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Kann man mit grünem Tee abnehmen?

Grüner Tee zum Abnehmen

In der asiatischen Medizin gilt der grüne Tee seit jeher als Heilmittel gegen verschiedenste Krankheiten. Dem Getränk werden viele positive Wirkungen auf den Körper nachgesagt.

Im Netz finden sich auch viele Beiträge, die einen positiven Effekt auf die Energiebilanz nachsagen und grünen Tee zum Abnehm-Wunder hochstilisieren. Doch kann man mit grünem Tee wirklich Gewicht verlieren?

Wir haben uns intensiv mit dem grünen Tee auseinandergesetzt und klären Dich in diesem Beitrag umfassend auf.

Zunächst wollen wir auf einen Faktencheck verweisen, der einige Dinge über das asiatische Getränk aufklärt:

Warum ist grüner Tee so gesund?

Im grünen Tee sind sogenannte Polyphenole enthalten. Diese wirken entzündungshemmend und können Krebs vorbeugen. Sie wirken sich zudem positiv auf die Funktionalität des Gehirns aus und haben einen positiven Einfluss auf Diabetes. Es gibt aber noch mehr Argumente, die für den Tee sprechen.

Grüner Tee besteht aus Blättern der Pflanze Camellia sinensis, aus der z.B. auch schwarzer Tee gemacht wird. Um Schwarztee zu gewinnen, werden die Blätter fermentiert, für grünen Tee luftgetrocknet, geröstet und gedämpft.

Hält wach und fördert Konzentration

Kaffee ist für die meisten Deutschen immer noch die beliebteste Waffe gegen Müdigkeit und kaum ein Liebhaber wird die morgendliche Tasse gegen ein anderes Getränk eintauschen wollen. Für diejenigen, denen Kaffee nicht schmeckt, gibt es jetzt eine sehr gute Nachricht: Grüner Tee hat denselben wachmachenden Effekt wie Kaffee und ist zudem noch gesünder.

Ernährungsmediziner betonen, dass grüner Kaffee sogar den Effekt von Kaffee überschreiten könne. Eine Tasse grüner Tee enthält ungefähr 20 mg Koffein, eine Tasse Kaffee ca. 50 mg. Im Gegensatz zum Kaffee entfaltet sich die wachmachende Wirkung langsam. Das heißt anders als beim Kaffee, wo der Koffein-Schub schnell kommt und auch schnell wieder vergeht, hält die Koffein-Power im grünen Tee länger an.

Grüner Tee hält länger Wach als Kaffee und hat weitere Vorteile gegenüber dem beliebten Bohnengetränk.

Grüner Tee schützt vor Karies

Unter den vielen gesundheitlichen Vorteilen, die der Genuss von grünem Tee hat, ist der positive Effekt auf die Mundhygiene besonders hervorzuheben. In dem Tee ist der Stoff Polyphenolen in hohen Anteilen enthalten. Dieser Stoff hemmt die Anlagerung von Kariesbakterien an den Zahnschmelz.

So hilft neben dem Verzehr von Obst und Gemüse auch der leckere Tee, um Karies vorzubeugen. Und im Gegensatz zum Obst enthält der antibakteriell wirkende Grüntee kein Zucker (Fruchtzucker). Das tut den Beißerchen doppelt gut!

Dem grünen Tee wird auch eine antibakterielle Wirkung nachgesagt, die die in der Mundhöhle befindlichen Bakterien deaktiviert und so Mundgeruch vorbeugt. Auch Fluorid ist in größeren Mengen in dem Tee nachgewiesen worden. Fluorid härtet den Zahnschmelz, der von säurehaltiger Nahrung angegriffen wird. Auch diese Eigenschaft trägt zum Kariesschutz bei.

Positiver Effekt auf den Herz-Kreislauf

Zwar konnten Forscher die genauen Wirkmechanismen des grünen Tees noch nicht ganz entschlüsseln, jedoch haben sie rausfinden können, dass die im Tee enthaltenen Pflanzenstoffe einen nützlichen Effekt auf den Herz-Kreislauf haben.

Durch das Trinken des Heißgetränks werden die Blutgefäße im Körper geweitet. Damit wirkt der Tee durchblutungsfördernd. Diese Wirkung senkt das Risiko, einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall und Bluthochdruck zu bekommen.  Doch auch nach einem Herzinfarkt beeinflusst Grüntee die Sterberate, wie Forschungen zu dem Thema aufzeigen konnten.

Grüntee enthält viele gute Vitamine

Besonders die japanischen Shincha und Sencha Grüntees besitzen hohe Vitamin-C Mengen in ihren Blättern. Alle Grünteeblätter weisen zudem relativ große Mengen an Vitamin A, B1, B2, B3 und E auf. Die Vitamine im Tee verstärken in Wechselwirkung mit den zahlreichen anderen Inhaltsstoffen die gesundheitliche Wirkung des Getränks.

Allerdings gelangen durch den Aufguss nur kleinere Mengen der Vitamine in das Wasser. Bei Pulvertees (z.B. Matcha), wo die Blätter nicht rausgefiltert werden, gelangen höhere Mengen der gesunden Stoffe in den Körper.

Grüner Tee enthält Antioxidantien

Antioxidantien, die eine effektive Prophylaxe für eine Reihe von Krankheiten darstellen, nehmen die meisten über Obst und Gemüse auf. Doch auch der Genuss von Grüntee und Schwarztee versorgt den Körper mit diesen wichtigen Stoffen. Natürliche Antioxidantien sind Vitamin C und E und polyphenolische Antioxidantien. Sie binden freie Radikale, die Hautalterung, Kurzsichtigkeit, Rheuma und Demenz begünstigen können, an sich und hemmen ihren schädlichen Einfluss auf unseren Organismus.

Zwar wirst Du mit grünem Tee Deine Haut nicht verjüngen können, wie auf einigen Seiten verheißungsvoll behauptet wird, die Antioxidantien im Tee helfen aber dabei, die Hautalterung zu verlangsamen.

Mit Grünen Tee abnehmen

Auf einen Blick: Die positiven Wirkungen des grünen Tees auf den Organismus.

Grüner Tee zum Abnehmen

Dass grüner Tee bei der Gewichtsreduzierung hilft, liegt in erster Linie an dem Antioxidans EGCG (Epigallocatechingallat). Dieser sorgt dafür, dass die Absorption von Kohlenhydraten gehemmt wird. Zusätzlich beeinträchtigt es die Aufnahme von Fetten im Darm.

Grüner Tee sorgt also dafür, dass Dein Körper weniger Energie durch die Nahrung aufnimmt. Dadurch ist es das optimale Getränk für diejenigen, die beim Abnehmen auf ihre Energiebilanz achten und täglich Kalorien zählen.

Es regt die Fettverbrennung an

Wie zahlreiche Studien bereits dargelegt haben, regt grüner Tee den Fettstoffwechsel an und erhöht zudem den Grundumsatz. Der Grundumsatz ist die Menge an Kalorien (Energie), die ein Mensch für seine Körperfunktionen benötigt. Er wird oft auch als Ruheenergiebedarf bezeichnet. Der Leistungsumsatz beschreibt den Energiebedarf, der über dem Grundbedarf hinaus für Arbeitstätigkeiten und Freizeitaktivitäten benötigt wird.

Dadurch, dass der Tee die Wärmebildung im Körper anregt, den Teil, für den Dein Körper am meisten Energie verwendet, erhöht sich Dein Grundenergiebedarf. Grünen Tee zu trinken, hilft demnach, Deine Energiebilanz aufzubessern. So bleibt weniger überschüssige Energie im Körper, die in Fett umgewandelt wird.

Die Bitterstoffe im grünen Tee hemmen das Hungergefühl – beugen also Heißhunger vor. So hilft der grüne Tee nicht nur direkt beim Abnehmen, indem es die verbrauchte Energie erhöht, sondern auch, indem es die Energiezufuhr durch Essen verringert. Menschen, die abnehmen wollen, scheitern oft an ihrem Hunger und Heißhunger. Diesen mit grünem Tee zu hemmen bietet diesen Personen die Möglichkeit, ihr angestrebtes Wohlfühlgewicht doch noch zu erreichen.

Wie oft solltest Du Grüntee trinken?

Derzeit gibt es keine offiziellen Empfehlungsmengen, es gilt jedoch, wie bei allen anderen Nahrungsmitteln auch: In Maßen konsumieren. Ein bis zwei Tassen am Tag sind ein guter Orientierungspunkt. Wenn Du mehr trinken willst, solltest Du an den Koffeingehalt im Tee denken. Eine anregende Wirkung auf den Herzen kann zu unangenehmen Symptomen führen.  Herzklopfen, Unruhe und Übelkeit können die Folge sein.

Bekannte Grüntee Sorten

Es gibt weit über 1.000 verschiedene Teesorten. Daher werden wir an dieser Stelle nicht alle aufzählen und beleuchten können. Doch die populärsten und bekanntesten Teesorten, die in Deutschland getrunken werden, sind:

Karigane 

Karigane wird aus den Stängeln, den Blättern und den Pulverresten der Sorten Gyokuro und Sencha hergestellt. Er gehört nicht zu den edelsten Grüntees, ist aufgrund der Herstellung relativ günstig, schmeckt aber dennoch sehr gut und ist qualitativ immer noch auf einem sehr hohen Niveau.

Matcha

Matcha ist japanisch und bedeutet “gemahlener Tee”. Weil beim Matcha die Teeblätter pulverisiert werden, hat dieser eine sehr grünliche Farbe. Aufgelöst wird Matcha traditionell mit einem Matchabesen.

Der leicht herbe Geschmack des Tees ist vergleichbar mit dem der Sorte Sencha. Die Verarbeitung ähnelt die, der beiden anderen Teesorten, nur das beim Matcha die Blätter pulverisiert und mitgetrunken werden. Wer den pulverisierten Tee trinkt, nimmt auch mehr Wirkstoffe auf, die bei gefilterten Tees in den Blättern verbleiben.

Als eine der edelsten Teesorten Japans ist Matcha relativ teuer. In Europa gewinnt diese besondere Sorte weiter an Popularität. Falsch zubereitet kann Matcha sehr pulvrig bleiben und dementsprechend bitter schmecken. Auf die richtige Zubereitung zu achten, ist bei dieser Sorte besonders wichtig.

Sencha

Dieser japanische Tee ist die weltweit beliebteste Grünteesorte. Sie hat einen feinherben Geschmack und hat eine anregende Wirkung. Sencha Tee wird aus derselben Pflanze wie Schwarztee gewonnen. Die Pflanzen des Sencha Tees werden, anders als andere Sorten des grünen Tees, unter direktem Sonnenlicht angebaut.

Bei der Verarbeitung werden die Blätter kurz gedampft und dann getrocknet. So bleibt die grüne Farbe erhalten, die bei der verwandten Sorte Schwarztee abhandenkommt.

Kabusecha

Dieser Halbschattentee wächst in der Region Kagoshima im Süden Japans. Kabusecha Tee hat mehr Wirkstoffe als Sencha und besitzt ein sehr frisches Aroma. In diesem Tee werden die Charaktereigenschaften von Sencha und Gyokuro vereint.

Shincha

Als Shinsha wird die Vorernte des Jahres bezeichnet. Die noch kleinen Teeblätter werden zu einer speziellen und limitierten Teesorte verkauft. Shinsha kann aus den unbeschatteten Teeblättern des Sencha Tees oder den im Schatten und Halbschatten wachsenden Gyokuro und Kabusecha gewonnen werden.

Grüner Tee Sorten

Es gibt viele unterschiedliche Sorten von grünem Tee. Ihre Zubereitung variiert leicht.

Richtige Zubereitung

Wenn Du die Vorteile des medizinischen Getränkes in Anspruch nehmen willst und auch verhindern willst, dass Dein Tee bitter schmeckt, musst Du bei der Zubereitung auf einige Dinge achten. Je nach Teesorte sollte das Wasser eine bestimmte Temperatur haben. Auch die Teekanne entscheidet über den Geschmack Deiner Teesorte. Von uns erfährst Du, wie grüner Tee richtig aufgekocht wird.

Die richtige Grüntee Zubereitung

Die gesundheitlichen Vorteile und der hervorragende Geschmack entfalten sich nur bei der richtigen Zubereitung.

Die richtige Wassertemperatur

Damit alle wichtigen Wirkstoffe aus den Teeblättern gelöst werden, solltest Du darauf achtgeben, die Blätter in der richtigen Wassertemperatur aufzugießen. Ansonsten werden die Stoffe nicht freigesetzt bzw. verlieren diese wieder unter den zu hohen Temperaturen.

Lässt Du den Tee unter einer zu starken Hitze aufbrühen, kann er auch schnell bitter schmecken. Zu kaltes Wasser verhindert, dass der Geschmack und die Vitamine in das Wasser übergehen. Wie heiß das Teewasser sein muss, kannst Du hier nachgucken.

Die richtige Dosierung

Wer keine Beutel benutzt, um seinen Tee zuzubereiten, wird wissen wollen, wie viel von den jeweiligen Teesorten verwendet werden müssen. Die optimale Dosierung hängt natürlich vom persönlichen Geschmack ab und ist auch abhängig von der verwendeten Sorte. Einen groben Richtwert kannst Du in der unteren Tabelle sehen. Generell wird mindestens ein Teelöffel pro Tasse benötigt, um genug Geschmack zu haben.

Die optimale Ziehzeit

Die belebende Wirkung des Tees wird mit zunehmender Ziehzeit geringer. Zudem kommt ein bitterer Geschmack, wenn Du den grünen Tee zu lange ziehen lässt.

Damit Dein grüner Tee Dich auch wach kriegt, solltest Du ihn für 1 bis 2 Minuten ziehen lassen. So verhinderst Du, dass die Gerbstoffe aus den Blättern mit dem Koffein reagieren und die Koffeinwirkung beeinträchtigen. Außerdem wird Dein Tee dadurch nicht bitter.

Zubereitung der gängigen Grüntee-Sorten

Wie die verschiedenen Teesorten zubereitet werden sollten, kannst Du dieser Tabelle entnehmen.

SorteWassertemperaturWassermengeTeemengeZiehzeit
Shincha70 °C2 Teelöffel200 ml40 – 60 Sekunden
Fukamushi Sencha70 – 80 °C2 Teelöffel300 ml1 Minute
Sencha70 °C2 Teelöffel200 ml40 – 60 Sekunden
Gyokuro60 – 65 °C2 Teelöffel200 ml2 Minuten
Karigane70 – 80 °C2 Teelöffel200 ml30 Sekunden
Bancha80 °C2 Teelöffel200 ml30 Sekunden
Matcha80 – 90 °C1 – 2 Bambuslöffel100 mlin Tasse aufschlagen (Matchabesen)

FAQ

Einige der häufigsten Fragen, die zu grünem Tee gestellt werden, beantworten wir in unseren FAQ.

Worin liegt der Unterschied zwischen grünem Tee und Matcha Tee?

Matcha ist eine aus Grüntee erzeugte Sorte des grünen Tees. Anders als bei den anderen Sorten werden in dieser traditionellen japanischen Grüntee-Variante die Teeblätter pulverisiert und mitgetrunken. In der japanischen Sprache bedeutet Matcha “gemahlener Tee”.

Da sich beim Brühen nicht alle in den Blättern befindlichen Stoffe im Wasser auflösen, sind im Matcha Tee mehr Vitamine, Antioxidantien und Koffein enthalten als in den Teesorten, in denen die Teeblätter gefiltert werden.

Ist grüner Tee im Beutel auf gesund?

Wissenschaftler haben Beuteltees und losen Grüntee verglichen. Sie stellten fest, dass der grüne Beuteltee deutlich besser ist als sein Ruf. Denn in dem Tee der Beutel-Variante konnten die Wissenschaftler mehr Koffein und mehr Polyphenole nachweisen, als in den Tees, die mit losen Blättern gebrüht wurden. Polyphenole wirken entzündungshemmend und wirken antibakteriell.

Welche Nebenwirkungen kann Grüntee hervorbringen?

Grüne Tees erweitern die Blutgefäße. Diese Durchblutung fördernde Wirkung kann zu unangenehmen Symptomen führen, wenn Du zu viel von dem grünen Tee trinkst.

Bei zu viel Konsum können Herzklopfen, Herzstolpern, Übelkeit, Durchfall, innere Unruhe und vorübergehende Schlaflosigkeit auftreten. Deshalb raten Experten zu 1-3 Tassen grünem Tee am Tag. Dieser sollte aufgrund des enthaltenen Koffeins auch nicht allzu spät getrunken werden.

Auch wenn die genannten Nebenwirkungen nicht bedrohlich sind, können sie je nach Situation sehr unpassend und unerfreulich sein.

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