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Longboard pushen lernen: So geht es richtig

Longboard fahren entgegen der Sonnen
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Du möchtest durch die Stadt cruisen, dem Sonnenuntergang entgegenfahren oder möchtest gerne einfach mit den Skateboardfahrer mithalten? Dann ist das Longboard eine bequeme Möglichkeit für Dich. Das Longboard gilt als einer der beliebtesten Fortbewegungsmittel der heutigen Zeit. Es ist schnell, handlich und ziemlich cool. Dieser Longboard Ratgeber hilft Dir die ersten und wichtigsten Techniken zu erlernen, sodass dem Start nichts mehr entgegenstehen kann.

Das Wichtigste in Kürze

  • das Longboard gibt es seit 1990 und wurde von Surfern erfunden, um das Surfen auf die Straße zu bringen
  • das Longboard gilt als beliebtes Fortbewegungsmittel
  • trage immer Schutzkleidung
  • achte immer auf Deine Umgebung und habe Rücksicht auf andere Fahrer, egal ob Fahrrad, Skateboard etc.
  • Erinnerung: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen

Hintergründe: Was Du als Anfänger über das Longboard wissen solltest

Das Longboard ist mittlerweile ziemlich beliebt und wird als cooles Fortbewegungsmittel angesehen. Nach einigen Stunden Übung kannst Du evtl. bereits Fortschritte erkennen. Aber es gibt einige Punkte, welche Du als Anfänger beachten solltest, damit Deine erste Fahrt ohne irgendwelche Verletzungen endet.

Was ist der Unterschied zwischen Longboard und Skateboard?

Skateboard vs. Longboard

In den 1950er-Jahren liebten Surfer auf den Wellen zu reiten und um das gleiche Gefühl auf der Straße zu erschaffen, haben Sie ein Stück Holz als Board genommen und an der Unterseite vier Rollen befestigt. Das Resultat, das wir bis heute noch kennen, das klassische Skateboard.

Nach einigen Jahren, nämlich im Jahre 1990, stellten Surfer erneut fest, dass das klassische Skateboard leider zu klein zum cruisen ist. Zur Begriffserklärung cruisen ist englisch und bedeutet “möglichst cool herumfahren”. Daher ist das Gefühl vom Surfboard verloren gegangen. Aus diesem Grund wurde das Design und die Größe nochmal geändert, um das zu kreieren, was wir heute Longboard nennen.

Auf den ersten Blick sehen die zwei Boards identisch aus: ein Deck, zwei Achsen und 4 Rollen und 8 Kugellager, aber beim genaueren Hinsehen gibt es einige Unterschiede zwischen den beiden Boards.

Größe und Form

Der optische Unterschied zwischen Longboard und Skateboard ist, dass das Longboard, wie der Name bereits sagt, länger ist wie das Skateboard. Skateboard sind zwischen 70 cm und 90 cm lang, das Longboard kann jedoch bis zu 1,5 m lang sein.

Auch die Form des Decks unterscheidet sich. Zur Begriffserklärung, das Deck ist die Basis des Boards, sozusagen das Brett, wo Deine Füße stehen. Das Deck des Longboards ist flach, aber das Deck des Skateboards ist jedoch an den Enden nach oben gebogen.

Achsen und Rollen

Die Achsen eines Longboards sind flexibler und stehen weiter auseinander, um ein angenehmeres Fahrgefühl zu sorgen. Hingegen dazu sind die Achsen eines Skateboards eher steif und schmal, um nach Tricks einfacher zu landen.

Für die Rollen gilt Folgendes: Longboards haben nahezu immer große und weiche Rollen, da es eher für längere Strecken geeignet ist und Skateboards eher kleine und härtere Rollen.

Geschwindigkeit und Tricks

Wenn Du nach wie vorher noch nicht weißt, für welche Art von Board Du Dich entscheiden solltest, solltest Du Dich fragen, warum Du Dir ein Board anschaffen möchtest. Denn der Einsatzzweck entscheidet schlussendlich den Kauf des Boards.

Wenn Du Tricks lernen möchtest, in Skateparks präsent sein möchtest und von Rampen runter skaten möchtest, dann ist das Skateboard die richtige Entscheidung für Dich. Falls Du Dich mehr für das Skateboard interessierst, können wir gerne unseren Kaufratgeber weiterempfehlen. Klicke hier. 

Aber wenn Du lieber mit einem Board durch die Stadt fahren möchtest, längere Strecken hinter Dir lassen möchtest oder vielleicht sogar einen Berg herunterfahren möchtest, dann solltest Du Dich für das Longboard entscheiden.

Skateboard vs. Longboard

Das passende Longboard finden – die verschiedenen Arten von Longboards

Wenn Du Dich schlussendlich für das Longboard entschieden hast, wirst Du Dich wahrscheinlich fragen „Welches Longboard passt zu mir?“. Du solltest am Anfang nicht direkt ein Profi Longboard kaufen, da es einfacher am Anfang ist, mit einem Anfänger Longboard zu starten. Diese Art von Boards helfen Dir, Vertrauen zu Deinem Board aufzubauen. Für den Kauf eines Anfänger Longboard spricht außerdem, dass es nicht auf eine Fahrweise spezialisiert ist. Das nennt man dann ein „Allrounder“.

Kaufe Longboards nur im Fachhandel. Die Mitarbeiter können Dir weiterhelfen, Dein perfektes Board für Dich und Deine Ansprüche zu finden.

Das Longboard: die wichtigsten Voraussetzungen

So, nun sind wir gleich an den Punkt angelangt, wo wir Dir die wichtigsten Grundtechniken theoretisch beibringen wollen. Zuerst aber haben wir ein paar Voraussetzungen für Dich aufgelistet, welche genauso wichtig sind und welche Du auch beachten solltest.

Sicherheit geht immer vor

Viele Anfänger möchten am liebsten gleich losfahren und sind enttäuscht, wenn es nicht so klappt wie geplant. Am Anfang ist es wahrscheinlich, dass Du als Anfänger stürzt und Dich verletzen könntest. Umso ist es wichtiger, Schutzkleidung zu tragen und auf die nötige Sicherheit zu achten. Aus diesem Grund solltest Du auf einige Tipps achten, damit die Freude am Longboard fahren nicht vergeht.

Schutzkleidung

Du solltest nicht leichtsinnig auf das Board steigen. Sicherheit geht immer vor! Aus diesem Grund trage immer Gelenkschoner an Deinen Knien, Ellbogen und Händen. Du solltest auch immer einen Helm tragen, um Deinen Kopf zu schützen.

Tipp: Schutzkleidung ist cool! Ignoriere die Leute, die meinen, dass es unnötig oder uncool ist, Schutzkleidung zu tragen.

passendes Schuhwerk

Auch das richtige Schuhwerk ist wichtig. Du solltest nie mit Flipflops oder Sandalen etc. fahren, trage Sneaker, also einen geschlossenen Schuh, beim cruisen. Der Sneaker sollte, wenn möglich, auch Deine Knöchel abdecken, sodass das Risiko von Verletzungen reduziert werden kann.

Die richtige Balance

Besitzt Du einen guten Gleichgewichtssinn, wird Dir das Longboard leichter fallen wie evtl. anderen Anfängern. Am Anfang übe zuerst den richtigen Stand für Dich herauszufinden und wie es ist auf einem Board zu stehen. Mit einfachen Übungen kannst Du das Gleichgewicht üben und verbessern und das wirkt sich wiederum positiv auf Deine Longboard Erfahrung aus.

Tipp: Erwarte am Anfang nicht zu viel von Dir! Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. 

Longboard pushen lernen: die Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt für Schritt möchten wir Dich nun in die Thematik Longboard fahren hineinführen. In diesem Absatz lernst Du theoretisch die wichtigsten Grundlagen des Longboards fahren.

Der Stand auf dem Board

Es gibt zwei verschiedene Arten von Ständen auf dem Board. Einmal den Stand, welchen man „regular“ nennt. Das ist der Fall, wenn der linke Fuß vorne steht. Falls Dein rechter Fuß vorne steht, dann wird das „goofy“ genannt. Durch den Fuß, welcher sich im vorderen Bereich Deines Longboard befindet, ist es möglich, das Gleichgewicht zu regulieren. Mit dem hinteren Fuß nimmst Du Schwung auf.

Falls Du bereits Erfahrungen im Snowboarden, Surfen oder einer weiteren Brettsportart hast, dann solltest Du bereits wissen, welcher Fuß Dein Vorderfuß sein sollte. Falls dies nicht der Fall ist, kannst Du dies schnell herausfinden. Stelle Dich gerade hin und lasse Dich nach vorne fallen, der Fuß, mit dem Du zuerst den „Fall stoppen“ möchtest, ist sozusagen Dein stärkerer Fuß und somit Dein Vorderfuß oder Du probierst es einfach aus und siehst dann, mit welchem Fuß es angenehmer ist.

Wie stehst Du richtig auf dem Longboard?

Die verschiedenen Fahrtechniken

Es gibt viele verschiedene Fahrtechniken, mit welchen Du als Beginner anfangen kannst. Hier siehst Du eine kurze Auflistung und jeweils eine kurze Beschreibung der Fahrtechnik.

Pushen

Ohne Schwung kommst Du und Dein Board nicht so weit. Daher eignet sich das Pushen hervorragend. Das bedeutet, Du platzierst Deinen Standfuß in Fahrtrichtung vor der Vorderachse und machst eine leichte Kniebeuge und lehnst Deinen Oberkörper leicht nach vorne. Durch kontrollierte Tretbewegungen, wie zum Beispiel bei einem klassischen City-Roller, kannst Du Dein Longboard beschleunigen. Wenn Dein Board nun genügend Geschwindigkeit hat, stellst Du beide Füße quer zur Fahrtrichtung auf das Brett und lenkst hauptsächlich durch Gewichtsverlagerungen über die Vorderachse.

Pumpen

Unter Pumpen versteht man, dass das Longboard beschleunigt wird, ohne den Fuß vom Board zu nehmen. Durch Slalombewegungen und durch be- und entlasten des Boards beschleunigt sich das Longboard. Für das Pumpen wird ein wenig Übung benötigt, aber ist nicht unmöglich für einen Anfänger.

Carven

Das Carven ist dafür da, dass Du durch Schlangenlinien an Geschwindigkeit zunimmst. Du stellst Dich schulterbreit auf das Deck des Boards und probierst durch das Drehen von Schultern bzw. dem gesamten Oberkörper an Geschwindigkeit zu gewinnen. Da durch das Drehen von Deinem Oberkörper Dein Board mitgeht. Dieser Stil eignet sich besonders gut für abschüssige Strecken.

Es gibt noch viele weitere Fahrtechniken, wie zum Beispiel Downhill, Freeride oder Dancing, aber diese solltest Du nicht am Anfang ausprobieren. Diese Fahrtechniken kannst Du Dir für später aufheben.

Die verschiedenen Bremstechniken

Das Bremsen lernen ist essenziell für das Longboard fahren. Um schlimmere Unfälle zu vermeiden, solltest Du die verschiedenen Bremstechniken, die wir nun auflisten werden, fleißig üben. Pauschal kann man leider nicht sagen, welche Bremstechnik die „Beste“ ist, den jede Bremstechnik ist situationsabhängig.

Fußbremsen

Die Fußbremse ist einer der leichtesten und gängigsten Methode zum Bremsen. Wie der Name bereits sagt, nutzt Du Deinen Fuß durch Aufsetzen auf dem Boden als Bremse. Währenddessen bleibt Dein Standbein beim Bremsvorgang auf dem Board und das ist in der Regel der vordere Fuß aber dies kann nach Belieben variieren. Dein Standbein muss bei dem Bremsvorgang leicht angewinkelt werden und Dein Oberkörper neigt leicht nach vorne.

Achtung: Bei dieser Art von Bremsen, darauf achten, dass das Bremsbein nicht zu hart auf den Untergrund gedrückt wird, sondern auf der Straße nur leicht schleift.

Abspringen

Das Abspringen wird meist nur verwendet, um schlimmere Schäden oder Unfälle zu vermeiden und ist somit keine „herkömmliche“ Bremstechnik. Also nutze diese Art von Bremsen nur, wenn Du keine andere Wahl hast, wie zum Beispiel Du fährst gerade auf eine Wand zu oder wenn die Geschwindigkeit Deines Boards Dir zu schnell ist. Ungefährlich ist diese Methode auch nicht, es kann dadurch leicht zu Stürzen kommen.

Ausrollen

Wie der Name bereits sagt, wird hier durch Ausrollen des Longboards gebremst. Du bleibst einfach auf dem Board stehen und lässt Dich ohne weiteren Anschub so lange ausrollen, bis Du letztendlich zum Stehen kommst. Vorteil an dieser Bremstechnik ist, dass sie enorm Gelenkschonend ist. Der Nachteil ist, dass eine gewisse Strecke dafür benötigt wird.

Windbremsen

Das Windbremsen eignet sich besonders gut, wenn Du eine erhöhte Geschwindigkeit bereits hast. Durch eine aufrechte Position auf dem Board und durch das Ausstrecken von Deinem Arm erhöhst Du den Luftwiderstand und das wiederum senkt das Tempo. Anschließend kannst Du durch die Fußbremse oder durch das Ausrollen zum Stillstand kommen.

Sliden

Das Sliden gilt, als anspruchsvolle Methode, das Longboard zum Stehen zu bringen. Slide ist englisch und bedeutet, dass das Brett quer zur Fahrbahn steht. Diese Methode gilt als besonders effektiv und sicher, allerdings erfordert sie auch mehr Übung. Durch Körperverlagerung stellst Du das Board quer zur Fahrtrichtung, währenddessen musst Du in die Knie gehen. Eine weitere Variante ist der „tiefe Slide“, bei dem die Hände ebenfalls zu Boden gehen und diese dann als Schwerpunkt dienen.

Achtung: Unbedingt Schutzkleidung tragen! Besonders bei der „tiefe Slide“ Variante.

So sieht ein richtiger Longboard Slide aus, einer der effektivsten und sichersten Methode des Bremens

Tipp: Bei allen Bremstechniken solltest Du darauf achten, dass Du viel Platz zum Üben hast. 

Das richtige Lenken

Wie bereits erwähnt, das Lenken wird durch Verlagerung Deines Körpergewichts beeinflusst. Das heißt, je mehr Du Dein Gewicht auf eine Seite verlagerst, desto mehr neigt sich das Longboard auf diese Seite. Übe das Lenken möglichst auf einer geraden und einfachen Strecke.

Das Longboard richtig pflegen und warten

Dein Longboard muss natürlich auch gepflegt und gewartet werden. Ohne eine gewisse Pflege gefährdest Du Deine Sicherheit und beeinflusst negativ die Qualität Deines Boards.

In dem untenstehenden Video siehst Du wie Du am besten, die Kugellager reinigen kannst.

Typische Anfängerfehler, welche Du vermeiden solltest!

Folgende Fehler solltest Du vermeiden, um den Spaß an Deinem Hobby, solang wie möglich zu bewahren.

Als Erstes kaufe Dir ein geeignetes Longboard und lasse Dich im Fachhandel beraten. Kaufe niemals ein Longboard beim Discounter oder im Spielzeugwarenladen. Achte auf eine ausreichende Qualität. Des Weiteren trage immer Schutzkleidung, um Dich zu sichern.

Weitere typische Anfängerfehler sind auch zum Beispiel, zögerliches und/oder ängstliche Fahrweise, eine zu hohe Geschwindigkeit, die falsche Körperhaltung oder kein ausreichendes Balancegefühl.

Fazit

Du hast hoffentlich durch diesen Ratgeber einen Einblick in die Welt des Longboards erhalten. Ein guter Longboard Fahrer zeichnet sich durch ein qualitativ hochwertiges Board, tragen von Schutzkleidung und Spaß am Fahren aus. Die Hauptsache ist, habe Spaß und genieße die neue Herausforderung.

Ich möchte an dieser Stelle abschließend nochmals erwähnen, dass Erfolg nicht von heute auf morgen kommt, sondern dass Du Dich über einen langen Zeitraum regelmäßig weiterentwickeln wirst. Hier gilt das bekannte Sprichwort: „Übung macht den Meister!“

Weiterführende Links

Wenn Du die Grundtechniken anhand eines Videos nochmal sehen möchtest, klicke hier.

Eine weitere Fahrtechnik ist das Longboard Dancing, fall Du daran Interesse hast, dann klicke hier.

Falls Du Interesse daran hast, mit dem Longboard Tricks zu lernen, klicke hier.

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