Bester Fahrradsattel für lange Touren: Test, Vergleich und Kaufratgeber

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Große Auswahl an Fahrradsatteln für lange Touren

Die Sonne scheint, kaum Wolken am Himmel. Perfektes Wetter für eine ausgiebige Fahrradtour. Also ab auf Dein Fahrrad und los gehts. Doch dann die Ernüchterung – nach wenigen Minuten fängt plötzlich Dein Hintern an weh zu tun. Ab dem Moment ist der Spaß vorbei.

Jetzt solltest Du darüber nachdenken, ob Du den richtigen Fahrradsitz für Dich nutzt. Wenn das nicht der Fall ist, dann lastet zu viel Druck auf den sensiblen Bereichen Deines Gesäßes. Die Relevanz dieser Thematik wird von vielen Menschen sehr unterschätzt. In diesem Artikel findest Du einen ausführlichen Ratgeber, der Dir zeigt, worauf Du bei Deinem Fahrradsattel-Kauf achten solltest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wenn Du nicht den optimalen Fahrradsattel für Dich nutzt, kann das schnell zu Schmerzen führen.
  • Die Suche nach dem richtigen Sattel solltest Du nicht unterschätzen.
  • Jeder Mensch ist individuell: Werde Dir klar über Deine Bedürfnisse und such Dir Deinen optimalen Sattel aus.
  • Nicht nur das Geschlecht spielt eine Rolle bei der Radsattel-Wahl, sondern Deine Anatomie. Dafür kannst Du Deinen Sitzknochenabstand ganz einfach mit Wellpappe abmessen.

Die besten Fahrradsattel für lange Touren: Favoriten der Redaktion

Wir haben Dir eine kleine Übersicht mit unseren Produktfavoriten erstellt. Bitte beachte, dass ein Fahrradsattel für lange Touren eine subjektive Entscheidung ist. Es ist abhängig von verschiedenen individuellen Faktoren, die Du vor Deinem Kauf bedenken solltest. Unsere Empfehlungen sollen Dir einen Richtwert geben.

Unsere Favoriten für Frauen

Um Dir die Suche zu vereinfachen, haben wir Fahrradsitze speziell für Frauen als auch für Männer herausgesucht.

  1. SGODDE Langsamen Rebound Memory Foam Fahrradsattel – Der Preiswerte
  2. Büchel Damen City Sattel Grande Cita – Der Bestseller
  3. Selle Royal Respiro Soft Moderate M – Das Profiprodukt
  4. Brooks Flyer S – Die Leder-Alternative

SGODDE Langsamen Rebound Memory Foam Fahrradsattel

  • ist für die meisten Fahrradtypen geeignet
  • besteht aus abriebfestem PU-Leder
  • Rebound-Memoryschaum sorgt für eine gute Anpassungsfähigkeit an den Fahrer
  • doppelte Stoßdämpfung für angenehmes Fahren in unebenen Gelände
  • 12 Monate Zufriedenheitsgarantie des Herstellers

Der SGODDE Fahrradsattel besticht durch sein Preis-Leistungsverhältnis. Durch seinen breiten Schnitt und sein stromlinienförmiges Design eignet er sich vor allem für Frauen. Die Aussparung in der Mitte sorgt für die nötige Belüftung während der Fahrt. Der Reflektorstreifen an der Rückseite bietet zusätzlichen Schutz in der Nacht.

Durch den langsamen Memoryschaum schmiegt sich der Sattel Deiner Anatomie an und kann mit unterschiedlichstem Gewicht genutzt werden. Der Bezug ist rutschhemmend und sorgt für einen guten Halt. Egal welches Fahrrad Du hast, der Fahrradsitz eignet sich für alle gängigen Räder. Mit 800 Gramm ist dieser Sattel allerdings recht schwer.

Wenn Du auf der Suche nach einem Fahrradsattel für lange Touren bist, der zu Deinen Bedürfnissen passt und bezahlbar ist, dann schau Dir den SGODDE Langsamen Rebound Memory Foam Fahrradsattel an.

Büchel Damen City Sattel Grande Citta

  • ist besonders für Touren- und Cityräder geeignet
  • besitzt ein 3-Zonen-Design für einen besseren Komfort, Halt und Sicherheit
  • durch die Aktive Volume Elastomer Federung bist Du auch unebenen Straßen geschützt
  • die Aussparung in der Mitte sorgt für eine gute Belüftung
  • mit 694 Gramm leichter als andere Modelle in der Preisklasse

Eine weitere sehr gute Alternative ist von der Firma Büchel. Im Grande Citta haben sie das von Dr. med. Werlich erfundene Medicus 3-Zonen-Design verbaut.

Die erste Zone ist die Balancezone. Dafür wurde eine spezifische Sattelnase konzipiert, um eine bessere Balance und Stabilisierung zu  gewinnen. In der Dynamikzone befindet sich eine federnde Dreiecksaussparung mit anatomischer Anpassung für geringeren Druck. Die Sitzzone besitzt eine feste Dämpfung mit Gewichtsanpassung. Dadurch ist enger Kontakt zum Fahrrad gegeben und für diverse Gewichtsgruppen ausgelegt.

Mit 684 Gramm ist der Grande Citta im Vergleich zu anderen gefederten Satteln deutlich leichter. Mit der mitgelieferten Schelle kann er auf alle Standard-Sattelstützen montiert werden. Wenn Dir der SGODDE Fahrradsattel zu schwer sein sollte, dann ist der Büchel Damen City Sattel Grande Citta eine sehr gute Alternative.

Selle Royal Respiro Soft Moderate M

  • ist vorrangig für Touren- und Cityräder geeignet
  • die Belüftung ist über einen speziellen Belüftungskanal geregelt
  • mit 581 Gramm der leichteste unserer vier Favoriten für Frauen
  • das verbaute Royal-Gel senkt den Druck um bis zu 40 %
  • das patentierte Clip-System sorgt für ein schnelles Anbringen von Satteltaschen
  • das reflektierende Material reguliert die Temperatur des Sattels

Solltest Du etwas Kostspieligeres suchen, dann sieh Dir den Selle Royal Respiro Soft Moderate M an. Diese Mehrkosten sind allerdings gut begründet.

Selle Royal haben eine patentierte Royal Vacuum Light Technologie verwendet, die Deinen Sattel zu 100 % versiegelt und wasserfest machen. Die verbauten Elastomere können unerwartete Stöße abfangen.

Doch jetzt der Clou: Das Royal Gel richtet sich nach den anatomischen Bedürfnissen von Dir und nimmt Dir den Druck, der auf Deine Sitzknochen und Dammbereich um bis zu 40 %. Zeitgleich macht er Deinen Fahrradsitz unheimlich leicht. Mit dem patentierten Clip-System kannst Du ganz einfach eine Satteltasche oder eine Lampe anbringen.

Brooks Flyer S

  • für alle Trekking- City- und Tourenräder geeignet
  • wurde von Hand aus hochwertigem Leder gefertigt
  • Leder passt sich Deiner Anatomie an
  • sitzt sich auf Dauer ein und ist bequemer
  • überzeugt mit einem edlen Vintage-Design

Wenn Du ein Lederliebhaber bist und die Vorteile eines Ledersattels genießen möchtest, dann können wir Dir den Brooks Flyer S empfehlen. Er schmiegt sich Deiner Anatomie super an und ist sehr langlebig, wenn Du ihn gut pflegst. Ledersattel zahlen sich meist auf Dauer aus. Ist Dein Brooks Flyer S erstmal richtig eingefahren, dann bietet er Dir reichlich Komfort während Deinen langen Fahrradtouren.

Mit zwei großen Federn ist er außerdem gut vor Schlägen geschützt. Preislich ist er in einem höheren Segment ansässig, allerdings wird er auch von Hand gefertigt und besteht aus hochwertigen Materialien. Das Design besticht durch einen Vintage-Look, der durch das Leder entsteht.

Unsere Favoriten für Männer

Hier findest Du unsere Auswahl an Radsatteln für Männer. Wieso es so relevant ist, zwischen Männer- und Frauensätteln zu unterscheiden, erfährst Du in unserem Kaufratgeber.

  1. Toptrek Fahrradsattel mit Überzug – Der Bestseller
  2. SGODDE Fahrradsattel Gel – Der Preisknaller
  3. Ergon SMC Sport Gel Men MTB Sattel – Das Profiprodukt

Toptrek Fahrradsattel mit Überzug

  • für die meisten Fahrradtypen geeignet
  • besteht aus abriebfesten PU-Leder, High-Tech-Gel und einer Carbon-Stahl-Verstrebung
  • das Hohl-Design sorgt für eine optimale Belüftung
  • Du bekommst einen wasserdichten Überzug beim Kauf zu
  • 12 Monate Zufriedenheitsgarantie gewährt Dir der Hersteller

Möchtest Du für weniger Geld einen guten Fahrradsattel für lange Touren, dann schau Dir den Toptrek Fahrradsattel an. Er überzeugt nicht nur aufgrund des Preises. Auch die Bewertungen sprechen für sich.

Für Menschen mit schmalem Becken, besonders für die Anatomie eines Mannes, ist der Radsattel sehr gut geeignet. Mit seiner Gel-Silikonfüllung bietet er Dir auf langen Touren Komfort. Das PU-Leder ist abriebfest und sorgt dafür, dass Du lange etwas von Deinem Sattel hast. Am hinteren Teil des Fahrradsitzes ist ein kleiner Reflektor angebracht, der Dir in der Dunkelheit mehr Sicherheit gibt. Als kleines Schmankerl obendrauf bekommst Du einen Sattelregenschutz beim Kauf dazu.

SGODDE Fahrradsattel Gel

  • für alle gängigen Fahrradtypen geeignet
  • ist mit 14 cm der schmalste Fahrradsattel unserer Favoriten
  • die Aussparung in der Mitte sorgt für eine gute Belüftung
  • besitzt wasserdichte und verschweißte Nähte
  • überzeugt mit einem außergewöhnlichen Design und verschiedenen Farben

Wie bei den Frauen haben wir auch eine Männeralternative der Marke SGODDE herausgesucht. Dieser zeichnet sich ebenfalls durch sein Preis-Leistungsverhältnis aus. Der entscheidende Unterschied zu dem Frauenmodell ist die Form. Während der bereits genannte SGODDE Fahrradsattel breit und kurz war, besticht unser Favorit für Männer durch seine schmale und längliche Bauweise. Durch die zusätzliche Gel-Silikonfüllung werden sensible Bereiche des anatomischen Mannes geschützt.

Damit Du während Deiner Fahrt nicht schwitzt, verfügt der SGODDE Fahrradsattel über ein atmungsaktives Hohl-Design, das für eine bessere Luftzirkulation sorgt. Mit den verschweißten Nähten ist Dein SGODDE Sattel wasserdicht. Ein kleines Highlight ist das Design. Du hast die Möglichkeit zwischen drei verschiedenen Farben zu wählen, die akzentuell Deinen Fahrradsattel verzieren.

Ergon SMC Sport Gel Men MTB Sattel

  • ist vorrangig für Mountain- und Tourenbike ausgelegt
  • besteht aus Nylon, Microfaser, einem orthopädischen Komfort-Schaum und einer CroMo-Verstrebung
  • ist mit 304 Gramm der leichteste Fahrradsattel unserer Favoriten
  • Auswahlmöglichkeit aus zwei verschiedenen Größen für die perfekte Passform
  • leicht erhöhte Sitzfläche, um den Druck auf den Schambereich zu mildern
Wenn Du bereit bist etwas mehr Geld auszugeben, solltest Du Dir den Ergon SMC Sport Sattel anschauen. Ergon hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen Radsattel zu entwickelt, der Fahrer und Fahrrad zu einer Einheit macht. Dafür haben sie von Ihrem Fahrradsitz direkt zwei Größen herausgebracht, um Deinen Sitzknochenabstand perfekt einzuordnen. Die kleine Größe ist für einen Abstand von 9 bis 12 cm vorgesehen. Die größere Größe ist für 12 bis 16 cm ausgerichtet.

In beiden Varianten haben sie einen orthopädischen Schaum sowie großflächige Gel-Pads verbaut. Damit sollen gezielt die empfindlichen Stellen der männlichen Anatomie entlastet werden. Anders als die zuvor genannten Fahrradsattel, arbeitet Ergon mit einer flachen Sitzfläche, die Dir dynamische Sitzpositionen erlauben.

Kaufratgeber für Fahrradsattel für lange Touren

Fahrradsattel für lange Touren aus Leder mit einer Satteltasche
Um auf dem großen Markt der Fahrradsattel einen Überblick zu behalten, solltest Du wissen, worauf Du achten musst. Unser Kaufratgeber hilft Dir auf der Suche nach Deinem Fahrradsattel für lange Touren.

Auf welche Punkte Du beim Kauf Deines perfekten Fahrradsitzes für lange Touren achten solltest, erfährst Du in den nächsten Abschnitten.

Wozu dient ein guter Fahrradsattel?

Bevor wir uns damit beschäftigen welche Faktoren beim Kauf eine Rolle spielen, erstmal ein bisschen Theorie: Der Fahrradsitz hat eine sehr wichtige Funktion beim Fahrradfahren. Er dient Dir als Halt während des Fahrens.

Dabei lasten 80 Prozent Deines Körpergewichts auf Deinem Gesäß. Besser gesagt auf Deinem Sitzknochen und Deinen Schambein-Ästen, die Deine Weichteile einschließen. Hier befinden sich auch zahlreiche Nerven- und Blutbahnen. Eine dauerhafte falsche Belastung auf diesen Bereich kann zu ungewollten Druckpunkten und Schmerzen führen. Um das vorzubeugen, ist ein guter und passender Sattel unumgänglich.

Gibt es einen Unterschied zwischen Fahrradsätteln für lange Touren für Männer und Frauen?

Grundsätzlich gilt: unterschiedliche Anatomien haben unterschiedliche Bedürfnisse. Sobald Du beim Fahrradfahren eine sportliche Position einnimmst, verlagert sich Dein Gewicht auf Deinen Scham- und Dammbereich. Hier unterscheiden sich die Bedürfnisse von anatomischen Männern von Frauen.

Der perfekte Fahrradsattel für Frauen

Durch das deutlich breitere und kürzere Becken verlagern sich die Druckpunkte auf dem Sattel. Auf dem Markt finden sich viele Damensattel mit einem Loch. Doch hier streiten sich die Geister. Einige Experten schwören darauf. Andere sprechen davon, dass gerade dadurch ungünstige Bereiche in der Dammregion überbelastet werden und raten eher zu einer Tropfenform.

Bei dieser Sattelart werden die Druckpunkte und die einhergehende Belastung des Beckenbodens reduziert. Für eine ausführlichere Erklärung bezüglich der weiblichen Anatomie und dem richtigen Fahrradsattel empfehlen wir Dir folgendes Video:

Der perfekte Fahrradsattel für Männer

Durch den falschen Fahrradsitz ausgelöste Beschwerden im Genitalbereich, am Gesäß und Schambein konnten sowohl bei Männern als auch bei Frauen bereits statistisch nachgewiesen werden. Um das zu vermeiden, ist es wichtig, dass jedes Geschlecht einen zur Anatomie passenden Sattel wählt.

Männer haben ein schmaleres und längeres Becken als Frauen. Das bedeutet, dass Männer dementsprechend auch schmalere und längere Sattel benötigen. Jedoch sollte der Fahrradsattel für lange Touren auch nicht zu schmal sein, da es sonst zu Schmerzen der Scham- und Steißbeine kommt. Viele Mountainbike-Sattel weisen sogar eine Mittelrinne auf, die die Prostata und die Weichteile schonen soll.

Unser Tipp: Achte beim Fahren darauf, was Dir weh tut. Dann kannst Du Dich an unsere Kaufkriterien richten. So kannst Du dennoch Deinen perfekten Fahrradsattel für lange Touren finden. Generell musst Du Dich nicht an Geschlechterangaben eines Herstellers halten. Orientiere Dich an Deinen Bedürfnissen und dann findest Du den optimalen Sattel für Dich.

Welches sind die wichtigsten Kaufkriterien bei Fahrradsätteln für lange Touren?

Auch wenn viele Hersteller klassisch in Männer und Frauensattel unterscheiden, solltest Du für Deinen Fahrradsattel für lange Touren individuelle Faktoren betrachten. Dabei solltest Du auf Folgendes achten:

Größe

Wie Du bereits gelesen hast, ist es allein aufgrund der unterschiedlichen Anatomien von uns Menschen wichtig, dass Du auf die passende Größe achtest. Die Größe Deines Sattelns definieren die Breite und die Länge.

Breite (Sitzknochenabstand)

Die optimale Breite für Deinen Fahrradsattel für lange Touren bestimmst Du am besten mit Deinem Sitzknochenabstand. Deine Sitzknochen sind Teil Deines Sitz- und Hüftbeins und somit der unterste Punkt Deines Beckens. Während des Fahrradfahrens tragen sie fast 80 Prozent Deines Gewichts.

Damit Du beim Fahren keine unnötigen Schmerzen empfindest, solltest Du Deine Sattelbreite nicht pi-mal Daumen aussuchen, sondern ausmessen (lassen), damit Deine Sitzknochen vollflächig auf dem Fahrradsitz aufliegen können.

Länge

Die benötigte Länge Deines Fahrradsattels ist abhängig von Deiner Haltung. Fährst Du sehr sportlich bzw. geneigter, dann solltest Du einen längeren und schmaleren Fahrradsitz wählen. Das ist wichtig, da sich dadurch der Druckpunkt von Deinen Sitzknochen auf das Schambein verlagert, das weiter vorn sitzt.

Solltest Du allerdings mehr der aufrechte Fahrradfahrer sein, dann solltest Du einen breiteren und kürzeren Sattel wählen.

Auch Dein anatomisches Geschlecht spielt eine Rolle. Wie bereits im vorherigen Abschnitt genannt, besitzen Frauen ein breiteres Becken und benötigen somit auch einen breiteren Fahrradsattel für lange Touren als Männer.

Form

Der Markt der Fahrradsättel bietet neben der Größe auch unterschiedlichste Formen von Fahrradsitzen. Um dabei einen Durchblick zu behalten und herauszufiltern, welche Form die Beste für Dich ist, haben wir sie für Dich zusammengefasst.

Oberflächenform

Unter der Oberflächenform verstehen wir die Abrundung Deines Sattels. Dabei wird in drei Arten unterschieden: rund, halbrund und flach. Damit kannst Du Deinen Fahrradsattel für lange Touren noch besser auf Dich anpassen.

Rund Halbrund Flach
  • Bei einer runden Grundform ist die Oberfläche Deines Sattels abgerundet.
  • Dabei liegt Dein Körpergewicht vor allem auf dem Dammbereich.
  • Dieser Fahrradsitz ist optimal für Dich, wenn Du eine gute Beckenbodenmuskulatur hast.
  • Wenn Du empfindlich auf Druck am Gesäß reagierst, dann sollst Du Dir halbrunde Sättel ansehen.
  • Hier verteilt sich der Druck mehr auf die Innenseite der Sitzknochen.
  • Sollte sich Dein Dammbereich schnell taub anfühlen, dann probiere es mal mit einem flachen Sattel.
  • Hier werden vorrangig die Sitzknochen belastet und der Damm geschont.
Profil

Bei dem Profil Deines Fahrradsattels für lange Touren ist wie beim Menschen die seitliche Perspektive gemeint.

Gerade Gewellt Gestuft
  • Er hat von der vorderen bis zur hinteren Achse keinerlei Erhebung oder Neigung.
  • Dein Gewicht verteilt sich gleichmäßig.
  • Du hast die Möglichkeit Deine Sattelposition zu verändern.
  • Für eine aufrechte Haltung, sowie für flexible und dehnbare Menschen geeignet.
  • Er zeichnet sich durch einen erhöhten hinteren Teil aus, der nach vorn abfällt.
  • Solltest Du ein eher ungelenkiger Mensch sein, dann empfehlen wir Dir einen welligen Sattel, der Dich in einer festen Position sitzen lässt.
  • Damit kann der Schambereich entlastet werden.
  • Er verfügt über eine deutlich sichtbare Abstufung der Sitzfläche von der Sattelnase.
  • Er entlastet den Schambereich und Intimbereich.
  • Er belastet dafür mehr den Gesäßbereich und die Sitzknochen.
Grundform

Bei der Grundform handelt es sich um die Perspektive von oben. Die Bezeichnungen dafür sind dabei an ihre Erscheinungen angelehnt.

T-Form Birnen-Form
  • Bei einem Fahrradsattel mit T-Form geht der Sitzbereich abrupt in die schmalere Sattelnase über.
  • Die dabei entstehende Form erinnert von oben an den Buchstaben “T”.
  • Sie bietet gerade den Oberschenkeln oft mehr Komfort.
  • Im Gegensatz zu der T-Form wird die Sitzfläche allmählich schmaler und geht nur langsam in die Sattelnase über.
  • Diese fließende Form ähnelt, wie der Name schon sagt, einer Birne.
  • Wenn Du gerne abwechselnd nach vorn und zurücklehnst, dann solltest Du Dir Fahrradsattel mit einer Birnen-Form ansehen.
Vertiefung

Einige Fahrradsattel haben eine Einkerbung in der Mitte. Je nach Tiefe und Stärke hat diese Form eine andere Funktion.

Einkerbung Loch Gespalten
  • Eine leichte Einkerbung in der Mitte des Sattels sorgt für eine bessere Druckverteilung.
  • Dadurch werden bei Männern die Prostata und bei Frauen das Schambein geschont.
  • In dem mittleren Bereich des Sattels ist ein Loch eingearbeitet.
  • Das sorgt für Entlastung im Schambereich.
  • Es verlagert allerdings das Gewicht auf andere Stellen.
  • Die Kanten des Loches können auf Dauer drücken oder scheuern.
  • Die Sattelnase wurde abgeschnitten und in zwei Teile gespalten.
  • Er ist speziell für Triathleten konzipiert.
  • Bietet mehr Bewegungsfreiheit und sorgt für eine aerodynamische Fahrweise.
  • Er ist nicht für den Alltag oder Anfänger geeignet.

Federung

Spätestens wenn Du über unebenes Gelände fährst, wirst Du ohne gute Federung jede Bodenwelle zu spüren bekommen. Wenn das für Dich nicht infrage kommt, solltest Du bei Deinem Fahrradsattel für lange Touren auf eine gute Federung achten. Viele Sättel haben heutzutage bereits Federn verbaut.

Eine zusätzliche Möglichkeit Deinen Fahrradsitz zu federn ist eine Sattelstütze. Sie entlastet zusätzlich Deine Wirbelsäule. Doch auch diese Unterstützung sollte regelmäßig eingestellt werden. Dabei gehst Du folgendermaßen vor:

  1. Die Sattelstütze solltest Du an Dein Körpergewicht anpassen. Bei einer Fahrradtour solltest Du auch Deinen Rucksack mit einberechnen, falls Du einen dabei hast.
  2. Prüfe zunächst die bisherige Federung, indem Du Dich darauf auf und ab bewegst. Sollte die Feder weder anschlagen noch durchschlagen, dann ist sie noch optimal eingestellt.
  3. a) Sollte sie durchschlagen, erhöhe die Vorspannung. Das machst Du, indem Du die Sattelstütze ausbaust und am unteren Ende des Rohrs die Inbusschraube drei Umdrehungen im Uhrzeigersinn drehst.
    b) Solltest Du keine Federung feststellen, musst Du die Vorspannung reduzieren. Baue auch hier die Sattelstütze ab, drehe jedoch die Inbusschraube zwei bis drei Umdrehungen gegen den Uhrzeigersinn.
  4. Baue danach die Sattelstütze wieder an und überprüfe die Federung erneut.
  5. Reichen Deine Einstellungen nicht aus, dann solltest Du Dir eine andere Sattelstütze zulegen.

Material

Für unterschiedlichste Bedürfnisse gibt es nicht nur zahlreiche Größen und Formen, sondern auch unterschiedliche Materialien. Wir haben sie Dir einmal aufgelistet und erklärt, welche Vor- und Nachteile sie haben.

Satteldecke

Bei der Satteldecke handelt es sich um den Bezug, auf dem Du letztendlich sitzt. Da gibt es natürlich unterschiedliche Materialien.

Leder

Auf den ersten Blick wirkt ein Ledersattel auch eher abschreckend, da er sehr hart aussieht. Dennoch gibt es Fahrradfahrer, die schwören auf einen Ledersattel. Aus guten Gründen: Ledersattel bieten auf eine längere Zeit gesehen, erhöhten Fahrkomfort und eine bessere Anpassung an Deine Anatomie. Allerdings sind sie sehr pflegeintensiv und müssen regelmäßig gespannt und gefettet werden.

Mikrofaser

Das gängigste Material ist Mikrofaser. Es ist leicht und abriebfest, trocknet schnell, ist aber sehr anfällig für Risse.

Carbon

Carbon wird heutzutage im Gestell, aber auch als geformte Fahrraddecke verbaut. Es gibt sogar Sattel, die aus einem Stück gegossen wurden. Der Vorteil: sie sind sehr leicht. Allerdings ist eine Oberfläche aus Carbon eine Ausnahme, da sie sehr rutschig ist.

Sattelgestell

Das Sattelgestell ist die Verstrebung unterhalb der Satteldecke. Auch hier gibt es materielle Unterschiede.

Stahl

Gerade günstige Sattel haben oftmals ein Stahlgestell. Diese Sattel sind allerdings sehr schwer. Wenn Du auf das Gewicht bei Deinem Fahrradsattel für lange Touren achtest, solltest Du eher Carbon oder Titan wählen und etwas mehr Geld investieren.

Titan

Eine leichtere Alternative zu Stahl ist Titan. Es ist zwar etwas teurer, aber ein guter Kompromiss.

Carbon

Carbon ist die leichteste der drei Gestell-Materialien, aber auch die teuerste.

Polsterung

Die Polsterung ist abhängig von Deiner Fahrweise. Außerdem solltest Du immer Deine Sitzposition oder Fahrhaltung und Deine Anatomie beachten. Nur eine individuelle Betrachtung der Kriterien wird Dich am Ende zu Deinem Fahrradsattel für lange Touren bringen.

Die Grundregel lautet: je geneigter und länger Du fährst, desto weniger Polsterung benötigt Dein Sattel.

Welche Marken stellen qualitative Fahrradsattel für lange Touren her?

Auf dem Markt gibt es zahlreiche namhafte Hersteller qualitativer Fahrradsattel. Einige davon haben sich auf eine Sattelart spezialisiert. Wir haben Dir für einen besseren Überblick eine kleine Übersicht erstellt.

Ein typischer Brooks-Ledersattel
Das Unternehmen „Brooks“ ist bekannt für ihre qualitativen Ledersättel. Wenn Du einen Fahrradsattel für lange Touren suchst, der aus Leder besteht, solltest Du Dir dieses Unternehmen mal ansehen.
Brooks

Das in England ansässige Unternehmen stellt ausschließlich Ledersattel her. In diesem Bereich ist es der weltweit führende Hersteller.

Selle Royal

Auch Selle Royal ist ein weltbekannter Hersteller von Fahrradsätteln. Das Unternehmen stellt für Profis, aber auch für Amateure Renn-, Mountainbike- und Tourensattel her.

SQ-Lab

SQ-Lab ist ein deutsches Unternehmen, dass viel Wert auf Ergonomie legt. 2002 haben sie extra dafür ein Prinzip der Sitzknochenmessung vorgestellt.

Terry

Dieses Unternehmen hat es sich den Sitzkomfort seiner Kunden zur Aufgabe gemacht. Typisch für Terry-Sattel ist die Aussparung.

Fizik

Seit 1996 legt Fizik den Fokus auf hochwertige, einfallsreiche und attraktive Fahrradsattel für anspruchsvolle Fahrer.

Wo kannst Du Deinen Fahrradsattel für lange Touren kaufen?

Deinen Fahrradsattel für lange Touren findest Du sowohl Online als auch Offline in einem Fachhandel in Deiner Nähe. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.

Vorteile Nachteile
Online
  • Vielfalt
  • oftmals günstigere Preise
  • Möglichkeit des Preisvergleichs
  • größere Auswahl
  • gesetzliches Widerrufsrecht
  • kaum individuelle Beratung möglich
  • keine Möglichkeit der Probefahrt, keine Anprobe
Offline
  • individuelle Beratung
  • Ausmessen Deines Sitzknochenabstandes durch geschultes Personal
  • Probefahrt möglich
  • oftmals Festpreise
  • geringe Möglichkeit des Preisvergleichs
  • nicht in jeder Stadt befindet sich ein Fachhandel
  • kein gesetzliches Widerrufsrecht, höchstens Kulanz der Händler

Wie viel kosten Fahrradsattel für lange Touren?

Die Preise von Sätteln variieren z.T. stark nach Marke und Art. Du kannst bereits einen Fahrradsitz ab 20 € bekommen oder auch gut 100 € dafür bezahlen. Auch die Preise zwischen dem Online- und dem Offline Handel können sich unterscheiden.

Wichtiges Zubehör für Fahrradsattel für lange Touren

Je nach Art Deines Fahrradsattels für lange Touren unterscheidet sich auch das Zubehör, das Du dabei haben solltest.

  • Satteltasche
  • Regenschutz
  • Sattelstange oder Sattelstütze
  • Lederfett

Satteltasche

Eine Satteltasche kennst Du vielleicht noch von alten Fahrrädern mit Ledersattel. Doch sie kann heutzutage bei jedem Sattel ein praktisches Extra sein. Damit hast Du die Möglichkeit bei Fahrradtouren kleine Gegenstände, wie Smartphone oder Geldbörse zu verstauen ohne einen Rucksack mitnehmen zu müssen.

Regenschutz

Solltest Du bei Deiner Fahrradtour eine Pause einlegen und Dein Fahrrad abstellen, solltest Du je nach Witterung einen Regenschutzbezug dabei haben. Falls es dann wider Erwartens anfängt zu regnen, dann kannst Du Deinen Fahrradsitz schützen. Sobald Deine Tour weitergeht, kannst Du den Bezug abmachen, in Deiner Satteltasche verstauen und mit einem trockenen Sattel weiterfahren.

Tipp der Redaktion: Pack Dir auch einen Wetbag ein! Sollte Dein Regenschutzbezug nass werden, kannst Du ihn wieder einpacken, ohne andere Gegenstände nasszumachen.

Sattelstange oder Sattelstütze

Es klingt vielleicht komisch, aber tatsächlich kann es passieren, dass Dein perfekter Fahrradsattel für lange Touren keine Sattelstange dabei hat. Ohne kannst Du Deinen Sattel aber leider nicht nutzen. Die herkömmlichen Sattelstangen wurden allerdings von einer gefederten Sattelstütze abgelöst. Der Vorteil: Sie gibt Dir noch zusätzliche Federung und macht das Fahren noch angenehmer.

Lederfett

Lederfett ist kein Zubehör, dass Du bei jeder Fahrradtour dabei haben solltest. Dennoch ist es wichtig, wenn Dein Fahrradsattel für lange Touren ein Ledersattel ist. Wenn Du ihn regelmäßig einfettest, dann hält er länger.

Welche Fahrradsattel für lange Touren sind die Besten?

In der folgenden Tabelle findest Du eine Übersicht über Testmagazine, die sich mit Fahrradsättel für lange Touren auseinandergesetzt haben.

Testmagazin Fahrradsattel-Test vorhanden? Veröffentlichungs-Jahr Kostenloser Zugang Mehr erfahren
Stiftung Warentest ja, es wurden Fahrradsattel getestet 2013 Ja Hier klicken
Öko Test keinen Test gefunden
Konsument.at keinen Test gefunden
Ktipp.ch keinen Test gefunden
Radfahren.de ja, es wurden Fahrradsattel getestet 2018 Ja Hier klicken

Nur wenige Testmagazine haben Fahrradsattel für lange Touren auf Herz und Nieren geprüft. Stifung Warentest haben 2013 einen ausführlichen Testbericht über Fahrradsitze veröffenlicht. Auch ein renomiertes Fahrradmagazin hat sich damit auseinandergesetzt. Dabei wurde der Fokus allerdings mehr auf Trekkingsattel gelegt.

In der obigen Tabellen haben wir Dir für diese beiden Tests einen kostenlosen Zugang verlinkt.

Häufig gestellte Fragen zu Fahrradsattel für lange Touren

Hast Du trotz unseres Ratgebers noch Fragen, dann schau Dir diesen FAQ-Bereich an. Da haben wir noch weitere, wichtige Punkte für Dich aufgegriffen.

Wie lange hält ein Fahrradsattel?

Wie lange Dein Fahrradsattel hält, ist abhängig von unterschiedlichen Faktoren:

  • Deiner Nutzung,
  • Deinem Körpergewicht,
  • Dem Material und
  • Den Umwelteinflüssen, denen Dein Fahrrad ausgesetzt ist.

Steht Dein Fahrrad oft draußen ungeschützt und ist den Witterungen ausgesetzt, dann hält Dein Sattel nicht so lange wie einer, der in einem geschützten Raum steht. Auch das Material kann einen Unterschied machen. Ein Ledersattel ist außerdem deutlich robuster und bei guter Pflege auch langlebiger als ein Fahrradsitz aus Kunststoff.

Dennoch spielt Deine Nutzung auch eine wesentliche Rolle. Fährst Du damit z.B. jeden Tag auf Arbeit oder machst Du einmal im Monat eine Fahrradtour? Bist Du ein Radsportler oder nur ein Hobbyfahrer? Je nachdem wie oft, wie lange oder wie intensiv Du Deinen Sattel beanspruchst, nutzt er sich schneller ab. Gleiches gilt auch für Dein Gewicht. Je höher das Gewicht, desto höher ist die Abnutzung.

Generell gilt: Fühlst Du Dich mit Deinem Sattel nicht mehr wohl oder bereitet er Dir Schmerzen, dann wird es Zeit für einen Neuen. Einige Hersteller geben außerdem im Beipackzettel des jeweiligen Sattels eine Nutzungsdauer-Empfehlung.

Wie ermittel ich meinen Sitzknochenabstand?

Um den passenden Fahrradsattel für Dich zu finden, solltest Du Deinen Sitzknochenabstand ausmessen. Damit kannst Du die perfekte Sattelbreite für Dich ermitteln. Viele Hersteller bieten dafür Ihr eigenes Set an. Du kannst Deinen Sitzknochenabstand auch bei einem Händler in Deiner Nähe ausmessen oder ganz bequem Zuhause selber machen.

Was Du dafür benötigst:

  • zwei Stück DIN A4 Wellpappe
  • Stift zum Markieren
  • Lineal
  • gerade Fläche zum Sitzen (z.  B. Hocker, Bank, Treppenstufe)

So gehts:

  1. Platziere die Wellpappe gerade auf Deinem Hocker.
  2. Setze Dich aufrecht mit einem leichten Hohlkreuz auf die Pappe.
  3. Ziehe die Knie so weit an, dass nur noch Deine Zehenspitzen den Boden berühren.
  4. Verstärke den Druck Deiner Sitzknochen auf die Pappe noch zusätzlich mit Deinen Händen.
  5. Stehe vorsichtig auf und markiere mit einem Stift die zwei Kreise, die entstanden sind. Ermittle ihren Mittelpunkt mithilfe eines Kreuzes.
  6. Messe mit einem Lineal den Abstand zwischen beiden Mittelpunkten.
  7. Ermittle Deine Sitzposition auf Deinem Fahrrad. Dabei richtest Du Dich nach dem Neigungswinkel Deines Oberkörpers beim Fahrradfahren:
  • 0° Neigung: Du fährst sehr aufgerichtet: Abstand + 4 cm
  • ca. 10° Neigung: Abstand + 3 cm
  • ca. 30° Neigung: Abstand + 2 cm
  • ca. 50° Neigung: Abstand + 1 cm

Wie kannst ich den Sattel richtig einstellen?

Hast Du endlich Deinen perfekten Fahrradsattel für lange Touren gefunden, ist es wichtig, dass Du ihn auch richtig einstellst. Ohne die richtigen Einstellungen nutzt auch der beste Fahrradsitz nichts.

Dabei musst Du unterschiedliche Einstellgrößen beachten:

Die Sattelhöhe

  1. Steige auf Dein Fahrrad auf und halte Dich an einer Wand fest.
  2. Danach stellst Du Deine Pedale auf eine sechs und zwölf Uhr Einstellung. Das bedeutet, dass ein Pedal ganz unten und das andere ganz oben steht.
  3. Stelle nun Deine Füße auf die Pedale und achte darauf, dass Du das eine Bein fast komplett durchstrecken kannst, sodass Deine Ferse das Pedal berührt.
  4. Sollte das nicht der Fall sein, dann musst Du Deine Sattelhöhe anpassen. Ist das Bein zu stark geknickt, dann muss der Sattel ein Stück nach oben. Kommst Du lediglich mit den Zehenspitzen auf das untere Pedal, dann muss der Sattel niedriger.

Die optimale Höhe für Dich stellst Du dann mithilfe des Schnellspanners unter dem Sattel ein. Damit hast Du nicht nur den perfekten Fahrradsattel für lange Touren, sondern auch die beste Hebelwirkung um effizient zu fahren.

Der Sattelversatz

Um auch den nötigen Fahrkomfort zu erreichen und eventuelle Schmerzen vorzubeugen, ist es wichtig, dass auch der Sattelversatz richtig eingestellt wird. Dabei ist es entscheidend, dass Du weder zu nah, noch zu weit vom Lenker entfernt sitzt.

  1. Dafür legst Du Deinen Ellenbogen auf die Sattelspitze.
  2. Für die optimale Einstellung musst Du mit Deinen Fingerspitzen gerade den Lenker berühren können.

Was nützt Dir sonst der perfekte Fahrradsattel für lange Touren, wenn Du bei dem falschen Sattelversatz Rücken- und Nackenschmerzen bekommst.

Die Sattelneigung

Die letzte wichtige Einstellgröße, damit Du fortan Deinen neuen Fahrradsattel für langen Touren genießen kannst, ist die Sattelneigung. Hier ist es wichtig, dass der Sattel immer horizontal ausgerichtet wird. Damit werden Deine Hände, Arme und Schultern entlastet.

Wenn Du das alles beachtest, dann hast, steht Deinem perfekten Fahrradsattel für lange Touren nichts mehr im Weg. Für eine zusätzliche visuelle Erklärung, empfehlen wir Dir folgendes Video:

Welche Beschwerden können bei einem ungeeigneten Sattel auftreten?

Der falsche Sattel oder die falschen Einstellungen können schmerzhafte Folgen haben. Sobald dadurch Dein Sitzknochen zu stark belastet wird, nimmst Du eine Fehlhaltung ein. Dadurch wirst Du instabil und es entsteht zu viel Reibung an der Haut. Auch der Druck auf die Scham- und Dammregion erhöht sich, was zu Schmerzen oder Taubheit führen kann. Selbst über den Gesäßbereich hinaus kann diese Fehlhaltung auch zu Schmerzen oder Taubheit führen.

Vielleicht kennst Du es: wenn der Hintern anfängt weh zu tun, beginnst Du Deine Sitzposition zu ändern. Du rutschst hin und her, beugst Dich nach vorn oder zurück. Immer auf der Suche nach einer erträglichen Haltung. Das Ende von Lied: nicht nur Dein Hintern tut weh, sondern auch Dein Rücken, Deine Schultern oder Dein Nacken.

Um das vorzubeugen, findest Du hier einen ausführlichen Ratgeber für Deinen perfekten Fahrradsattel für lange Touren.

Sind Gel-Sattel auf Dauer die bequemeren Sattel?

Vielleicht kennst Du es. Aus Angst vor Schmerzen beim Fahren würdest Du direkt den weichsten Sattel nehmen. Am besten mit Gel. Doch ist ein Gel-Sattel wirklich auf Dauer eine gute Wahl?

Der Komfort ist zu Beginn natürlich gegeben. Es scheint, als seien Druckschmerzen Vergangenheit. Doch bei längerem Gebrauch sorgt er dafür, dass sich Dein Gewicht nicht richtig verteilen kann. Außerdem solltest Du darauf achten, dass Du ihn vor Witterungen schützt, da er sehr wetterempfindlich ist.

Wenn Du dennoch sagst, dass Du mit einem Gel-Sattel am besten zurechtkommst, dann solltest Du nicht sparen. Wenn Du einen qualitativ hochwertigen Gel-Sattel kaufst, wirst Du länger Freude daran haben. Für lange Fahrradtouren empfehlen wir Dir eher härtere Sättel.

Wie unterscheiden sich Mountainbike-, Trekking- und Touren-Sattel?

Bei Deiner Suche nach dem perfekten Sattel für lange Touren bist Du bestimmt auf Begriffe wie Mountainbike, Trekking oder Touren-Sattel gestoßen. Die Unterschiede dieser Sattel finden sich in der Art der Nutzung, der Größe und der Form.

Mountainbike-Sattel

Auf einem Mountainbike fährst Du meist abseits von Straßen und bist sportlich im Gelände unterwegs. Du beugst währenddessen Deinen Oberkörper mehr nach vorn. Damit verlagert sich auch Dein Körpergewicht auf Deinen Scham- und Dammbereich. Deswegen sind Mountainbike-Sattel meist eher schmaler und länger. Viele von ihnen haben auch eine typische Einkerbung, die sogenannte Mittelrinne.

Trekking-Sattel

Ein Trekkingbike ist auch eher für leichtes Gelände ausgelegt. Allerdings sitzt Du darauf aufrechter als auf einem Mountainbike. Dein Körpergewicht verlagert sich mehr auf Deinen Gesäßbereich. Deswegen sind diese Sattel meist breiter als die Mountainbike-Sattel.

Touren-Sattel

Ein Tourenbike ist ein klassisches Cityrad. Es ist ideal für die alltägliche Fahrt zur Arbeit. Solltest Du einen Sattel für Dein Tourenbike suchen, dann solltest Du einen sehr breiten Sattel wählen, da Deine Haltung hier sehr aufrecht ist.

Eine kleine Faustregel: Je aufrechter Deine Haltung, desto breiter sollte Dein Sattel sein. Wir empfehlen Dir dennoch Deinen Sitzknochenabstand zu messen, um Deinen perfekten Fahrradsattel für lange Touren zu finden.

Wie wird ein Brooks Sattel gespannt?

Neben dem regelmäßigen Einfetten muss ein Brooks Sattel auch irgendwann nachgespannt werden. Denn nach einiger Zeit nimmt die Sattelspannung ab. Der Hersteller selber empfiehlt das Nachziehen an der Spannschraube, die sich unterhalb des Sattels befindet. Dafür musst Du die Schraube immer mit einer halben Umdrehung zudrehen.

Einige Erfahrungsberichte von Brooks-Sattel-Nutzern raten allerdings davon ab, da es eine sehr schwierige Angelegenheit sein soll. Alternativ kannst Du auch das Leder mithilfe der Löcher an den Seiten wieder festziehen.

Weiterführende Quellen

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