Einstieg in die Astronomie: So wird Dein Blick in die Sterne unvergesslich

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Sterne am Nachthimmel

Wusstest Du, dass es in unserem Universum über zehn Trilliarden Sterne gibt? Dass die Sonne 99% der Masse des gesamten Sonnensystems einnimmt? Oder, dass eine Sonnenfinsternis nur dadurch entstehen kann, weil die Sonne genau 400-mal größer ist als der Mond, dieser sich aber 400-mal näher an der Erde befindet?

Vor allem Astronomie-Neulinge fühlen sich von solchen Fakten häufig erschlagen. Aber: Aller Anfang muss nicht immer schwer sein!

In diesem Ratgeber zeigen wir Dir, wie Du Dich am Nachthimmel orientieren kannst, was zur Grundausstattung eines guten Astronomen gehört und wir erklären Dir alles, was Du über dieses spannende Hobby unbedingt wissen solltest. So wird Dein Einstieg in die Astronomie zu einem vollen Erfolg wird!

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Astronomie beschäftigt sich mit der Entstehung des Universums sowie allen Objekten, die darin zu finden sind
  • Bevor Du zu einem Teleskop greifst, solltest Du den Himmel genau mit den bloßen Augen und einem Fernglas beobachten
  • Vorbereitung und ein gewisses Grundwissen sind in der Astronomie das A und O
  • Während Deiner Beobachtungsnächte sind warme Kleidung und weitere passenden Hilfsmittel unerlässlich
  • Astrofotos sind interessante Bilder von Himmelskörper und Phänomenen des Weltalls, die während einer astronomischen Beobachtung aufgenommen werden

Was bedeutet eigentlich Astronomie?

Seit Jahrhunderten strebt der Mensch danach den Ursprung und die Entstehung des Universums begreifen zu können. Und genau das ist Astronomie! Astronomie ist die Wissenschaft des Universums. Mithilfe neuester Technik erforschen Astronomen Planeten, Sterne und sonstige Phänomene des Alls.

Planete des Sonnensystems
Betrachtet man das Sonnensystem in seiner Vollkommenheit, so wird schnell klar, wie riesig die anderen Planeten sind, von der die Erde umgeben ist.

Zum einen werden Raumsonden zu wissenschaftlichen Zwecke genutzt, indem diese ins Weltall fliegen und die Forscher mit entsprechende Daten versorgen. Zum anderen ist es seit dem 20. Jahrhundert aber auch möglich, dass die Forscher (Astronauten) ihre Arbeit direkt vor Ort erledigen. Mit Raketen fliegen sie zu fest installierten Raumstationen, wo sie bestimmte Tests durchführen oder Daten sammeln und auswerten.

Bereits die Ägypter und Mayas befassten ihrer Zeit mit Astronomie. Sie dachten damals allerdings noch, dass die Erde das Zentrum des Universums darstellt. Diese These wurde von Nikolaus Kopernikus im 15. Jahrhundert widerlegt. Nachdem er das Sonnensystem beobachtet hatte, kam er zu dem Schluss, dass sich alle Planeten um die Sonne drehen.

Wusstest Du, dass das Wort “Astronomie” aus dem Griechischen stammt und übersetzt “die Sterne betreffend” bedeutet?

Was gehört alles zur Astronomie?

Der Bereich der Astronomie ist vermutlich genauso grenzenlos wie das Universum selbst. Jedoch unterscheidet man bei der Astronomie in die beiden großen Teilgebiete optische Astronomie und nichtoptische Astronomie. Wie der Name vermuten lässt beschäftigt sich die optische Astronomie mit visuellen Beobachtungen und den daraus resultierenden Ergebnissen. Die nichtoptische Astronomie hingegen hat sich zur Aufgabe gemacht elektromagnetische Wellen zu untersuchen. Diese können von dem menschlichen Auge nicht wahrgenommen werden und sind daher nichtoptisch.

Die klassische Astronomie befasst sich selbstverständlich weiterhin mit der Bewegung und der Position der Himmelskörper im Universum. Dabei werden auch die Umlaufbahnen der Himmelskörper bestimmt. Aber welche Himmelskörper gibt es eigentlich? Das kannst Du der folgenden Tabelle entnehmen.

PLANETENMONDESTERNEKOMETENPLANETOIDEN
Himmelskörper mit runder Form, der sich in der Umlaufbahn um einen Stern befindetKreisen nicht um Sterne, sondern um Planeten und sind deutlich kleiner als PlanetenKugeln aus Gas, die über viele Millionen Grad Celsius heiß sind, befinden sich über viele Billionen Kilometer von der Erde entferntGasförmige Himmelskörper, die in der Regel die Sonne umlaufen und aus Eis und Staub bestehenKleine Planeten, deren Bahnen zwischen Mars und Jupiter verlaufen

Hintergründe: Was Du über den Einstieg in die Astronomie wissen solltest

Auch heute noch wirft die Astronomie viele unbeantwortete Frage auf. Dass das Universum aus rund hundert Milliarden Galaxien besteht, nehmen wir mit unserem menschlichen Verstand zwar wahr, aber begreifen wir wirklich, was das bedeutet? Bestehen wir alle wirklich lediglich aus Sternenstaub? Und könnte es tatsächlich sein, dass wir im Universum nicht alleine sind…?

An diesem Punkt ist Dir mit Sicherheit schon klar geworden, wie anspruchsvoll und komplex die Astronomie sein kann. Davon solltest Du Dich auf keinen Fall bremsen lassen. Wenn Du Dich erst einmal ein wenig in die Thematik eingearbeitet hast, wird die Astronomie Dich schleunigst in ihren Bann ziehen.

Viele astronomische Fragen, die Du nun sicher haben wirst, haben wir für Dich im Folgenden beantwortet.

Worin besteht der Unterschied zwischen Astronomie und Astrologie?

Von Laien werden die Begriffe Astronomie und Astrologie häufig miteinander in Verbindung gebracht. Immerhin haben beide etwas mit Sternen zu tun. Das ist allerdings auch schon die beinah einzige Gemeinsamkeit.

Während die Astronomie als die älteste Naturwissenschaft gilt und nach dem Verständnis des Kosmos strebt, befasst sich die Astrologie mit der Deutung der Himmelskörper. In der Astrologie wird davon ausgegangen, dass die Himmelskörper das Verhalten der Menschen beeinflussen. Deshalb wird die Position der Himmelskörper zum Zeitpunkt der Geburt eines Menschen analysiert. In diesem Zusammenhang stehen dementsprechend auch die fast allen bekannten Tierkreiszeichen.

Wie finde ich die Sterne am Himmel?

Das Ausfindigmachen von Sternen am Nachthimmel stellt fast jeden Astronomie-Einsteiger vor eine große Herausforderung. Wenn Du ohne Vorwissen einen Blick in die Sterne wagst, so wirkt jeder Stern optisch gleich. Das ändert auch ein Fernglas oder Teleskop nicht unbedingt.Ferngläser und Teleskopen sorgen zunächst nur dafür, dass Du noch mehr Sterne siehst, die Du nicht einordnen kannst. Als Anfänger ist es dann nahezu unmöglich in der Maße von Sternen einen bestimmten ausfindig zu machen.

Die Lösung zu diesem Problem ist eine drehbare Sternkarte. Eine Sternkarte zeigt Dir, welche Objekte zu welcher Zeit zu sehen sind und wo Du diese finden kannst. An dem Rad der Sternkarte kannst Du das aktuelle Datum und die jeweilige Uhrzeit einstellen und schon zeigt Dir die Sternkarte, welche Objekte in diesem Moment sichtbar sind. Das Zentrum der Sternkarte stellt jene Sterne dar, die sich direkt über Dir befinden, und der Rand der Sternkarte zeigt den Horizont, der sich in Deiner Umgebung befindet.

Hinweis: Lass Dich nicht verwirren! Auf der Karte sind die Sternbilder verzerrter und viel kleiner dargestellt als sie in Wirklichkeit sind.

Was kann ich am Himmel beobachten?

Bevor Du in das Hobby der Astronomie startest, solltest Du Dich fragen, was genau Du am Himmel überhaupt beobachten möchtest. In dem endlos großen Universum gibt es quasi auch endlos viele Objekte. Es ist also unvermeidbar, dass Du Dich erstmal auf bestimmte Himmelskörper konzentrierst. Versuchst Du zu viele Objekte gleichzeitig zu beobachten, so endet die Beobachtung häufig im Chaos. Dann würde Dir schnell die Lust an der Astronomie vergehen, was sehr schade wäre.

Für Deine Beobachtungsnacht kannst Du am besten schon einige Tage zuvor Objekte notieren, die Du interessant findest und gerne beobachten möchtest. Dabei solltest Du der Einfachheit halber Deinen Beobachtungsschwerpunkt entweder auf Planeten, Sterne oder den Mond setzen. Prinzipiell kannst Du aber natürlich alle Objekte beobachten, deren Licht hell genug ist, um von einem Teleskop eingefangen zu werden.

Hinweis: Als Anfänger ist von der Beobachtung von Planetoiden abzuraten. Planetoiden sind durch ihre Größe generell eher schwer auffindbar und zusätzlich ist ihre Lichtkraft teilweise sehr schwach.

Wie viel Geld muss ich ausgeben?

Wie viel Geld Du für Dein neues Hobby ausgeben möchtest, kannst Du prinzipiell selbst entscheiden. Es liegt immer daran, wie professionell Du Astronomie betreiben möchtest. Du kannst Dir selbstverständlich eine günstige Grundausstattung zulegen, musst dann allerdings einige Abstriche machen. Oft lässt die Qualität der Bilder dann zu Wünschen übrig, wodurch der Spaß an der Astronomie schnell verloren gehen kann.

Es gibt aber auch durchaus preiswerte Teleskope, die für gute Beobachtungen geeignet sind. Sie eignen sich für die einfache Betrachtung von Planeten, einigen Sternen und des Mondes. Die Darstellung ist dann oftmals lediglich nicht so detailgetreu wie bei Teleskopen aus dem höheren Preissegment.

Ein Teleskop kann natürlich auch einige Hundert Euro kosten, sorgt dann aber auch langfristig für optimale astronomische Erfolge. Denn solche Teleskope verfügen über ein größeres Spektrum an technischen Möglichkeiten und zeichnen sich über zusätzliche praktische Features.

Vor allem mit entsprechendem Zubehör werden die Beobachtungen besonders spannend. Viele der Zubehörteile sind nur optional und damit nicht zwingend erforderlich. Welches Zubehör Du Dir anschaffst und wie viel Geld Du damit am Ende ausgibst, solltest Du immer von Deinen individuellen Anforderungen abhängig machen.

Wie kann ich Astrofotos machen?

Zur Erklärung vorweg: Als “Astrofotos” bezeichnet man Bilder, die während einer astronomischen Beobachtung von Himmelskörpern gemacht werden. Aufgrund der großen natürlich Entfernung zwischen Kamera und dem jeweiligen Objekt ist die Astrofotografie eine ziemliche Herausforderung. Aber mit ein bisschen Übung wirst Du schon bald atemberaubende Bilder von Mars, Saturn und Co. schießen können.

Um wirklich gute Astrofotos machen zu können, brauchst Du eigentlich nur zwei Utensilien. Selbstverständlich ist eine Kamera nötig, aber auch auf ein Stativ kann nicht verzichtet werden. Das Stativ ist wichtig damit die Kamera einen festen Stand hat und die Bilder am Ende nicht verwackelt sind.

Ältere Kameras sind für die Astrofotografie in der Regel ungeeignet. Besser solltest Du Dich für eine moderne Kamera mit großem Bildsensor entscheiden. Im Idealfall hat die Kamera auch noch ein gutes Rauschverhalten und hohe ISO-Werte. Kameras mit diesen Merkmalen eignen sind nämlich besonders gut für den Gebrauch unter schlechten Lichtverhältnissen und bei schnellen Bewegungen. Demnach sollten solche Kameras Deine erste Wahl sein, wenn Du Himmelskörper ablichten möchtest.

Ein Fernauslöser für die Kamera ist zwar nicht zwingend erforderlich, erleichtert jedoch das Fotografieren enorm. Das liegt der Tatsache zugrunde, dass Du durch den Fernauslöser die Kamera selbst gar nicht berühren musst. So wird die Kamera keinesfalls bewegt und es kommt während der Aufnahmen zu keinen Erschütterungen oder Unschärfen. Natürlich verfügen heutzutage fast alle Kameras über einen Selbstauslöser. Dieser kann allerdings meistens nur auf maximal 30 Sekunden eingestellt werden. Das ist für die Astrofotografie nicht gerade hilfreich.

Der perfekte Einstieg: Schritt für Schritt zum Hobby Astronomen

Die Astronomie ist so ein spannendes und faszinierendes Themenfeld, das fast niemanden kalt lässt. Der Einstieg in dieses Hobby ist jedoch nicht immer einfach. Oft erzeugen die zahlreichen Fachbegriffe viele Fragezeichen in den Köpfen der Interessierten. Dabei muss es eigentlich gar nicht so kompliziert sein.

Hier zeigen wir Dir in praktischen fünf Schritten wie Dein Einstieg als Hobby-Astronom zu einem vollen Erfolg wird.

1. Den Himmel kennenlernen

Mit den bloßen Augen, einem Fernglas oder einem Teleskop: Theoretisch ist egal, womit Du anfänglich den Himmel beobachten möchtest. Allerdings ist es zwingend erforderlich, dass Du Dich am Himmel orientieren kannst. Nur so wirst Du in der Lage dazu sein bestimmte Himmelskörper zu erkennen, einzuordnen und wiederzufinden.

Zu Beginn solltest Du Dir ruhig erstmal etwas Zeit nehmen den Himmel wieder jeder andere zu betrachten. Mit Deinen Augen! Bei der aufmerksamen Beobachtungen, werden jedes Mal viele Dinge in Dein Blickfeld rücken, bei denen Du Dich fragen wirst: “Waren die eben auch schon da?” Aber keine Panik: Es dauert ohnehin ungefähr ein Jahr bis Du Dich mit dem gesamten Nachthimmel vertraut gemacht hast. Jeder fängt mal klein an.

Tipp: Suche Dir zunächst nur einen kleinen Himmel des Himmels aus, den Du Stück für Stück erschließt. Wenn Du Dich zu Beginn überforderst, verlierst Du eventuell schnell Deine Euphorie und Dein Interesse für die Astronomie.

2. Beobachtungen mit dem Fernglas

Nachdem Du den Himmel eine Weile mit Deinen Augen betrachtet hast, kannst Du es nun sicherlich kaum erwarten auch Objekte zu beobachten, die mit dem menschliche Augen nicht sichtbar sind. Dafür eignet sich ein Fernglas ausgezeichnet. Ferngläser sind heutzutage sehr weit entwickelt und stellen somit ein tolles Hilfsmittel in der Astronomie dar. Prinzipiell ist jedes Fernglas geeignet, dessen Objektiv einen Durchmesser von mindestens 40mm aufweist.

Um Dich an die Nutzung des Fernglas zu gewöhnen, kannst Du anfänglich Objekte beobachten, die Du bereits kennst. So klappt der Start besonders gut. Durch das Fernglas wirst Du die bekannten Objekte nun aber viel detailreicher und exakter betrachten können.

Danach kannst Du mithilfe der Sternkarte Objekte ausfindig machen, die ohne Fernglas nicht zu sehen sind. Dabei wirst Du schnell feststellen, dass die Fähigkeit von Ferngläsern definitiv nicht zu unterschätzen ist. Zwar ist ihre Vergrößerung nicht allzu groß, dafür ist ihr Gesichtsfeld umso größer. Darüber hinaus sind Ferngläser sehr handlich und kompakt, sodass sie kinderleicht transportiert werden können.

3. Das geeignete Wetter und der passende Beobachtungsort

Als Hobby Astronom musst Du Dich ständig fragen “Wie gut ist der Himmel?”. Es gilt also stets die Wetterlage im Blick zu behalten. Für eine erfolgreiche Beobachtung ist ein klarer Himmel unabdingbar. Es ist immer schade, wenn Dir ein mit Wolken bedeckter Himmel einen Strich durch die Rechnung macht. Deshalb solltest Du im Vorfeld immer die aktuelle Wetterlage checken. Hierfür eignen sich die gängigen Wetter-Apps.

Die Auswahl eines passenden Beobachtungsortes ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Beobachtung. Du solltest ganz besonders darauf achten, dass Dein Beobachtungsort so dunkel wie möglich. Das ist am wichtigsten! Ist der Ort zu hell, so stört das Licht Deine Beobachtungen massiv. Falls sich doch beispielsweise eine Straßenlaterne in Deiner Nähe befinden sollte, solltest Du notfalls einen Schirm verwenden.

Ein weiteres Merkmal, das der perfekte Beobachtungsort aufweisen sollte, ist ein Windschutz. Spätestens wenn Du ein Teleskop besitzt, wirst Du bemerken, dass der kleinste Windstoß zur Folge hat, dass das Teleskop wackelt. Durch den Wind würde Dein Bild also ständig verschwimmen. Des Weiteren würdest aber auch Du auf Dauer frieren, wenn du stundenlang während Deiner Beobachtungen im Wind sitzt. Camping-Wände oder die Seitenteile von Pavillons eignen sich gut als Windschutz.

Von Deinem Beobachtungsort solltest du außerdem rundum in alle Himmelsrichtungen blicken können. Nur so hast Du die Chance den Nachthimmel in seiner Gesamtheit zu betrachten. Gebäude, Bäume, Windräder o.ä. sollten sich dementsprechend nicht in unmittelbare Nähe Deines Standortes befinden. Dieser Aspekt ist allerdings je nach Dichte der Besiedlung nur sehr schwer umsetzbar. Über kurz oder lang solltest Du Deinen Beobachtungsort also anpassen oder gegebenenfalls wechseln.

Hinweis: Eine Beobachtung im Haus durch das geschlossene Fenster ist nicht möglich. Du wärst nicht in der Lage das Objekt scharf zu stellen und auch der große Temperaturunterschied würde zu Problemen führen.

4. Die richtige Kleidung

Das Thema Kälte hatten wir unter dem Punkt Windschutz bereits kurz angesprochen. Und dieses Thema solltest Du wirklich nicht unterschätzen. Besonders wenn Du Dich nicht bewegst, kühlt Dein Körper extrem schnell aus. Also: Zieh Dich warm an!

In der Nacht sinken die Temperaturen in der Regel rapide ab – nicht nur im Winter. Vor allem an geeigneten Beobachtungsorten, also auf freien Flächen und in der Nähe von Gewässern, ist es oft um einiges kälter als in der dicht besiedelten Großstadt. Am besten wäre es, wenn Du direkt zu entsprechender isolierter Thermokleidung greifst. Je nach Temperatur solltest Du auch unbedingt Handschuhe anziehen. Denn mit eingefrorenen Finger bist Du nicht in der Lage das Teleskop zu justieren und außerdem macht es einfach keinen Spaß.

Du solltest auch daran denken, Dich mit ausreichend Verpflegung einzudecken. Eine interessante Beobachtung kann unter Umständen mehrere Stunden oder teilweise sogar die ganze Nacht dauern. Etwas Proviant solltest Du also auf jeden Fall dabei haben. Eine Thermoskanne mit warmen Getränke sorgt außerdem für angenehme innere Wärme.

5. Das eigene Teleskop

Du kannst Dir bestimmt schon denken, dass ein Teleskop die fundamentale Grundlage für den Einstieg in die Astronomie darstellt. Wenn Du Dir Dein erstes eigenes Teleskop zulegen möchtest, ist es wichtig, dass Du Dir im Vorfeld genau überlegst, welches Teleskop am besten zu Deinem Vorhaben passt.

Als Neueinsteiger weißt Du vermutlich noch nicht, welche bestimmten Himmelsbereiche Dich am meisten interessieren. In diesem Fall ist es am sinnvollsten ein Allround-Teleskop auszuwählen. Damit ist ein Teleskop gemeint, das Dir ein breites Spektrum an Beobachtungsmöglichkeiten bietet. Teleskope solcher Art sind außerdem preislich sehr erschwinglich und können über viele Jahre hinweg gute Dienste leisten.

Teleskop für astronomische Beobachtungen
Über die Jahre hinweg habe sich Teleskope zu echten Hightech-Geräten entwickelt.

Es ist sehr zu empfehlen, Teleskope nach Möglichkeit im Voraus zu testen. So kannst Du sicher gehen, dass es auch wirklich das richtige Teleskop für Dich ist. Vielleicht kennst Du bereits andere Hobby-Astronomen, deren Teleskope Du ausprobieren kannst. Andernfalls kannst Du auch in entsprechenden Astronomie-Foren Kontakt zu Gleichgesinnten aufnehmen.

Sinnvolles Zubehör für die optimale Grundausstattung

Als Hobby-Astronom solltest Du Dir überlegen, wie vielfältig Deine Ausstattung ausfallen soll. Das meiste Zubehör wird von Einsteigern nicht zwingend benötigt. Es gibt aber doch einige praktische Hilfsmittel, die Dir die Beobachtungen erleichtern und somit der Astronomie einen besonderen Reiz verleihen. Einige dieser Hilfsmittel wollen wir Dir hier kurz vorstellen.

Okulare 

Die Okulare sind das Herzstück eines jeden Teleskops. Ohne Okular ist eine Beobachtung nicht möglich, denn sie sind für die entsprechende Vergrößerung zuständig. Am besten legst Du Dir gleich mehrere Okulare zu, damit Du zwischen verschiedenen Vergrößerungen hin und her wechseln kannst.

Sucher und Finder

Es ist unmöglich jedes beliebige Objekt am Himmel durch reines justieren des Teleskops zu finden. Sucher und Finder sind bestimmte Funktionen des Teleskops, die es Dir erleichtern die Himmelskörper zu finden, die Du gerne beobachten möchtest.

Filter

Man unterscheidet zwischen Sonnen-, Mond- und Nebelfiltern, welche allesamt ein sehr nützliches Utensil sind. Sie ermöglichen es Dir die Himmelskörper auch unter schwierigeren Bedingungen zu beobachten. Der Sonnenfilter schwächt das sonst viel zu grelle Sonnenlicht ab. Der Mondfilter dimmt demnach das Mondlicht. Und der Nebelfilter machen eine detailreiche Darstellung von Nebeln möglich (beispielsweise des Orionnebels).

Astrostuhl 

Für eine ruhige Beobachtung sollte ein Astrostuhl vorhanden sein. Im sitzen ist man in der Regel entspannter, sodass man sich besser auf die Beobachtung konzentrieren kann. Der Astrostuhl sollte möglichst leicht zu transportieren sein, um ihn problemlos an den jeweiligen Beobachtungsort stellen zu können. Außerdem solltest Du darauf achten, dass der Stuhl höhenverstellbar ist damit er sich leicht an Deine Größe und die Höhe des Teleskops anpassen lässt.

Okularkoffer

Ein Okularkoffer hilft Dir Okulare sicher zu verstauen und zu transportieren. Die jeweiligen Fächer haben die exakte Größe für die Okulare, sodass diese nicht verrutschen können. Der Okularkoffer schützt die Okulare außerdem vor dem Verstauben.

Rotlichtlampe 

Eine Rotlichtlampe ist die perfekte Lichtquelle für astronomische Beobachtung. Generell muss es währenddessen natürlich dunkel sein. Wenn Du aber doch mal Licht benötigst, solltest Du zu einer Rotlichtlampe greifen. Denn eine Rotlichtlampe unterstützt Deine Augen dabei den großen Lichtunterschied zwischen Hell und Dunkel zu überbrücken.

Fazit

Zusammenfassend kann man eindeutig festhalten, dass es sich bei der Astronomie um ein relativ anspruchsvolles, dafür aber auch einzigartiges Hobby handelt. Mit der richtigen Portion Leidenschaft und Enthusiasmus wird jeder dem Charme des Universums in kürzester Zeit verfallen. Immerhin betreffen die Phänomene und Geschehnisse des Kosmos zweifelsohne jeden einzelnen von uns.

Es ist lediglich davon abzuraten, sich Hals über Kopf in das neue Hobby zu stürzen. Ein gewisses astronomisches Grundwissen solltest Du Dir vor Deinen ersten Beobachtungsnächten aneignen. Des Weiteren solltest Du Dich gründlich damit auseinandersetzen, welches Zubehör in Deinem Fall erforderlich ist. Die Vorbereitung ist das A und O!

Das Universum gibt es schon seit weit über 13 Milliarden Jahren und seither hat es noch kein bisschen seines Zaubers verloren. Schon der weltbekannte Maler Vincent van Gogh hat zu seiner Zeit gesagt: “Ich weiss nichts mit Sicherheit, aber die Sterne lassen mich träumen…” Also, worauf wartest Du?

Weiterführende Links & Recherchequellen

Falls Du Dich noch intensiver mit der faszinierenden Welt der Astronomie  auseinandersetzen möchtest, findest Du hier weitere informative Seiten.

Himmelskörper im Einflussbereich der Erde

Einführung in die Astrofotografie

Die Bewegung der Himmelskörper

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