachjustieren

Rückseite einer auf einen Keilrahmen gespannte Malerleinwand mit Holzkeilen

Welche Befestigungsmöglichkeiten gibt es für Malerleinwände?

Um Dein Bild an die Wand zu hängen, gibt es die verschiedensten Möglichkeiten. Wenn Du Löcher in der Wand vermeiden möchtest, gibt es spezielle Klebehaken, mit denen sich Leinwände gut an der Wand befestigen lassen. Bei größeren und dadurch schwereren Bildern ist es allerdings sicherer Nagel oder Schraube zu verwenden.
Damit die Leinwand sicher auf dem Nagel oder der Schraube sitzt, gibt es Hängeclips mit Zacken, die an der oberen Seite an der Rückwand des Rahmens angebracht werden können. Außerdem kannst Du auf der Rückseite auch eine Schnur horizontal spannen und diese dann über einen Nagel in der Wand hängen.

Wie transportierst Du Malerleinwände sicher?

Eine ungespannte Malerleinwand lässt sich am besten zusammengerollt transportieren. Bei bereits gespannten Leinwänden wird ein Transport mit zunehmender Größe allerdings immer schwerer.
Am besten schützt Du die Leinwand, indem Du sie in Pappe oder Luftpolsterfolie packst. Alternativ dazu gibt es auch professionelle Transporttaschen, die gut gepolstert und oft auch wasserdicht sind. Besonders größere Leinwände sollten am besten im Auto transportiert werden, um sie so nochmal zusätzlich vor Stößen und Wettereinflüssen zu schützen. Werden zwei oder mehr Leinwände zusammen transportiert, bietet es zusätzlichen Schutz, wenn Du sie mit den Stoffseiten aufeinander transportierst.

Wichtig: Generell sollten Leinwände immer gerade transportiert und gelagert werden, da sich der Keilrahmen sonst verziehen kann und die Malfläche nicht mehr eben ist.

Wo kannst Du Malerleinwände Rahmen lassen?

Um Dein Kunstwerk besonders gut zur Geltung zu bringen, kann es manchmal sinnvoll sein, die Leinwand Rahmen zu lassen. Das kannst Du in manchen Läden für Künstlerbedarf oder bei spezialisierten Rahmenmanufakturen machen lassen. Dafür ist neben der Größe auch die Tiefe Deiner Leinwand wichtig. Da solche Rahmen meistens nach Maß angefertigt werden, spiegelt sich das natürlich auch im Preis wider.

Hinweis: Spezielle Rahmen für Leinwände werden Schattenfugen genannt und sind in den verschiedensten Farben und Materialien verfügbar.

Warum verziehen sich gespannte Leinwände?

Ein verziehen der Leinwände kann unterschiedliche Ursachen haben. Zum einen kann eine unvorteilhafte Kombination aus Stoffen, wie beispielsweise Mischgewebe, mit zu nasser Farbe einen enormen Druck auf den Keilrahmen auslösen. Dieser gibt ab einem bestimmten Punkt dann nach und verzieht sich.
Andererseits kann das Problem auch an der Holzqualität des Rahmens liegen. Bei günstigen Keilrahmen aus frischem Holz oder mit Astlöchern kommt es häufiger vor, dass diese sich verziehen, wenn sich das Holz bei Kontakt mit Feuchtigkeit unterschiedlich stark ausdehnt.
Ein weiterer Grund kann das unsachgemäße Bespannen eines Keilrahmens sein. Spannst Du den Stoff dabei ungleichmäßig kann es schnell passieren, dass das Holz an bestimmten Stellen nachgibt. Zuletzt ist natürlich auch die richtige Lagerung wichtig, da sich das Holz bei starker Sonneneinstrahlung oder einer hohen Luftfeuchtigkeit verändern kann.

Was kannst Du dagegen tun?

  • eine Grundierung mit Gesso sorgt dafür, dass der Leinwandstoff weniger saugfähig wird
  • meide Malerleinwände mit geringer Qualität und achte beim Kauf auch auf die Holzstruktur
  • lagere die Leinwände an einem trockenen und lichtgeschützten Ort

Welche Malerleinwände benutzen professionelle Künstler?

Welche Leinwände Profis verwenden lässt sich nicht pauschalisieren, da die individuellen Vorlieben von Künstler zu Künstler meist sehr unterschiedlich sind. Je nach Stil und Technik variieren sowohl die Struktur als auch das Material stark.
Professionelle Künstler greifen aber generell eher zu hochwertigen Materialien, um die Kunst besser in Szene zu setzen und eine höhere Langlebigkeit zu erreichen. Außerdem spannen die meisten professionellen Künstler ihre Leinwände selbst, da sie so die Größe frei wählen können und besonders große Leinwände so günstiger sind.

Weiterführende Quellen

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