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Basketball spielen: So gehts richtig!

Basketball spielen während des Sonnenuntergangs

Basketball ist eine Sportart, die früher vorwiegend in Amerika bekannt war. Mittlerweile entdecken aber auch in Europa und im Speziellen in Deutschland viele Menschen diese Sportart für sich. Im Gegensatz zum Fußball muss man jedoch ein paar Grundlagen verstanden haben, um erfolgreich Basketball spielen zu können.

Wer immer nur neben den Korb trifft, dem wird das Basketball spielen schon nach kurzer Zeit kaum noch Spaß machen. Ich möchte Dir deshalb helfen Dich Schritt für Schritt zu verbessern, so dass Du den Spaß am Basketball spielen so schnell nicht verlieren wirst.

Wichtig zu wissen ist: Auch beim Erlernen dieser Sportart gilt das Gesetz der abnehmenden Grenzerträge. Das heißt im Konkreten, dass Du mit dem gleichen Aufwand am Anfang deutlich größere Fortschritte erzielen wirst, als am Ende. Dieser Effekt sollte Dir gerade am Anfang helfen dabei zu bleiben und nicht direkt wieder aufzuhören. Dieser Ratgeber soll Dir dabei helfen das Basketball spielen zu erlernen und Dich später in den einzelnen Bereichen zu verbessern.

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim Basketball spielen muss man sowohl Angriff, als auch Verteidigung können.
  • Beim Korbabschluss kommt es vor allem auf die richtige Wurftechnik an.
  • Neben dem Standwurf gibt es auch noch den Sprungwurf und den Korbleger.
  • Es gibt viele Pass-Varianten. Die schnellste davon ist der Druckpass.
  • Beim Dribbling müssen wichtige Regeln, wie der Schrittfehler oder das Doppeldribbling eingehalten werden.

Hintergründe – Was Du über das Basketball spielen wissen solltest?

Die nachfolgenden Erklärungen und Übungen sollen Dir dabei helfen Dein Game auf verschiedenen Ebenen zu verbessern. Zu allen Abschnitten gibt es einen Text mit Informationen und Tipps, sowie konkrete Übungsvideos zum Trainieren. Bedenke, dass ein guter Spieler immer in allen Bereichen eine gewisse Grundqualität besitzt. Du kannst beispielsweise noch so gut werfen, wenn Du nicht richtig verteidigen kannst, wird Dich Dein Gegner immer schlagen.

Des Weiteren gilt beim Erlernen dieser Sportart das Qualität vor Quantität geht. Das bedeutet Du solltest bei den Übungen auf die richtige Technik achten und nicht auf eine maximale Anzahl an Wiederholungen. Konzentriere Dich bei der Durchführung und sei nicht abgelenkt oder in Gedanken woanders. Für möglichst große Fortschritte ist es wichtig die Zeit des Basketballspielens effektiv zu nutzen und sich zu konzentrieren.

Dunking auf einen Korb

Ein Dunking stellt die sicherste Abschlussmöglichkeit dar. Jedoch ist dafür eine Menge Training nötig.

Die richtige Wurftechnik erlernen

Das wohl schwierigste und zugleich wichtigste Teilgebiet beim Basketball spielen ist das Werfen. Nur wer konstant den Ball im Korb unterbringen kann, hat auch eine Chance zu gewinnen. Dieser Abschnitt soll Dir helfen die richtige Wurftechnik zu erlernen, Deine Trefferquote zu erhöhen und Dein Shooting auf das nächste Level zu bringen.

Die richtige Wurftechnik ist die Grundvoraussetzung für alle verschiedenen Arten von Würfen, die ich Dir später vorstellen werde. Konzentriere Dich also zu Beginn nicht darauf jeden Ball im Korb zu versenken, sondern achte primär auf die richtige Wurftechnik. Oft führt die für Anfänger ungewöhnliche Wurfhaltung dazu, dass zu wenigen Kraft aufgebracht wird. Beginne deshalb am besten mit Würfen aus kurzer Distanz und achte dabei besonders auf die Technik. Falls Du einen höhenverstellbaren Basketbalkorb besitzt, kannst Du diesen auch zu Beginn auf eine niedrigere Stufe stellen.

Handhaltung

Zu Beginn der Bewegung hast Du den Ball meistens neben Deinem Körper in der sogenannten S-P-D Position. Der Ball befindet sich auf Hüfthöhe auf der Seite Deiner starken Hand. Von dieser Position aus kannst Du werfen (shoot), passen (pass) und dribbeln (dribble). Um zu werfen, ziehst Du den Ball vor Deinen Körper, wobei die Wurfhand (starke Hand) auf dem Ball liegt und der Mittelfinger gerade nach vorne zeigt. Die andere Hand ist die Stützhand. Sie wird von der Seite angelegt.

Fußstellung

Eine der wichtigsten Regeln beim Werfen lautet: “Die Fußspitzen zeigen zum Korb.“ Wenn dies der Fall ist, stehst Du auch mit dem restlichen Körper gerade zum Korb und hast so die beste Wurfposition. Achte darauf, dass die Beine etwa schulterbreit auseinander stehen, damit Du die größtmögliche Stabilität hast. Die Füße sollten etwa parallel sein, wobei der Fuß unter der Wurfhand auch ein Stück weiter vorne platziert sein kann.

Wurfbewegung

Wichtig zu verstehen ist: Die Kraft für den Wurf kommt nicht alleine aus den Armen. Die Wurfbewegung entsteht in den Beinen und endet mit den Fingerspitzen. Um Schwung zu holen, startet der Wurf mit gebeugten Knien (etwa 120°). Das Ziel ist eine Bewegung in erster Linie nach oben und nicht nach vorne. Bei der Wurfbewegung ist der eine Ellbogen genau unter dem Ball. Er sollte weder zu weit außen, noch zu nah am Körper sein, damit ein Wurf und keine Stoßbewegung entsteht.

Du machst die Bewegung mit Ball und Körper nach oben so weit, bis die Knie gestreckt sind, und die Schultern und Ellbogen jeweils einen 90° Winkel erreicht haben. Jetzt klappst Du das Handgelenk nach vorne ab, bis Zeige- und Mittelfinger in Richtung Korb zeigen. Dabei ist der Wurfarm am Ende gestreckt und der Stützarm begleitet die Bewegung nur, um ein seitliches Ausbrechen des Balles zu verhindern.  Wichtig dabei ist, dass der Ball nur auf den Fingern und nicht auf den Handballen aufliegt. Das sorgt für mehr Fingerspitzengefühl.

Hier nochmal ein paar Tipps zum perfekten Wurf:

  • Die Kraft kommt primär aus den Beinen, die Präzision aus Arm, Handgelenk und Fingern
  • Fokussiere mit den Augen die hintere Ringkante. Wenn Du etwas zu leicht wirfst, versenkst Du den Ball direkt im Korb und wenn Du etwas zu stark wirfst, fliegt der Ball gegen das Brett und von da aus in den Korb
  •  Für eine höhere Trefferwahrscheinlichkeit sorgt der Rückwärtsdrall, der durch das Abklappen des Handgelenks entsteht
  • Verfolge niemals die Flugbahn des Balles, sondern behalte immer den Korb im Auge
  • Bei Würfen von der Seite hilft es die vordere, obere Ecke des kleinen Vierecks auf dem Brett anzuvisieren
  • Das ganze sollte am Ende eine flüssige Bewegung sein. Übe dafür am Anfang erstmal nur das richtige Abklappen des Handgelenks und fange erst später an die ganze Wurfbewegung zu trainieren
  • “Übung macht den Meister“ → je öfter Du die Bewegung trainiert, desto flüssiger und besser wird es funktionieren!

In folgendem Video kannst Du Dir alle Details nochmal in Ruhe anschauen:

Sprungwurf aus dem Stand

Der ganz normale Standwurf den Du soeben erlernt hast, wird für die erste Zeit ausreichen. Nach gewisser Zeit wirst Du dann aber feststellen, dass dieser nicht mehr effizient genug ist, um im Spiel zu scoren. Dafür sind die Verteidiger ab einem gewissen Niveau einfach zu gut. Im konkreten heißt das Du wirst Deinen Wurf nicht mehr losbekommen, ohne dabei geblockt zu werden. Der Sprungwurf ist eine Alternative mit der Du Dir mehr Platz zu Deinem Gegner verschaffen kannst.

Die Grundelemente des Sprungwurfes ähneln denen des Standwurfes. Der Ball wird jedoch meistens noch höher über dem Kopf losgelassen, was es dem Verteidiger sehr schwer macht den Wurf zu blocken. Der Ball verlässt die Hände am höchsten Punkt des Sprunges, dem sogenannten “toten Punkt”. Weil die Wurfbewegung jetzt komplett in der Luft ablaufen muss, ist er schon ein ganzes Stück schwerer als der Standardwurf.

Wichtig ist darauf zu achten, dass Du gerade hochspringst und auch wieder aufkommst. Der Körperschwerpunkt muss in der Mitte liegen. Andernfalls wird der Wurf unsauber und verfehlt das Ziel. Achte darauf, dass Du an demselben Punkt landest, an dem Du auch abgesprungen bist.

Bei der gerade genannten Version des Sprungwurfes handelt es sich um die Standardvariante. Diese Art von Wurf gilt als sogenannter “high percentage shot“. Es handelt sich also um einen Wurf mit einer hohen Trefferquote. Da aber auch dieser Wurf von guten Spielern relativ souverän verteidigt werden kann, haben sich verschiedene weitere Varianten des Sprungwurfes ergeben.

Fadeaway Jump Shot

Bei dem Fadeaway springst Du nicht gerade nach oben ab, sondern lässt Dich leicht nach hinten fallen. Du wirst merken, dass der Wurf dadurch um einiges schwerer wird. Das liegt zum einen daran, dass die Distanz zwischen Ball und Korb sich vergrößert. Zum anderen wirken die Kräfte des Zurückfallens und nach vorne Werfens genau konträr.

Der Vorteil ist: Durch die Rückwärtsbewegung ist der Wurf für den Gegner viel schwieriger zu verteidigen. Professionelle Spieler strecken meist auch das Bein noch ein wenig nach vorne, um sich nochmal ein bisschen mehr Platz zu verschaffen. Ein prominenter Vertreter dieses Wurfes ist Dirk Nowitzki. Sein Markenzeichen dabei ist der Absprung auf einem Bein.

In diesem Video siehst Du Übungen für drei verschiedene Arten von Fadeaway Jumpern. Unter anderem auch die spezielle Dirk Nowitzki Variante.

Leaning Jump Shot

Der Leaning Jump Shot ist das genaue Gegenteil des Fadeaway Jump Shot. Du machst also beim Springen eine Vorwärtsbewegung. Dieser Wurf kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn der Verteidiger nach einer erfolgreichen Wurftäuschung an Dir vorbeigesprungen ist und Du nicht von hinten geblockt werden willst.

Turnaround Jump Shot

Bei dem Turnaround Jump shot stehst Du mit dem Rücken zum Korb und lehnst Dich leicht an den Verteidiger an. Um genügend Platz für den Wurf zu kreieren, machst Du eine 180° Drehung, in der Du Dich vom Verteidiger löst und leicht nach Hinten abspringst. Ein prominenter Vertreter dieses Wurfes ist Michael Jordan.

Im folgenden Video siehst Du, wie der Wurf korrekt ausgeführt wird.

Step-Back Jump Shot

Der letzte Wurf, den wir uns anschauen wollen, ist der Step-Back. Dieser Wurf schafft Dir eine Menge Platz zum Verteidiger und dementsprechend viel Zeit um den Ball loszuwerfen. Der “Trick” bei diesem Wurf ist der schnelle Richtungswechsel, auf den der Verteidiger erst reagieren muss. Dabei machst du zuerst einen Schritt in Richtung Korb und dann sofort einen zweiten Schritt schräg zurück. Die Reaktionszeit, die der Verteidiger braucht, um sich darauf einzustellen, reicht dann locker für den Sprungwurf. Achte in der Bewegung darauf, dass Du nicht mehr als zwei Schritte ohne Dribbling machst.

In folgendem Video siehst Du, wie effektiv dieser Wurf ist und wie Du ihn richtig ausführst.

Der Korbleger als Abschluss aus der Nähe

Eine deutlich höhere Trefferquote als bei einem Distanzwurf kannst Du durch einen Korbleger erzielen. Dabei handelt es sich um einen Abschluss aus der Laufbewegung heraus, bei dem der Ball mit einer Hand direkt in den Korb “gelegt” wird. Die Schwierigkeit ist aus dem Dribbling den Ball aufzunehmen und die richtige Schrittfolge einzuhalten.

Man unterteilt dabei Korbleger von der rechten Seite und von der linken Seite. Wenn Du von rechts kommst, dann ist das Bein, mit dem Du am Ende abspringst das linke Bein. Die letzten beiden Schritte haben also die Reihenfolge rechts, links. Dementsprechend musst du das letzte Dribbling so timen, dass es während eines Schrittes mit dem linken Bein ist.

Wenn Du von der linken Seite kommst, dann funktioniert das Ganze entsprechend umgekehrt. Du machst das letzte Dribbling während des Schrittes mit dem rechten Bein und gehst dann in die Schrittabfolge links, rechts. Übe diese Schrittabfolge zu Beginn am besten aus dem Stand.

Schritt für Schritt Anleitung:

(am Beispiel eines Korblegers von Rechts)

  •  Stelle Dich etwa drei Meter schräg rechts vom Korb entfernt auf. Als Ausgangsstellung sollte die Dir aus dem Wurfteil bekannte S-P-D Stellung genutzt werden. Achte darauf, dass die Knie nicht durchgestreckt sind, sondern leicht gebeugt.
  • Ball mit der rechten Hand dribbeln und zeitgleich mit dem linken Fuß einen Schritt machen. Fuß und Ball sollten etwa zeitgleich den Boden berühren.
  • Jetzt nimmst Du den Ball auf und hältst ihn auf der rechten Seite des Körpers, während Du mit dem rechten Fuß einen Schritt machst. Der Ball sollte dabei rechts vom Körper sein, da links von Dir der Verteidiger sein wird und Du den Ball so besser schützt. Fasse den Ball ab diesem Zeitpunkt bis kurz vor Ende immer mit beiden Händen an.
  • Der dritte Schritt wird wieder mit links gemacht. Man nennt diesen Schritt auch den “Stemmschritt”, da Du Dich mit diesem Schritt mit viel Kraft nach oben abdrückst. Nachdem Du den linken Schritt gemacht hast, ziehst Du das rechte Knie nach oben. Halte während des Absprungs den Ball so lange es geht rechts neben dem Körper und wechsel erst kurz vor dem Loslassen wieder auf eine Hand.
  • Der Wurf bzw. das Loslassen des Balles kann dabei auf verschiedene Weisen ablaufen. Ich gehe darauf in den verschiedenen Korblegervarianten genauer drauf ein

In folgendem Video kannst Du die Schrittfolge nochmal optisch Nachvollziehen.

Druckwurfkorbleger

Der Druckwurfkorbleger ist die einfachste und damit auch sicherste Variante den Ball in den Korb “zu legen”. Nach der eben erlernten Schrittabfolge ähnelt die Wurfbewegung sehr dem Standwurf. Dieses Mal benutzt Du jedoch nur eine Hand, um den Ball durch Abklappen des Handgelenks loszulassen.

Wichtig ist es den Ball so lange wie möglich in beiden Händen zu haben und erst im letzten Moment auf die Wurfhand zu wechseln. Dadurch machst Du es dem Gegner sehr schwer Dich zu Blocken. Entweder er kommt nicht mehr an den Ball oder er muss Dir bei dem Versuch den Ball zu blocken auf die Hände schlagen und bekommt deshalb ein Foul gepfiffen.

Unterarmkorbleger

Der Unterarmkorbleger erfordert schon deutlich mehr Feingefühl als der Druckwurfkorbleger. Auch bei diesem Korbleger benutzt Du die Dir geläufige Schrittfolge, um zum Korb zu kommen. An Stelle der typischen Wurfbewegung beendest Du den Move jetzt jedoch, indem Du Deinen Wurfarm nach vorne ausgestreckt hast und der Ball quasi auf Deiner Hand liegt. Um zu werfen, machst Du mit der Hand eine Wurfbewegung nach oben und lässt den Ball über die Fingerspitzen rollen.

Diese Art des Abschlusses wirst Du zunächst einige Male ausprobieren müssen, bevor Du den Dreh raus hast. Bei richtiger Durchführung hat diese Art des Korblegers jedoch zwei große Vorteile. Zum einen kannst Du eine größere Distanz zum Korb überwinden, zum anderen ist es eine gute Abschlussmöglichkeit, wenn Du schon an Deinem Gegner vorbeigekommen bist und dieser versucht Dich von hinten zu blocken. Der ausgestreckte Arm verschafft Dir viel Platz und Dein Körper dient als eine Art “Schutzschild” zum Verteidiger.

Achtung: Verwende diese Art des Korblegers nur, wenn der Verteidiger hinter Dir ist und auch sonst keine anderen Gegner in der unmittelbaren Nähe. Ansonsten besteht die Gefahr, das Du geblockt wirst.

In folgendem Video siehst Du Übungen und Erklärungen zu beiden Varianten.

Power Move

Der Power Move funktioniert von der Technik her genau wie der Druckwurfkorbleger. Der einzige Unterschied liegt in der Art des Absprungs. Während Du bei allen bisherigen Varianten immer mit einem Bein abgesprungen bist, machst Du es hierbei mit beiden Beinen. Der beidbeinige Absprung verleiht Dir noch mehr Kraft und Du kannst deutlich höher springen. Das führt zu einer geringeren Distanz zwischen Korb und Loslassen des Balles. Und wie Du Dir sicher schon denken kannst, verringert das die Chance für den Verteidiger den Ball zu blocken.

Up-and-Under

Der Up-and-Under Korbleger ist schon eine schwierigere Variante des Korblegers. Hier ist sowohl ordentlich Sprungkraft, als auch genügend Körperstabilität in der Luft gefragt. Die Schrittreihenfolge bleibt dieselbe wie bei den vorherigen Varianten. Dieses Mal musst Du jedoch deutlich stärker abspringen, da Du möglichst lange in der Luft bleiben möchtest (hang time).

Ziel ist es zuerst einen Wurf anzutäuschen, den Ball dann aber wieder runter zu nehmen, um direkt darauf wieder hochzugehen und zu werfen. Alle drei Schritte passieren während des Sprungs. Der Verteidiger wird bei Deinem angetäuschten Wurf ebenfalls abspringen, um Dich zu blocken. Danach wird er keine Kraft mehr dafür haben Dich bei dem zweiten Wurfversuch zu verteidigen. Da dieser Korbleger sehr komplex ist, schau Dir am besten folgendes Video an, um den Move zu erlernen.

Zwei weitere Arten des Korb-nahen Wurfes sind der Hakenwurf (hook shot) und der Floater. Ich möchte diese hier nur kurz erwähnen und nicht intensiv darauf eingehen, weil sie für Anfänger schwer zu erlernen sind und der Fokus erstmal auf den Grundwürfen und Korblegern liegen sollte.

Typische Fehler

Nachdem Du  die Grundvarianten des Korblegers gelernt hast, möchte ich Dich noch kurz auf ein paar typische Fehler hinweisen:

  • Absprung mit dem falschen Bein bzw. falsche Schrittfolge: Übe den Korbleger zu Beginn aus dem Stand und erst später aus dem Dribbling
  • Fehlendes Schützen des Balles vor dem Gegner: Behalte den Ball immer so lange wie möglich so nah am Körper wie es geht. Wechsel erst kurz vor Abschluss auf eine Hand
  • Zu wenig Sprungkraft und damit eine zu geringe Höhe beim Abschluss: Übungen zur Erhöhung der Sprungkraft durchführen
  • Fehler bei der Technik des Wurfs: schaue Dir dafür nochmal die Technik im Abschnitt zum Thema Wurf an

Sprungkraft

Für Korbleger ist es elementar wichtig an der eigenen Sprungkraft zu arbeiten. Je höher Du springen kannst, desto höher kannst Du auch den Wurf abschließen. Dadurch verringerst du die Distanz zum Korb und sorgst so für eine höhere Trefferwahrscheinlichkeit. Des Weiteren ist es mit zunehmender Höhe für den Verteidiger deutlich schwieriger den Ball zu blocken. Deshalb ist es elementar wichtig, dass Du an Deiner Sprungkraft arbeitest, um Dir in diesem Bereich einen Vorteil zu verschaffen.

Übungen zum Dunking

Wir haben uns jetzt schon die wichtigsten Abschlussarten beim Basketball spielen angeschaut: Den Wurf und den Korbleger. Die wohl sicherste Variante den Ball im Korb unterzubringen ist jedoch ein Dunking. Dabei handelt es sich eigentlich nicht mehr um einen Abschluss, der noch als Wurf bezeichnet werden kann. Vielmehr stopft der Spieler den Ball mit einer oder auch mit beiden Händen in den Korb.

Durch die eigene Körpergröße und die Sprungkraft kommt der Spieler dabei so hoch, dass er den Ball über dem Ringniveau halten kann und ihn anschließend Kraftvoll nach unten drückt. Oftmals bleibt der Spieler im Anschluss noch kurz am Korb hängen, um die Aktion noch spektakulärer aussehen zu lassen. Neben dem Blocken eines Wurfes gehört ein Dunking zu den Highlights eines Basketballspiels.

Dunking – Variationen

Mittlerweile gibt es viele unterschiedliche Ausführungen von Dunkings. Ich möchte Dir im folgenden kurz die bekanntesten aufzeigen.

  • Windmill dunk: Hierbei wird der Ball in einem Halbkreis von unten nach oben gezogen und abschließend durch den Korb gestopft.
  • Reverse dunk: Der Spieler dreht sich einmal halb im Sprung und stopft den Ball mit dem Rücken zum Korb durch den Ring.
  • 360-degree dunk: Diese Ausführung ist noch ein wenig anspruchsvoller. Hierbei dreht sich der Spieler während des Sprungs einmal komplett um 360 Grad.
  • Between-the-legs slam: Hier bedarf es einer guten Arm-Bein-Koordination. Der Ball wird nach dem Absprung wahlweise unter dem rechten oder dem linken Bein “hindurchgeführt”, bevor er im Korb versenkt wird. Hierbei kommt es vor allem auf eine lange hang time an.
  • Alley oop: Die wohl bekannteste Art des Dunkings ist der Alley oop. Dabei bekommst Du von Deinem Mitspieler einen Pass, welchen Du in der Luft fängst und direkt in den Korb stopfst. Diese Variante erfordert nicht nur eine enorme Sprungkraft, sondern auch noch ein genaues Timing.

Das waren natürlich nur ein paar wenige Varianten einen Dunking abzuschließen. Da schon der “normale” Dunking eine sehr große Herausforderung ist, verzichte ich an dieser Stelle jetzt mal auf genaue Erklärungen der Spezialfälle. Stattdessen kannst Du Dir in folgendem Video mal anschauen, wie Profispieler diese Dunkings umsetzen.

Souverän Dribbeln lernen

Einen Ball gedribbelt haben wir sicher alle schon mal. Doch um so sicher und elegant wie die Profis auf dem Feld zu wirken, braucht es eine Menge Übung. Ich möchte Dir im Folgenden kurz aufzeigen, worauf es bei einem richtigen Dribbling ankommt und mit welchen Tricks Du Dein Dribbling in Zukunft verbessern kannst.

Grudlagen zum Dribbling

  • Geh in die Knie und nimm eine gebeugte Haltung ein. Das verkürzt die Zeit, die der Ball von Deiner Hand auf den Boden und wieder zurück braucht. Dementsprechend bleibt dem Verteidiger auch weniger Zeit Dir den Ball beim Dribbling wegzunehmen und Du wirst weniger Turnover (Ballverluste) im Spiel verursachen. Außerdem kannst Du aus der gebeugten Stellung schneller reagieren. Du kannst Dir das anhand eines 100 Meter Sprints klarmachen. Dort startest Du ja auch nicht aus aufrechter Position, sondern bist leicht gebeugt.
  • Berühre den Ball nicht mit der gesamten Handfläche, sondern nur mit Deinen Fingerspitzen. Das ermöglicht Dir zum einen eine bessere Kontrolle über den Ball. Zum anderen kannst Du damit schneller Dribbeln.
  • Geschwindigkeit/Druck: Je schneller und präziser Du dribbelst, desto schwieriger wird es für den Verteidiger. Achte darauf, dass Deine Hand nicht dem Ball entgegenkommt, sondern der Ball mit genügend Druck gespielt wird, sodass er bis in die Hand zurück abprallt. Nur durch ein schnelles und hartes Dribbling wird es Dir später möglich sein, Deinen Gegner zu schlagen. Übertreibe es jedoch nicht mit dem Druck und achte lieber auf Sicherheit und Kontrolle.
  • Dribbel in Körpernähe und halte die Hand an der Oberfläche. Je weiter Du von Deinem Körper weg dribbelst, desto leichter fällt es dem Gegner sich den Ball zu schnappen. Achte auch darauf, dass Du den Ball nur von oben berührst und nicht unterhalb des Balles beginnst und dann eine Art “Schaufelbewegung” machst. Das wird Dir nämlich beim Basketball spielen direkt abgepfiffen.
  • Dribbel so flach wie möglich. Wie in Punkt zwei beschrieben verringert dies die Chance, dass der Gegner sich den Ball schnappt. Ein optimales Dribbling findet etwa auf Kniehöhe statt.

Weiterführende Tipps

Nachdem Du nun weißt, worauf es beim Dribbling in den Grundzügen ankommt, möchte ich Dir noch ein paar Tipps geben, die Dein Dribbling und Deine Art Basketball zu spielen verbessern.

  • Halte den Kopf oben. Dieser Punkt wird Dir wahrscheinlich gerade am Anfang sehr schwerfallen, da Dein Fokus voll und ganz auf dem Dribbeln liegt. Versuche dennoch im Laufe der Zeit immer weniger auf den Ball zu schauen. Das hat vor allem den Vorteil, dass Du im Spiel Deinen Verteidiger, die anderen Gegenspieler und Deine eigenen Mitspieler im Blick hast. Es hilf keinem was, wenn Du Dich fest dribbelst und Deine Mitspieler übersiehst.
Tipp: Je flacher Du dribbelst, desto länger bzw. öfter hast Du den Ball in der Hand und verfügst somit über mehr Ballkontrolle, ohne auf den Ball schauen zu müssen.
  • Nutze Deinen Arm und restlichen Körper als Schutz vor dem Gegner. Wenn Du den Ball mit der rechten Hand dribbelst, nutze den linken Arm, um den Ball vor dem Verteidiger zu schützen. Beim Dribbeln mit der linken Hand natürlich umgekehrt. Wenn der Verteidiger jetzt versucht Dir den Ball wegzunehmen, wird er zuerst Deinen Arm treffen und damit ein Foul begehen.

Regeln beim Dribbling

Beim Basketball spielen gibt es ein paar Regeln für das Dribbeln, die elementar dafür sind, dass das Spiel überhaupt zustande kommt. Die wohl wichtigste Regel reguliert die Anzahl der erlaubten Schritte. Hier gilt: Du darfst maximal 2 Schritte gehen, ohne zu dribbeln. Bewegst Du Dich länger mit dem Ball ohne zu dribbeln, dann begehst Du einen Schrittfehler.

Ein weiterer beliebter Fehler beim Basketball spielen ist das Doppeldribbling. Hierbei dribbelst Du zuerst ganz normal, nimmst dann den Ball fest in die Hand und fängst danach wieder an zu dribbeln. Hier gilt: Wenn Du einmal aufgehört hast zu dribbeln, muss der Ball gepasst werden oder auf den Korb geworfen werden.

Ein Fehler der etwas seltener auftritt, ist es den Ball zu führen. Dabei berührst Du den Ball zuerst von unten und drehst ihn dann während des Dribblings um. Dieses Verhalten wird umgangssprachlich auch als “schaufeln” bezeichnet. Wie sehr Du den Ball führen kannst, ist von Schiedsrichter zu Schiedsrichter immer etwas unterschiedlich.

Übungen für Fortgeschrittene

Du hast jetzt schon die Grundzüge des Dribbelns gelernt, wirst aber schnell merken, dass Du damit im Spiel nicht wirklich an deinem Gegenspieler vorbeikommst. Deshalb ist es sehr hilfreich ein paar spezielle Fälle des Dribbelns in Deinem Repertoire zu haben. Es gibt dabei viele Möglichkeiten: Vom einfachen Crossover, über das Dribbeln hinter dem Rücken, bis zum Dribbeln durch die Beine. Wie genau Du Deinen Gegenspieler mit solch einem Dribbling schlägst, kannst Du Dir im folgenden Video anschauen.

Das richtige Passspiel lernen

Du hast jetzt schon gelernt, wie Du Deinen Verteidiger mithilfe von Dribblings und Layups schlagen kannst. Eine viel simplere Methode einen freien Wurf oder Korbleger zu kreieren, ist jedoch durch das Passspiel gegeben. Genau wie in anderen Sportarten gilt auch beim Basketbll spielen: Ein Pass ist immer schneller als ein dribbelnder Spieler. Dementsprechend kann ein Defensivverbund auch deutlich einfacher durch Pässe ausgehebelt werden. Ich möchte Dir im folgenden kurz die grundlegenden Passarten vorstellen.

Druckpass

Der Standard-Pass beim Basketball spielen ist der Druckpass, auch Brustpass genannt. Hierbei hast Du den Ball in beiden Händen und wirfst ihn mit ausgestreckten Armen auf Brusthöhe zu Deinem Mitspieler. Der Pass ist schnell und vor allem aus jeder Position auszuführen, was es für den Verteidiger schwer macht Dir den Ball zu stealen (abzunehmen).

Bodenpass

Bei dieser Variante berührt der Ball während des Passes einmal den Boden. Das hat den Vorteil, dass Du aus dem Dribbling den Ball direkt mit einer Hand passen kannst, ohne ihn vorher aufnehmen zu müssen. Der Nachteil ist die relativ lange Flugzeit. Dadurch ist es für den Verteidiger einfacher den Ball zu stealen.

Überkopfpass

Diese Passart wird eher selten benutzt. Sie ist vor allem hilfreich, wenn man als großer Spieler einen etwas kleineren Gegner vor sich hat. Ein Überkopfpass ähnelt stark einem Einwurf beim Fußball. Beide Hände halten den Ball über dem Kopf, wobei die Hände seitlich des Balles sind und der Wurf durch eine Bewegung des Unterarms nach vorne erfolgt.

Baseballpass

Der Baseballpass wird nur für besonders lange Pässe über das komplette Spielfeld verwendet. Dabei liegt der Ball auf einer Hand hinter dem Kopf. Der Ball wird jetzt seitlich am Kopf vorbeigestoßen und bekommt so eine sehr hohe Geschwindigkeit.

Tipp für Fortgeschrittene: Der Behind-The- Back-Pass ist ein cooler Trick für einen überraschenden Pass. Dabei wird der Ball mit einer Hand  halb um den Rücken geführt und dann von hinter dem Rücken aus gepasst.

Hier noch einmal alle Passarten erklärt:

Das richtige Verteidigen

Wie bereits zu Beginn erwähnt besteht ein Basketballspiel nicht nur aus der Offensive, sondern auch aus Defensivarbeit. Mit einer schlechten Verteidigungsleistung wirst Du es deshalb schwer haben zu gewinnen. Auch wenn die Offensive natürlich deutlich mehr Spaß macht, wollen wir uns abschließend noch die wichtigsten Grundlagen des Verteidigens erlernen, damit Du möglichst erfolgreich basketball spielen kannst.

Verteidigungsposition

Als Verteidiger musst Du immer auf den Angreifer reagieren. Wir werden später sehen, dass Du mit der Art und Weise wie Du verteidigst dem Angreifer einige seiner Optionen wegnehmen kannst. Dennoch wirst Du immer abwarten müssen was der Angreifer macht, um entsprechend reagieren zu können. Deshalb ist es wichtig, dass Du eine Haltung einnimmst, von der aus Du besonders schnell reagieren kannst. Achte dabei auf folgende Punkte:

  • Knie anwinkeln: es ist wichtig, dass Du nicht mit gestreckten Knien verteidigst, denn aus einer geraden Position heraus ist man immer langsamer. Natürlich solltest Du es nicht übertreiben, denn eine zu tiefe Position ist ebenfalls schlecht. Die Faustregel besagt: Dein Kopf sollte immer niedriger sein, als der Kopf des Angreifers.
  • Halte den Oberkörper gerade: Trotz der angewinkelten Knie solltest du den Oberkörper nicht beugen. Stelle Dir am besten vor, Du würdest auf einem imaginären Stuhl sitzen und nehme in etwa diese Haltung ein. Durch den aufrechten Oberkörper liegt den Körperschwerpunkt genau in der Mitte über Deinen Füßen, was für optimales Gleichgewicht und eine schnelle Reaktion sorgt.
  • Schaue Deinem Gegner in etwa auf die Hüfte: Wie Du schon im Teil zum Angriff kennengelernt hast, wird beim Basketball spielen sehr viel mit Täuschungen gearbeitet. Wenn Du beim Verteidigen auf die Arme oder Beine des Verteidigers schaust, wirst Du sehr schnell auf eine der Täuschungen reinfallen. Da der Körperschwerpunkt im Bereich der Hüfte liegt, bewegt sich der Angreifer bei einer Täuschung dort kaum und Du wirst nicht mehr auf diese reinfallen. Gucke auf keinen Fall nur auf den Ball!
  • Verteidige mit einer Armlänge Abstand: Solltest Du näher am Angreifer verteidigen, besteht die Gefahr, dass er mit einem schnellen, großen Schritt an Dir vorbeikommt. Zu viel Abstand gibt dem Angreifer zu viel Platz und Zeit zum Werfen.
  • Richtige Fußstellung: Die Füße sollten immer schulterbreit auseinander stehen. Wenn sie näher zusammen stehen, kommt der Gegner zu leicht an Dir vorbei.

Die richtige Arm- und Beinarbeit

  • Beinarbeit: Du bewegst Dich in sogenannten “Slides”. Das heißt, Du ziehst erst das eine Bein vor und dann das andere nach. Mache bei einer seitlichen Bewegung auf keinen Fall eine Kreuzbewegung mit den Beinen. Ein schneller Richtungswechsel des Angreifers kann sonst nicht mehr verteidigt werden. Bleibe außerdem immer mit beiden Füßen auf dem Boden. Sobald Du abspringst(z.B. um einen Wurf zu blocken) kannst Du nicht mehr reagieren. Versuche bei der Bewegung die Hüfte nicht auf und ab zu bewegen, sondern auf einer Höhe zu halten. Das fördert Deine Stabilität und dementsprechend auch die Reaktionszeit.
  • Armarbeit: Ein Arm solltest Du im Bereich sein, den der Angreifer eigentlich zum Dribbeln nutzen möchte. Der andere Arm sollte etwas höher, leicht seitlich des Angreifers sein, um ihm einen möglichen Pass zu erschweren. Schlage beim Verteidiger auf keinen Fall auf die Hände des Gegners.
Bedenke: Verteidigung ist zu 90 Prozent Beinarbeit und nur zu 10 Prozent Armarbeit. Fokussiere Dich also zu Beginn vor allem auf die richtige Beinarbeit.

In folgendem Video kannst Du Dir die oben genannten Punkte nochmal veranschaulichen und weiterführende Techniken erlernen.

Tipp: Stelle ein Bein etwas weiter nach vorne. Du bietest dem Gegner dadurch eine Seite an, über die er Dich attackieren soll. Es ist dadurch wesentlich leichter seine Aktion vorherzusehen.

Fazit

Du hast hoffentlich anhand dieses Ratgebers gesehen, dass es viele verschiedene Möglichkeiten gibt, sich beim Basketball spielen zu verbessern. Ein guter Basketballspieler zeichnet sich sowohl durch Offensive, als auch durch Defensive aus. Arbeite individuell mit den entsprechenden Übungen an Deinen Schwachstellen, um Dich zu verbessern.

Ich möchte an dieser Stelle abschließend nochmals erwähnen, dass Erfolg nicht von Heute auf Morgen kommt, sondern dass Du Dich über einen langen Zeitraum regelmäßig weiterentwickeln wirst. Hier gilt das bekannte Sprichwort: “Übung macht den Meister!” Am Ende kann jeder von uns noch etwas dazu lernen und sich in einigen Bereichen im Basketball spielen verbessern.

Weiterführende Quellen

Wenn Du mehr über Fullcourt 5 gegen 5 Strategien im Angriff und der Verteidigung beim Basketball spielen erfahren möchtest, dann schau Dich mal auf folgender Seite um:http://hidden-pattern.ch/2013/06/24/spielsysteme-im-basketball/

Für eine Erklärung der Regeln beim Basketball spielen schaue mal auf folgender Seite vorbei:https://www.owayo.de/magazin/basketballregeln-de.htm

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