Heizweste: Test, Vergleich und Kaufratgeber

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Weste tragender Mann vor Bergpanorama

Es ist ein wunderschöner Tag. Was gibt es da schöneres, als sich draußen im Freien aufzuhalten. Doch gerade in Herbst und Winter machen die eisigen Temperaturen einem schnell einen Strich durch die Rechnung. Mit einer Heizweste gehört dieses Problem der Vergangenheit an!

Heizwesten sind gerade in der kalten Jahreszeit eine große Bereicherung um Outdoor Aktivitäten genießen zu können, ohne dabei zu frieren. Im Folgenden geben wir Dir alles an die Hand, was Du wissen solltest, um die richtige Weste für Dich zu finden. Weiter unten auf der Seite haben wir aktuelle Heizwesten Tests für Dich zusammen gefasst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Heizwesten eignen sich für jeden, der draußen auch widrigsten Wetterbedingungen trotzen will oder muss, sei es im Beruf oder in der Freizeit. Beispiele sind: Beim Skifahren, Reiten, Winterwanderungen, Motorradfahren, aber auch Arbeitende auf dem Bau oder in der Landwirtschaft wissen die Westen zu schätzen.
  • Es gibt im Wesentlichen zwei Arten von Heizwesten: Eine wird unter der Jacke getragen, die Andere ersetzt diese.
  • Unter der Jacke getragene Westen bestehen zumeist aus mehreren Lagen Fleece, zwischen denen sich die Heizpads befinden und sind daher eher dünn.
  • Welche Weste für Dich die Richtige ist hängt  im Wesentlichen davon ab, für welche Aktivität Du diese nutzen willst.
  • Wichtig beim Kauf von Heizwesten ist, dass die Wärme individuell reguliert werden kann. Achte darauf, dass es mehrere Heizstufen gibt.

Die besten beheizbaren Westen: Favoriten der Redaktion

Nach eingehender Recherche haben wir folgende Heizwesten-Modelle zu unseren Favoriten erklärt.

Die beste Heizweste zum Drunterziehen: Alpenheat Fire-Feece

  • Fleece Weste
  • 5 Heizstufen
  • 2,2Ah Akku wird mitgeliefert und hält 2,5 bis 7,5 Stunden
  • Großflächiges Heizelement
  • Klein, leicht (130g) und kompakt (55 x 70 x 25mm)

Diese beheizbare Weste wird zumeist unter einer dünnen Jacke gegen Wind getragen. Die Weste besteht aus Fleece und ist dadurch besonders kuschelig und dünn. Durch dem dünnen und behaglichen Fleece eignet sich die Heizweste perfekt als Unterziehweste und kann so unter einer Jacke getragen werden. Durch ihre Kompaktheit eignet sie sich besonders gut, um auf Reisen mitgenommen zu werden.

Im Rückenbereich ist die Heizweste mit einem großflächigen Heizelement ausgestattet. Das Heizelement besteht dabei aus flexiblen und thermischen Kunststofffaser. So bietet die Weste eine optimale Bewegungsfreiheit. Dadurch eignet sich die Weste besonders gut für sportliche Aktivitäten.

Es gibt fünf Heizstufen mit einem speziellen Heizzellensystem aus Thermal-Faser, die im Rückenbereich eingearbeitet sind. Diese werden direkt am Akku eingestellt, wodurch kein auffälliger Knopf an der Brust sitzt. Dadurch muss der Akku jedoch jeder Zeit erreichbar sein, weshalb er – anders als bei den meisten Modellen – in einer Außentasche verstaut ist. Der Akku kann bis zu 2,5 bis 7,5 Stunden

Die beste Unisex Heizweste: Alpenheat Beheizte Softshell Weste

  • Heizdauer 2, 5 -7, 5h
  • Akku (2,2Ah wird mitgeliefert)
  • 5 Heizstufen
  • Körperfeuchtigkeit entweicht
  • Perfekter Kälteschutz
  • 3-lagiges Soft-Shell Material

Diese Heizweste setzt auf die gleiche Technologie wie die Fleece-Weste desselben Herstellers. So kannst Du auch hier zwischen fünf Heizstufen unterscheiden, die mit einem speziellen Heizzellensystem aus Thermal-Fasern ausgestattet sind.

Die Heizweste besteht aus Softshell und 100 % Polyester. Das macht die Weste besonders wind- und wasserabweisend. Das dreilagige Softshell hat innen eine Schicht aus Fleece, welches äußerst atmungsaktiv ist. Die Weste ist aber dadurch auch deutlich weniger kompakt als das erst genannte Modell von Alpenheat.

Die Heizweste kann man ideal als Unterzieher verwenden. Aber nicht nur im Winter, sondern auch im Frühling oder Herbst ist diese Weste geeignet. So ist die Weste ganzjahrestauglich. Das Heizsystem ist kaum spürbar und sehr leicht. Zudem kann der Akku problemlos entfernt werden.

Des Weiteren ist die Weste pflegeleicht. So kann die Weste einfach bis zu 30 °C in der Waschmaschine gewaschen werden.

Die beste Heizweste mit 3 Heizstufen: Lenz Heizweste 1.0

  • Mit allen anderen „Lenz“ Heizprodukten kompatibel
  • 4-Wege-Stretch und hochelastische Nähte
  • Hohe Tragekomfort und Bewegungsfreiheit
  • Feuchtigkeitstransport und kurze Rücktrocknungszeit
  • 3 Heizstufen, mitgelieferter Akku (3,6 Ah)

Bei dieser Heizweste bekommst Du ein Set aus lithium pack rcB 1800 und atmungsaktive Weste mit zwei Heizelementen im Nieren- und Rückenbereich. Dank dem 4-Wege-Stretch und der hochelastischen Nähten bietet die Weste einen hohen Tragekomfort und eine hohe Bewegungsfreiheit. 

Zudem bietet die Heizweste einen Feuchtigkeitstransport und kurze Rücktrocknungszeit. So ist die Weste sowohl wind- und wasserabweisend als auch abriebfest.

Das Besondere an Lenz-Produkten ist, dass alle Heizprodukte der Firma mit denselben Bluetooth fähigen Akkus bedient werden, sodass sich diese miteinander koppeln und über dieselbe App steuern lassen. So ist die Weste mit allen anderen „Lenz“ Heizprodukten kompatibel.

Außerdem kommt es zu keinem Akku-Ckaos, wenn sich mehrere beheizbare Kleidungsstücke im Haushalt befinden. Über die App kann die Wärme zwischen drei Heizstufen gesteuert werden. Die Weste kann sowohl über als auch unter anderen Kleidungsschichten getragen werden. Achtung: Es ist keine Fernbedienung im Lieferumfang enthalten.

Die beste Heizweste fürs Sport: Pinewood Heizweste 5588

  • Leicht gefütterte Oberweste
  • Infrarot-Heizpaneele aus Kohlefasern
  • 3 Heizstufen
  • Bedienung über Knopf im Logo
  • Elastische Seiteneinsätze
  • Material größtenteils Polyamid

Die Pinewood-Modelle sind das Richtige für alle, die keinen hohen Kragen gebrauchen können. Die Wärme lässt sich einfach und gut zugänglich über den als Pinewood-Logo getarnten Druckknopf auf der Brust einstellen.

Die Heizweste ist mit zwei extra großen und weichen Infrarot-Heizpaneele aus Kohlefasern ausgestattet. Diese sind am unteren Rücken und in den oberen Schulterpartien angebracht. Du kannst Dich zwischen drei Heizstufen entscheiden. Die können mit einem Druckknopf-Schalter ganz einfach gesteuert werden.

Es wird empfohlen, dass die Weste so nah wie möglich am Körper getragen wird, um so die volle Wirksamkeit zu gewährleisten. Die Oberweste ist leicht gefüttert, das sorgt für einen hohen Tragekomfort.

Die beste Heizweste mit Slim Universal Powerbank: Therm-ic PowerVest

  •  ultra-beständiger Materialien
  • 5 Heizzonen
  • enthält keine Materialien tierischen Ursprungs
  • App-Steuerbar
  • 5200 mAh (mitgelieferter Akku) = bis zu 5 h Wärme

Die Termic-IC Weste wird über eine USB-Powerbank betrieben, was bei den hohen Preisen für herkömmliche Akkus durchaus ein extremer Vorteil sein kann. Dank ultra-beständiger Materialien wird für eine intensive Wärme gesorgt.

Die Heizweste mit synthetischer Füllung ist mit fünf Heizzonen ausgestattet, die stets für eine sanfte und gleichmäßige Wärme sorgen. Außerdem wird sie über eine App gesteuert, wenn die Weste nicht (via Bluetooth) mit der App verbunden ist, wird automatisch die höchste Stufe gewählt, es gibt leider keinen Schalter direkt an der Weste.

Zum echten Hingucker macht die Weste die Stepp-Optik. Die Heizweste kann ganz leicht gefaltet werden, so nimmt sie nur wenig Platz in der Tasche  ein.

Die beste Heizweste mit Membran-Wärmepads: Härkila Heizweste Willow

  • Powerbank und Packsack werden mitgeliefert
  • 3 Heizstufen über Knopf oder sufenlos über App steuerbar
  • 2 dünne Membran-Wärmepads
  • Material aus 100 % Polyester
  • Intelligente Stromspartechnologie

Die beheizbare Weste hat seitliche Stretchmembranen und passt sich dadurch besonders gut an Deinen Körper an. Die Wärme kannst Du stufenlos über die App des Herstellers oder aber auch über einen Druckknopf an der Brust auswählen. Die Stromzufuhr kann über die mitgelieferte, aber auch jede andere USB-Powerbank erfolgen.

Die Heizweste ist mit zwei dünnen Membran-Wärmepads ausgestattet, die zwischen den Schulterblättern und am unteren Rücken liegen. So wird für eine optimale Wärmezufuhr gesorgt. Bei 10.000 mAh Powerbank erreicht die Weste rund 7 Stunden lang die höchste Temperatur. Außerdem besitzt die Weste eine intelligente Stromspartechnologie.

Zudem wird eine Powerbank und ein Packsack mitgeliefert. In der rechten Tasche der Weste ist ein wasserdichter USB-Anschluss zu finden, so kannst Du einen Strom Bank Deiner Wahl anschließen.

Kaufratgeber für Heizwesten

Noch nicht sicher, welche Heizweste das Richtige für Dich ist? Hier erfährst Du alles Wichtige über die innovativen Westen, um eine informierte Entscheidung treffen zu können.

Was ist eine Heizweste?

Heizwesten sind Westen, die den Körper mit Wärme versorgen. Durch die eingenähten Heizmaterialien wird die Weste beheizt und der Körper aufgewärmt. Dabei wird gleichzeitig die Kälte von Außen vom  Körper abgestoßen.

Für welche Einsatzbereiche ist eine Heizweste geeignet?

Heizwesten können natürlich für viele verschiedene Zwecke eingesetzt werden. Sowohl drinnen als auch draußen. Für zu Hause sind elektrische Heizdecken jedoch vermutlich die bessere Wahl. Besonders eignen sich die Heizwesten für jeden, die sich widrige Wetterbedingungen entgegenstellen müssen, sei es im Beruf oder in der Freizeit.

Gerade bei Sportarten, die viel mit Warten zu tun haben – zum Beispiel Angeln oder Jagen – kühlt der Oberkörper schnell aus. Kein Wunder, dass sich beheizbare Westen in diesem Bereich einer hohen Beliebtheit erfreuen. Beim Skifahren, Reiten und anderen Aktivitäten, bei denen Bewegungsfreiheit wichtig ist, wird wertgeschätzt, dass durch eine Heizweste nicht mehr mehrere dicke schichten übereinander gezogen werden müssen.

Aber auch Arbeitende auf dem Bau oder in der Landwirtschaft wissen die Westen zu schätzen. Eine häufig vergessene Zielgruppe sind Rollstuhlfahrende. Aktuell sind Heizwesten auch für den Unterricht bei geöffnetem Fenster im Winter zu Corona-Zeiten äußerst empfehlenswert, da sie vor einer Unterkühlung schützen und damit beim Lernen helfen.

Weitere Aktivitäten bei denen beheizte Westen zum Einsatz kommen, sind Winterwanderungen, Motorradfahren, Klettern oder Gleitschirmfliegen.

Architektin auf dem Bau trägt eine Heizweste
Heizwesten sind dünn, können aber trotzdem warm halten, daher sind sie ein guter Begleiter bei der Arbeit auf dem Bau.

Welches sind die wichtigsten Kaufkriterien bei beheizbaren Westen?

Auf der Suche nach den perfekten beheizbaren Weste solltest Du zunächst darüber nachdenken, bei welchen Aktivitäten die Weste am häufigsten zum Einsatz kommen wird. Welche Eigenschaften der Weste sind Dir dabei am wichtigsten? Hoher Tragekomfort oder eine lange Wärmeleistung?

Arten von Heizwesten

Welche Westenart sich für Dich am besten eignet, hängt im Wesentlichen davon ab, was Du damit machen willst. Es gibt verschiedene Arten von Heizwesten. Der größte Unterschied ist, ob sie unter einer Jacke getragen wird oder sich selbst als Oberjacke bzw. Weste eignet.

Solltest Du Dir Deine Oberbekleidung – wie zum Beispiel beim Manschaftssport, oder beim Motorradfahren – nicht frei aussuchen können, würden wir zu einer dünnen Weste raten, damit Du trotz der zusätzlichen Schicht genügend Bewegungsfreiheit hast.

Material

Aus welchem Material die Weste sein sollte, hängt neben Deinen individuellen Vorlieben vor allem davon ab, zu welchen Gelegenheiten Du die Weste tragen möchtest. Nur Zuhause oder auch draußen? Unter einer Jacke oder als oberste Kleidungsschicht?

Das Material aus dem eine beheizbare Weste besteht, bestimmt zum großen Teil ihre Robustheit und damit auch, wie lange sie Deinem Alltag standhält. Besonders stark beansprucht wird das Außenmaterial, aber auch das Innenfutter nutzt sich ab. Reißverschlüsse, Nähte und Taschen solltest Du Dir genau ansehen und nötigenfalls reklamieren, falls die Verarbeitung nicht sauber ist, damit Du möglichst lange etwas von Deiner Investition hast.

Viele Westen bestehen aus 100% Polyester. Doch auch wenn alles Kunststoff ist, werden daraus verschiedene Materialien hergestellt, von denen wir Dir die Beliebtesten zur Herstellung von Heizwesten nun genauer vorstellen möchten:

Softshell

Ein beliebtes AußenMaterial für beheizbare Westen ist Softshell. Westen aus Softshell eignen sich sowohl als äußerste Kleidungsschicht als auch zum drunter ziehen. Man kann diese Westen draußen bei Wind und Wetter tragen und hat dabei größte Bewegungsfreiheit.

Vorteile von Softshell Nachteile von Softshell
Wind und Wetter tauglich nicht Wasserdicht
Wasserabweisend nicht so kuschlig/weich
Atmungsaktiv
Wärmend
Allrounder

Softshell besteht meist aus 2 bis 3 Schichten und liefert die Funktionen einer mittleren und einer äußeren Bekleidungsschicht in einem: Sie sind meist wärmend, atmungsaktiv, winddicht und wasserabweisend.

Wasserabweisend heißt jedoch leider nicht, dass sie komplett wasserdicht ist. Spritzwasser ist also absolut kein Problem, solltest Du jedoch in Starkregen kommen, ist Softshell nicht die richtige Wahl und Du wirst nach einer Weile nass werden.

Dadurch, dass Softshell Wind abhält, wirkt sie Windchill – also, dem Gefühl, dass es bei Wind gleich nochmal um einiges Kälter ist als die gleiche Temperatur ohne Wind – entgegen. Ein Vorteil der gerade beim Rad oder Motorrad fahren nicht zu unterschätzen ist.

Die hohe Atmungsaktivität macht Westen aus Softshell zum perfekten Begleiter bei allen Deinen sportlichen Unternehmungen.

Westen aus diesem Material gelten als der Allrounder unter den Heizwesten. Sie können sowohl über als auch unter anderen Kleidungsschichten getragen werden. Es mag für bestimmte Bereiche passendere Modelle geben, doch wenn die Weste vielseitig eingesetzt werden soll, machst Du mit diesem Material in den wenigsten Fällen einen Fehler.

Fleece

Heizwesten aus Fleece werden zumeist unter einer anderen Jacke getragen. So bestehen die getragenen Westen unter der Jacke meist aus mehreren Lagen Fleece, zwischen denen sich die Heizpads befinden und sind daher eher dünn.

Das Innenmaterial bei der Alternative besteht ebenfalls aus einer dünnen Schicht Fleece, in denen die Heizpads vernäht sind. Das Äußere hingegen bilden mehrere lagen witterungsfester Kunstfasern, die gegen Wind, Feuchtigkeit und Kälte isolieren. Mehr dazu findest Du beim Punkt Materialien.

Als oberste Kleidungsschicht eignen sie sich lediglich bei trockenem, größtenteils windstillem Wetter oder in geschlossenen Räumen.

Vorteile von Fleece Nachteile von Fleece
Kuschlig
besonders dünn nicht regendicht
Luftdurchlässig nicht Windabweisend

Das angeraute Fleece ist ein sehr angenehm zu tragendes und kuschliges Material, doch leider nicht Wetterfest. Es wärmt, ist Luftdurchlässig, ist besonders dünn und auch die Bewegungsfreiheit ist ausgezeichnet. Dadurch eignet es sich ausgezeichnet dafür unter Kleidung getragen zu werden. Sowohl unter Regenjacken als auch unter “Uniformen” wie Reitjacketts, Motorradjacken und ähnlichem.

Andere synthetische (Verbund) Materialien

Polyester oder andere rauere Kunstfasern (zum Beispiel Nylon) werden häufig als Außenmaterial für Westen die als oberste Kleidungsschicht verwendet werden sollen, benutzt. Diese Materialien sind äußerst robust und eignen sich daher am besten, wenn Du die Jacke im Freien tragen und sie viel Beanspruchung aussetzen willst, wie zum Beispiel im Job.

Diese Westen sind reißfester als diejenigen aus Softshell. Für die Wärmeisolierung sind die Meisten dieser Jacken zusätzlich gefüttert. Oft mit Fleece, aber auch Baumwolle und Daunen kommen zum Einsatz. Zum Tauchen gibt es spezielle Westen aus Neopren. Diese haben wir uns für diesen Überblick nicht angesehen.

Naturmaterialien

Uns sind keine Heizwesten bekannt, die komplett aus natürlichen Stoffen bestehen. Allerdings werden Baumwolle und Daunen teilweise als Futtermaterial verwendet. Diese sorgen meist für ein angenehmes Tragekomfort und Wärmegefühl.

Passform

Die Weste sollte einerseits nicht zu eng sitzen, damit Luft zirkulieren und sich die Wärme dadurch verteilen kann. Gleichzeitig solltest Du keine zu weite Weste wählen, da die wärmende Luft sonst gleich wieder hinausströmt. Besonders wichtig ist es, dass Du darauf achtest, dass der Bund anliegt.

Willst Du die Heizweste unter anderen Kleidungsstücken tragen, darf sie außerdem nicht zu voluminös sein.

Mann schaut auf Berge
Heizwesten können auch unter Jacken getragen werden.

Heizelemente

Zur Beheizung der Westen haben sich verschiedene Firmen ihre eigenen Konzepte und vor allem Namen überlegt. Am verbreitetsten sind Kohle- bzw. Carbonfasern, teils in Verbindung mit Infrarot. Auch Thermalfasern und gerade bei preisgünstigeren Westen auch Heizdrähte und TPU-Heizplatten sind verbreitet. Teilweise wird auch eine Kombination mehrerer dieser Techniken verwendet.

Heizbereiche

Für die Verteilung der Wärme in der Weste und das Empfinden der selbigen, ist vor allem wichtig wie und wo die Heizelemente im Inneren angebracht sind.

Heizwesten verfügen normalerweise über mindestens drei Heizpaneele: Einen größeren am Rücken und zwei an der Vorderseite (1 pro Jackenseite), welche als ein gemeinsamer Heizbereich gezählt werden.

Es gibt auch vereinzelt Westen, die nur am Rücken beheizt werden, doch in der Regel sind Westen mit Beheizung auf beide Körperseiten klar zu bevorzugen, weshalb wir uns auf diese fokussieren. Manche Westen verfügen über einen weiteren Heizbereich im Nacken.

Die Größe der Heizbereiche unterscheidet sich zum Teil stark. Bei manchen Heizwesten werden lediglich der obere Rücken und im Brust- oder im Bauchtaschenbereich beheizt, andere haben ihre Heizfläche über beinahe die komplette Westen-Oberfläche. Es gibt natürlich auch Zwischenvarianten zwischen diesen beiden Extremen. Manchmal sind diese Heizbereiche durchgehend, manchmal in einzelne Bereiche unterteilt.

Heizpaneele im Brustbereich hingegen sind oft nicht zwingend notwendig und werden von manchen Menschen sogar als unangenehm empfunden. Es empfiehlt sich daher, dass Du Dich beim Kauf genau darüber informierst, welche Oberkörperbereiche durch die Weste beheizt werden und ob dies zu Deinen Bedürfnissen passen.

Tipp: 
Am wichtigsten für ein angenehmes Wärmegefühl ist die Beheizung am Rücken. Du solltest darauf achten, dass Deine Weste auch am unteren Rücken beheizt wird, denn eine Unterkühlung in diesem Bereich hat schnell eine Blasenentzündung zu folge.

Heizstufen

Beim Kauf solltest Du außerdem darauf achten, dass die Weste drei bis vier Heizstufen hat, um die Wärme flexibel regulieren zu können. Der Akku wird übrigens meistens in einer Innentasche verstaut.

Die meisten Westen haben verschiedene Heizstufen, welche direkt über einen Knopf an der Weste oder am Akku eingestellt werden. Es gibt inzwischen – im obersten Preissegment – aber auch Westen, die zusätzlich über eine App-Steuerung verfügen. Du solltest beim Kauf einer Weste darauf achten, dass diese Knöpfe auch mit klammen Fingern oder Handschuhen gut zu bedienen ist.

Auch wenn die meisten Jacken eine ähnliche Anzahl an Stufen besitzt, kann die damit erreichte Temperatur variierten. Normalerweise können auf der niedrigsten Stufe 35 bis 40 °C und auf der höchsten Heizstufe zwischen 50 und 65°C erreicht werden.

Lasse Dich von diesen Zahlen jedoch nicht täuschen. Verschiedene Materialien und Dicken des Stoffes zwischen Heizpaneelen und Körper sorgen für unterschiedliche Wärmeübertragungen.

Tipp:
Die schwächste Heizstufe sollte lediglich ein wenig angenehme Wärme abgeben, die stärkste hingegen gut heizen. Zwischen den stufen sollte genügend Unterschied sein, dass die Weste verschiedenen Bedürfnissen gerecht wird, denn Du solltest die Weste nie so heiß einstellen, dass Du dadurch schwitzt.

Eine weitere Gefahr bei einer zu starken Heizleistung sind Verbrennungen, diese solltest Du natürlich auch vorbeugen, daher solltest Du vorher überprüfen, ob die heißeste Stufe noch angenehm ist.

Frau in Weste im Schneegestöber
Es ist wichtig zu wissen, wie lange der Akku noch hält. Gerade im Schneesturm!

Leistungsdauer

In der Regel besitzen die mitgelieferten Akkus eine niedrige Spannung von 5 bis 7,5 Volt und eine Kapazität von 2000 bis 3000 mAh. Bei Westen die keinen Akku mitliefern, wird die Heizdauer aber teilweise anhand einer 10.000mAh Stromquelle angegeben. Dadurch sind die hohen Angaben für die Heizdauer irreführend.

Die Leistungsdauer der Akkus hängt stark von der Heizstufe und natürlich auch von der Größe des Akkus ab. Aus dem Vergleich der verschiedenen Akkus lassen sich folgende Durchschnittswerte, mit denen Du rechnen kannst ableiten:

Grundsätzlich kann damit gerechnet werden, dass die meisten Heizwesten mit einem Akku von 10.000 mAh je nach Stufe etwa 4 (höchste Heizstufe) bis 8 (niedrigste Heizstufe) Stunden Wärme abgeben können.

Ladezeit

Die hier aufgelisteten Ladezeiten gelten für die durchschnittliche Ladezeit von mitgelieferten Akkus, solltest Du Dich für eine eigene Powerbank entscheiden, hängt deren Ladezeit stark von der USB-Generation und natürlich auch der Kapazität ab.

Auch bei mitgelieferten Akkus variiert die Technologie und damit die Ladegeschwindigkeit stark. Häufig finden sich bei den Produkten leider keine Angaben zur Ladezeit, wenn doch werden sie mit Zeiten zwischen 4 und 8 Stunden angegeben.

Damit sollte klar sein, dass es nötig ist, die Weste auf jeden fall frühgenug (zum Beispiel über Nacht) zu laden, damit Du am nächsten Tag mit vollem Akku ins Abenteuer starten kannst.

Lebensdauer

Ein Gedanke, der vielen Menschen beim kauf einer beheizbaren Weste kommt, ist verständlicherweise die Frage nach der Haltbarkeit des Akkus. Sei unbesorgt, die meisten Akkus halten jahrelang und über mehrere hundert Ladezyklen hinweg.

Um die Lebenszeit des Akkus möglichst hochzuhalten, sollte der Akku zu Beginn einmal komplett aufgeladen. Nach dem ersten Gebrauch sollte er dann komplett entladen werden, ehe er zum Lagern wieder halb voll geladen wird. Häufige restlose Entladung schadet der Haltbarkeit des Akkus.

Welches Zubehör zu Heizwesten gibt es?

Hier findest Du zusätzliches Zubehör für Deine perfekte Heizweste.

Akku vs. Powerbank

Traditionell werden Heizwesten mittels eines Lithium-Polymer-Akkus beheizt. In letzter Zeit halten aber auch immer mehr Modelle Einzug, die mittels einer handelsüblichen Powerbank beheizt werden.

Alle Akkus sind abnehmbar und daher ist es immer möglich sich Ersatzakkus mitzunehmen. Durch die weite Verbreitung von USB-Powerbanks sind diese jedoch normalerweise leichter verfügbar.

Es empfiehlt sich, darauf zu achten, dass der Akku oder die Powerbank nicht zu schwer ist, da diese in der Weste transportiert wird und sonst ein einseitiges Gewicht darstellt. Nimm Dir lieber eine Ersatzstromquelle mit.

Auch nützlich ist eine Ladestands-Anzeige, damit Du Dir den verbliebenen Strom, falls nötig, einteilen beziehungsweise frühgenug umdrehen kannst und nicht plötzlich ohne wärme da stehst.

Tipp:
Achte beim Kauf einer Heizweste unbedingt darauf, ob ein Akku oder eine Powerbank im Lieferumfang enthalten ist, um keine böse Überraschung zu erleben!

Taschen

In der Regel haben beheizbare Westen 3 bis 4 Außentaschen sowie zusätzliche Innentaschen. Achte darauf, dass diese gut Verarbeitet sind und auch alle Reißverschlüsse sich gut öffnen lassen, denn Taschen sind die Teile einer Weste, bei der schlechte Verarbeitung oft am ehesten auffällt und wo schnell Löcher entstehen.

Gerade bei der Tasche, in der der Akku verstaut wird, sollte darauf geachtet werden, dass diese gut verschlossen werden kann und auch wasserdicht ist. Daher sind Innentaschen bei Westen die mit Wasser oder Schnee in Verbindung kommen zu bevorzugen.

Welche Marken stellen qualitative Heizwesten her?

Im folgenden stellen wir Dir einige Marken vor, die quallitativ hochwertige Westen herstellen:

Pinewood

ist eine schwedische Autdoorfirma, die hohen Wert auf Qualität und funktionelle Produkte legt.

Trigema

hat zwar nur eine Weste im Angebot, stellt aber alle seine Produkte zu 100% in Deutschland her, was eine hohe Qualltät in allen Bereichen und besonders bei der Verarbeitung garantiert.

Alpenheat

ist seit 1993 der Spezialist für beheizbare Kleidung und hat etliche Westenmodelle im Angebot. Die Firma mit Hauptsitz in Österreich hat sich Innovation groß auf die Fahne geschrieben.

Härkila

ist eine der Welt führenden Marken im Bereich Jagd und kommt aus Skandinavien. Besonders interessant ist das Heizsystem der Marke, welches auf Leistung aber auch auf Stromsparen ausgelegt ist.

Lenz

Der Sportartikelhersteller unterstützt viele Spitzenwintersportler. Durch diesen Hintergrund arbeiten sie ständig daran durch Innovationen die Standards neu zu definieren. (online vorallem bei conrad)

Therm-IC

ist ein Unternehmen, dass vorallem beheizbare Kleidung für den Ski-Sport herstellt. Sie haben die Skischuh-Heizung erfunden.

Wo kann man eine Heizweste kaufen?

Amazon, Ebay, aber auch Spezial -onlinehändler für zum Beispiel Jagd oder Motorradfahren. Solltest Du Deine Weste lieber vor Ort anprobieren wollen, empfiehlt es sich bei Sport- und Outdoor-Geschäften zu schauen, meist ist die Auswahl dort vor ort jedoch leider recht klein.

Wie viel kosten beheizbare Westen?

Heizwesten können im Preis stark variieren. Ihr Preis umfasst eine Spanne 40 bis 200/300 Euro.

Gerade im Onlinehandel sind teils Westen vertreten, die sehr Günstig sind, bei denen aber auch die Kundenrezensionen sehr durchwachsen sind. In der Regel ist es auch sehr schwer etwas über die Marke von der die Westen stammen heraus zu finden.

Qualität wirst Du allerdings eher oberhalb der 100 Euro Grenze finden. Es empfiehlt sich etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen und auf Markenqualität zu setzen, sodass Du länger etwas von der neuen Errungenschaft hast.

Heizweste Test-Übersicht: Welche beheizbaren Westen sind die Besten?

Alle Heizwesten-Tests die wir zum Zeitpunkt der Erstellung des Artikels finden konnten, sind leider wenig vertrauen erweckend. Sie behandeln nur günstige Noname Produkte und haben alle die Selbe Auflistung, ohne dass angegeben wird wie sie zu diesem Ergebniss kommen.

Testmagazin PLATZHALTER Test vorhanden? Veröffentlichungs-Jahr Kostenloser Zugang Mehr erfahren
Stiftung Warentest Nein, kein Test gefunden
Öko Test Nein, kein Test gefunden
Konsument.at Nein, kein Test gefunden
Ktipp.ch Nein, kein Test gefunden

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Heizwesten

In unserem FAQ findest Du Antworten auf häufige Fragen, die wir noch nicht beantwortet haben:

Sind beheizbare Westen gefährlich?

Durch die geringe Spannung der Akkus sind Stromschläge ausgeschlossen und auch sonst brauchst Du beim Kauf einer Heizweste keine Bedenke um die Sicherheit zu haben.

Außerdem müssen alle in Europa vertriebenen Westen eine CE-Kennzeichnung besitzen, welches bestätigt, dass das Gerät alle Vorschriften zum Verkauf innerhalb der EU erfüllt. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann beim Kauf seiner Weste zusätzlich auf das TÜV oder GS-Siegel achten. (Mehr dazu in den weiterführenden Links)

Aufpassen solltest Du lediglich, wenn Du unter einer Sensibilitätsstörung oder Druckempfindlichkeit leidest. Dann empfiehlt es sich in jedem Fall die Weste Probe zu tragen, bevor es auf zu einer langen Unternehmung in der Kälte geht. Bei Sensibilitätsstörungen solltest Du außerdem darauf achten, dass die Weste nicht wärmer als 60 °C werden kann, um Verbrennungen zu vermeiden.

Sind Heizwesten waschbar?

Ja! Die meisten Westen können bei 30 °C in der Waschmaschine gewaschen werden. Vergiss jedoch nicht den Akku vorher zu entfernen. Die genauen Waschspezifika findest Du an der entsprechenden Weste.

Wie lädt man eine Heizweste auf?

Die Akkus aller Westen sind herausnehmbar und werden zumeist mit einem mitgelieferten Adapter über den Haushaltsstrom aufgeladen. Bei billigeren Modellen muss dieser manchmal einzeln gekauft werden.

Sind beheizbare Westen gesundheitsschädlich?

Nein. Im Gegenteil, eine beheizbare Weste sorgt nicht nur dafür, dass Du keine Unterkühlung bekommst, sondern beugt auch dem im Winter weit verbreiteten leichten Schnupfen vor. Außerdem lassen sich folgende weiteren Gesundheitsvorteile Beobachten: Anregung des Stoffwechsels, Förderung der Durchblutung und Linderung von Rheuma und Muskelschmerzen

Weiterführende Quellen

* Wir verlinken auf ausgewählte Online-Shops und Partner, von denen wir ggf. eine Vergütung erhalten.  Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen

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