Brustgurte: Test, Vergleich Und Kaufratgeber

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Brustgurt als Pulsmesser

Egal ob Du Dich beim Trainieren verbessern oder nach einer Operation Deinen Puls beim Sport genauer im Blick haben willst: Ein Brustgurt ist hierfür eine gute Investition. Denn auch wenn der größte Konkurrent des Gurtes, die Pulsuhr, sehr beliebt ist, liefert der Brustgurt deutlich genauere Ergebnisse.

Doch welcher Gurt ist der Richtige? Es gibt einige Auswahlmöglichkeiten, für welches System Du Dich entscheiden kannst. Denn passende Brustgurte sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich, welche sich in der verbauten Technologie unterscheiden.

Welche Technologien und Systeme es gibt, stellen wir Dir in diesem Ratgeber vor. Ebenso wie die Lieblinge der Redaktion sowie welche Brustgurt-Tests gibt es. Eigentlich erklären wir Dir alles, was mit diesem Thema zu tun hat, um Dich best-möglichst zu informieren. Viel Spaß beim Erkundigen!

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

    • Der größte Unterschied von Brustgurt zu Sportuhr ist die Qualität der Messung: Fitnessuhren und Smartwatches sind zwar auch mit Sensoren ausgestattet, können am Handgelenk aber nicht so gute Werte erzielen wie ein Brustgurt
    • Klassische Modelle lassen sich aber per Funk mit Fitnessgeräten und Smartphone koppeln, wodurch Du immer einen Blick auf Deine jetzigen Werte werfen kannst
    • Durch den Gurt kannst Du Dein Training noch effektiver gestalten und Deine Trainingsleistung steigern
    • Er hilft Dir, im Belastungsbereich zu bleiben und bei Deiner Trainingsanalyse
    • Es können auch Werte zu Deinem Laufstil gemessen werden, wie z.B. die Bodenkontakt-Zeit, Auf- und Abbewegungen, Schrittfrequenz und -Länge

Die besten Brustgurte: Favoriten der Redaktion

Hier findest Du eine Auswahl der Lieblinge unserer Redaktion.

Der Brustgurt für Leistungssportler – Polar H10 Herzfrequenz-Sensor

  • Sehr genaue Herzfrequenz-Messung
  • Er ist Bluetooth, ANT+ und 5 kHz-fähig
  • Wasserdicht (also auch zum Schwimmen geeignet)
  • Hat einen sehr angenehmen Tragekomfort
  • Es ist ein interner Speicher vorhanden
  • Batterielaufzeit beträgt circa 400 Stunden

Der Brustgurt H10 ist die neueste Generation von Polar. Er verfügt über eine sehr präzise Herzfrequenz-Messung und kann sowohl mit ANT+ als auch Bluetooth-Geräten verbunden werden. Dadurch kannst Du mehrere Geräte gleichzeitig mit dem Pulsmesser verbinden. Außerdem benötigst Du nicht immer ein zusätzliches Gerät, um Deine Daten zu erfassen.

Denn durch den internen Speicher kannst Du Dein Handy oder Deine Uhr daheim lassen. Das funktioniert aber leider nur durch die App Polar Beats (die ist aber kostenlos). Durch diese musst Du vorher Dein Training aktivieren, kannst dann aber Dein Handy liegen lassen. Nach der Trainingseinheit werden die ermittelten Daten dann übertragen. Aber beachte, dass der Gurt immer nur eine Trainingseinheit abspeichern kann.

Durch die 5 kHz-Fähigkeit kann auch während dem Schwimmen Deine Herzfrequenz übertragen werden. Ein weiterer Pluspunkt ist die Software-Aktualisierung. Denn dadurch ist die H10 immer auf dem neusten Stand.

Ein Alles-Könner unter den Brustgurten – Garmin HRM Pro

  • Sowohl Bluetooth als auch ANT+-fähig
  • Auch fürs Schwimmtraining geeignet
  • Aufzeichnung der Laufeffizienz-Werte
  • Durch ein schmales Modul bequem zu tragen
  • Es ist ein interner Speicher
  • Batterielaufzeit: bis zu einem Jahr

Der Brustgurt von Garmin zeichnet nicht nur präzise Herzfrequenz-Messungen auf, sondern auch Laufeffizienz-Werte, wie beispielsweise die Schrittfrequenz, Bodenkontakt-Zeit, usw. Diese Werte kannst Du in Echtzeit auf Deinem Endgerät sehen.

Zudem kannst Du den Brustgurt mit vielen Garmin-Geräten verknüpfen. Dennoch musst Du vor dem Kauf beachten, ob Dein Gerät auch wirklich kompatibel ist. Denn da der Gurt codiert ist, ist das nicht bei jedem Gerät der Fall.

Auch unter Wasser misst der HRM Pro exakte Werte. Dadurch kannst Du ihn auch gut fürs Schwimmen verwenden.

Positiv fällt auf, dass der Gurt Deine Daten abspeichern kann (bis zu 18 Trainingsstunden) und sie nach dem Training übertragen werden. Durch das Programm Physio TrueUp kann der Gurt auch Daten wie Schrittzahl, Kalorienverbrauch und Intensitäts-Minuten messen. Der Herzfrequenz-Gurt ist angenehm zu tragen, was einerseits dem weichen Stoff und andererseits dem kleinen und leichten Sensor zu verdanken ist.

Der Sensor ist nicht vom Gurt abnehmbar, was bedeutet, dass Dir ein Ersatzgurt leider nichts bringen würde. Waschen kannst Du ihn dennoch gut mit der Hand oder unter der Dusche nach dem Training. Die Batterielaufzeit ist auf circa ein Jahr angelegt. Einen Batteriewechsel kannst Du ohne Probleme alleine und von daheim aus durchführen.

Von allem ein bisschen was – das Einsteiger-Modell -Suunto Sports Tracker

  • Hat einen internen Speicher
  • Ist für das Schwimmen geeignet
  • Bequem durch einen weichen Textilgurt
  • Knopfbatterie einfach von daheim aus auswechselbar
  • Mit diversen Sportuhren und Smartphones verknüpfbar

Der Pulsgurt von Suunto lässt sich über Bluetooth Smart mit allen neueren Suunto-Sportuhren aber auch vielen anderen Sportuhren und Smartphones verbinden. Durch den internen Speicher kann der Gurt bis zu 3,5 Stunden Training speichern. Zudem kann der Sportgurt neben der Herzfrequenz auch die verbrannten Kalorien in Echtzeit anzeigen.

Ein außergewöhnlicher aber positiver Aspekt ist, dass der Sensor abnehmbar ist und an eine Movesense kompatible Sportbekleidung gehängt werden kann. Dadurch kann das Sensor-Modul alleine verwendet werden. Der Gurt ist auch auswechselbar. Dadurch kannst Du den einen Gurt waschen und während des nächstens Trainings einen anderen verwenden.

Der „Am-meisten-Verbindungsfähige Pulsmesser“ – Sigma Sport

  • ANT+ und Bluetooth-fähig
  • Schnelle und einfache Koppelung mit anderen Geräten
  • Hat einen abnehmbaren Sensor
  • Ankommende Anrufe / Nachrichten können über den Gurt auf dem Bildschirm angezeigt werden (mit Sigma Link App)
  • Zusatzpunkt: Gurt wird Klima-neutral hergestellt

Der Brustgurt von Sigma ist vor allem deshalb sehr praktisch, weil er uncodiert ist und sich mit allen Geräten, die ein ANT+ oder Bluetooth Smart Signal empfangen können, verbinden lässt. Das ist besonders für diejenigen vom Vorteil, die in einem Fitnessstudio trainieren. Auch können beliebige Sport-Apps verbunden werden. Zudem hat er einen sehr angenehmen Stoff, wodurch er bequem zu tragen ist.

Der Gurt ist in der Länge verstellbar. So kann er an jeden Körper-Typen optimal angepasst werden. Die ermittelten Werte werden zuverlässig übertragen.

Jedoch fällt leider bei einigen Bewertungen auf, dass die Reichweite nicht immer optimal ist. Dadurch kommt es ab und an zu einem Verbindungsabbruch. Die Verbindung wird dann aber wieder automatisch aufgebaut. Als Extra-Pluspunkt fällt auf, dass dieser Herzfrequenz-Messer Klima-neutral hergestellt wird.

Kleiner Preis für eine faire Leistung – KETTLER Smart

  • Sowohl Bluetooth und ANT+ fähig
  • Kann ermittelte Daten an Endgerät vermitteln
  • Batteriedauer bis zu circa 800 Stunden
  • Kompatibel mit allen Kettler-Fitnessgeräten, wenn sie mit einem TFT Premium Display ausgestattet sind
  • Zuverlässige Herzfrequenz-Messung vorhanden

Der Kettler-Brustgurt ist ein zuverlässiger Herzfrequenz-Messer, bei dem durch Bluetooth oder per ANT+ die Daten an den Kettler-Crosstrainer vermittelt werden. Der Puls wird dann auf dem Trainingscomputer angezeigt und kann ganz leicht abgelesen werden. Als Endgeräte können nur Kettler-Geräte genutzt werden, was bedeutet, dass weder Sportuhr noch Smartphone damit verbunden werden können. Positiv auffallend ist, dass die Batterie eine sehr lange Laufzeit hat. Hast Du ein Kettler Sportgerät und möchtest für kleines Geld einen zuverlässigen Brustgurt haben, ist dieser auf jeden Fall die richtige Wahl.

Ratgeber

In diesem Ratgeber erfährst Du alles, was Du über den Brustgurt wissen musst. Sind trotzdem noch Fragen offen, kannst Du hier nachlesen, ob Du eine Antwort darauf findest.

So funktioniert die Herzfrequenz-Messung über den Brustgurt

Der Brustgurt besteht aus 2 Elementen – dem Tragegurt und einer Sendeeinheit. In der Sendeeinheit sind Elektroden verbaut, die die Herzfrequenz anhand von elektrischen Signale messen, die durch den Herzschlag ausgerufen werden. Danach wird die Messung per Bluetooth oder mit ANT+ an das Smartphone oder die Pulsuhr geschickt.

Tipp: Feuchte vor Deinem Training die Hautstelle an, auf der der Brustgurt aufliegt. Dadurch wird der Hautwiderstand minimiert und Du hast sofort exakte Pulswerte beim Training. Denn die Feuchtigkeit simuliert Schweiß. Und der ist für die bessere Übertragung verantwortlich.

Weshalb die Herz-Frequenz-Messung wichtig ist

Ja, die Fragen aller Fragen: Weshalb ist die Herz-Frequenz-Messung eigentlich so wichtig? Und was genau bringt das? Diese Frage wird im folgenden Abschnitt beantwortet.

Zuerst einmal hast Du alle Deine Werte im Blick. Und wenn Du besser werden willst, ist das doch gar nicht mal so schlecht. So siehst Du, ob Du Deinen Körper gerade überhaupt belastest. Denn bei zu wenig Belastung förderst Du Deinen Körper nicht. Andererseits kannst Du auch eine Überlastung vermeiden, um beispielsweise kein Seitenstechen oder Atemnot zu bekommen. Denn egal ob Unter- oder Überlastung, das Training ist in beiden Fällen nicht sehr effizient, um eine kontinuierliche Leistungssteigerung zu erfahren.

Denn nur im optimalen Pulsbereich verbessert sich Deine Leistung. Dementsprechend maximierst Du Deine Trainingsresultate und minimierst die Gefahr der Verletzung bzw. des Über-Trainierens.
Abgesehen vom Leistungssport kannst Du auch noch mehr auf Deine Gesundheit schauen, was vor allem auch bei Risikogruppen von Vorteil ist.
Im Folgenden haben wir eine kleine Tabelle erstellt. Diese zeigt, welche Trainingsart für welches Trainingsziel gut ist:

Trainingszone Trainingsziel Dauer Max. Herzfrequenz
Wettkampf-spezifische

Ausdauerzone

Verbesserung der max. Leistung und Geschwindigkeit 5 Min. 90 – 100 %
Anaerobe Zone Max. Leistungszuwachs (v.a. bei Leistungssportler) 1 – 10 Min. 80 – 90 %
Aerobe Zone Verbessert Atmung und Kreislauf, Leistungssteigerung 5 – 20 Min. 70 – 80 %
Fettstoffwechselzone Max. Fettverbrennung, Verbesserung Grundausdauer 40 – 60 Min. 60 – 70 %
Gesundheitszone Erholung und Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems 15 – 45 Min. 50 – 60 %

Es ist wichtig, dass die Trainingszone, in der Du trainierst, immer abhängig von Deinem Ziel ist. Startest Du gerade erst mit dem Training und willst erstmal was für Deine Gesundheit tun und Dein Herz-Kreislauf-System stärken, dann überlaste Deinen Körper nicht mit einem überanstrengendem Training. Passe Deinen Puls immer an Deine ausgeübte Sportart an. Auch die Tagesform und andere Faktoren wirken sich auf den Puls und auf Dein Training aus. So kann Dein Puls jeden Tag anders ausfallen.

Die Herzfrequenz mit einem Brustgurt messen – Genauigkeit & Fehlmessungen

Die Herzfrequenz-Sensoren sind generell sehr genau, sogar vergleichbar mit einem EKG-Messgerät. Hast Du einen Brustgurt und er weist bei der Aufzeichnung Fehler oder Störungen auf, kann es sein, dass Du beim Laufen an Anlagen mit hoher Strahlung (z.B. Hochspannungsmaste, Sendemaste, Bahngleise) vorbeikommst. Das kann zu höheren Fehlmessungen führen.

Fällt Dir auf, dass Deine Herz-Frequenz-Kurve während dem Training abfällt und Du körperlich nichts merkst, handelt es sich um ein technisches Problem.
Sackt die HF-Kurve aber rapide ab und macht sich auch körperlich bei Dir bemerkbar, ist es auf was Medizinisches zurückzuführen, was Du ernst nehmen solltest.

Tipp: Bei guten Sportuhren kannst Du Alarme erstellen, die piepsen, wenn Dein Puls unter oder über einen bestimmten Wert geht. Wenn es öfter piepst, halte an und werfe einen Blick auf Deinen Pulswert und checke, ob alles ok ist.

Trainingspuls – Maximalpuls – Ruhepuls: Alles was Du wissen musst

Der Puls ist ein wichtiges Maß für Dich, wenn Du optimal trainieren willst. Denn durch ihn kannst Du Deine Trainingsbereiche bestmöglich steuern. Um das aber zu können, musst Du Deinen Maximalpuls kennen. Und wie Du den ermittelst, erfährst Du hier:

Der Ruhepuls und Maximalpuls

Der Ruhepuls gibt an, wie der Name schon sagt, wie hoch Dein Puls ist, wenn Du absolut nichts machst und einfach nur „in Ruhe“ bist – also keine Bewegungen und kein Laufen. Bei einem erwachsenem und gesunden Menschen kann die Herzfrequenz zwischen 50 und 100 liegen.

Bei Ausdauersportler liegt der Wert niedriger und kann sogar einen Minimalwert von 30 Schlägen pro Minute erreichen. Natürlich kann es auch sein, dass das Herz schneller schlägt, aber ab einem Ruhepuls von 100 bpm (beats per minute, also Schläge pro Minute) solltest Du zum Arzt gehen und das überprüfen lassen. Das könnte eine sog. Tachykardie (Herzrasen) sein.

Der Maximalpuls hingegen gibt die Obergrenze des Herzschlages an. Diese ist sehr abhängig von Alter, Geschlecht, genetischer Veranlagung, Trainingszustand oder -Form. Durch die Vielzahl an Möglichkeiten kann keine klare Aussage darüber getroffen werden, ob der Maximalpuls gut oder schlecht ist.

Für Deinen Körper ist es eine starke Belastung, die schnell zur Überlastung führen kann, wenn Du zu oft im Maximalpuls trainierst. Für Hobbysportler genügt es völlig, einmal die Woche in den Maximalbereich hinein zu gehen.

Den eigenen Puls messen

Es gibt verschiedene Methoden, um Deinen eigenen Puls zu messen. Zum einen kannst Du Deinen Puls mit der Hand messen. Hierbei legst Du den Zeige-, Mittel- und Ringfinger an die Hauptschlagader am Hals und zählst 15 Sekunden lang Deine Schläge. Das Ergebnis nimmst Du mal vier und schon hast Du Deinen Puls ermittelt.

Die Methode kannst Du gut zur Bestimmung Deines Ruhepulses verwenden. Am besten führst Du die Messung direkt morgens nach dem Aufstehen aus, um noch die Ruhe vor dem Bewegen ausnutzen zu können.

Hast Du eine Sport- oder Pulsuhr, kannst Du natürlich auch damit Deinen Puls messen lassen und ablesen.

Berechnen des Maximalpulses

Möchtest Du Deinen Maximalpuls bestimmen, gibt es auch dafür verschiedene Möglichkeiten.

Entweder gehst Du zu einem Arzt, der das unter Aufsicht durchführt. Dabei wirst Du auf einem Laufband steigender Belastung ausgesetzt, bist Du nicht mehr kannst und es zu einem Leistungsabbruch kommt. Den Puls den Du dabei hattest, ist Dein Maximalpuls.

Es ist natürlich logisch, dass Du nicht immer zu einem Arzt rennen willst, um Deinen Maximalpuls bestimmen zu lassen. Da das ja auch was kostet und nicht gerade sehr günstig ist. Als Alternative gibt es Berechnungsmethoden, die versuchen Deinen Maximalpuls durch Annäherung zu berechnen.

Da es so viele Variablen gibt, die auf den Maximalpuls einwirken, kann keine ganzheitlich richtige Formel aufgestellt werden.  Daher ergeben sich aus den Berechnungen nur Durchschnittswerte, die dem Alter, dem Ruhepuls und dem Körpergewicht angepasst werden.

Die häufigste Formel zur Berechnung ist Folgende:

Maximalpuls = 220 – Lebensjahr

Da hier weder Geschlecht noch Körpergewicht oder sonstiges mit einberechnet werden, ist sie auch sehr ungenau.

Eine andere Formel wurde von Sally Edwards aufgestellt und bezieht das Geschlecht, das Alter und das Körpergewicht mit ein:

Geschlecht Berechnung
Männer Maximalpuls = 214 – 0,5 x Lebensjahr – 0,11 x Körpergewicht in kg
Frauen Maximalpuls = 210 – 0,5 x Lebensalter – 0,11 x Körpergewicht in kg

Eine weitere Formel von Winfried Spanaus wurde mit 600 Probanden im Test entwickelt. Daran können sich eher gut trainierte Sportler orientieren:

Geschlecht Berechnung
Männer Maximalpuls = 223 – 0,9 x Lebensjahr
Frauen Maximalpuls = 226- 0,9 x Lebensjahr

Der optimale Trainingspuls

Nachdem Du jetzt weißt, wie Du Deinen Maximalpuls ungefähr berechnen kannst, möchtest Du bestimmt noch wissen wie Du Deinen optimalen Trainingspuls herausfindest. Dazu dient die sogenannte Karvonen-Formel. Als Basis dafür dient die Herzfrequenz-Reserve, also der Unterschied zwischen Ruhe- und Maximalpuls (nach Edwards). Die Formel lautet wie folgt:

*Der Faktor in der Formel hängt davon ab, welches Trainingsziel Du anstrebst. Nach Karvonen liegen folgende Faktoren vor:

  • Intensives Ausdauertraining: 0,8
  • Lockeres Ausdauertraining: 0,6
  • Untrainierte: 0,5

In welche Trainingsbereichen Du trainieren willst, hängt ganz von Deinem persönlichen Ziel ab. Die oben beschriebene Tabelle zeigt Dir die verschiedenen Trainingsarten und die dazugehörige Pulsfrequenz auf.

Vorteile und Nachteile von Brustgurten im Vergleich zur Pulsuhr

In diesem Teil haben wir die Vor- und Nachteile eines Brustgurtes dargestellt im Vergleich zu einer Pulsuhr.

Vorteile von Brustgurten Nachteile von Brustgurten
Exakte und genaue Messung der Herzfrequenz Manche Modelle sitzen unbequem und sind sehr einengend –>; Pulsuhr =  angenehmeres Freiheitsgefühl für den Sportler
Mit Hilfe von Apps hilfreiche Statistiken / Leistungsprofile Ohne zusätzliches Medium werden Daten erst nach dem Training ersichtlich
In Kombination mit Fitnessgeräte gibt es spezielle und individuelle Herzfrequenz-gesteuerte Trainingsprogramme Nicht mit jedem Gerät kompatibel –> es muss auf genaue Übertragungs-Standards geachtet werden
Brustgurte beim Sport.
Beim Kauf eines Brustgurtes gibt es einige Merkmale zu beachten. Dabei geht es beispielsweise um die Konnektivität, das Material, den Speicher und die Übertragungstechnik.

Die wichtigsten Kaufkriterien bei Brustgurten

Bevor Du Dir einen Brustgurt kaufst, solltest Du Dich ein wenig mit den Kaufkriterien auseinandersetzen. So kannst Du Dir einen besseren Überblick verschaffen und weißt, auf was Du achten solltest.

1. Konnektivität – Diese verschiedenen Arten von Brustgurten gibt es

2. Die Übertragungs-Technik (ANT, ANT+, Bluetooth)

3. Das Material

4. Der Speicher

1. Konnektivität – Diese verschiedenen Arten von Brustgurten gibt es

Zuerst kommen wir zu den verschiedenen Arten von Brustgurten, welche es gibt. Die meisten unterscheiden sich im Bezug auf die Konnektivität. Was das genau bedeutet erfährst Du im folgenden:

Brustgurte mit Pulsuhren
  • Brustgurt sendet Daten an Pulsuhr, welche sie direkt anzeigt
  • Die Pulsuhr kann die Daten später weiterverarbeiten, speichern oder vergleichen (Daten sind z. B. Trainingseffekt, Stresslevel oder Kalorienverbrauch)
  • In manchen Uhren sind Warnsysteme enthalten, welche sich melden wenn Deine Minimal- oder Maximalgrenze unter- oder überschritten wird (Dadurch weißt Du, ob Du schneller oder langsamer trainieren sollst, um Deinen optimalen Trainings-Rhythmus zu halten)
  • Brustgurt-Pulsuhr-Kombination ist bei den Leistungssportlern am gefragtesten, um während des Trainings in Echtzeit den Pulsverlauf verfolgen zu können
Brustgurte mit anderen Empfangs-Stationen
  • Werte werden an kleine Empfangsstation gesendet , die mit dem Trainingsgerät (z.B. Laufband) verbunden ist
  • Deine Pulsfrequenz wird direkt auf dem Bildschirm angezeigt
  • Die meisten Brustgurte sind zu den Geräten markenabhängig (bedeutet, dass wenn Du ein Trainingsgerät der Marke XY besitzt, Du in den meisten Fällen auch den passenden Brustgurt der Marke XY benötigst)
  • Du kannst die Daten auch auswerten, um ein Trainingsprogramm auf Basis der Werte zu erstellen
  • Moderne Fitnessgeräte wird ANT+ und Bluetooth als Übertragung verwendet
  • Trotzdem wird häufig noch der Funk-Standart 5 kHz verwendet
Achte vor dem Kauf Deines Brustgurtes darauf, ob er auch mit Deinem gewünschtem Sportgerät kompatibel ist. Vor allem bei 5 kHz Signalen musst Du aufpassen, da es sowohl codierte als auch uncodierte Systeme gibt. Im Handbuch kannst Du ganz leicht nachlesen, welches System Dein Gerät hat.
Brustgurte für iPhone und Android Smartphones
  • Die vom Brustgurt gemessenen Daten werden an das Smartphone übertragen, was mit Hilfe von ANT+ oder Bluetooth geschieht
  • Achte hierbei darauf, ob Dein Handy ANT+ oder Bluetooth-fähig ist (die meisten Smartphones haben aber Bluetooth)
  • Meistens benötigst Du eine markenspezifische App, um die gemessenen Daten auswerten zu können
  • Schau vorher, ob die App von dem Hersteller angeboten wird und sie auch kostenlos ist
  • Mit der App kannst Du Deine Messwerte speichern, anzeigen und verarbeiten sowie sehr genau analysieren
  • Die Apps von z.B. Strava, Runtastic und Runkeeper bieten sehr viele Optionen zum Analysieren von Daten
  • Beispielsweise kannst Du anhand der Verlaufskurve und Deiner Fitness-Werte feststellen, ob Du Dich verbessert hast
  • Du hast auch die Möglichkeit, nach mehreren Trainings festzustellen, ob Du genug Erholungsphasen gemacht hast (geschieht durch die sogenannte Herzfrequenz-Variabilität, kurz HVT)
Interessant: Du kannst anhand der HVT auch erkennst, ob Dein Körper mit einem Infekt zu kämpfen hat oder nicht. Selbst, wenn Du den Infekt gar nicht bemerkst. Dadurch kannst Du eine frühzeitige Regeneration einleiten und Deinem Körper Erholung geben.
Gurte, die ohne Uhr / Handy funktionieren
  • erkennen automatisch Dein Training und sicher es auf dem internen Speicher
  • später kannst Du den Gurt mit einer App auf dem Smartphone synchronisieren und die Werte ansehen
  • Möchtest Du Deine Uhr oder Dein Smartphone mit einem Pulsgurt nachrüsten, achte auf den gleichen Übertragungs-Standart beider Geräte
  • Die Verbindung erfolgt heutzutage meist per Bluetooth oder ANT+.
aber Achtung: Der Brustgurt lässt sich in den meisten Fällen nur mit einem Endgerät synchronisieren.

2. Die Übertragungs-Technik (ANT, ANT+, Bluetooth)

In der folgenden Tabelle stellen wir Dir die Unterschiede der Übertragungstechniken dar.

Technik Unterschiede
ANT
  • Heute kaum noch vorhanden
  • Schlichtere Datenübertragung
  • Sensor kann nur an ein einzelnes Endgerät senden
ANT+
  • Am meisten verbreitet
  • Hat ANT als „intelligentere Lösung“ ersetzt
  • Kann sich Verbindungen zu Geräten merken
  • Unkomplizierter Praxiseinsatz
Bluetooth
  • Gehört zur Standart-Ausrüstung
  • Ist schnell mit Smartphone oder PC verbunden
  • Leistungswerte lassen sich überschaubar anzeigen
  • speichert Daten lange Zeit ab (Du kannst also auch nach einigen Monaten noch immer auf Deine Trainings-Historie zurückgreifen und einzelne Tage miteinander vergleichen)
Nicht jeder Brustgurt bietet alle Möglichkeiten (bzw. Bluetooth und ANT+) der Messung gleichzeitig. Bluetooth wird von eigentlich allen Sportuhren genutzt, ANT+ nur von speziellen.

3. Das Material

Das Material des Brustgurtes entscheidet darüber, ob er angenehm zu tragen ist oder nicht. Hierbei gibt es meistens zwei Möglichkeiten: den Textil-Gurt und den Silikon-Gurt.

Der Textil-Gurt ist nicht nur entscheidend für einen besseren Tragekomfort im Vergleich zu einem Silikon-Gurt, er lässt sich auch problemlos vom Sender entfernen und reinigen.
Moderne Brustgurte sind aus hochwertigem Material. Diese gewährleisten beim Sport auch einen optimalen Tragekomfort.
Hierbei ist der Sensor aus einem strapazierfähigen Kunststoff und der Tragegurt aus einem weichem, elastischem Stoff. Dieses Material passt sich Deinem Körper an. Rutschfeste Silikon-Punkte und ein stabiler Verschluss verhindern, dass der Gurt während dem Laufen verrutscht. Bei einigen Modellen kann man den Sensor vom Gurt trennen. Dadurch kann er nach dem Training ohne Bedenken in die Waschmaschine geworfen werden.
Empfindliche Elektroden messen die Vitalwerte während Deinem Training. Bei manchen Herstellern gibt es sogar noch eine zweite Art von Elektroden, die Störungen unterdrücken sollen. Dadurch werden Messfehler verhindert, die zum Beispiel aus Feuchtigkeit oder Erschütterungen entstehen. Dadurch erlangst Du ein genaueres Ergebnis.

4. Der Speicher

Wenn Du Dir einen Brustgurt kaufen möchtest, überlege Dir im Vorhinein, ob Du ihn mit einem “zusätzlichen” Produkt nutzen möchtest (Sprich Uhr, Smartphone oder Sportgerät). Denn wenn Du keine Lust hast, ständig noch ein Accessoire während des Trainings bei Dir zu tragen, gibt es auch Brustgurte mit einem internen Speicher. Dieser ermöglicht Dir ein Training ohne weitere Geräte und Du kannst nach dem Sport die aufgezeichneten Daten mit Deinem Handy, der App o. Ä. synchronisieren.
Willst Du sowohl einen internen Speicher nutzen als auch Deine Werte während des Trainings mitverfolgen, gibt es selbstverständlich auch eine Möglichkeit dafür. Der Speicher bietet trotz “Live-Übertragung” den Vorteil, dass Übertragungs-Lücken im Nachhinein wieder geschlossen werden können und nichts verloren geht.

Brustgurte für den Triathlon
Um optimal trainieren zu können, solltest Du den Puls immer im Blick behalten. Denn in der richtigen Trainingszone erreichst Du auch das Ziel, dass Du anstrebst.

Welche Marken stellen qualitative Brustgurte her?

Hersteller von Brustgurten gibt es einige. Im Folgenden sind die bekanntesten und qualitativ hochwertigsten Hersteller aufgelistet:

Marke Eigenschaften
Polar Polar stellt ausschließlich Sportuhren und Herzfrequenz-Sensoren her. Seit 1977 ist die Marke führend in den Bereichen der Entwicklung von Herzfrequenz-Messgeräten und technischen Innovationen. Die Produkte sind auf unterschiedliche Sportarten (Laufen, Triathlon, Radfahren, …) und Ziele (Wettkampf, gesünderer Lebensstil, Rehabilitation, usw.) ausgelegt.
Garmin Garmin ist nicht nur groß im Outdoor-Bereich, sondern hat sich schon seit Jahren auf die Bereiche Marine, Luftfahrt und Sport spezialisiert. Die Firma achtet neben einem hohen Qualitäts-Standard sehr auf Design, Funktionalität und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Eigentlich kann man sagen, es ist für jeden und alle, groß oder klein, etwas dabei.
Wahoo Wahoo wurde 2008 gegründet und hat sich eher auf die Sportart Radfahren spezialisiert. Vor allem das Indoor-Radfahren spielt bei ihnen eine große Rolle. Abgesehen vom Radfahren bieten sie auch Herzfrequenz-Gurte an, welche je nach Modell auch spezielle Funktionen und Analyse-Tools anbieten.
Kettler Kettler bietet neben dem Sport- und Fitnesssegment auch jegliche Produkte in den Bereichen Gartenmöbel, Spiel und Kind sowie Tischtennis an. Seinen Anfang hatte die Firma 1949 und hat sich seitdem immer mehr und mehr ausgeweitet.
Christopeit 1976 wurde Christopeit in Deutschland gegründet und hat sich über die Jahre hinweg auf Heimtrainer spezialisiert. Die Produkte werden in Deutschland produziert, da die Firma viel Wert auf Nachhaltigkeit legt.
Suunto Die finnische Firma wurde 1936 gegründet und hat es sich zum Ziel gemacht, zuverlässige, langlebige und qualitative Produkte herzustellen. Suunto stellt Sportuhren, Kompasse und Tauchprodukte her.
Sigma Sigmas Ursprung begann 1982 mit dem ersten Bike-Computer. Darauf aufbauend entwickelte die Marke weiters Zubehör für Fahrräder, bis Pulsuhren und Brustgurte dazu kamen.  Obwohl die Firma großen Wert auf Fahrrad-Zubehör legt, wird der Brustgurt besser als andere bewerte, da er uncodiert und mit vielen Fitnessgeräten kompatibel ist.

Wo kann man einen Brustgurt kaufen?

Das sportliche Trainingszubehör kannst Du auf diversen Online-Plattformen kaufen, direkt beim Händler oder auch in einem lokalen Geschäft. Der Vorteil beim Einkauf in einem Sport-Geschäft ist, dass Du Dich beraten lassen kannst und immer einen direkten Ansprechpartner bei Problemen hast. Das ist Dir beim Online-Einkauf eher weniger geboten. Dafür hast Du mehr Auswahl im Internet. Hast Du Dich für den Online-Einkauf entschieden, findest Du unsere Lieblings-Brustgurte hier.

Wie viel darf ein Brustgurt kosten?

Die Preisspanne bei den Brustgurten ist sehr breit gefächert.

Günstigere Modelle gibt es ab 15 €, wohingegen sehr gute Herzfrequenz-Brustgurten um die 100 € kosten.

Unsere Empfehlung ist es, keine zu günstigen (unter 30 €) Brustgurte zu kaufen. Diese sind nicht sehr überzeugungs-fähig und nutzen sich sehr schnell ab. Die meisten halten sich nur eine Saison. Hierbei ist öfter der Fall, dass danach entweder der Sender defekt ist oder der Tragegurt eine hohe Abnutzung aufweist. Wobei bei letzterem das Problem durch ein austauschbares Gurtband gelöst werden kann. Dennoch sagt der Preis alleine nicht direkt was über die Qualität aus.

Anstatt dass Du Dich am Preis orientierst, greife lieber auf renommierte Marken zurück, wie beispielsweise Garmin oder Polar, oder werfe einen genauen Blick auf die Kundenrezensionen. Dadurch kannst Du gute Einblicke in die Qualität erhaschen.

Im Anschluss haben wir für Dich eine kleine Tabelle erstellt, die das Können des Gurtes zur jeweiligen Preisklasse aufzeigt.

Preisklasse Können des Brustgurtes
bis 40 € Funktioneller Brustgurt mit moderater Herzfrequenz-Messung
bei 60 € Langlebiger Brustgurt mit genauer Messung
über 60 € Hochwertiger Brustgurt mit genauer Messung und weiteren Daten

Allgemein kann gesagt werden, dass namhafte Hersteller eher über das Budget und das Wissen verfügen, um wirklich gute Brustgurte mit hoch entwickelter Technologie zu entwickeln.

Brustgurte Test-Übersicht: Welche Brustgurte sind die Besten?

Anschließend findest Du eine Übersicht an durchgeführten Tests zum Thema Brustgurte. Leider wurde bis heute noch kein Test zu dem Thema durchgeführt.

Testmagazin Brustgurt Test vorhanden? Veröffentlichungs-Jahr Kostenloser Zugang Mehr erfahren
Stiftung Warentest Nein
Öko Test Nein
Konsument.at Nein
Ktipp.ch Nein

Sollten in Zukunft neue Test gemacht und veröffentlicht werden, werden wir das selbstverständlich aktualisieren. Dadurch ist die Tabelle immer auf dem neusten Stand.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Brustgurten

Hier beantworten wir Dir Fragen, die vielleicht noch offen geblieben sind.

Für welche Sportarten eignet sich ein Brustgurt?

  • Laufsport
    • Exakte Messung wichtig –> Brustgurt sollte vor Sportuhr vorgezogen werden
  • Radfahren
    • Abgeknickte Handgelenke erschweren genaue Messung bei Sportuhr
  • Schwimmen
    • Bei jeglicher Art von Wassersport (Schwimmen, Tauchen, …) geben optische Sensoren keine genauen Werte
  • Krafttraining, HIIT, usw.
  • Brustgurt v.a. bei schnellen Pulsveränderungen und hohen Pulsbereich zu empfehlen
Vor allem schnelle Pulsveränderungen können von dem Brustgurt super gemessen werden. Du kannst in Echtzeit Deine Werte verfolgen. Die optische Pulsmessung hinkt da sehr hinterher und reagiert leider nur Zeitverzögert.

Was sind codierte bzw. uncodierte Brustgurte?

Es wird oft von codierten und uncodierten Herzfrequenz-Messer geredet. Im Folgenden lernst Du die Begriffe genauer kennen:

Codierter Brustgurt:

  • Funksignal wird verschlüsselt —> nur mit Geräten kompatibel, die Verschlüsselung „verstehen“ und auflösen können
  • Meist wird Brustgurt mit demselben Hersteller des Gerätes verbunden
  • Gewünschtes Modell kann mit dem Gerät zusammen gekauft oder danach gekauft werden

Uncodierter Brustgurt

  • Bei uncodierten Brustgurt wird Funksignal nicht verschlüsselt, ermöglicht Nutzung mit vielen Fitnessgeräten
  • Wichtig ist nur, dass Fitnessgerät einen Empfänger für uncodierte 5 kHz Funksignale besitzt
Hinweis: Wenn Du Deinen Brustgurt auch im Fitnesscenter nutzen möchtest, frage vorher nach, ob die Geräte mit Deinem Brustgurt kompatibel sind.

Sind Brustgurte auch mit Geräten im Fitness-Studio kompatibel?

Das kommt darauf an, ob Dein Brustgurt codiert ist oder nicht.
Es gibt aber auch Gurte, die mit mehreren Fitnessgeräten kompatibel sind. Das ist vor allem für Fitness-Studios gut, wenn Du zwischen den Geräten wechselst.
Ob das bei Deinem Brustgurt der Fall ist, kannst Du in der Produktbeschreibung nachlesen.

Wie verbinde ich den Brustgurt richtig?

  • Um eine Verbindung mit Deinem gewünschten Sportgerät herzustellen, ist sehr einfach gehalten. Hier haben wir eine Kurzanleitung, wie Du beispielsweise Deine Sportuhr verbinden kannst:
    Zuerst musst Du die Bluetooth-Verbindung auf der Sportuhr aktivieren
  • Dann wählst Du im Menüpunkt „Bluetooth“ den Brustgurt aus.
  • Danach wartest Du, bist die Koppelung abgeschlossen ist und eine Erfolgsmeldung erscheint.

Das musst Du nur einmal machen: Denn danach verbindet sich Dein Brustgurt immer wieder automatisch mit Deinem Gerät.

Eine der beliebtesten Apps für Outdoor-Sportler ist Strava. Auch hier kannst Du Deinen Brustgurt mit der App verbinden, um genauere Informationen über Deine Leistung zu erhalten. Wie Du Deinen Brustgurt richtig mit Strava verbindest, erfährst Du hier.

Wie lege ich den Brustgurt richtig an?

Nach einigen malen Ausprobieren hast Du sehr schnell raus, wie Du den Brustgurt richtig anlegst.
Grundsätzlich kann man sagen, dass Männer den Gurt direkt unter der Brustwarze befestigen sollten. Frauen hingegen direkt unter der Brust, am Brustansatz.

Wann der Gurt einen optimalen Sitz hat, ist sehr personenabhängig. Schau aber, dass der Brustgurt einen guten Halt hat und beim Training nicht verrutscht. Dennoch sollte er nicht zu einem einengenden Gefühl führen. Du solltest also noch Luft bekommen.

Einige Hersteller bieten Einheitsgrößen an, andere wiederum Größen von S bis XXL. Die Produktbeschreibung gibt Dir Auskunft darüber, welche Variante für Deinen Brustumfang am besten geeignet ist.

Wie reinige ich meinen Brustgurt?

Das Gurtband ist meistens aus Textil und die Sendestation kann entfernt werden. Somit ist der Gurt waschbar. Informiere Dich gleich beim Kauf auch darüber, ob das Band austauschbar ist. Ist das der Fall, kannst Du Dir ein zweites Band dazu kaufen und musst nicht auf den Brustgurt verzichten, wenn Du es waschen willst. Das ist sehr nützlich, wenn Du täglich trainierst.

Wir empfehlen Dir, Deinen Gurt regelmäßig zu reinigen. Denn durch den Schweiß entstehen schnell Salzablagerungen und Gerüche.

Reinigungs-Tipp: Textilgurte mögen weder Schweiß noch hartes, kalkhaltiges Wasser. Spüle gleich nach jedem Training Deinen Gurt mit klarem Wasser ab. Das erhöht die Lebensdauer deutlich.
Auswechsel-Tipp: Wenn Dein Gurt irgendwann völlig abgenutzt ist, schmeiße ihn nicht sofort weg. Denn viele Marken bieten auch einfach nur Wechsel-Gurte. So kannst Du ganz einfach den Sender abnehmen und einen neuen Gurt kaufen.

Das folgende Video zeigt Dir die richtige Benutzung und Reinigung des Brustgurtes von Polar:

Wie lange hält die Batterie bei einem Brustgurt?

Die meisten Brustgurte sind mit einer Knopfbatterie ausgestattet. Diese halten gut ein Jahr, das kommt ganz darauf an welche Funktionen Dein Brustgurt hat und wie oft Du ihn benutzt. Bei den meisten Gurten kannst Du den Batteriewechsel von alleine durchführen. Dennoch kann es sein, dass bei manchen Hersteller ein Kundendienst verlangt wird, um die Batterie auswechseln zu können. Das kann auch zu zusätzlichen Kosten führen. Ob das bei Deinem Brustgurt der Fall ist oder nicht, kannst Du in der Produktbeschreibung durchlesen.

Tipp: Funktioniert der Brustgurt schon nach ein paar Monaten nicht mehr, kann es an der Batterie liegen. Dabei hilft es, die Batterie umgekehrt einzusetzen. Dadurch wird der Gurt neu gestartet und kann wieder Daten liefern.

Wie Du die Batterie bei einem Polar H10 Brustgurt am besten austauscht, wird Dir im folgenden Video kurz veranschaulicht:

Wasserdichte: Wann kann ich mit dem Brustgurt schwimmen?

Grundsätzlich gelten bei den Brustgurten die gleichen Werte wie bei Fitnessuhren:

Bar / Tiefe Dafür geeignet
3 Bar / 30 Meter wasserdicht Gegen Schweiß und Spritzwasser geschützt (z.B. Regen)
5 Bar / 50 Meter wasserdicht Schwimmen an der Oberfläche
10 Bar / 100 Meter Wasserdicht Sportliches Schwimmen und Schnorcheln möglich

Im Vergleich zu optischen Sensoren messen wasserdichte Brustgurte auch im Wasser sehr gut. Dennoch ist für das Schwimmen ein interner Speicher sehr zu empfehlen. Denn selbst wenn die Daten gleich übertragen werden, kommt es dabei häufiger zu Abbrüchen oder einer unvollständigen Aufzeichnung. Durch den internen Speicher kannst Du im Nachhinein die Daten synchronisieren und hast eine vollständige Aufzeichnung.

Beachte bitte, dass einige Gurte zwar wasserdicht sind, aber leider nicht so gut die Pool-Chemikalien vertragen. Reinige deshalb nach dem Schwimmen Deinen Gurt gründlich, damit er Dir auch lange erhalten bleibt.

Was ist der VO2Max-Wert?

Vielleicht hast Du schon mal was von VO2Max gehört. Aber was genau das ist? Puuuuh, gute Frage!

Der VO2Max-Wert gibt die maximal mögliche Sauerstoff-Aufnahme bei Belastung an. Also kurz gesagt ist das Deine bestmögliche Ausdauerleistung. Das bedeutet, wie viel der Körper nicht nur an Sauerstoff aufnehmen, sondern auch tatsächlich verwerten kann. Um das besser zu verstehen, tauchen wir ein bisschen tiefer in die Materie ein:

Grundsätzlich wird zwischen der äußeren und der inneren Atmung unterschieden. Die äußere Atmung ist die Luft, die Du durch Mund und Nase durch die Lunge transportierst. Dahingegen ist die innere Atmung der Sauerstoff, der durch die Blutbahn in die Muskeln transportiert wird, was dem VO2Max-Wert entspricht.

Die präziseren VO2Max-Werte werden in Sport-medizinischen Einrichtungen gemessen. Dabei wird bei Belastung der eingeatmete und ausgeatmete Sauerstoffgehalt gemessen und in Zusammenhang mit Faktoren wie der Zeit und dem Körpergewicht gestellt. Je höher Dein VO2Max-Wert ist, desto mehr Ausdauer hast Du und kannst zwischen den Belastungen schneller regenerieren.

Pulsuhren und Brustgurte arbeiten nicht mit der Spirometrie (wie die Sport-medizinischen Einrichtungen), sondern mit Logarithmen. Diese sind aber leider nicht sehr genau.

Pulsmessung am Oberarm – der neue Trend?

Seit neuestem gibt es auch die Möglichkeit, den Puls am Oberarm zu messen, wobei das Prinzip ähnlich wie bei Pulsuhren ist, die den Puls am Handgelenk erfassen. Die Messung am Oberarm funktioniert wie die optische Pulsmessung. Doch leider wird der Puls am Oberarm noch schlechter erfasst als am Handgelenk. Nach einigen Test kam man zu dem Ergebnis, dass es zu sehr große Abweichungen zwischen den verschiedenen Geräten kommt, wobei der Oberarm-Messer falsche Daten angibt.

Weiterführende Quellen

Mehr über die Geschichte des Brustgurtes kannst Du hier erfahren.

Wenn Du wissen willst, was der Unterschied zwischen der Pulsmessung und der HVR-Messung ist, kannst Du das hier nachlesen.

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