Enduro-MTB: Test, Vergleich und Kaufratgeber

Share on facebook
Share on twitter
Share on pinterest
Share on email
Enduro-MTB Test

Mountainbike fahren ist schon ein richtig tolles Hobby – draußen an der frischen Luft sein, die wunderschöne Natur genießen, Adrenalinkicks beim Downhill Fahren und Du treibst auch noch Sport! All dies macht aber nur mit dem richtigen MTB Spaß.

Ein Enduro-MTB wurde für einen breiten Einsatzbereich entwickelt. Es wiegt wenig, um möglichst leicht bergauf zu fahren. Es ist aber auch ideal für den Downhill Fun. Auf dieser Seite informieren wir Dich über hilfreiche Informationen und geben Dir Tipps, was Du bei einem Kauf beachten musst. Zudem haben wir eine Enduro-MTB Test-Übersicht für Dich erstellt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Enduro Bikes sind Allrounder mit einer Neigung zum Downhill
  • Es gibt Enduros für Damen, Herren und als E-MTB
  • Damit Du auch bei nicht optimalen Wetterbedingungen sicher fährst, solltest Du Dich für ein Enduro mit Scheibenbremsen entscheiden
  • Dämpfer und Gabeln mit Niveau-Ausgleich dienen zum Anpassen des Fahrwerkes an die Steigung
  • Gute Qualität kostet, aber macht auch Spaß

Die besten Enduro-MTB: Favoriten der Redaktion

Hier findest Du die besten Enduro-MTB’s in verschiedenen Kategorien.

Das beste Enduro für unter 3.000 Euro – Cube Stereo 150 C:62 Race

    • Carbon Rahmen
    • Fully
    • 29 Zoll Räder
    • 12 Gang Kettenschaltung
    • hydraulische Kettenschaltung
    • 160 mm Federweg vorne / 150mm Federweg hinten

Bei dem Cube Stereo 150 C:62 Race erhältst Du eine super Ausstattung für einen unschlagbaren Preis. Das 13,4 kg schwere Enduro lässt sich perfekt für den Downhill Bereich nutzen. Es ist aber auch für längere Touren ausgelegt. Dies zeichnet sich durch einen hohen Sitzkomfort aus. Das Maß an Sportlichkeit und Komfort ist ideal für Enduro Fahrer.

Es lässt sich angenehm den Berg hochfahren. Die Maxxis Reifen bieten sehr guten Grip. Sobald Du oben auf dem Berg angekommen bist, kann der Spaß beginnen. Das Fahrwerk lässt Dich über die buckligen Pisten brettern und schafft es dabei noch Sicherheit zu vermitteln.

Das beste Enduro für fortgeschrittene Biker – Giant Reign 29 SX

  • Aluminium Rahmen
  • Fully
  • 29 Zoll Reifen
  • 12 Gang Kettenschaltung
  • hydraulische Scheibenbremsen
  • 170 mm Federweg vorne / 145 mm Federweg hinten

Das Giant Reign 29 SX ist 15,30 kg schwer und verfügt über 170 mm Federweg an der Gabel. Mit den großen 29 Zoll Rädern ist es für das Gelände ideal geeignet. Das Gesamtpaket der Ausstattung sticht im Vergleich mit anderen Enduros in der Preisklasse hervor.

Nicht nur die Ausstattung auch die Verarbeitung deutet auf ein hochwertiges Bike hin. Das hervorragende Zusammenspiel aus Hinterbau und Gabel bietet viel Support und macht es möglich viel Geschwindigkeit auf dem Weg nach unten aufzunehmen. Das Giant Regin 29 SX überzeugt mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis und einem hohen Spaß-Level.

Das beste Highend Enduro E-Bike – Specialized S-Works Levo

  • Akkukapazität 48 V – 6,7 Ah – 320 Wh
  • integrierter Akku
  • 29 Zoll Räder
  • Carbon Rahmen
  • hydraulische Scheibenbremsen
  • Kettenschaltung

Das Specialized S-Works Levo bringt mit seinem 700-Wh-Akku und dem Bosch-Motor etwas mehr als 20 Kilo auf die Waage. Das ist ein sehr gutes Gewicht für ein E-MTB. Der Motor sowie der Akku sind kaum zu erkennen. Hervorzuheben ist der sachte Antrieb des Motors, der unterstützt, aber den Du kaum spüren wirst.

Im Downhill Bereich überzeugt es durch sehr gute Fahrqualität. Es lässt sich fast tänzerisch fahren. Die agile und leichte Fahrweise macht eine saubere Fahrlinie möglich.

Auch der gute Sitzkomfort macht längere Touren passabel. Wenn Du ein E-Enduro suchst, bei dem Du kaum merkst, dass es einen elektronischen Motor hat, ist das Specialized S-Works Levo genau das richtige Bike für Dich!

Das beste mittelpreisige Enduro E-Bike – Specialized Turbo Levo Comp

  • 36 V – 19,4 Ah – 700 Wh
  • integrierter Akku
  • 29 Zoll Räder
  • Aluminium Rahmen
  • hydraulische Scheibenbremsen
  • Kettenschaltung

Als Geldbeutel freundliches E-MTB bietet sich das Specialized Turbo Levo Comp an. So wie der große Bruder bietet es ein 700-Wh-Akku an und stellt auch sonst dem Highend Produkt in der Ausstattung nicht viel nach. Lediglich mit dem Gewicht und der Dämpfung kann das günstigere Modell nicht mithalten.

Auch in dem günstigen Modell wurde der Motor so geschickt integriert, dass er kaum sichtbar ist. Der Antrieb ist moderat und leise. Also auch beim Fahren kaum spürbar. Der Biker sitzt angenehm im Sattel und es ist ihm möglich felsige Trails mit einem hohen Spaß-Level zu überqueren. Trotz des höheren Gewichts kann im Downhill Bereich genau so viel Gas gegeben werden wie beim Uphill Fahren.

Das beste Enduro-MTB für Frauen – Scott Contessa Ransom

  • Carbon Rahmen
  • Fully
  • 29 Zoll Räder
  • hydraulische Scheibenbremsen
  • 170 mm Federweg

Spezielle Damen Enduros sind lang nicht so verbreitet wie Enduros für Männer bzw. Unisex Modelle. Aber gerade die passende Geometrie macht diese Enduros interessant für Frauen.

Das Scott Contessa Ransom 910 sorgt für einen hohen Fahrkomfort bei Frauen. Der Sattel ist auf die weibliche Geometrie abgestimmt worden. Das Bike hat auch bei hohen Geschwindigkeiten einen ruhigen Fahrstil und bietet mit viel Federweg eine Menge Downhill-Fun. Wenn der verminderte Federweg eingestellt wird, lässt es sich leicht den Berg aufwärts fahren.

Kleinere Frauen sollten in Erwägung ziehen ein 27,5 Zoll Rad zu verwenden. Dadurch lässt es sich von kleineren Fahrerinnen besser kontrollieren.

Das beste Highend Enduro-MTB – Specialized Enduro S-Works

  • Carbon Rahmen
  • 170 mm Federweg
  • Fully
  • 29 Zoll Räder
  • 12- Gang Kettenschaltung
  • hydraulische Scheibenbremsen

Für das Specialized Enduro S-Works wurde nur das Beste vom Besten verwendet. Die beste Qualität an Bremsen, Schaltung und Dämpfern als Kombination von den besten Herstellern.

Bei einem Gesamtgewicht von 14,66 kg und einem Preis von über 10.000 EUR wird nichts anderes erwartet. Das MTB fährt sich absolut leise, fühlt sich sehr sicher an und lässt sich auch bei großen Felsen nicht aus der Ruhe bringen. Im Vordergrund stehen also Speed, buckelige Trails und sehr anspruchsvolles Gelände. All das kann das Enduro passieren, ohne dass der Fahrer das Gefühl hat die Kontrolle zu verlieren.

Trotz der beeindruckenden Downhill Performance, lässt sich das Enduro auch sehr leichtfüßig bergauf fahren.

Kaufratgeber für Enduro-MTB

Es gibt einiges, was Du beachten musst, wenn Du Dir ein Enduro MTB kaufen möchtest. Zunächst wollen wir Dich aufklären, ob ein Enduro überhaupt etwas für Dich ist und auf welche Kriterien Du Acht geben musst, um das perfekte Enduro für Dich zu finden.

Kaufratgeber Enduro-MTB
Es gibt verschieden Kaufkriterien, die Du beachten solltest, wenn Du Dich für ein Enduro-MTB interessierst

Was ist ein Enduro-Bike?

Ein Enduro MTB grenzt sich durch die Kombination folgender Eigenschaften von anderen MTB Typen –  wie z.B. dem Cross Country MTB, Downhill MTB, Freerider MTB oder Fat Bike – ab:

    • Längere Federwege (gegenüber Cross Country & Touren Mountainbike)
    • Ein einstellbares Fahrwerk
    • Breite und stark profilierte
    • Eine endurotyypische Rahmengeometrie (längere und flache Geometrie)

Die lange und flache Geometrie des Enduros wurde vom Motocross abgeschaut. Diese Geometrie verspricht mehr Spaß beim bergab Fahren. Außerdem sorgt die aufrechte Sitzposition und der flache Lenkwinkel für ein höheres Sicherheitsgefühl.

Durch die aufgezählten Eigenschaften ist das Enduro ein angenehmes MTB, um bergauf zu fahren – angenehmer als mit einem Downhill oder Freerider MTB. Es ist aber auch ideal für schnelle Abfahrten, spektakuläre Sprünge und damit für den ultimativen Downhill Fun geeignet.

Was ist der Unterschied zwischen Enduro Bike und Trail-Bike?

Trail Bikes sind Allrounder und für fast jedes Gelände ausgelegt. Du kannst sie für den Bikepark nutzen, für Deinen täglichen Weg ins Office oder für anspruchsvolle Mehrtagestouren – egal ob bergauf oder bergab, sie können alles.

Es lassen sich vermehrt Trail Bikes finden, die auf einen Bereich ihren Fokus legen, wie z.B. einen möglichst hohen Komfort für lange Touren.

Ein Enduro MTB hingegen legt klar den Fokus aufs Downhill Fahren. Der Weg auf den Berg lässt sich ohne Probleme meistern, aber dient als Mittel zum Zweck. Im Vergleich zum Trail Bike lassen sich höhere Geschwindigkeiten auf dem Weg nach unten erreichen und das Fahrwerk ist so ausgelegt, dass anspruchsvolle Downhill Trails gemeistert werden können – hohe Sprünge und felsige Pisten sind ein Klacks.

Der größte Unterschied lässt sich also in der Fahrqualität bergab erkennen. Ein Trail Bike verzichtet in diesem Bereich auf Qualität, um auch ein großes Spaß-Level auf dem Weg nach oben zu gewährleisten.

Für wen ist ein Enduro-MTB die richtige Wahl?

Wenn Du den Downhill-Kick suchst, auch mal in den Bikepark gehen möchtest und ein Fahrrad suchst, das keinen Halt vor Sprüngen und buckligen Trails macht, aber gleichzeitig auch für den Weg bergaufwärts geeignet ist, dann ist ein Enduro Bike die richtige Entscheidung für Dich.

Gerade für längere Touren ist es wichtig ein Mountainbike zu besitzen, das für die unterschiedlichen Steigungen geeignet ist. Verlängerte Federwege, griffige Reifen und ein geringes Gewicht machen dies möglich.

Downhill-Fun beim Enduro Fahren
Du hast Lust auf Adrenalinkicks? Dann solltest Du Dich für ein Enduro-MTB entscheiden.

Welches sind die wichtigsten Kaufkriterien bei Enduro-MTB?

Enduro-MTB ist nicht gleich Enduro-MTB. Deshalb solltest Du Dir vor einem Kauf Gedanken machen, welche Eigenschaften auf Deine individuellen Bedürfnisse passen.

Folgende Kriterien sind zu beachten:

Rahmen

Rahmen für Enduros sind in allen gängigen Materialien, Formen und Größen erhältlich. Für einige Materialien musst Du tief in die Tasche greifen. Wir haben für Dich zusammengefasst, welches Material für welche Benutzung geeignet ist und wie Du die richtige Rahmengröße für Dich ermittelst.

Rahmenform

Die Rahmengeometrie ist eine Besonderheit des Enduro Bikes. Die Abstammung kommt vom Motocross. Durch die lange und flache Geometrie wird mehr Spaß beim bergab Fahren garantiert. Außerdem sorgt die aufrechte Sitzposition und der flache Lenkwinkel für ein höheres Sicherheitsgefühl. Breite Lenker sind ebenfalls typisch für Enduros.

Einige Anbieter stellen bereits Damenvariationen her. So werden auf die anatomischen Unterschiede Rücksicht genommen. Dies führt zu einem besseren Sitzkomfort für Frauen.
Rahmengröße

Die richtige Rahmenhöhe lässt sich anhand der Schrittlänge ermitteln. So ermittelst Du Deine Schrittlänge:

  • Du benötigst einen Zollstock und ein Buch
  • Am besten trägst Du keine Schuhe und keine Hose bei der Messung
  • Stelle Dich mit dem Rücken an eine Wand
  • Klemme das Buch waagerecht möglichst weit oben zwischen Deine Beine
  • Nutze die Wand, um das Buch möglichst parallel zum Boden zu halten
  • Messe mit dem Zollstock vom Boden bis zur Oberkante des Buches
  • Dieser Wert ist Deine Schrittlänge

Hier findest Du ein Video, auf dem die Schritte bildlich veranschaulicht werden:

Mit Deiner Schrittlänge kannst Du anhand dieser Tabelle Deine Rahmengröße ermitteln:

Schrittlänge Körpergröße Rahmengröße (cm) Rahmengröße (Zoll) Laufradgröße (Zoll)
58-63 cm 150-155 cm 33-36 13-14 26
61-67 cm 155-160 cm 35-38 14-15 26 / 27,5
67-70 cm 160-165 cm 38-40 15-16 26 / 27,5
70-75 cm 165-170 cm 40-43 16-17 26 / 27,5
74-79 cm 170-175 cm 42-45 16,5-17,5 26 / 27,5 / 29
77-83 cm 175-180 cm 44-47 17,5-18,5 27,5 / 29
81-86 cm 180-185 cm 46-49 18-19 27,5 / 29
86-91 cm 185-190 cm 49-52 19-20,5 27,5 / 29
91-98 cm 190-195 cm 51-56 20,5-22 29
<98cm <195cm ab 56 ab 22 29
Es kann vorkommen, dass Du Dich zwischen zwei Rahmengrößen befindet.
Du solltest Dich für die größere entscheiden, wenn Du lange Touren fahren möchtest.
Du solltest Dich für die kleiner entscheiden, wenn Du sportlich fahren möchtest.
Material

Das Material des Rahmens spielt eine wichtige Rolle, da es das Gewicht des MTB’s stark beeinflussen kann. Rahmen von Mountainbikes werden in der Regel aus folgenden drei Materialien hergestellt:

  • Stahl
  • Aluminium
  • Carbon
  • Titan

Stahl und Aluminium werden am häufigsten für Fahrräder verwendet.

Stahl Aluminium
Sehr schweres Material Leichtes Material
Hohe Steifigkeit Niedrige Steifigkeit
Im unteren Preissegment Im mittleren Preissegment
Lange Lebensdauer bei entsprechender Pflege Bei Einsteigern und im Tourenbereich sehr beliebt

Carbon und Titan sind hochpreisige Rohstoffe.

Carbon Titan
Sehr leichtes Material Leichtes Material
Sehr gutes Gewichts-Steifigkeits-Verhältnis Hohe Steifigkeit
Im hohen Preissegment Im hohen Preissegment
Geringe Widerstandsfähigkeit, empfindlich Sehr widerstandsfähig, im Vergleich am stabilsten

Jedes Material hat Vor- und Nachteile. Du musst Dir Gedanken machen, welches Material für Deine Bedürfnisse am passendsten ist. Ein Enduro wiegt in der Regel zwischen 12 und 16 Kilo.

Bremsen

Besonders im Downhill Bereich sind direkte Reaktionen und zuverlässige Bremsen von hoher Bedeutung. Oft musst Du Dir die Frage stellen, ob Du Dich zwischen hydraulischen Scheibenbremsen oder mechanischen Felgenbremsen entscheidest. In diesem Teil stellen wir die gängigsten Modelle vor.

Hydraulische Scheibenbremsen vs. mechanische Felgenbremsen

Mechanische Felgenbremsen sind ein sehr bekanntes Bremssystem. Auf beiden Seiten des Vorderrads befindet sich ein Bremsklotz. Der Bremsklotz wird durch einen Seilzug betätigt.

Vorteile Nachteile
Felgenbremsen sind sehr leicht Bremskraft ist gering
Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis Nässe beeinflusst die Bremskraft
Einfache Montage, leichte Reparatur Bremsbeläge müssen häufig ausgetauscht werden

Hydraulische Scheibenbremsen sind sehr beliebt geworden und gelten besonders für MTB’s unabdingbar. Sie funktionieren mit einer Bremsflüssigkeit. Diese Flüssigkeit wird beim Betätigen des Bremshebels durch die Leitung gedrückt. Der entstandene Druck bringt die Bremsscheibe zum Bremsen.

Vorteile Nachteile
Direkte Reaktion Hohe Anschaffungskosten
Sehr zuverlässig, auch bei Nässe Bremsscheiben können heiß laufen
Es gibt einen geringen Verschleiß Scheibenbremsen müssen eingebremst werden

Für Enduros sind hydraulische Scheibenbremsen das must-have. Sie sorgen auch bei schlechtem Wetter und in jedem Gelände für eine gute Brems-Performance.

180 Millimeter-Scheiben vorn und 160 mm hinten sind sehr beliebt. Enduros, die den Fokus sehr aufs Downhill legen, haben häufig 200 mm/180 mm montiert. Diese Kombination sollen auch Enduro Biker mit einem schweren Körpergewicht wählen.

V-Brakes

V-Brakes sind Felgenbremsen. Die Besonderheit an dieser Art Felgenbremse ist eine höhere Hebelwirkung durch einen quer liegenden Zug. V-Brakes sind besonders beliebt bei Trekking- und City-Bikes, da sie leicht sind und einfach in der Handhabung sind.

Schaltung

Eine hochwertige Gangschaltung erleichtert Dir das Fahren und bringt mehr Spaß. Es gilt hier: zahlst Du mehr, bekommst Du mehr. Bei Schaltgruppen einer hohen Preisklasse, bekommst Du bei einem geringen Gewicht effiziente, langlebige und geschmeidige Schaltungen.

Enduro-MTB Downhill fahren mit der richtigen Schaltung
Noch mehr Vergnügen beim MTB Fahren hast Du mit der richtigen Gangschaltung
Kettenschaltung vs. Nabenschaltung

Bei der Kettenschaltung befinden sich vorne 1-3 Kettenblätter und hinten 5-12 Ritzel. Die meisten Kettenschaltungen verfügen über 10-30 Gängen. Bei MTB’s sind 1-2 Kettenblätter und 11-12 Ritzel gängig. Im Downhill Bereich oft auch weniger.

Vorteile Nachteile
Hoher Wirkungsgrad Häufige Wartung erforderlich
Übersetzungsverhältnisse lassen sich individuell anpassen Keinen Schutz vor Witterung oder Dreck, häufige Säuberung erforderlich
Verbauen von Ersatzteilen ist einfach Hoher Verschleiß
Geringes Gewicht Schaltung nur während des Tretens möglich

Bei der Nabenschaltung befindet sich das Getriebe der Schaltung innerhalb der Hinterradnabe. Dadurch ist es geschützt.

Vorteile Nachteile
Wartungsarm, da die Schaltung geschützt ist Geringer Wirkungsgrad
Wenige laufende Kosten Hohes Gewicht
Die Kette springt nur sehr schwer ab Keine Feinschaltung möglich
Schaltung im Stand möglich Schaltung nur möglich, wenn nicht getreten wird

Die Nabenschaltung ist eher für Alltagsfahrer in der Stadt geeignet. Für Enduro Biker ist die Kettenschaltung von hoher Bedeutung, der Wirkungsgrad und die vielen Gänge sind hier ausschlaggebend.

Schaltgruppen-Qualität

Die Schaltgruppe ist der Antrieb und die Bremse des Fahrrads und beinhaltet:

  • Kurbel am Tretlager
  • Kettenblätter
  • Kette
  • Kassetten
  • Schaltwerk
  • Umwerfer (notwendig ab zwei Kettenblättern)
  • Schalthebel
  • Bremsen
  • Bremshebel

Es besteht die Möglichkeit eine Schaltgruppe als Paket zu kaufen oder die einzelnen Bestandteile von unterschiedlichen Herstellern.

Die Qualität ist abhängig von verschiedenen Komponenten, wie z.B. der Präzision und die Leichtigkeit der Schaltung. Außerdem von dem verwendeten Material und dem Gewicht.

Du solltest Deine Kaufentscheidung von dem Einsatzbereich und Deinen Anforderungen an die Schaltgruppe abhängig machen. Für sehr ambitionierte Fahrer lohnt sich ein Blick auf die Technologie der hochpreisigen Modelle. Wenn Enduro fahren Dein Hobby ist, gibt es auch sehr gute Produkte in der mittleren Preisklasse.

Die Marktführer auf diesem Gebiet sind Shimano und Sram.
Übersetzung

Der Begriff Übersetzung bezieht sich auf die Anzahl der Umdrehungen des Hinterrades bei einem kompletten Umlauf der Kurbel.

Wenn Du einen hohen Gang einstellst, entscheidest Du Dich für eine große Übersetzung. Für eine Hinterrad-Umdrehung benötigst Du in dem Fall wenig Tretbewegung. Bei einer kleinen Übersetzung musst Du öfter in die Pedalen treten.

Die Fahrradkette ist auf den Zähnen des Ritzels und des Kettenblattes gespannt. Von dem  Verhältnis von Zähnenanzahl des Kettenblattes zur Zähnenanzahl des Ritzels hängt ab, welche Übersetzung möglich ist.

Anzahl der Gänge

Für die Kettenschaltung ergibt sich die Anzahl der Gänge aus der Multiplikation der Kettenblätter und der Ritzel.

Anzahl der Gänge Verwendungsbereich
21 Gänge Hobby Bereich
24 Gänge Hilfreich für Steigungen und Neigungen
27 Gänge Für anspruchsvolle Trails mit steilen Bergen

Der Nachteil von 27 Gängen ist der höhere Verschleiß. Oft wird bei 27 Gängen eine dünnere Kette verwendet, die sich durch häufiges Schalten schneller abnutzt. Außerdem müssen Ritzel nach einer gewissen Zeit ausgetauscht werden.

Für Enduro-MTB’s sind viele Gänge praktisch, damit Du in möglichst kleine Gänge schalten kannst, um starke Steigungen zu meistern.

Allerdings ist die Übersetzungsbandbreite die wichtigere Größe. Daher gibt es immer häufiger Modelle auf dem Markt, die weniger Gänge bieten, aber dafür eine höhere Übersetzungsbandbreite.

Zu beachten ist, dass bei einer 27-Gang-Schaltung nur 18 Gänge effektiv nutzbar sind.

Federung

Solltest Du Dich für die falsche Federung für das von Dir vorgesehene Gelände entscheiden, kann Dein Fahrkomfort sehr darunter leiden. Daher findest du hier die wichtigsten Informationen über verschiedene Federungen und Federwege.

Enduro-MTB Fully Federung
Auf diesem Bild siehst Du die Federung des Hinterbaus. Durch eine zusätzlich Federung der Gabel, spricht man hierbei von einer Fully Federung
Hardtail vs. Fully

Hardtail oder Fully sind zwei unterschiedliche Arten von Federungen. Der Unterschied zwischen Fully und Hardtail ist die Dämpfung des Hinterbaus.

Das Fully – Full Suspension Mountainbike – verfügt über eine Vollfederung. Sowohl vorne an der Gabel, als auch durch eine Federung des Hinterbaus. Dadurch bietet ein Fully mehr Komfort und eine höhere Fahrqualität. Unebenheiten werden besser ausgeglichen und der Bodenkontakt wird leichter gehalten. Durch einen besseren Ausgleich der Stöße wird der Rücken geschont.

Das Hardtail verfügt über keine Dämpfung am Hinterrad. Die einzige Federung befindet sich in der Gabel am Vorderrad. Dadurch ist es wendiger, ideal für Waldwegen und weniger wartungsanfällig. Das Hardtail befindet sich im günstigeren Preissegment und ist leichter als ein Fully.

Federweg

Für den Downhill-Spaß ist diese Federung sehr wichtig. Dabei kommt es vor allem auf Deine Vorlieben an. Um auch die Uphill-Qualität zu garantieren, werden Dämpfer und Gabeln mit Niveau-Ausgleich verbaut. Somit ist es möglich das Fahrwerk bergauf und bergab anzupassen.

Üblicherweise bewegt sich die Federung einer Gabel zwischen 140 und 180 mm.

Reifen

Bei der Auswahl der Reifen spielt der Einsatzbereich eine große Rolle. Ein Reifen eines Enduro-MTB’s hat die Anforderungen viel Grip und eine hohe Bremstraktion zu bieten.

Vorderrad ist nicht gleich Hinterrad. Die Anforderungen bei Enduro Vorder- und Hinterrädern sind unterschiedlich. Das Vorderrad muss für viele Traktionen ausgestattet sein. Bei dem Hinterrad können Kompromisse zwischen Grip und Rollwiderstand eingegangen werden.

Radgröße

Grundsätzlich gilt für die Radgröße: Je größer das Rad, desto leichter lässt es sich über Hindernisse fahren und ist stabiler bei Wind und Unebenheiten. Ein Nachteil eines großen Reifen ist die Wendigkeit beim Fahren und das erhöhte Gewicht.

Übliche Größen sind:

  • 26 Zoll
  • 27,5 Zoll
  • 29 Zoll

Für Enduros wird häufig eine Laufradgröße von 27,5 Zoll oder 29 Zoll verwendet. 27,5 Zoll große Reifen sind wendig, haben ein geringes Gewicht und sind agil. Der 29 Zoll Reifen lässt sich gut für Langstrecken nutzen und wird zunehmend häufiger verbaut.

Radbreite

Die Vor- und Nachteile eines breiten Reifens sind:

Vorteile Nachteile
Große Aufstandsfläche, dadurch mehr Grip In sehr schräger Lage knicken die Reifen schneller weg
Hoher Komfort Das Fahrverhalten wird unpräzise
Hoher Pannenschutz Kurven sind schwieriger zu handeln

Da der Grip für unebenes Gelände ausschlaggebend ist, wird häufig eine Reifenbreite von 2,4 Zoll bis 2,6 Zoll für Enduros verwendet. Dafür ist eine Felge mit einer Innenbreite von 30 mm notwendig.

Reifenprofil

Das Profil kann den Fahrkomfort sehr beeinflussen. Es wird grob zwischen 3 Kategorien der Stollen unterschieden:

Stollen-Kategorie Verwendungszweck
Mittelstollen wichtig für das Rollen und Bremsen des Reifens
Seitenstollen wichtig für den Halt in Kurven
Übergangs- oder Transition Stollen sitzen häufig zwischen Mittel- und Seitenstollen. Sie Sorgen dafür, dass der Reifen runder aussieht. Sie sind wichtig für Kurven mit geringer Schräglage

Bei den Abständen, Formen und Größen der Stollen gibt es mehrere Variationen. Die Auswahl ist vor allem von der Beschaffenheit des Bodens abhängig. Für Enduros ist ein mittel grobes Profil zu empfehlen.

Einige Hersteller versuchen mit leichten Reifen das Gewicht zu drücken. Dies wird auf Trails aber leicht zum Verhängnis wird. Achte daher auf einen guten Pannenschutz.

Welche Marken stellen qualitative Enduro-MTBs her?

Es gibt eine Vielzahl an Marken, die Mountainbikes herstellen. In deren Produktportfolio befinden sich viele Typen von Mountainbikes. Unter anderem auch Enduros. Hier werden Dir kurz einige der Marken vorgestellt.

Canyon
Ein deutscher Hersteller aus Koblenz. Wurde als Fachhandel für Fahrräder gegründet. Mittlerweile stellt Canyon seit 2001 eigenen Fahrräder her.
Cube
Cube ist eine der erfolgreichsten MTB Marken Deutschlands. Sie steht für hochwertige Ausstattung und aktuelles Design. Cube verkauft mittlerweile weltweit. In Europa sind sie Marktführer.
Bergamont
Eine Hamburger Firma, die Fahrräder mit hohem technologischem Standard entwickeln. Sie sind besonders für ihre Mountainbikes bekannt.
Giant
Giant ist einer der größten Fahrradhersteller weltweit. Der taiwanesische Hersteller bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für seine Mountainbikes an.
Scott
Scott hat es geschafft sich einen Namen im Sport Bereich zu machen. Dadurch zählt die Marke zu den bekanntesten Fahrradherstellern weltweit.
Ghost
Der bayerische Hersteller Ghost hat sich auf Mountainbikes spezialisiert. Sie glänzen durch hohe Qualität, geringes Gewicht und hohe Offroad Leistung.
Focus
Dieser deutsche Hersteller arbeitet eng mit Profi Sportlern zusammen. Dadurch werden wettkampforientierte Mountainbikes hergestellt.
Specialized
Specialized ist ein deutscher Hersteller, der qualitativ hochwertige Mountainbikes herstellt. Die Firma hat viel in die Carbon Entwicklung investiert.
Santa Cruz
Alles begann in einer alten kalifornischen Konservenfabrik und steht heute für fortschrittliche Mountainbikes.
Rocky Mountain
Rocky Mountain Bikes werden in Kanada entwickelt und hergestellt. Sie sind sowohl bei Profis, als auch bei Hobbysportlern beliebt.

Wo kann man ein Enduro kaufen?

Enduros kannst Du natürlich bei stationären Fahrradhändler kaufen. Dort kannst Du Dich beraten lassen und verschiedene Fahrräder testen.

Enduros bieten zum Beispiel folgende stationäre Händler an:

  • Decathlon
  • Zweirad Stadler
  • Dein lokaler Fahrradhändler

Allerdings hast Du eine geringere Auswahl als bei einem online Fahrradhändler. Neben einer großen Auswahl kannst Du online Preise besser vergleichen.

Enduros bieten zum Beispiel folgende online Händler an:

  • enduro-mtb.com
  • fahrrad-xxl.de
  • trekbikes.com
  • fahrrad.de
  • bike-discount.de
  • liquid-life.de

Wie viel kosten Enduro-Bikes?

Ein Enduro-MTB befindet sich generell im höheren Preissegment unter den Mountainbikes. Ab ca. 3.000 EUR fangen die Preise an. Nach oben gibt es kaum Grenzen. High-End Enduro Bikes können 8.000 – 12.000 EUR kosten.

Wichtiges Zubehör für die Enduro-MTB

Rundum Mountainbikes wurde viel Zubehör entwickelt. Einige Teile solltest Du Dir unbedingt zulegen und andere sind nice to have. Notwendig sind Helm und Protektoren.

Enduro Helm

Ohne Helm solltest Du nicht auf ein Enduro MTB steigen. Es gibt hauptsächlich:

  • Halbschalen Helme
  • Vollvisier Helme

Für Enduro Biker reicht oft ein Halbschalen Helm.

Wenn Du Dir einen Helm aussuchst, musst Du vor allem auf die Passform achten. Hierfür musst Du einige Helme aufsetzen, um herauszufinden, welche Größe Du benötigst.

Außerdem solltest Du Dir überlegen ein Visier und oder eine Fahradbrille anzuschaffen. Sie schützen vor Dreck, Sonne und Regen.

Zubehör für Enduro-MTB
Mit einem Helm, Brille, Handschuhen und Protektoren bist Du sicher für Deine Enduro Tour ausgestattet.

Protektoren

Neben einem Helm können Protektoren ein hilfreicher Schutz vor Stürzen sein. Sie sollten außerdem belüften und ein angenehmes Tragegefühl haben.

Du solltest darauf achten Protektoren aus viscoelastischem Schaum zu kaufen, da sie ein geringeres Gewicht haben, bequemer sitzen und dazu noch besser als Hartschalenprotektoren schützen.

Enduro-MTB Test-Übersicht: Welche Enduro-MTB sind die Besten?

Leider gibt es noch keine Testberichte über Enduro-MTB’s der namhaften Verbrauchermagazine

Testmagazin Test vorhanden? Veröffentlichungs-Jahr Kostenloser Zugang Mehr erfahren
Stiftung Warentest kein Test vorhanden Nein
Öko Test kein Test vorhanden Nein
Konsument.at kein Test vorhanden Nein
Ktipp.ch kein Test vorhanden Nein

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Enduro-MTB

Hier werden die häufigsten Fragen rundum Enduro-MTB’s für Dich beantwortet.

Gibt es auch Enduro-Bikes für Kinder?

Es gibt speziell entwickelte Mountainbikes für Kinder, die alles was ein Erwachsenen-Bike zu bieten hat auch besitzen. Sie werden häufig nicht als ‘Enduro’ betitelt, aber verfügen unter anderem über Fully Federungen, Downhill Profil und hochwertigen Scheibenbremsen.

Enduro-Bike vs. All-Mountain: Welches Bike eignet sich für wen?

Das All-Mountain Bike ist genauso gut für bergab wie für bergauf geeignet. Wie der Name verrät, ist es für möglichst jedes Gelände entwickelt worden. Im Gegensatz zum Enduro verfügt es über weniger Federweg, da es nicht den Fokus auf Downhill legt, sondern ein möglichst weitläufigen Einsatzbereich abdecken soll.

Kann man sich Enduro-Bikes auch mieten?

Ja, kannst Du! Besonders in Regionen, in denen es passende Trails gibt, kannst Du viele Arten von Mountainbikes und anderen Fahrrädern ausleihen. Anbieter bieten Mountainbikes der Top-Marken an. Wenn Du Dir nicht sicher bist, welches MTB das richtige ist, bietet sich solch ein Verleih perfekt an, um MTB’s für einen Tag zu testen. Neben MTB’s kannst Du auch Ausrüstung ausleihen.

Sollte man sich ein Enduro-Bike gebraucht kaufen?

Im Prinzip spricht nichts dagegen. Du solltest aber auf ein einige Kriterien achten:

  • Das Modell sollte nicht zu alt sein, also nicht über veraltete Technologien verfügen
  • Du solltest es Dir anschauen und eine Probefahrt machen
  • Schaue Dir den Rahmen an und halte Ausschau nach Rissen
  • Frage nach, ob und wie das MTB gepflegt wurde.
  • Kalkuliere ein, dass Du noch etwas Geld in die Verschleißteile stecken musst

Weiterführende Quellen

0 0 vote
Article Rating
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments
0
Hinterlasse Deine Meinung oder stell eine Frage.x
()
x
↑ Zurück zum Beginn ↑